Trainingslager Mallorca 2026 – Valldemossa

Die innovative Tourenplanung setzte sich fort. Der Küstenklassiker wird wieder komplett aber erstmals gegen den Uhrzeigersinn gefahren und daher wurde eine neue Etappe aus dem Hut gezaubert. Flach und mit Rückenwind durch die Gärten in Richtung Westen ging es zu sechst los. Die Wolken waren recht tief und sahen bedrohlich aus – entgegen der Wetterprognose vom Vortag. Auf Heikos Schulter machte sich eine Wespe bequem, die Sebastian fachmännisch mit einer Luftpumpe entfernte.

Der Espresso wurde nach 38 km in einer einheimischen Lokalität in Santa Maria del Cami eingenommen, wo am Vorabend der Bär steppte – zumindest war noch viel Geschirr auf allen Tischen verteilt. Stefan musste aufgrund einer Kniereizung umdrehen, es waren also nur noch fünf. Auf einer Streckenerstbefahrung nach Valldemossa ging es dann weiter, es war nur überraschend viel Verkehr. Heiko nutzte die moderate Pace zu einem kurzen beruflichen Call, Conny konnte seine filmografischen Künste (Zusammenschnitt folgt noch) in Szene setzen. In der Gastronomie im Port de Valldemossa musste drinnen der Kuchen verspeist werden, die Wellen waren dafür sehenswert. Moritz wärmte die Beine schonmal an, die anderen vier fuhren Sebastians Bummeltempo die schmale Stichstraße wieder hoch. Mittagspause gab es in einem echten Hipster Café in Deia. Gut, langsam und nicht günstig, dafür gut besucht – die Gerichte bedurften jedoch auch eine gewisse Zubereitungszeit. Der Trubel in Soller wurde damit geschickt eingespart, dazu konnte Mallorcas Hauptanstieg erstmalig vollständig bezwungen werden.

Sebastian passierte das untere Schild als erster, mit dem Vorsatz sehr gemütlich zu fahren und kam damit als vorletzter am Treffpunkt (Kiosk) an – es wurde am Ende dann noch zügiger. Moritz und Daniel pedalierten zusammen hoch, Daniel übernahm auf den flachen Stücken die Führungsarbeit (es war Gegenwind) und versicherte auch oben nicht vorbeizufahren – es wurde zügig aber nicht am Limit gepaced. Heiko machte sein eigenes Tempo knapp dahinter, er holte eine Rennradlerin ein, die dann aber eine harte Attacke lancierte. Die sonstigen Radfahrer waren eher touristisch unterwegs, trotz Begleitfahrzeugen. Conny musste sich aufgrund des heimgekehrten Pacemakers auf sein Gefühl verlassen, und machte aufgrund seiner hohen Felgen auf der windigen und sehr kalten Abfahrt ruhig. Am Kiosk wurden nicht ganz günstige dafür aber heiße Heiße Schokolade getrunken. Die Windböen blieben danach aus, es war aber weiterhin kühl. Die Abfahrt nach Caimari wurde durch einen Reisebus blockiert, nur Sebastian konnte per Max Verstappen Manöver vorbeistechen.

Der letzte Kaffee und Kuchen/Keks Stopp war dann wieder Hipster Style – dank früher Abfahrtzeit ganz locker vor Ladenschluss. Es kam für die letzten 25 km die Sonne heraus, der Wind kam dafür wieder stramm von vorne. Dank guter Ernährung, ein Dank an den Teamalchimisten, konnte aber solide zu Ende gefahren werden. Stravalink

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Trainingslager Mallorca 2026 – Windy

Da die Wetterprognose überschaubar war und die Zeitumstellung noch anstand, wurde entschieden das F1 Rennen nach dem Frühstück im Relive zu schauen und sich danach mithilfe der Windkarte für eine Route zu entscheiden. Florian und die beiden Günzel Eltern enthielten sich direkt bei den Radsportambitionen – es war auch wirklich windig.

