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Trainingslager Südtirol 2017 – Passo Coe

Der heutige Tag wurde mit solider Essengrundlage vom Vorabend begonnen. Die immens große Fischplatte, davor noch Pasta, war für das Trio eine schier unlösbare Aufgabe – zu viele fritierte Arschlöcher lautete die einhellige Meinung.

Morgens wurde früh aufgestanden, aber die spannende Sendung "Volle Kanne", für die Moritz sogar den Spülgang der Spülmaschine unterbrach um die Akkustik zu verbessern, wurde voll ausgekostet. Nach gut 400m einrollen bei kühlen 15 Grad, ging es 200Hm bei 10% auf den Hausberg von Calceranica. Sebastian legte dort ein sehr zügiges Tempo vor, die beiden anderen Fahrer des DGD Racing Teams konnten kaum folgen. Im Etschtal fuhr man dann ein paar flache Kilometer auf dem sehr guten, geradliniegen Etschtalradweg bis dann der Hauptanstieg des Tages kam. Der Passo Coe mit 19,8km und 1426Hm ein richtiger Brocken. Er bot nicht viele Flachstücke, dafür aber auch kaum Abschnitte mit über 10% Steigung. Daniels Beine waren auch nach dem flachen Einrollen nicht wirklich frisch, sodass keine Führungsarbeit übernommen wurde. Kurz vor dem Passschild gab Moritz nochmal Gas und Sebastian musste trotz sehr starkem Kampfgeist abreißen lassen. Daniel fuhr zu dem Zeitpunkt schon in Respektabstand. Auf den wenigen flacheren Passagen konnte Daniel Sebastian noch einholen, kam an dessen Hinterrad oben an.

Oben war jedoch relativ – nach heißer Schokolade und Miniabfahrt folgten nochmal 200Hm. Angekommen in der Provinz Venetia war die Abfahrt belagstechnisch sehr mau, in einem kurzen Tunnel wurde dieser sogar gänzlich aufgegeben. Nach ein paar recht kurzen Gegenhängen ging es über den Passo Sommo wieder in Richtung Caldonazzo, wo die Abfahrt vom Vortag mit einer Variante bereichert wurde.

Eckdaten der Tour: 91km, 2100Hm 25er Schnitt. Interessant: den Passo Coe sind bei Strava erst 65 Leute gefahren, daher konnten die Fahrer die Plätze 5-7 belegen.

Trainingslager Südtirol 2017 – Ultental

Nachdem Daniel noch zum Radladen musste, das leidige Thema Bremsbeläge kam wieder auf, denn die bestellten Ersatzbeläge kamen nicht rechtzeitig und die abgelagerten Beläge aus dem Fundus lieferten nicht die gewünschte Performance, ging es in Richtung Ultental. Der Wind kam stramm von hinten, die Sonne lachte (so stark, dass 2 der 3 Fahrer auf der Schulter einen leichten Sonnenbrand beim Strudelesen bekamen) und die Beine waren anfangs gut. Daniel und Moritz fuhren bis zur 4km Schlussrampe ein mittleres Tempo, welches aber aufgrund des Rückenwindes mit reduziertem Windschatten für Sebastian gut anstrengend war – aber er musste nicht abreißen lassen. Bei dem Schlussabschnitt mit gut über 12km verabredeten sich Daniel und Moritz im niedrigsten Gang zu fahren – also nicht "all in". Sebastian fuhr sein eigenes Tempo und hatte wegen limitierter Streckenkenntnis sogar noch Reserven und nur 1 Minute Rückstand auf Moritz. Daniel wählte in der ersten Geraden eine hohe Kadenz, damit das Brennen der Oberschenkel kürzer andauerte, eine bestechende Logik. Moritz hatte ebenfalls keine guten Beine und kam mit 30 Sekunden Rückstand auf Daniel oben an.

Nachdem 2 von 3 Fahrern des DGD Racing Teams den Ausblick auf den Weißbrunnsee genossen haben, Strudel und 2 Schorlen konsumiert wurden ging es auf die Abfahrt. Dort war es gut, nicht nur zu zweit zu fahren, denn der Gegenwind hatte Bestand. Bei einer Baustellenampel wurde Moritz durch einen ungeduldigen Autofahrer von den anderen beiden getrennt und konnte wegen Sebastians Attacke (die Welle von 100hm wegssprinten) nicht direkt aufsschließen, in St. Pankraz waren aber wieder alle beisammen. Die Baustelle ist im übrigen ein Neubau eines 1km langen Tunnels, der die 3 bestehenden Tunnel ablösen wird, für die Hauptverkehrsachse ein günstiger Preis von 30 Millionen Euro.

