Um aus dem Teaminternen Chat zu zitieren: „Dann muss man natürlich so lange im Bett bleiben bis sich das Gewitter gelegt hat“ – die Abfahrtszeit wurde aufgrund von morgendlichem Regen auf kurz vor 11 Uhr verschoben. Weil die Straßenverhältnisse auf der Nebenstrecke zum Redebus nicht als optimal erachtet wurden, gab es vom Tourenplaner die mündliche Streckenänderung zur Hauptstraße auf den zweiten Hausberg von Pergine. Heiko kannte den Pass jedoch nicht und war froh bei der Streckenabweichung zum Track noch in der Gruppe zu sein. Katie war dort schon auf sich gestellt und hatte die beiden Straßenvarianten nicht mehr 100 % im Hinterkopf. Moritz machte am Anfang das Tempo, ähnlich wie am Vortag zügig aber nicht am Limit. Als Katie anrief, und das Frühstück zu dieser Uhrzeit schon zu lange her war, beschloss Moritz kurzerhand auf sie zu warten und dann zusammen hochzupedalieren. Daniel wollte erstmals in der Lago Woche sein eigenes Pacing testen – war etwas zu zügig – und kam mit persönlicher Passbestzeit an der verlassenen Passhöhe (ohne Handynetz) an. Heiko baute im oberen Abschnitt noch zwei kurze Intervalle ein und es gab leckere Fruchttörtchen in der Hütte. Das Wetter war mittlerweile wieder perfekt sonnig und nicht zu heiß. Gemütlich ging es dann zu viert (Stefan gönnte sich einen Ruhetag) zurück zum See, wo mithilfe der Egert Mädels die Räder noch gereinigt werden konnten. Am Vorabend gab es dann noch eine Rad am Ring Teambesprechung und schon kurz nach vier Uhr ging es für Heiko, Daniel und Stefan zurück nach Deutschland. Der Egert Bus fährt erst am Montag zurück – schön war es 🙂 Stravalink
Autor: daniel
Trainingslager Südtirol 2026: Borcola + Coe
Heute ging es bereits kurz nach halb acht zusammen mit ein wenig Berufsverkehr den klassischen Hausberg hoch, wie es sich gehört ohne Aufwärmen. Katie bekam ein wenig Vorsprung und Stefan testete die Matratze noch ein wenig auf Endurance. Unten auf dem Etschtalradweg wurde von Moritz Express gefahren, alle vier konnten im Windschatten gut mitfahren. Im schönen Ortskern von Rovereto wurde dann Cappucini und gefüllte Brioche serviert. Für Katie ging es dann weiter zum Passo Sommo. Daniel, Moritz und Heiko hatten viel Neuland auf dem Programm, beginnend mit dem Passo del Borcola. Die Strecke war fast komplett ohne Verkehr und die Steigungsprozente wurden erst am Ende etwas giftiger. Dafür war die Landschaft einfach nur spektakulär. Heiko konnte am Anfang eine konstante und gemütliche Pace vorgeben, die Moritz im Steileren wegen Kadenzproblemen jedoch überschreiten musste. Die Abfahrt hatte dann 20 Serpentinen auf vier Kilometern mit ordentlich Gefälle und zum Teil mauem Belag. Dann gab es direkt Mittagessen in Posina, im echten Italien. Nudeln, Gnocci mit 6 Toppings sorgten für volle Mägen mit kulinarischem Mehrwert. Weitere Kilometer flache Abfahrt mit Gegenwind später begann das die Tagesschwierigkeit, der 20 km lange Anstieg über den Passo delle Vena hoch zum Forcella Valbona (beides ohne Passschilder). Heiko wählte wieder eine gute Zone 2 Geschwindigkeit, Moritz konnte dieses Mal rechtzeitig an das Vorhaben erinnert werden nicht zu ballern, sodass mit ein paar Fotopausen (ja!) und 6 leeren Trinkflaschen an der letzten Rast am Passo Coe ankamen. Es gab einen Blick bis ins Mittelmeer (zu diesig) und wieder wenig Verkehr – fast nur dicke Baustellen-LKWs rollten vorbei. Deren Ziel war ebenfalls der Pass, dort wurde frisch asphaltiert. Das Trio stärkte sich mit mäßigem Strudel und viel Flüssigem und dann ging es die letzte Schippe Sand auf den Sommo hoch, nach einer kurzen Abfahrt. Bis zum Kreisel ab Carbonare gab es erstmalig keinen nervigen Autoverkehr, alle drei kamen (nur) gut 30 Minuten vorm Regen an. Eine wirklich sehr schöne und sehr zu empfehlende Tour. Stravalink
Trainingslager Südtirol 2026: Sommo und Mattarello
Um nicht in das potenziell schlechte Wetter (es regnete zwar erst nach 16:00) zu kommen, gab es eine Etappenrochade. Ein kurzes Warmup nach Caldonazzo und dann hatte Moritz eine Alternative zum dicht befahrenen und steilen Hausberg, nämlich eine kleine Straße nach Campregheri – welche zwar ebenfalls nicht flach war, dafür mit weniger Verkehr. Heute waren für Daniel wieder viermal 8 Minuten geplant, diese konnten in ebendieser Passage angefangen werden. Weiter ging es, als weiteres Novum hoch zum Passo del Sommo, die Strecke war bisher nur als Abfahrt im Programm des DGD Racing Teams. Bis auf eine 12% Rampe alles eher flach, im zweiten Intervall Block mussten die Schaltfinger allerdings einiges an Arbeit verrichten. Die dritte Stufe des