Erstmals seit Daniels Laufrad-Defekt anno 2018 hatte die Reiseleitung wieder den Passo Del Manghen ins Programm aufgenommen. Schon viele Tage im Voraus prognostizierte laut Moritz der Südtirol Wetterbericht herrlisches Wedder. Dass der Geltungsbereich ebendieses Berichts den Passo Del Manghen bei weitem nicht umfasst, soll hier genau sowenig eine Rolle spielen, wie der Fakt, dass mehr als die Hälfte des diesjährigen Trainingslagers nicht in Südtirol, sondern in der Region Trentino stattfindet.
Back to topic, wobei da ‚Fakt‘ schon das richtige Stichwort war. Nach problemlosen Einrollen, inklusive Leg-Opener auf dem Valsugana Radweg wurde in Borgo ein neues Café angesteuert: Bar Zita. Heiko orderte schnell 4 Espresso und 2 Crostata an der Bar, doch dann stellte sich der Herrscher über Raum und Zeit (vermutlich der Besitzer) vor. Auf den Hinweis, man habe bereits bestellt, wusste er nach kurzer Rücksprache mit der Dame an der Bar, mit folgender Aussage zu überraschen: No, you didn’t order. Now you order. What do you want? Tatsächlich kamen dann auch nur einmal die ursprüngliche Bestellung, die zugegebenermaßen aber sehr gut war.
Der Anstieg zum Passo Del Manghen wurde dann von allen 4 Fahrern im Wohlfühltempo absolviert, wobei nur Daniel, Moritz und Heiko während der Auffahrt sogenannte Steilstücke identifizieren konnten, Stefans neues Dura Ace Ritzel hingegen auch die Steilstücke im oberen Teil flach zu bügeln schien.
Gestärkt von gutem Strudel mit hohem Nussgehalt wurde dann bei Gegenwind im Tal ordentlich Tempo gemacht (fanden fast alle Fahrer gut) und der legendäre Strada delle Quadrate Climb für einen finalen 3-Minuten-Effort genutzt, bevor das Quartier nach kurzer Abfahrt früher als die angekündigten 15:00 Uhr erreicht wurde (Grüße gehen raus an Doris ;-)). Eckdaten: 110 km, 2033Hm.