Tour of Sufferlandria 2021 – Zusammenfassung

Die erfreuliche Nachricht gleich zu Beginn: Alle DGD Athleten konnten die Tour of Sufferlandria erfolgreich im nuklearen Modus abschließen und sich die begehrte Medallie sichern:

Die Etappenkomposition wurde im Allgemeinen als fair empfunden und insbesondere die klassischen Überführungsetappen in der Mitte des Rennens gab den Athlethen etwas Zeit zum Durchatmen. Denn insbesondere der Beginn und der Abschluss der Tour of Sufferlandria hatten es in sich. Dies spiegelt sich auch, wie später zu erkennen sein wird, in den Trainingsdaten wider. Als eindeutige Hassetappe wurde von den Fahrern „Nine Hammers“ auserkoren. Besonders Moritz stellte hierbei sein Timing der letzten 4DP-Messung kurz von Beginn der Tour in Frage.

Nach abgeschlossener Tour müssen auch noch Ehrenpreise in diversen Kategorien vergeben werden:

  • Gernot-Hassknecht-Preis für den Fahrer mit dem höchsten Durchschnittspuls -> geht an Sebastian mit unangefochtenen 161 BPM
  • Wattmeister für … eben den wahren Wattmeister -> geht ebenfalls an Sebastian mit durchschnittlich 264W.
  • Grunter-von-Agony-Medallie für den Fahrer mit dem höchsten TSS/IF Wert -> geht an Heiko mit einem Ø-TSS von 79 und einem Ø-IF von 0.89

Hier die durchschnittlichen Stats jeder Etappe (Höchstwerte in fett):

Fahrer Heiko Sebastian Daniel Moritz
Etappe Dauer TSS IF POW HR TSS IF POW HR TSS IF POW HR TSS IF POW HR
Joyride 0:29:58 44 0.94 217 150 41 0.91 278 160 38 0.88 256 152 45 0.95 247 139
Cobbler 1:46:34 120 0.82 216 151 110 0.79 273 172 119 0.82 258 153 118 0.82 244 145
9 Hammers 0:58:21 94 0.98 239 161 92 0.98 307 166 84 0.93 274 156 97 1 273 151
Fight Club 0:55:51 84 0.95 236 155 81 0.93 304 163 78 0.92 276 152 81 0.93 263 146
Half is Easy 0:36:24 50 0.91 227 151 47 0.88 291 155 48 0.89 268 151 41 0.82 236 138
G.O.A.T. 0:42:10 50 0.85 214 150 48 0.83 275 152 49 0.83 253 145 49 0.83 241 138
Norway 1:00:54 79 0.88 222 145 72 0.84 279 161 75 0.86 264 144 74 0.85 242 139
Who Dares 0:54:09 72 0.9 223 145 71 0.89 290 151 71 0.89 264 146 68 0.87 248 136
The Cure 0:29:53 41 0.91 227 154 39 0.89 290 158 36 0.86 259 147 39 0.89 249 138
Defender 0:59:10 83 0.92 237 149 81 0.91 310 161 77 0.88 277 151 84 0.92 270 144
Attacker 0:53:07 66 0.86 217 154 64 0.85 286 159 63 0.84 255 na 65 0.86 247 139
Total / Ø 9:46:31 79 0.89 225 151 75 0.87 289 161 75 0.87 264 137 77 0.88 251 141

Die Vergleichbarkeit der errechneten Rollentrainer-Leistungsdaten kann hier aber durchaus in Frage gestellt werden. Vor der Tour führte Heiko bei seiner Elite Turno Rolle einen Datenvergleich mit dem doppelseitigen Powermeter von Stages durch und konnte eine recht konstante Abweichung von 40 Watt feststellen, die der Rollentrainer mehr berechnet hatte im Vergleich zu den „gemessenen“ Watt.

Weitere interessante Fakten zur Tour (alle Fahrer zusammengenommen):

  • gesamte verrichtete Arbeit (an der Kurbel) : 36.2 MJoule
  • Verbrannte Kalorien ( Annahme 20% biologische Effizienz) : 43292 Kcal
    • Dies entspricht einer Energie von 50.3 Kwh. Würde man mit Strom heizen, hätte dies in Deutschland immerhin 16 Euro gekostet.

Tour of Sufferlandria 2021 – Stages 6-7

An den letzten beiden Tagen warteten nochmal zwei glorreiche und harte Doppeletappen auf die Athleten der Tour of Sufferlandria. Nach den gefühlt etwas einfacheren zurückliegenden Etappen 3-5 war die Zuversicht bei allen Fahrer groß, die Tour im Profi-Peloton zu beenden. Denn weiterhin wurde nicht davon abgewichen, die Etappen im nuklearen Modus zu fahren.

Zuerst mussten am vorletzten Tag die beiden Workouts „Who Dares“ und „The Cure“ in Angriff genommen werden. Sebastian setze hierbei auf eine neue Strategie und versuchte sich zwischen den Doppeletappen nebst einer kleinen Erholungspause mit Kakao zu dopen. Auch wenn die Studienlage hinsichtlich der Wirksamkeit hierzu dünn ist, könnte ihm dies in Zukunft zu einem Werbevertrag mit einem namhaften Schokoladenhersteller verhelfen. Daniel, Moritz und Heiko folgten weiter der bewährten Strategie/Vorgabe, beide Etappen ohne Pause in Angriff zu nehmen. „Who Dares“ ist eine interessante, wenn auch nicht super schwere Mischung aus FTP/AC-Intervallen. Mit großem Respekt vor den vielen „gelben“ Abschnitten und einer gewissen muskulären Vorermüdung wurde dann „The Cure“ in Angriff genommen. Hierbei gilt es, die mittlerweile im Ausdauersport weit verbreiteten Tabata-Intervalle zu bewältigen. Auch wenn die insgesamt 21 20s/10s Mikrointervalle am Ende deutlich in den Muskeln zu spüren waren, wurde die Etappe von allen Fahrern mit Bravour gemeistert. Strava: Heiko6a, Heiko6b, Daniel6a, Daniel6b, Moritz6a, Moritz6b, Sebastian6a, Sebastian6b.

Am letzten Tag der Tour of Sufferlandria 2021 standen mit „Defender“ und „Atacker“ zwei für sich alleine schon schwere FTP-lastige Trainings auf dem Programm. Beide Trainings zusammengenommen, müssen insgesamt 70 Minuten aufgeteilt auf 9 Intervalle an der FTP-Schwelle gefahren werden. Defintiv ein krönender Abschluss der Tour. Die ersten Emüdungserscheinungen der Tour machten sich bemerkbar. Bei Daniel waren die Beine nicht mehr so frisch wie am ersten Tag. Heiko hatte etwas Probleme, den Puls und die Trittfrequenz am letzten Tag hoch zu bekommen. Nichtdestotrotz schafften es das DGD Racing Team, die Wattvorgaben der letzten beiden Etappen zu erfüllen und damit die gesamte Tour innerhalb von 7 Tagen im schwersten Modus erfolgreich zuende zu fahren. Heiko hatte am Ende sogar noch genug Körner um einen Zielsprint zu fahren. Strava: Heiko7a, Heiko7b, Daniel7a, Daniel7b, Moritz7a, Moritz7b, Sebastian7a, Sebastian7b.