Trainingslager Südtirol 2019 – St. Walburg

Um die Beine fürs sonntägliche Rennen nicht unnötig zu strapazieren wurden alle Varianten in Richtung Ultental gestrichen und als Ziel wurde ein Café in St. Walburg auserkoren. Nach nur 20km gemütlichem Pedalieren – Moritz fuhr mit ca. 10 Minuten Vorsprung aufs Gruppetto zusammen mit Katie den Lanaer Hausberg hinauf. Aufgrund der späten Abfahrtszeit war der erste Anstieg schweißfördernd warm, Kühlung bot dann der neu eröffnete, Taghell beleuchtet Kofl Tunnel mit knapp 1km Länge. Obwohl nicht wirklich minutiös geplant kamen beide Gruppen fast zeitgleich am Tourziel an und es konnten diverse Eisvariationen geordert werden.

Auf der Abfahrt tauschen Moritz und Daniel für ein paar nicht optimal asphaltierte Passagen das Material um mal zu schauen was sich in Sachen Material so getan hat – die Antwort: bei gleichem Reifen und Reifendruck ist der Fahrkomfort des Comet spürbar besser, die 40mm hohe Felgenflanke sorgte für vergleichsweise hohe Seitenwinddetektierbarkeit. Sebastian schaute sich das Geplänkel nicht an und fuhr die Abfahrt nach Lana auf P1, bis er 3 Kurven vor Schluss mit demontierten Vorderrad auf die anderen drei Fahrer wartete – Schlauch in der Kurve explodiert, Ursache unklar aber zum Glück ist Sebastian und sein nagelneuer Laufradsatz heile geblieben.

Trainingslager Südtirol 2019 – Eppanründchen

Aufgrund von etwas diffiziler Wetterlage, bewölkt und etwas frischer, und wegen unterschiedlich frischen Beinen wurde heute entschieden eine kurze, lockere Runde zu fahren. Im Vierer Express ging es den nochmals mit neuem Belag und Unterführungen ausgestatteten Radweg bis fast nach Bozen. Dort eröffnete Moritz ein kurzes Bergzeitfahren (3km/ 185Hm), dass er souverän von vorne gewann. Daniel lies sich vom versehentlichen geöffneten Pulsgurt kurz vorm Schluss zum Abreißen verleiten (+25 Sek), während Sebastian mit schweren Beinen Katie nur knapp hinter sich halten konnte. Nach kurzem Sammeln ging es zügig hinab und über die Felder zurück nach Lana zur Eisdiele. Eckdaten: 50km, 32er Schnitt, 350 Hm.

Danach wollte Sebastian noch mittels Firmware Upgrade seine elektronische Schaltung (Ultegra 6800) zu einem neuen Feature verhelfen, dem Semi-Synchronized Shift (automatisches Schalten hinten beim Kettenblatt Wechsel), allerdings benötigt man leider doch neue Upgrade Teile für diese Gruppe.

Trainingslager Südtirol 2019 – Möltenrunde mit Jenesien Acht

Wie in den meisten Jahren wurde am ersten richtigen Trainingstag der Anstieg nach Mölten in Angriff genommen, dieses Jahr waren die Temperaturen sehr angenehm. Alle vier fuhren gemütlich an den Fuß des Anstiegs, sogar ein weiterer Fahrer klinkte sich in Moritz Windschatten. Moritz fuhr den Berg in einem Tempo an, was für P3 auf Strava gut gewesen wäre um zu schauen wie schnell sich das anfühlt – die Antwort: zu schnell. Daniel musste bereits nach einem Kilometer abreißen lassen, die Beine waren vom Windschattenfahren noch zu kalt, Sebastian fuhr ebenfalls in seiner eigenen Pace, die sich seiner Meinung nach nicht schnell anfühlte, es aber war (-2:30 schneller als seine Bestzeit), Daniel verfehlte seine Vorjahreszeit nur knapp (9 Sekunden). Moritz Form war wie erwartet überragend und er konnte seine Bestzeit um 1 Minute unterbieten.

