Trainingslager Südtirol 2026: Redebus

Um aus dem Teaminternen Chat zu zitieren: „Dann muss man natürlich so lange im Bett bleiben bis sich das Gewitter gelegt hat“ – die Abfahrtszeit wurde aufgrund von morgendlichem Regen auf kurz vor 11 Uhr verschoben. Weil die Straßenverhältnisse auf der Nebenstrecke zum Redebus nicht als optimal erachtet wurden, gab es vom Tourenplaner die mündliche Streckenänderung zur Hauptstraße auf den zweiten Hausberg von Pergine. Heiko kannte den Pass jedoch nicht und war froh bei der Streckenabweichung zum Track noch in der Gruppe zu sein. Katie war dort schon auf sich gestellt und hatte die beiden Straßenvarianten nicht mehr 100 % im Hinterkopf. Moritz machte am Anfang das Tempo, ähnlich wie am Vortag zügig aber nicht am Limit. Als Katie anrief, und das Frühstück zu dieser Uhrzeit schon zu lange her war, beschloss Moritz kurzerhand auf sie zu warten und dann zusammen hochzupedalieren. Daniel wollte erstmals in der Lago Woche sein eigenes Pacing testen – war etwas zu zügig – und kam mit persönlicher Passbestzeit an der verlassenen Passhöhe (ohne Handynetz) an. Heiko baute im oberen Abschnitt noch zwei kurze Intervalle ein und es gab leckere Fruchttörtchen in der Hütte. Das Wetter war mittlerweile wieder perfekt sonnig und nicht zu heiß. Gemütlich ging es dann zu viert (Stefan gönnte sich einen Ruhetag) zurück zum See, wo mithilfe der Egert Mädels die Räder noch gereinigt werden konnten. Am Vorabend gab es dann noch eine Rad am Ring Teambesprechung und schon kurz nach vier Uhr ging es für Heiko, Daniel und Stefan zurück nach Deutschland. Der Egert Bus fährt erst am Montag zurück – schön war es 🙂 Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026: Passo Del Manghen

Erstmals seit Daniels Laufrad-Defekt anno 2018 hatte die Reiseleitung wieder den Passo Del Manghen ins Programm aufgenommen. Schon viele Tage im Voraus prognostizierte laut Moritz der Südtirol Wetterbericht herrliches Wedder. Dass der Geltungsbereich ebendieses Berichts den Passo Del Manghen bei weitem nicht umfasst, soll hier genau sowenig eine Rolle spielen, wie der Fakt, dass mehr als die Hälfte des diesjährigen Trainingslagers nicht in Südtirol, sondern in der Region Trentino stattfindet.

Back to topic, wobei da ‚Fakt‘ schon das richtige Stichwort war. Nach problemlosem Einrollen, inklusive Leg-Opener auf dem Valsugana Radweg wurde in Borgo ein neues Café angesteuert: Bar Zita. Heiko orderte schnell 4 Espresso und 2 Crostata an der Bar, doch dann stellte sich der Herrscher über Raum und Zeit (vermutlich der Besitzer) vor. Auf den Hinweis, man habe bereits bestellt, wusste er nach kurzer Rücksprache mit der Dame an der Bar, mit folgender Aussage zu überraschen: No, you didn’t order. Now you order. What do you want? Tatsächlich kamen dann auch nur einmal die ursprüngliche Bestellung, die zugegebenermaßen aber sehr gut war.

Der Anstieg zum Passo Del Manghen wurde dann von allen 4 Fahrern im Wohlfühltempo absolviert, wobei nur Daniel, Moritz und Heiko während der Auffahrt sogenannte Steilstücke identifizieren konnten, Stefans neues Dura Ace Ritzel hingegen auch die Steilstücke im oberen Teil flach zu bügeln schien.

Gestärkt von gutem Strudel mit hohem Nussgehalt wurde dann bei Gegenwind im Tal ordentlich Tempo gemacht (fanden fast alle Fahrer gut) und der legendäre Strada delle Quadrate Climb für einen finalen 3-Minuten-Effort genutzt, bevor das Quartier nach kurzer Abfahrt früher als die angekündigten 15:00 Uhr erreicht wurde (Grüße gehen raus an Doris ;-)). Eckdaten: 110 km, 2033Hm.

