Neue Rennmaschine für 2013

Wie schon im Jahresbericht angekündigt, habe ich im letzten Dezember als letztes dauerhaftes Racing Team Mitglied die alte Teamphilosophie aufgegeben und mir nagelneues Rennrad zugelegt. Da die Rennen in Göttingen und Frankfurt gewohnt früh im Jahr liegen und es schon in 3 Wochen ins Trainingslager geht, wird es natürlich höchste Zeit, sich an die neue Maschine auch außerhalb des Rollenraums zu gewöhnen. So hart mir das fällt (und so legendär meine Fahrradputzkünste auch sein mögen) – schöner als jetzt wirds wohl nicht:

Für die ausführliche Beratung und den Umbau auf Ultegra Vollausstattung muss den Jungs von Rodenstein Bikes in Fränkisch Crumbach gedankt werden. Als besonderes Schmankerl in Sachen Ausstattung durfte natürlich ein Custom Laufradsatz by Lightwolf nicht fehlen:

Da es sich um den gleichen 1275g schweren Satz wie an Daniels Rad handelt ist auf diesem Sektor wohl auch nicht mit unsinniger Gewichtskriegsführung zu rechnen 😀 Das Rad kommt so auf fahrfertige 7,5kg und die Kombination aus schnellerem und leichterem Matrial und härterem Wintertraining kann für anstehende Saison 2013 nur eins bedeuten: Attacke!

Eine crosse Sache

Die Erkenntnis kam mir in den Wochen nach Rad am Ring: Eigentlich muss ich dieses Rad fahren wie eine gute Pommes – cross. Nach 4 Monaten harter Saisonvorbereitung im Winter und 8000 Trainings- und Wettkampf Kilometern auf der Straße merkte ich Anfang September, das meine Akkus richtig leer waren. Völlig ungewohnte Gedanken machten sich breit (eigentlich will ich heute gar nicht Fahrradfahren) und auf der Suche nach Abwechslung kam mir die Idee, mein altgedientes Rad mit geländetauglichen Reifen auszustatten und mich endlich mal wieder auf nicht-asphaltierte Wege zu wagen.

Womöglich hatte der Leser nun ein größere Überraschung als „Fahrradfahren statt Fahrradfahren“ erwartet, aber wer sich auskennt weiß, dass Straße und Gelände zwei völlig verschiedene paar Schuh sind. Um dies noch klarer zu machen fahre ich zur Zeit übrigens wieder mit meinen alten Radschuhen. Mir fällt aber gerade auf, dass man „paar“ dann mit großen „P“ schreibt. Egal.

Schon nach den ersten Touren war mir klar, dass ich zur neuen Saison nicht auf Rennradbereifung für mein Quantec SLR zurückwechseln würde. Das Rad machte sich im Gelände einfach zu gut, ist mit 9,1kg immer noch relativ leicht, sehr wendig und ich muss ganz klar zugeben, dass dieses Einsatzgebiet das natürliche für ein solches Rad ist. Aufgrund der deutlich kürzen Anfahrt auf Feld- und Waldwegen in den Odenwald gibt es auf diese Weise auch deutlich mehr Höhenmeter für kürze Runden im Herbst- und Wintertraining.

Eine Win-Win Situation. Ganz im Gegensatz zum winterlichen Drücken im Ried übrigens, was eher eine Wind-Wind Situation ist. Zur Saison 2013 werde ich dann als letztes Racing Team Mitglied auf ein Rennrad wechseln. Sobald die Rennmaschine eingetroffen ist, gibt es natürlich einen bebilderten Bericht.

LED-Lichter V3

Zum Rennen 2012 gibt es zum ersten mal keine neuen Trikots, sondern auch keine neue Ausbaustufe der LED-Fahrradlichter. Viel mehr wird auf die Technik der letzten beiden Jahre gesetzt. Ein Artikel zum 2011er Licht folgt mit einem Jahr Verspätung. Gut Ding will Weile haben.
Der Hersteller Cree hat im Winter 2010 neue LEDs vorgestellt, die deutlich effizienter sein sollten, als das was wir davor benutzt haben. Nachdem ich mit Daniel eine einzelne dieser light emitter dioden mit Optik/Linse ausgestattet zum obligatorischen Test am Rande unsrer Wohngebietes ausführte, teilte sich der Entwicklungszweig.
„Och eine davon reicht mir ja locker als Tunnellicht“. Auch wenn die bisherigen Modell zuverlässig und extrem hell waren (oder noch sind), sind die Scheinwerfer mit 580g einfach kein Leichtgewicht. Zum Pass fahren oder für kurze Touren eigentlich zu schwer.

