Trainingslager Südtirol 2026: Sommo und Mattarello

Um nicht in das potenziell schlechte Wetter (es regnete zwar erst nach 16:00) zu kommen, gab es eine Etappenrochade. Ein kurzes Warmup nach Caldonazzo und dann hatte Moritz eine Alternative zum dicht befahrenen und steilen Hausberg, nämlich eine kleine Straße nach Campregheri – welche zwar ebenfalls nicht flach war, dafür mit weniger Verkehr. Heute waren für Daniel wieder viermal 8 Minuten geplant, diese konnten in ebendieser Passage angefangen werden. Weiter ging es, als weiteres Novum hoch zum Passo del Sommo, die Strecke war bisher nur als Abfahrt im Programm des DGD Racing Teams. Bis auf eine 12% Rampe alles eher flach, im zweiten Intervall Block mussten die Schaltfinger allerdings einiges an Arbeit verrichten. Die dritte Stufe des Anstieges war dann altbekanntes Terrain – die Hütte an der Passhöhe hatte leider (noch) nicht auf. Heiko und Stefan fuhren größtenteils zusammen, bis Heiko nochmals beschleunigte. Im nächsten Ort Costa die Folgaria, Fuße eines Skigebietes war dann ein Café geöffnet – aber auch nur mit reduzierter Karte. Zügig ging es dann hinterunter ins Etschtal, kurz auf den Highspeed Radweg und dann folgte die Schlussanstrengung mit der Mauer von Mattarello. Moritz hielt am Steilstück seine vorgebene Leistung vorbildlich während es Daniel nochmal nach einer Laktatdusche war. Heiko fuhr den gesamten Anstieg in zwei längeren Intervallen, während Stefan von allendiesen Plänen nichts wusste und immer schneller fuhr. Moritz und Daniel hatten nach der Mauer gewartet, konnten dann nicht schnell genug losfahren und wunderten sich über die eher größer als kleiner werdende Lücke. Kurz vor dem letzten Hubbel wurde diese dann anaerob geschlossen und alle vier kamen zum Kreisel vor der klassischen Ortsrampe. Stefan gewann den Sprint gegen Moritz dann knapp, trotz der Fahrt von vorne – stark! Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Pannarotta

Dieses Jahr lautet das Credo lang/kurz im Wechsel – es folgte also eine kurze knackige Runde auf den Hausberg von Pergine. Nach einigem hin und her gab es den Entschluss nicht nur bis zur Passhöhe Compet zu fahren, sondern noch die vier extra Kilometer (mit gut 8 %) bis zum Skiparkplatz zu absolvieren. Damit ist der Anstieg mit 8% und 1200 Hm in die HC Kategorie zu bewerten, aber viel im Schatten und fast ohne Verkehr. Moritz, Daniel und Heiko fuhren in zwei Gruppen schnelles Trainingstempo, konstant bis ganz oben – es reichte zu diversen Stravapokalen. Stefan und Katie hatten den Vortag noch etwas mehr in den Beinen und sparten sich die letzten 400 Hm und warteten schon im laut Google Maps geschlossenen Café. Der Espresso war heiß und es ging die zügige Abfahrt nach Löweneck bis nach Caldonazzo. Dort wurde geplant und spontan fürs Mittagessen eingekauft, die Dehnerqualitäten des diesjährigen DGD Trikots konnten sich jedenfalls sehen lassen. Nachmittags lockte der See und am Abend wird wieder der Albert in Trento besucht. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Monte Bondone

Die von allen damals beteiligten Fahrern beliebte Steigung (Einrollen 2021) kam Moritz heuer wieder mal ins Gedächtnis. Mit ausreichend warmen Beinen und gänzlich ohne Verkehr ging es eine steile Seitenstraße hoch um im Vergleich zum Hausberg gut 100 Zusatzhöhenmeter zu erklimmen. Als Ausgleich gab es den ersten Espresso schon nach 15 km, zum Teil wurden noch Brioche dazu gegessen. Im Etschtal war wieder der Schnellradweg bis Rovereto im Programm bis es dann eine alternative Anfahrt zum Monte Bondone ging – lediglich deren Abfahrt war Teilen der Teilnehmer bekannt. Daniel und Moritz versuchten sich erfolgreich an zwei je 8 Minuten Intervallen; Heiko und Stefan fuhren ein gleichmäßiges Tempo die 700 Hm zum Lago di Cei hoch. Dort wurden die internen und externen Getränkespeicher aufgefüllt, trotz der frühen Abfahrtszeit (kurz nach 7) war es ordentlich warm. Es ging wieder 400 Hm abwärts in Richtung Aldeno sodass man ab Passkilometer 4 auf dem südlichen Anstieg des Monte Bondone stieß. Stefan ließ sich erst zurückfallen, fiel dann mit einem zackigen Überholmanöver auf und fuhr schließlich sein Tempo – Heiko und er waren zeitgleich am Gipfel. Katie bekam jeweils den direkteren Weg aber den gleichen Hauptanstieg als Plan und war vor den vier Herren am Treffpunkt am Bondone. Daniel und Moritz hatten wieder zwei 8 Minuten Intervalle auf dem Plan – mitten im Steilstück wollte Moritz herausfinden, ob die Wattvorgabe nicht vielleicht zu niedrig war, was dann in einem 6 Minuten Intervall für beide endete. Coach Michas Vorgabe war eben doch sehr akkurat.
Nach diversen Süß- und Salzspeisen ging es die verkehrsarme und kurvenreiche Abfahrt ins heiße Trento, dort war dann Eis angesagt. Zur Erheiterung der jetzt fünf Fahrer hatte Moritz einen neuen Weg aus der Stadt gefunden, ohne Autos dafür mit mehr Prozenten. Den Sprint am letzten Hügel entschied Stefan vor Moritz, während Daniel zusammen mit Katie fuhr. Als letztes Highlight der Tour folgte kurz vor Pergine eine Passage des neu gebauten Radweges neben einem sehr schönen Fluss bis es dann die klassische Seerunde zurück zum Lago und kurz danach auch in den Lago ging.
Für Technikfreunde ein Schmankerl: Stefans Ritzel bekam eine Diät, Dura-Ace wurde montiert, und bei der Gelegenheit ein falsch verbauter Spacer entfernt – damit lief das Rad mehrere Tausend Kilometer 😉 Strava