Trainingslager Südtirol 2026: Borcola + Coe

Heute ging es bereits kurz nach halb acht zusammen mit ein wenig Berufsverkehr den klassischen Hausberg hoch, wie es sich gehört ohne Aufwärmen. Katie bekam ein wenig Vorsprung und Stefan testete die Matratze noch ein wenig auf Endurance. Unten auf dem Etschtalradweg wurde von Moritz Express gefahren, alle vier konnten im Windschatten gut mitfahren. Im schönen Ortskern von Rovereto wurde dann Cappucini und gefüllte Brioche serviert. Für Katie ging es dann weiter zum Passo Sommo. Daniel, Moritz und Heiko hatten viel Neuland auf dem Programm, beginnend mit dem Passo del Borcola. Die Strecke war fast komplett ohne Verkehr und die Steigungsprozente wurden erst am Ende etwas giftiger. Dafür war die Landschaft einfach nur spektakulär. Heiko konnte am Anfang eine konstante und gemütliche Pace vorgeben, die Moritz im Steileren wegen Kadenzproblemen jedoch überschreiten musste. Die Abfahrt hatte dann 20 Serpentinen auf vier Kilometern mit ordentlich Gefälle und zum Teil mauem Belag. Dann gab es direkt Mittagessen in Posina, im echten Italien. Nudeln, Gnocci mit 6 Toppings sorgten für volle Mägen mit kulinarischem Mehrwert. Weitere Kilometer flache Abfahrt mit Gegenwind später begann das die Tagesschwierigkeit, der 20 km lange Anstieg über den Passo delle Vena hoch zum Forcella Valbona (beides ohne Passschilder). Heiko wählte wieder eine gute Zone 2 Geschwindigkeit, Moritz konnte dieses Mal rechtzeitig an das Vorhaben erinnert werden nicht zu ballern, sodass mit ein paar Fotopausen (ja!) und 6 leeren Trinkflaschen an der letzten Rast am Passo Coe ankamen. Es gab einen Blick bis ins Mittelmeer (zu diesig) und wieder wenig Verkehr – fast nur dicke Baustellen-LKWs rollten vorbei. Deren Ziel war ebenfalls der Pass, dort wurde frisch asphaltiert. Das Trio stärkte sich mit mäßigem Strudel und viel Flüssigem und dann ging es die letzte Schippe Sand auf den Sommo hoch, nach einer kurzen Abfahrt. Bis zum Kreisel ab Carbonare gab es erstmalig keinen nervigen Autoverkehr, alle drei kamen (nur) gut 30 Minuten vorm Regen an. Eine wirklich sehr schöne und sehr zu empfehlende Tour. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026: Sommo und Mattarello

Um nicht in das potenziell schlechte Wetter (es regnete zwar erst nach 16:00) zu kommen, gab es eine Etappenrochade. Ein kurzes Warmup nach Caldonazzo und dann hatte Moritz eine Alternative zum dicht befahrenen und steilen Hausberg, nämlich eine kleine Straße nach Campregheri – welche zwar ebenfalls nicht flach war, dafür mit weniger Verkehr. Heute waren für Daniel wieder viermal 8 Minuten geplant, diese konnten in ebendieser Passage angefangen werden. Weiter ging es, als weiteres Novum hoch zum Passo del Sommo, die Strecke war bisher nur als Abfahrt im Programm des DGD Racing Teams. Bis auf eine 12% Rampe alles eher flach, im zweiten Intervall Block mussten die Schaltfinger allerdings einiges an Arbeit verrichten. Die dritte Stufe des Anstieges war dann altbekanntes Terrain – die Hütte an der Passhöhe hatte leider (noch) nicht auf. Heiko und Stefan fuhren größtenteils zusammen, bis Heiko nochmals beschleunigte. Im nächsten Ort Costa die Folgaria, Fuße eines Skigebietes war dann ein Café geöffnet – aber auch nur mit reduzierter Karte. Zügig ging es dann hinterunter ins Etschtal, kurz auf den Highspeed Radweg und dann folgte die Schlussanstrengung mit der Mauer von Mattarello. Moritz hielt am Steilstück seine vorgebene Leistung vorbildlich während es Daniel nochmal nach einer Laktatdusche war. Heiko fuhr den gesamten Anstieg in zwei längeren Intervallen, während Stefan von allendiesen Plänen nichts wusste und immer schneller fuhr. Moritz und Daniel hatten nach der Mauer gewartet, konnten dann nicht schnell genug losfahren und wunderten sich über die eher größer als kleiner werdende Lücke. Kurz vor dem letzten Hubbel wurde diese dann anaerob geschlossen und alle vier kamen zum Kreisel vor der klassischen Ortsrampe. Stefan gewann den Sprint gegen Moritz dann knapp, trotz der Fahrt von vorne – stark! Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Pannarotta

Dieses Jahr lautet das Credo lang/kurz im Wechsel – es folgte also eine kurze knackige Runde auf den Hausberg von Pergine. Nach einigem hin und her gab es den Entschluss nicht nur bis zur Passhöhe Compet zu fahren, sondern noch die vier extra Kilometer (mit gut 8 %) bis zum Skiparkplatz zu absolvieren. Damit ist der Anstieg mit 8% und 1200 Hm in die HC Kategorie zu bewerten, aber viel im Schatten und fast ohne Verkehr. Moritz, Daniel und Heiko fuhren in zwei Gruppen schnelles Trainingstempo, konstant bis ganz oben – es reichte zu diversen Stravapokalen. Stefan und Katie hatten den Vortag noch etwas mehr in den Beinen und sparten sich die letzten 400 Hm und warteten schon im laut Google Maps geschlossenen Café. Der Espresso war heiß und es ging die zügige Abfahrt nach Löweneck bis nach Caldonazzo. Dort wurde geplant und spontan fürs Mittagessen eingekauft, die Dehnerqualitäten des diesjährigen DGD Trikots konnten sich jedenfalls sehen lassen. Nachmittags lockte der See und am Abend wird wieder der Albert in Trento besucht. Stravalink