Trainingslager Gran Canaria 26 – Einrollen

Praktischerweise planten die Meyers am ersten Tag ihren Ruhetag, so war der Einstieg für Daniel und Heiko dankbar. Trotz 1h Flugverspätung konnte am Ankunftstag noch eine Mini Technikcheck Runde absolviert werden. Die diesjährige Unterkunft ist ein kleines Ressort mit Lobby und Frühstücksbuffet. Bei bestem Wetter und neuer Teamwear sowie erstmal einem mitgereisten Stevens Cometen (dank Riesenradkoffer) ging es für Daniel und Heiko direkt hoch nach Fataga. Janine und Micha hatten noch Kamila dabei (gecoached von Micha), es war also ein fröhliches Quintett. Wegen des Wochentags gab es recht viel Verkehr, selbst am obligatorischen Kaffeestopp musste mit Glück der letzte freie Tisch ergattert werden. Da kein „echtes“ Training geplant war, gab es genug Zeit Bilder zu machen – da freuen sich die Sponsoren. Damit der Tag nicht zu einfach endete, fuhren Heiko und Daniel noch den Extraloop nach Ayaguares gegen den Uhrzeiger Sinn. Der Hauptanstieg war dann im Schatten, dafür blies der Wind wie erwartet auf der Abfahrt ordentlich. Es gab noch 3 Intervalle mit je 1 Minute Länge, damit sich das Renegerations-Equipment auch lohnt. Stravalink

Riderman 2025 – Sonnensamstag

Knapp 30 Minuten vor dem Start waren die drei DGD Racing Team Fahrer im Startblock, überraschend weit vorne trotz sehr angenehmen Außentemperaturen. Der Start ging direkt ohne Neutralisation raus aus Bad Dürrheim und die Hirschhalde hoch. Daniels Beine fühlten sich dort noch zäh an, der Plan, direkt viele Plätze gutzumachen, scheiterte. Am Feldweg zur Öfinger Wand gab es auch schon eine Lücke zur ersten Gruppe. Daniel hielt es für schlau, einen Sprint unten anzuziehen, um die Lücke schließen zu können. Die folgenden Höhenmeter im Vergleich zum Zeitfahren taten dementsprechend sehr weh. Heiko konnte das alles durch eine bessere Renntaktik vermeiden und fuhr gesittet mit der Gruppe mit. Nach den ersten winkligen Orten befand sich Daniel auf der allerletzten Position der großen Gruppe – schlecht. Eine Lücke, verursacht durch einen Fahrer, der bei >50 km/h und viel Wind mit seiner Flasche kämpfte, konnte direkt geschlossen werden. Die nächste Lücke musste dann aber am nächsten Hügel durch die Verpflegungsstation durch klassisches Ballern zugefahren werden. Heiko bekam statt Wasser Iso gereicht, was dem Lack seines Rades mehr Grip bescherte. Die Gruppe war immer recht zügig unterwegs, Daniel konnte sich kurz vor den Anstiegen oft ganz nach vorne positionieren, um dann kontrolliert ein paar Meter (und damit Körner) am Berg zu sparen. Stefan hatte am Anfang ebenfalls eine Gruppe, die jedoch immer weiter auseinanderfiel, am Ende verlor er den Anschluss an einem Feldweg durch ein aufgehendes Loch vor ihm. Eine der vielen Feldwegkurven wurde etwas zu optimistisch angesteuert, das Schlagloch am Kurvenausgang ließ Stefan die Wiese vorziehen – aber nix passiert. Dann hieß es bis zum Ziel, mit drei-fünf Leuten und hohem Führungsanteil ins Ziel zu kommen – starke Premiere für den Riderman von ihm. Nachdem das zweite Mal die Öfinger Wand bezwungen wurde, gab es noch eine neue Wohngebietsrampe mit einigen Fans – auch dort kamen Daniel und Heiko gut und recht weit vorne in der Gruppe drüber. Selbst auf der letzten Erhebung (lange Anstiege hatte diese Edition leider nicht zu bieten), wurde vorne ordentlich auf Zug gefahren – weitestgehend auch sehr zivilisiert. Wie üblich wurde sich am engen Zielsprint nicht beteiligt, aber der Gruppenerste kam auf Platz 90 ins Ziel, 2:50h für 110 km mit knapp 1400 Hm schon gut. Stefan braucht nur mehr 19 Minuten länger und kam deutlich in den ersten 50% an, was natürlich ganz klar dazu führt, am Sonntag im letzten Startblock starten zu müssen.
Katrins Rennen verlief mit noch weniger Anstiegen recht hektisch, die engen Feldwege mit vielen Kurven waren nicht so gut für ein 100+ großes Feld geeignet, sie kam gut durch und war in der Gruppe um Platz 18 weit vorne platziert.

Riderman 2025 – Prolog

Nach den bisherigen immer gleichen Teilnahmen gab es heuer eine komplett neue Zeitfahrstrecke mit Schlussrampe (also auch keine Rundstrecke). Daniel entschied sich früh in der Saison, kein Zeitfahrrad einzusetzen. Stefan, erstmaliger Ridermanteilnehmer, montierte natürlich seinen TT Aufsatz mit Schaltmöglichkeit. Dank 5:40 Uhr Wecker konnten die beiden die Strecke noch probefahren, denn auch der Start war 2h früher als sonst (ab 12:00, das DGD Racing Team hatte aber Losglück mit 14:12 als frühesten Start). Dem Regenschutt konnten die beiden knapp entgehen, aber etwas Feuchte und Dreck wurde trotzdem aufgesammelt. An der 16 % Rampe verteilten Leute, deren Dorffest in Mitleidschaft gezogen wurde, bestimmt 100 spitze Holzschrauben. Ohne Laktat, dafür mit Metallzunahme wurde die Rampe also gehend bewältigt.

Der Veranstalter schickte ein Kehrfahrzeug und Polizisten patrouillierten ab dann. Die Schlussrampe, die berühmte Öfinger Wand war aus diversen Rennteilnahmen bestens bekannt. Heiko und Katrin (fährt für den VC Darmstadt Frauen Bundesliga) kamen pünktlich zum Mittagessen gegen 12 Uhr im Quartier an. Auf dem Balkon wurde Daniels Altrad auf die Rolle gespannt und ein 20 Minuten Warmup gefahren, bevor es zur Startrampe ging. Die Strecke war zwischenzeitlich wieder nass, aber dank Streckenkenntnis war das kein Problem – die 16 % liefen nagelfrei gut hoch und auch für die Schlussrampe waren noch ein paar Körner vorhanden, unter 30 Minuten und 276 W war eine gute Performance. Heiko konnte dank guter Form und Bicarb die nicht vorhandene Streckenkenntnis mehr als ausgleichen und mit 29:00 Minuten und 313 W die Teambestzeit aufstellen. Stefan hatte ebenfalls super gute Beine und konnte mit nur 50s Rückstand das Podium vollenden. Das Starterfeld ist dieses Jahr deutlich größer (knapp 800, ausgebucht) und auch stärker als in den Vorjahren. Im sogenannten „Profisport“ gab es sehr knapp nur analoge Startlisten, dann wurde nochmals alles vorverlegt, sodass Katrin zu ihrem neuen Slot zu spät war – daher die schlechte Zeit (aktuell), laut Strava eine Top Zeit von 30:46. Heiko verlor an einem matschigen Feld während des TT den Zimmerschlüssel, fuhr dort aber erst nach dem Rennen hin – damit nicht schon wieder die Schlüsselkaution fällig wurde.