Anstieges war dann altbekanntes Terrain – die Hütte an der Passhöhe hatte leider (noch) nicht auf. Heiko und Stefan fuhren größtenteils zusammen, bis Heiko nochmals beschleunigte. Im nächsten Ort Costa die Folgaria, Fuße eines Skigebietes war dann ein Café geöffnet – aber auch nur mit reduzierter Karte. Zügig ging es dann hinterunter ins Etschtal, kurz auf den Highspeed Radweg und dann folgte die Schlussanstrengung mit der Mauer von Mattarello. Moritz hielt am Steilstück seine vorgebene Leistung vorbildlich während es Daniel nochmal nach einer Laktatdusche war. Heiko fuhr den gesamten Anstieg in zwei längeren Intervallen, während Stefan von allendiesen Plänen nichts wusste und immer schneller fuhr. Moritz und Daniel hatten nach der Mauer gewartet, konnten dann nicht schnell genug losfahren und wunderten sich über die eher größer als kleiner werdende Lücke. Kurz vor dem letzten Hubbel wurde diese dann anaerob geschlossen und alle vier kamen zum Kreisel vor der klassischen Ortsrampe. Stefan gewann den Sprint gegen Moritz dann knapp, trotz der Fahrt von vorne – stark! Stravalink
Trainingslager Südtirol 2026 – Pannarotta
Dieses Jahr lautet das Credo lang/kurz im Wechsel – es folgte also eine kurze knackige Runde auf den Hausberg von Pergine. Nach einigem hin und her gab es den Entschluss nicht nur bis zur Passhöhe Compet zu fahren, sondern noch die vier extra Kilometer (mit gut 8 %) bis zum Skiparkplatz zu absolvieren. Damit ist der Anstieg mit 8% und 1200 Hm in die HC Kategorie zu bewerten, aber viel im Schatten und fast ohne Verkehr. Moritz, Daniel und Heiko fuhren in zwei Gruppen schnelles Trainingstempo, konstant bis ganz oben – es reichte zu diversen Stravapokalen. Stefan und Katie hatten den Vortag noch etwas mehr in den Beinen und sparten sich die letzten 400 Hm und warteten schon im laut Google Maps geschlossenen Café. Der Espresso war heiß und es ging die zügige Abfahrt nach Löweneck bis nach Caldonazzo. Dort wurde geplant und spontan fürs Mittagessen eingekauft, die Dehnerqualitäten des diesjährigen DGD Trikots konnten sich jedenfalls sehen lassen. Nachmittags lockte der See und am Abend wird wieder der Albert in Trento besucht. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Monte Bondone
Die von allen damals beteiligten Fahrern beliebte Steigung (Einrollen 2021) kam Moritz heuer wieder mal ins Gedächtnis. Mit ausreichend warmen Beinen und gänzlich ohne Verkehr ging es eine steile Seitenstraße hoch um im Vergleich zum Hausberg gut 100 Zusatzhöhenmeter zu erklimmen. Als Ausgleich gab es den ersten Espresso schon nach 15 km, zum Teil wurden noch Brioche dazu gegessen. Im Etschtal war wieder der Schnellradweg bis Rovereto im Programm bis es dann eine alternative Anfahrt zum Monte Bondone ging – lediglich deren Abfahrt war Teilen der Teilnehmer bekannt. Daniel und Moritz versuchten sich erfolgreich an zwei je 8 Minuten Intervallen; Heiko und Stefan fuhren ein gleichmäßiges Tempo die 700 Hm zum Lago di Cei hoch. Dort wurden die internen und externen Getränkespeicher aufgefüllt, trotz der frühen Abfahrtszeit (kurz nach 7) war es ordentlich warm. Es ging wieder 400 Hm abwärts in Richtung Aldeno sodass man ab Passkilometer 4 auf dem südlichen Anstieg des Monte Bondone stieß. Stefan ließ sich erst zurückfallen, fiel dann mit einem zackigen Überholmanöver auf und fuhr schließlich sein Tempo – Heiko und er waren zeitgleich am Gipfel. Katie bekam jeweils den direkteren Weg aber den gleichen Hauptanstieg als Plan und war vor den vier Herren am Treffpunkt am Bondone. Daniel und Moritz hatten wieder zwei 8 Minuten Intervalle auf dem Plan – mitten im Steilstück wollte Moritz herausfinden, ob die Wattvorgabe nicht vielleicht zu niedrig war, was dann in einem 6 Minuten Intervall für beide endete. Coach Michas Vorgabe war eben doch sehr akkurat.
Nach diversen Süß- und Salzspeisen ging es die verkehrsarme und kurvenreiche Abfahrt ins heiße Trento, dort war dann Eis angesagt. Zur Erheiterung der jetzt fünf Fahrer hatte Moritz einen neuen Weg aus der Stadt gefunden, ohne Autos dafür mit mehr Prozenten. Den Sprint am letzten Hügel entschied Stefan vor Moritz, während Daniel zusammen mit Katie fuhr. Als letztes Highlight der Tour folgte kurz vor Pergine eine Passage des neu gebauten Radweges neben einem sehr schönen Fluss bis es dann die klassische Seerunde zurück zum Lago und kurz danach auch in den Lago ging.
Für Technikfreunde ein Schmankerl: Stefans Ritzel bekam eine Diät, Dura-Ace wurde montiert, und bei der Gelegenheit ein falsch verbauter Spacer entfernt – damit lief das Rad mehrere Tausend Kilometer 😉 Strava