In Mölten wurde die Runde um eine nicht zu verachtende Schleife verlängert, welche die Etappe zur Königsetappe werden lies. Die erste Rast war an der Linger Alm, kurz nach ein paar kleinen Rampen nach Mölten hoch.
Der Preis für 3 Strudel und 3 Getränke betrug 20,50€, Moritz konnte aufgrund Kleingeldknappheit den Preis auf 20€ herunterhandeln. Dann ging es noch ein paar Höhenmeter hoch, und die Schlaufe wurde eröffnet. Eine Abfahrt auf einem Feldweg, unterbrochen mit Zwischenanstiegen auf leider überschaubarem Belag führte bis zur Hauptstraße oberhalb von Jenesien. Dann konnte man ein paar zügige Kilometer talwärts in Richtung Bozen fahren, bis es recht abrupt rechts ab ging. Entlang des Berges führte eine kleine Straße die nur 2 Modi kannte. Über 12% oder kurze Abfahrten, alle Fahrer fuhren im niedrigsten Gang mit Sicherheitsabstand in der gewohnten Reihenfolge, was Sebastian viele Körner kostete – selbst sein Beschwerde-Sprachzentrum war außer Gefecht. Zurück auf der bekannten Route (für 2 von 3 Fahrern) gab es dann zum höchsten Punkt oberhalb von Jenesien ein Steilstück, und dann kam die Dorf-Doppelrampe (18% und gefühlt >20%).

Dank Katie, die die klassische Möltenrunde fuhr, wusste das Trio, dass St. Ulrich geschlossen hatte, sie fuhr zum nächsten Gasthof auf der Route, und die drei kehrten zum zweiten Mal in die Linger Alm ein, dieses Mal mit Erdbeerkuchen und positivem Trinkgeld. Die Abfahrt nach Meran war leider nach 2km von einer sehr langsamen Autokollonne blockiert, sodass der Schwung fast ausschließlich in die Bremse ging. Eckdaten der Touren: 63km/1518Hm/19er Schnitt und (112km/3170Hm/23-24er Schnitt)

Trainingslager Mallorca 2019 – Orient

Um die sich deutlich im vierstelligen Kilometerbereich bewegende Distanz zwischen Mallorca und Frankfurt pünktlich hinter sich zu legen, reiste die Sonne bereits am letzten Tag des Trainingslagers ab. Um den Übergang möglichst flüssig zu gestalten, wurde zumindest der Wind vom Vortag vor Ort belassen.

Auch heute waren wieder viele Varianten in der Tourgestaltung vorhanden: Der Teamchef war vom Wetter nicht überzeugt und fuhr — sich auf seine Resterkältung berufend — eine Null Kilometer Runde. Somit bleibt auch der Lauf des Teamchef in Takt: Seit 2014 konnte nicht mehr das zuvor geplante volle Programm für den letzten Tag absolviert werden.

Der Bergfloh und Katie holten den Puig Magdalena, der bei Sport 1 an Tag 2 mit auf dem Programm stand, nach. Dies reichte mit 63km (23kmh / 570hm) für Platz zwei in der Tageskilometerwertung; Gefahren wurde dabei mit der klassischen 0-Stopp-Strategie.

Florian musste heute den schweren Beinen Tribut zollen und konnte das Tempo der Sport 1-Gruppe nicht mitgehen und fuhr deshalb eine flache 73km Runde über Campanet in Begleitung von Jürgen mit zwei Espressi.

Moritz und Sebastian zogen nach dem Drop-Out alleine durch und trotzen dem suboptimalen Wetter mit hohem Tempo. Gefahren wurde eine wellige Runde durchs mallorquinische Hinterland mit dem Coll d’Honor als Hauptschwierigkeit. In Santa Maria del Cami wurde ein Kuchenstopp bei Ca’n Cannoli eingelegt. Moritz‘ spanisch angehauchte Aussprache von „tarte grande“ punktete zwar nicht in der Wertung sprachliche Korrektheit, war dafür allerdings trotzdem erfolgreich.

Dem Passfoto am Coll d’Honor ging folgender Dialog voraus: „Could you please take a photo of us?“ – „Sure, but could you please look a bit more tired?“. Da haben wir uns natürlich größte Mühe gegeben 😉

Richtig brutal wurde der Wind dann nochmal auf den finalen Kilometern, allerdings wurde dagegen eine gute Strategie angewandt: Wenn man möglichst hart fährt, ist man schnell und muss deshalb weniger lang dem Gegenwind trotzen. Clever! Am Ende standen dann 125km im 31,1er Schnitt und 1400hm auf dem Wahoo.

Tageshöchstkilometer erzielte schließlich Jürgen, der sich, nachdem er Florian fertig begleitet hatte, nochmal den Coll de Femenia gönnte, 131km / 27,2kmh / 1180hm.

Der Bus zur Abreise am Samstagmorgen war mit 6 Uhr noch relativ moderat angekündigt. Sebastian stellte sicherheitshalber zum ersten Mal im Trainingslager auch einen Wecker (5:45 Uhr, schlafmaximierend), was sich als kluger Schachzug herausstellte, da der Teamchef zwar einen Wecker auf 5:40 gestellt hatte, allerdings handelte es sich um einen Wochentagswecker (Trottel-des-Tages Award?). Am Flughafen traf man noch Sebastians Sportlehrer aus Schulzeiten, der auch zum Trainingslager auf Mallorca war und mit dem Ausspruch „Garmin ist sehr kulant“ für große Irritation bei den Teamfahrern sorgte.