Trainingslager Südtirol 2026 – Ultental

Zu Heikos Geburtstag gab es für ihn neue Streckenkilometer. Stefan beschloss einen radfreien Ruhetag nach der langen Etappe am Vortag einzulegen. Katie und Moritz wollten sich ursprünglich die Beine mittels viel zu steilem Anstieg versauern, dieser war jedoch glücklicherweise gesperrt, sodass der normale untere Teil des Nigerpass gefahren wurde. Gegen 10 Uhr ging es bei noch erträglichen Temperaturen hoch nach St. Pankraz. Die letzten Tage über war die Straße jeweils nachts gesperrt und dort wurde großzügig neuer Belag asphaltiert – ein Konzept was sich noch nicht in allen deutschsprachigen Ländern durchgesetzt hat. Der neue Tunnel war unproblematisch, breit, hell und nicht wirklich steil. Der Rückenwind half auf dem Flachstück von St. Walburg bis St. Nikolaus mit – es war FatMax Tempo angesagt. Ab St. Gertraut wollte Daniel seine Beine etwas mehr in Wallung bringen und fuhr die letzten 4 steilen Kilometer dann schnell. Dank gutem Pacing (Wattmesser hilft da 😉 ) war der Ofen nach der berüchtigten Todesgeraden noch nicht aus – eine Bewässerung half ebenfalls. Die vom Bus gesteuerte Ampel mit bis zu 12 Minuten Wartezeit wurde evtl. nicht beachtet und am Weißbrunnsee sprang dann auch eine persönliche Bestzeit heraus und das ohne Gegner da Heiko sich nach der Vorbelastung weiter geschont hat. Oben hatte die eigentliche Hütte Ruhetag, das war dem Streckenplaner jedoch bekannt, sodass eine 100m entfernte kleinere Berghütte angesteuert werden konnte – es gab dann herzhaftes. Trotz mittlerweile wirklich bedenklicher Asphaltsituation gab es wieder zwei freundliche Autolenker die den beiden Rennradfahrern frei Bahn machten. Der Wind war auf der weiteren Abfahrt natürlich nicht hilfreich, aber es ging um nichts und verkehrsarm war sie zudem. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Martelltal

Schon lange war klar, dass sich heute 2 Gruppen auf die Rennräder schwingen würden. Daniel ist, im Gegensatz zu Heiko, Stefan und Moritz nicht beim Ötzi gemeldet, und entschied sich daher für eine deutlich kürzere Runde. Mit Airpods bewaffnet ging es ganz entspannt über den Radweg ins Vinschgau. Die Stadtdurchfahrt Meran hat sich nicht wirklich verbessert, aber die ehemalige Ampelüberquerung der Hauptstraße nach den Miniserpentinen ist jetzt passé – eine nette Unterführung macht es möglich. Kurz bevor es ernst wurde, gab es noch eine warme Cola für 4,50 und einen Flaschenrefill. Das Martelltal hoch blies ein leichter Rückenwind, der tagsüber weiter auffrischen sollte. Oben am Zufallssee war es sehr angenehm kühl, Wolken waren nämlich Mangelware. Auf der Abfahrt gab es vier sehr freundliche Autofahrer, die netterweise Platz machten – ggf. hat das Mini-Vorderlicht dabei geholfen. Der Verkehr ist dort weiterhin sehr moderat, die Fahrbahnqualität wurde nur sehr punktuell durch F1 Belag aufgewertet. Mit modernem Reifensetup ist die Straße aber problemlos zu befahren. Die Rückfahrt auf dem Radweg ging mit Gegenwind bergab und die Hitze kam mehr und mehr zur Geltung. Ein netter Plausch mit einem lokalen Rennradler, der sehr höflich erst gar nicht im Windschatten war, verkürzte die Zeit dabei. In Lana wurde die schöne Runde mit Mineralwasser und Eiscafé abgerundet und das Finale der Tour Etappe (diesmal hier kein Spoiler) konnte noch live erwischt werden. Stravalink