Da am Anfang der Strecke Rückenwind herrschte, wurde von vorne (Heiko und Moritz) direkt Vollgas gegeben (weil schnell fahren ja Spaß macht) und Daniel eröffnete dann bis Muro das Gruppetto. Ab dann war der Wind aus verschiedenen eher ungünstigen Richtungen – oft auch sehr böig. Getrunken werden konnte eigentlich nur innerorts, gutes Windschattenfahren wurde aber dafür auch über Gebühr belohnt. Die salzigen und süßen Speisen der sehr guten Bäckerei in Sineu konnten dann in der Sonne vor der Kirche verspeist werden, ohne dass ein Rad der Teilnehmer geklaut wurde. Zurück gab es dann nochmals viel Gegenwind und die Sonne machte sich ebenfalls rar – für die letzten Winterpokalpunkte (und damit Top 100 im Tracked Ranking) war die Tour gut – viel Spaß empfanden zumindest nicht alle Fahrer, aber eine gute Grundlage für Sauna und Buffet, dazu ein paar gute Segmentzeiten (der Begriff KOM ist hierbei irreführend).

Trainingslager Mallorca 2026 – Anreise 2/2

Am üblichen Tag dafür mit deutlich entspannterem Abflug um 7:25 kamen die anderen vier Teilnehmer in Alcudia an – mit super organisiertem Transfer konnte 11:30 Uhr das Hotel begrüßt werden. Heidrun und Detlef gönnten sich Aero-Highend Material als Leihräder, die jedoch erst Nachmittags ready waren – die Einrollrunde fand daher separat statt. Florian gesellte sich zu den später startenden Günzelbrüdern dazu, es ging 13:00 Uhr los auf kürzestem Weg nach Arta. Das Peloton fuhr die normale Strecke, die für Sonntag vorgesehen war über Muro nach Arta – mit Kaffee- und Kuchenstopp in Petra. Das sehr reichhaltige Mittagessen in St. Llorenc wurde von der Organisation auf einen lokalen Geheimtipp in Arta verlegt. Dort war die kulinarische Auswahl etwas eingeschränkt, es gab dafür aber guten Kaffee. Auf der gesamten Fahrt gab es keinerlei Beschwerden oder Vorkommnisse. Bei der deutlich kürzeren Anfahrt des DGD Trios war dies anders. Es wurde bei ordentlich Rückenwind auf eine Gruppe Engländer die Lücke geschlossen, welche sich aber durch ein wirklich dummes Fahrmanöver einen Sturz auf gerader Strecke leistete. Daniel und Stefan konnten ausweichen, Florian wurde jedoch auch zu Boden gebracht. Bis auf ein Loch in der Hose zum Glück nichts passiert und es ging weiter – alleine dieses Mal. Kurz vor Arta musste das Hinterrad von Flo’s Rad noch verarztet werden – evtl. noch eine Nachwirkung des Crashes.
Nach der Pause ging es dann für Florian mit dem Peloton direkt zurück ins Hotel. Trotz eines verlängerten Betlem Abstechers (bis runter anstatt nur bis zum Pass) und „Double-Efforts“ fuhren sich die anderen Fahrer nur kurz entgegen auf der An- bzw. Abfahrt nach Betlem. Stefan wollte mal wieder seinen 8-Minuten Bestwert verbessern und forderte Daniel auf mit 300 W vorzufahren. Kurz vor der Höhe ging eine Lücke auf, die dann opportunistisch vergrößert wurde – Ziel wurde aber wie im Vorjahr schon erreicht. Auf der Küstenstraße war dann wenig überraschend Gegenwind, so konnten die Beine nochmal ein wenig arbeiten und ein paar Radgruppen überholt werden. Stravalink Peloton / Duo.