Final bleibt noch dem Bergfloh zu danken, der großzügig die Getränkerechnungen im Verlauf des Trainingslagers übernahm (und dabei sicherlich auch etwas Handmuskulatur durch exzessives Unterschreiben von Rechnungen aufbaute).

Trainingslager Mallorca 2019 – Formentor

Aus Gründen der verkehrstechnischen Optimierung wurde das Frühstück heute um 15 Minuten nach vorne gelegt, denn es sollte die Küstenstraße Richtung Far de Formentor unter die Reifen (bzw. den Schwalbe, Reifen wäre hier das falsche Wort) genommen werden.

Die Speerspitze startete wieder in gewohnter Besetzung, in der Gruppe Sport 1 gab es zwei personelle Änderungen: Jürgen, dem Asyl bei den DGD-Ausfahrten gewährt wurde, erledigte die heutige Tour bereits am Samstag und hatte deshalb für heute eine andere Tour geplant, und der Teamchef wollte seine Tour etwas passiver gestalten, um positiv auf seine Erkältung einzuwirken.

Theoretisch starteten beide Gruppen pünktlich, jedoch musste Sport 1 nach 800m nochmal den Rückweg zum Hotel antreten, da Moritz seine Flaschen vergessen hatte (Zitat Katie zu Florian und Sebastian: „Er hatte doch zwei Flaschen dabei“). So konnte auch der Trottel-des-Tages Award schon sehr früh vergeben werden.

Den ersten Anstieg des Tages gestaltete das Trio sehr verhalten gemeinsam, dafür wurden dabei laut Songs von Peter Wackel angestimmt. Nach einer durch den Verkehr doch leicht verstopften Abfahrt wurde der Rhythmus dann leicht erhöht, wobei sich die Gruppengröße um eins erhöhte: Ein junger Fahrer aus Nordirland, der mit seinem Vater auf der Insel unterwegs war, freute sich, endlich mal etwas Action zu erleben und forcierte dies später auch noch mit ein paar Tempoverschärfungen. Dies unterstützte das DGD-Trio natürlich gerne.

Am Leuchtturm fand man sich dann an einem geeigneten Fotospot ein, der allerdings noch belegt war. Eine der Damen meinte dann, mit einem jungen Mann würde das Foto sicherlich nochmal deutlich besser werden, woraufhin sich Moritz natürlich direkt aufdrängte und sogar ein Bussi anbot. Dieses Motiv wude auch teamintern nochmals aufgegriffen.

Ein normales Foto in natürlicher Körperhaltung wurde dann auch noch erledigt.

Der Rückweg wurde dann wieder im Bummelmodus durchgeführt. In der finalen Abfahrt hatte man dann noch richtig Glück, Null Verkehr und somit Abfahrtsbestzeit des Tages auf Strava.

Danach traffen sich alle Fahrer (inklusive dem Teamchef) im Port de Pollenca zum Paelaessen (Highlight: Die schwarze Variante mit Tintenfisch). Moritz wollte noch seine Flasche auffüllen, aber dazu bedurfte es eines starken Mannes (dem Teamchef), der mit seinem heroischen Bizeps in der Lage war, den Verschluss zu öffnen. Danach ging es für die Speerspitze zurück Richtung Hotel und für das (jetzt wieder) Quartet in die Berge.

Erster Programmpunkt nach dem Mittagessen war der Anstieg zum Col de Femenia. Erster am Passschild war Moritz nach 21:54, Sebastian folgte mit 2min Rückstand, nach ihm auf P3 Florian mit weiteren zwei Minuten Rückstand. Daniel fuhr kontrolliert im niederen Pulsbereich und erreichte das Passschild in Sichtdistanz hinter Florian.

An der Tankstelle am Kloster Lluc gab es dann das obligatorische Wassereis, die Abfahrt war dann durch zwei Busse etwas verstopft, allerdies konnten zwei der Teamfahrer dieses Problem durch aggressive Kampflinie beheben.

Auf dem Weg zum letzten Anstieg, dem Puig Magdalena (ein Geheimtipp vom Rennradronny!) ereilte Florian noch ein Hüngerchen, sodass diese Tour in Sachen Pausenhäufigkeit historisch war.

122km / 2000hm / 28,5er Schnitt / 82km / 1000hm / 28er Schnitt / 75km / 1040hm / 22er Schnitt.