Der Chef geht fremd

Dieses Wochenende hatte ich die Möglichkeit ein Rennrad zu fahren. Ursächlich war eine etwas obskure Debatte im Forum des Fahrradvereins. Eines der Mitglieder meinte, ich dürfe bei ihm in der Gruppe nicht mit Scheibenbremsen fahren. Ein netter Kollege, den ich noch vom Trainingscamp kannte bot mir daher an, sein Winterrennrad zu leihen. Nicht besonderes aber eben ein Rennrad, und endlich bot sich mir die Möglichkeit meine wöchentlichen Leistungen im Training einzuordnen. Auf meiner „Hausstrecke“ stellte ich bereits fest, dass man gut und gerne 10-15% schneller im Flachen ist. Am Berg ist der Vorteil allerdings nicht mehr so groß. Hier sieht man ganz gut, warum man deutlich besser im Wind liegt:

Die Fahrt am Sonntag, die wieder in der etwas bergigeren Gegend nördlich von Ängelholm stattfand gab dann weitere Aufschlüsse. Aufgrund eines Rennens am Vortag waren nur sieben Leute am Start. Das Fahren im Flachen vorne im Wind bei 35-37km/h macht fast keine Mühe, mit dem MTB kann es sein, dass man trotz Windschatten am Kämpfen ist. An der Bergen wurden alle anderen deklassiert, nur am ersten Berg hat überhaupt jemand versucht zu attackieren 🙂 Allerdings war gegen Ende der niedrigste Gang einen Ticken zu hoch, für „richtige“ Berge muss man auf jeden Fall eine andere Übersetzung montieren. Eckdaten der Tour: 90km, 1200Hm, eine Kaffeepause, 28,6 km/h im Schnitt.

Belgischer Kreisel oder das perfekte Training im Flachen

Heute hat hier der Frühling richtig angefahren, es gibt Sonne und Temperaturen von knapp unter 20 Grad. Der Wind ist natürlich ebenfalls an Bord. Nach zwei eher gemütlichen Trainings beim cklunedi, war heute wieder die angestammte Mittelgruppe angesagt, mit mir waren es zehn Mann. Gefahren wurde durchgehend (64km) in Intervallen, d.h. immer ca. 10-15 im Belgischen Kreisel, was eine ernorme Geschwindigkeit (Schnitt 34,6km/h mit „Pausen“) erlaubte. Die Geschwindigkeit war genau perfekt, nach dem letzten Anstieg hatte ich alle Kraftreserven aufgebraucht. Gegen Ende fielen ein paar Leute etwas ab, ich konnte jedoch stets auch Führungsarbeit verrichten. Total erschöpft ging es dann in Richtung große Portion Spaghetti.

Hier die Puls/Speed-Kurve:

Neue Streckenführung -> Big Trouble

Soeben kam bei mir eine Mail vom Veranstalter des Rad am Rings 2010 an, die noch für einige Aufruhr sorgen wird. Man habe aufgrund des großen Teilnehmerfeldes die Streckenführung des Rennradrennens auf den GP-Kurs verlegt. Nur die Jedermänner und die MTBler fahren noch durchs Fahrerlager. Den ca. einen Zusatzkilometer kann man in Kauf nehmen, aber die frühzeitige und auch strategische Wahl unserer Parzelle im G-Bereich wird somit ad absurdum geführt. Direkt an der Strecke, nahe an den Boxen wir jetzt zu folgender Situation: (obere WZ = ca. G-Bereich)

Uns wird angeboten auf einen der neuen gelben Bereiche zu wechseln, welche natürlich fernab vom Geschehen aber immerhin an der Strecke liegen, oder auf der gebuchten Parzelle zu verbleiben. Nach derzeitigem Stand muss man dafür jedoch jede Runde einen Umweg in Kauf nehmen, was natürlich vollkommen inakzeptabel ist. Ob es z.B. festen Boden oder Strom an den neuen Plätzen gibt, wurde ebenfalls nicht bekannt gegeben. Insgesamt ist das für das gesamte Team eine herbe Enttäuschung, dass es dem Veranstaltung erstrangig um maximalen Profit und zweitrangig um die Teilnehmer geht.

Sobald es News gibt, werde ich sie an dieser Stelle bekannt geben.

Start beim Circuit Cycling auf dem Hockenheimring

Um schon mal ein wenig Rennluft zu schnuppern, wird das DGD Racing Team am 10. Juli am 60km Rennen auf dem Hockenheimring teilnehmen, das ganze nennt sich Circuit Cycling. Höhenmeter sind dort keine zu absolvieren, das heißt unser Materialdefizit wird sich deutlicher bemerkbar machen als auf der Nordschleife. Aber fahren im Pulk, mit Windschatten und etlichen Kurven unter sehr hoher körperlicher Belastung kann man wunderbar üben. Mein Ziel ist einen Schnitt von 35km/h zu erreichen, was ohne gröberen Wind wohl zu erreichen sein müsste. Ansonsten ist es eine gute Übung ein gleichmäßig hohes Tempo durchzuziehen, denn wer zu langsam ist, wird überrundet.

Bild in Schwedischer Zeitung

Diesmal leider ohne Nennung des Rennteams, aber immerhin ist auch der Teamchef mal im Bild (mitte, weiße Windjacke). Ich hoffe gleich mal einen Scan liefern zu können. Gestern beim Training bin ich zum ersten Mal dieses Jahr mit der „langsameren“ Gruppe gefahren, trotz des Sturms war das eine recht relaxte Angelegenheim. Am Ende sind ein Teil der Gruppe noch einen kleinen Berg zweimal gefahren, und trotz pushen waren wir bergab langsamer als bergauf, so stark war der Wind. Ok, es waren vl. nur 4-5% Steigung aber dennoch. Jetzt ist absolutes DGD-Wetter, aber aufgrund Besuchs wird es nur eingeschränktes Training geben.

Hier erstmal der LINK