Die letzten 6 Kilometer nach Lana waren dann fast komplett verkehrsfrei (nur ein Auto musste abkassiert werden) sodass die herrlichen Kurvenkombinationen ausgekostet werden konnten. Daten: 80km 1660Hm (Strava Abfahrt)

Trainingslager Südtirol 2017 – Mendelpass

Dieses Jahr ist vieles anders. Zum ersten Mal ist Sebastian Bechtel mit im Trainingslager Südtirol, für ihn ist es der erste Auffenthalt mit Rennrad im Hochgebirge. Die Abfahrt vom DGD Racing Team Headquarter wurde 40 Minuten nach hinten terminiert, die Zusammenfassung der Tour de France Etappe lief zu spät im TV. Das führte dann zu einer etwas langwierigen Anreise, es hat gute 8 Stunden gedauert bis das Quartier in Lana erreicht wurde. Dieses Mal ist es der Neuhof, ebenfalls mit Pool. Nachdem erstmalig statt Kaffee und Kuchen eine Pizza vor der ersten Runde verzehrt wurde, ging es in Richtung Mendelpass. Beim steilen Abzweig vom Radweg auf die Straße, beschloss Moritz die Rampe zu schieben anstatt viel zu spät alle Gänge runterzuschalten, ein seltener Anblick.

Das Wetter war trocken und angenehm, keine Hitzschlacht wie in den Jahren zuvor. Der Mendelpass wurde in moderatem Tempo solide bewältigt, die lange Anreise führt bekanntlich nicht zu guter Form am ersten Tag. Zum obligatorischen Strudel mit Schorle wurde dann noch von 2/3 der Fahrer ein Espresso hinzugeordert, dann ging es den Gampenpass hoch. Dieser wurde Sebastian mit 2% Durchschnittssteigung angekündigt, die Wahrheit liegt natürlich leicht darüber.

Die Abfahrt war relativ frei und mit neuem F1 Belag gespickt, nur der Wind frischte merklich auf. Daten der Tour 82km, 1700 Hm 25er Schnitt.

Triathlon Staffel Reinheim (Olympische Distanz Rad)

Nach dem bis dato einmaligen Gastspiel bei einem Triathlon gab es für Daniel auf die Anfrage von Christian Schmitz, ob er denn bei einer Staffel den Fahrradteil übernehmen wolle, kein Nachdenken – nur Radfahren ist ja schließlich kein Problem. Das Staffelteam bestand aus Lisa (Lauf) und Paula (Schwimmen), Christian startete in der kompletten Distanz (400/21/3), verlängerte jedoch seinen Laufpart auf 6km.

Der Triathlon in Reinheim ist nämlich diesbezüglich sehr entspannt, es gibt auch keine offizielle Zeitnahme und auf fast keine Startgebühren. Damit sich das frühe Aufstehen am Feiertag (7:10 Uhr) auch lohnte, entschied sich Daniel die olympische Raddistanz zu fahren. Der Kurs war dafür auch bestens ausgelegt, es gab eine 7,6km lange Rundstrecke mit insgesamt 12km An- und Abfahrt. Bei der Kurzdistanz hätte man diese Runde nur einmal gefahren, Daniel durfte die Runde viermal fahren. Die nicht zu unterschätzende vierte Disziplin beim Triathlon, das Wechseln wurde einfach per Handschlag erledigt. Die Strecke war hügelig, es gab keine Abfahrten mit Erholungspassagen und auch keinen Windschatten für Daniel. Einige Fahrer (gerade die der Mitteldistanz) konnten überholt werden, insgesamt kam ein Schnitt von 34,4 heraus, jede der vier Runden wurde gleich schnell absolviert (35er Schnitt) – die Form passte.

Bei wirklich warmen Bedingungen konnte Christian seine individuelle Distanz in sehr starken 1:15h absolvieren, und Lisa die als Läuferin der Teamstaffel gefragt war, unterbot ihre anviesierte Zielzeit ebenfalls deutlich.