Gran Canaria 2026 – Mogán und Ayaguares

Es ging nochmal früh los, 9 Uhr an der Tankstelle, heute nur zu viert. Meyers hatten Ruhetag und es wurde sehr gemütlich die gesamte Küstenstraße bis nach Mogán gerollt. Hinter jeder Bucht riesige Hotels und Bungalows. Das Ende der GC-500 ist leider eine seit Jahren nicht mehr geöffnete Straße und eine Autobahnabfahrt deren Befahrung teuer ist. Ansonsten gibt es von dort keine weitere Möglichkeit die Insel zu umrunden – außer über Soria. Nach der kurzen Straßenbaulichen Exkursion wurde umgedreht und es gab einen Kaffee im Quartier der Meyers, ein schöner Abschluss der Woche bei perfektem Wetter. Damit auch das Training nicht zu kurz kam, wurde der Hausberg nochmal gefahren, der untere flache Teil mit Rückenwind wurde sehr zügig absolviert. Daniel brachte das Leihrad zurück, aß Eis zum Mittag und spazierte mit richtigen Schuhen und defektem Rad (Ersatzteil liegt schon in der Packstation) zurück zur Unterkunft, wo Heiko am Pool chillte und sein Rad schon eingepackt hatte. Aus Traditionsgründen (und weil es gut schmeckt) wurde den 35 Minuten Fußweg zur Pizzeria Basilico auf sich genommen, um dort von der Bedienung wiedererkannt zu werden – immerhin das 3. Jahr in Folge dort gewesen. Stravalink

Gran Canaria 2026 – Gruppenteilung

Heute ging es 9:30 Uhr los, eine Grundlagenrunde mit ca. 140 km stand auf dem Programm direkt hoch in Richtung Fataga. Die Straße war voll mit Rennradlern aller Leistungsklassen, ein Schweizer Frauenteam wurde im „Grundlagentempo“ der Meyers überholt. Zu Beginn war es bewölkt, aber es wurde schnell ordentlich warm. Als dann am ersten Gipfel nach 28 km spontan links abgebogen wurde (statt geradeaus wie auf dem Track), ließ ein unsauberer Kettenblattwechsel von Daniel die selbige abspringen. Dank Wachs eigentlich kein Problem, aber beim nächsten Tritt war aus unklaren Gründen das Schaltwerk an der oberen Kettenstrebe – rien ne va plus. Das Kettenschloss war halb auf und das Schaltwerk verbogen. Die anderen fuhren nach kurzer Rücksprache weiter und die Route wurde von Micha spontan geändert, es ging nach Cruz Tejeda – durch die Kurve an der er vor 2 Jahren verunfallte. Die Abfahrt in Richtung Las Palmas war gut, ab dann folgte eine recht verkehrsreiche, wellige Strecke in Richtung Telde. Die Pace war weiterhin hoch, sodass Heiko ordentlich kämpfen musste – aber auch für Philip war sicher nicht alles 100% „easy“. Ungefähr eine Stunde lang wurde es noch kühl, die Wolke und die Radgruppe hatten in etwa die gleiche Geschwindigkeit und Richtung – aber es blieb trocken. Stravalink

Daniel versuchte erst einen Bus zu nehmen, die Panne war direkt an einer Haltestelle. Leider gab es keine Radtransportmöglichkeit, es ging in ein nahe gelegenes Ausflugslokal. Dort bestelle die nette Bedienung ein Taxi – Toyota Prius hatte keine Probleme das Rad samt Fahrer zu transportieren. Das Resort „Maspalomas“ gibt es bedauerlicherweise zweimal im Ort, natürlich wurde zum falschen gefahren. Da sich dieses aber näher am Radverleih am Strand Meloneras, war der Plan jetzt direkt dorthin zu kommen (2,7km). Es wurde für 15:00 Uhr ein Leihrad in Aussicht gestellt, derweil gab es Pasta mit Meerblick. Das eigene Rad durfte nach kurzer Überzeugungsarbeit in der Zwischenzeit dort gelassen werden, und nur der (sehr weiche) Sattel musste noch ein paar mal hochgestellt werden – dann ging es weiter. Die wellige Küstenstraße wurde zum Intervalle fahren genutzt, dann kurz im Rückenwind ausruhen und den Anstieg nach Soria angreifen. Die Wattwerte waren gut, die Zeit aufgrund des Materials nicht. Nach dem Abzweig zum Tauro Pass kommt auf der Stichstraße nichts mehr Spannendes, also ging es wieder zurück, um zwei Minuten vor Heiko in der Unterkunft anzukommen. Stravalink