Da mein Licht inzwischen an den Supporter Detlef gewandert war, musste ich mir ein neues bauen und Daniel ein Leichtgewicht mit ausreichend Helligkeit (gibt es das?) konstruieren.

Ziele für den High-Power Nachfolger – in Version 3:
→ leichter
→ noch bessere Ausleuchtung
→ mehr Effizienz
→ kleinere Abmaße
→ heller?

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Fahrbericht Stevens Vuelta Ultegra triple

Nach einer Anfrage eines Bloglesers folgt hier ein kurzer Fahrbericht des Stevens Vuelta. Erstmal zum Entscheidungsprozess: Stevens steht seit jeher für faire Preise, niedriges Gewicht, gutes Design und bei den teureren Modellen auch gruppenreine Ausstattung. Klar war, es sollte ein Rennrad mit Ultegra 3-fach Gruppe werden. Damit kommt man die 25% zum Untermösslhof hoch und hat auf der Abfahrt immernoch einen dicken Gang zum pacen. Um keine Probleme mit dem Beladen auf dem Radträger zu haben, war Alurahmen angesagt. Das Stevens Vuelta ist somit optimal, denn die Kombination aus Rahmen und Carbongabel wiegt nur ca. 1400g. Farbe wurde aus gewichtsgründen (und auch aus optischen) schwarz/grau eloxiert gewählt. Ansonsten sollte man beim custom build keine Extras ankreuzen, sonst ist der vergleichsweise günstige Preis schnell dahin. Davon abgesehen, sind die Aufpreise recht teuer, aber das kennt man ja vom Neuwagenkauf. Gewogen hat das Bike mit den Mavic Aksium Laufrädern ab Werk 8,2kg inkl. der Ultegra A600 SPD Pedalen. Nachdem Jens Machacek (fahrradbiometrie.de) die Sitzposition optimal eingestellt hat, merkt man dass mir die Rahmengröße (56cm) und die Vorbaulänge 100mm perfekt passt. Der Fahrkomfort ist selbst bei 8bar überraschend gut, lediglich beim Bremsen auf schlechter Fahrbahn muss man eben rennradbedingt Abstriche machen. Die Wendigkeit mit den Serienlaufrädern ist nicht sondernlich gut, man muss in Kurven schon sehr weite Radien fahren. Der Umstieg auf leichte Laufräder von light-wolf die mal eben 1260g wiegen, und das ohne Carboneinsatz, machten das deutlich besser. Das Einlenkverhalten ist deutlich agiler, dafür ist der Geradeauslauf naturgemäß schlechter, was aber keinesfalls störend ist. Mit der Bereifung Conti Force und Attack hat man auch im Nassen und in Kurven jederzeit guten Grip. Die Wahl der Bremsbeläge ist noch nicht abgeschlossen, nicht überzeugt haben KoolStop Dual Compound, gerade sind die Triple Compound montiert aber noch ohne Fazit. Insgesamt ist das Stevens Vuelta ein super leichtes, schönes aber dennoch schlichtes Mittelklasse Rennrad, was mit den richtigen Laufrädern auch berghoch richtig Vortrieb liefert.

Nochmal DGD Racing Team 3.0

Nachdem Daniel und Stefan nun doch auf Rennrad aufgerüstet haben und Stefan mein Rad nur noch als „Einkaufsrad“ bezeichnet hat (vor allem wegen dem zugegebenermaßen unschön riesigen Abstand der Räder zum Rahmen) wurde nun auch von meiner Seite auf Racing Team 3.0 aufgerüstet. Da der Nachteil meines Rads im Vergleich zu einem Rennrad auf ebener Strecke sicher nicht so dramatisch wie der eines 26“ MTB war, wurde aber keine neue Maschine angeschafft. Es wurde lediglich die uralte Kinesis Gabel mit MTB Einbauhöhe gegen eine Crossgabel von Ritchey getauscht und mit dem Schwalbe Ultremo ein richtiger Topreifen montiert. Die ersten Tests bei „Need for Ried“ konnten den erhofften signifikanten Vorteil in der Aerodynamik bereits bestätigen. Außerdem sieht das Rad nun deutlich stimmiger aus und kann mit einem äußerst akzeptablen Gesamtgewicht von 8,5kg aufwarten. Seht selbst:

Alle Details gibt’s auf meiner Fahrerseite.