Riderman 2023 – Königsetappe

Wie in den Vorjahren war die Startblockeinteilung wieder gestaffelt nach Alterklassen und Zeit und nicht wie eigentlich sinnvoll nur nach der Zeitfahrplatzierung. Daniel und Heiko standen ganz vorne in C, dieses Jahr war der Block B zumindest vor dem Start recht kompakt und es schien mehr Kontrollen zu geben. Da die Sonne schien, zog sich Daniel kurz vor dem Start das lange Windstopperunterhemd aus, Heiko fuhr mit dünnen langem Unterhemd. Im Ort sorgten parkende Autos und Baustellen für etwas Hektik, die Streckenführung insgesamt war sehr ähnlich zum Vorjahr. Auf dem Feldweg kurz vor der Öfinger Wand gab es kurz vor Heiko einen Crash, wo man zumindest kurz anhalten musste. Daniel war noch weiter hinten und konnte Heiko erst am Ende des ersten Anstiegs wieder treffen – Vollgas war das Motto. Auf der Abfahrt entstand dann eine größere Gruppe (die 2. des Feldes), auf dem sehr schmalen und steilen 2. Anstieg kontrollierte Heiko sein Tempo und Daniel fuhr als 2. der Gruppe über die Kuppe. Auf der längsten Abfahrt des Tages kam dann doch Regen, ein ordentlicher Schutt kühlte die Rennradler ab – zum Glück war der Schauer sehr lokal und auf dem darauffolgenden (leicht veränderten) Anstieg gab es genug Rampen um die Beine wieder warm zu fahren. Heiko bot Daniel kurz davor noch Verpflegung an, da er nicht daran glaubte die Gruppe halten zu können. Mit drei anderen Fahrern konnte sich Daniel am Hauptanstieg der Etappe von der Gruppe absetzen, es dauerte insgesamt jedoch gut 20km bis die nächste große Gruppe erreicht wurde. Dort wurde Tobias von GCN Deutschland gesichtet, der sich unauffällig in der Gruppe versteckte. An den Anstiegen wurde schon hart gefahren, erst die letzten 20km gab es keine richtige Zusammenarbeit, nur ein paar unmotivierte Attacken. Auf den letzten 5km fuhren 4-5 Leute im Wind inklusive Daniel, er wirklich gute Beine zu haben schien – wie immer beteiligte er sich beim Schlusssprint nicht, was Platz 94 bedeutete – der erste der Gruppe war 76. mit 19 Minuten Rückstand – Schnitt knapp 36km/h. Heiko konnte entgegen seiner Prognose die Gruppe halten – dort fuhr die bestplatzierte Frau mit, die am Berg die Gruppe im Griff hatte aber im Flachen natürlich den Windschatten der Gruppe brauchte. Seine Gruppe lief am Ende noch schlechter, keiner hatte Lust vorne im Wind zu fahren, sodass Heiko ordentlich Führungskilometer sammeln konnte. Mit Platz 120 konnte er ebenfalls deutlich weiter vorne ankommen als im Vorjahr (Strava).

Epilog: Punkt 16.00 Uhr ging es in die benachbarte Therme. Der dritte Saunagang war das Highlight, die Stimmung war besser als im Stuttgarter Stadion und es lief Classicrock. Beim Gang aus der Therme sank die Stimmung allerdings – Heiko vermisste Handy und Geldbeutel – unklar wo/wie genau das im Umkleideraum abhandengekommen war. Das Handy konnte man während des Abendessens mit Lukas Thomas (bekannt vom RadRace) und Family vom Laptop aus orten – es war unbewegt auf einem Parkplatz im benachbarten Donaueschingen. Die Fahrt dorthin war erkenntnisreich, denn das klingelte Handy konnte man hören, aber leider aus einem Glascontainer heraus :/

Riderman 2023 – Prolog

Dieses Jahr startet das DGD Racing Team nur als Duo beim Riderman. Die Wetterprognose für das Einzelzeitfahren war die ganze Woche über eher bescheiden. Auf der Hinfahrt gab es auch ein paar ordentliche Starkregenschauer. Bei der Quartierbuchung war noch ein gewisser Herr Florian K. hinterlegt, warum auch immer – es gab die gleiche Wohnung wie im Vorjahr. Bei der Startzeitverlosung kam 16:22 und 16:25 als Uhrzeiten raus – d.h. es mussten 2 Rollentrainer zum Aufwärmen mitgebracht werden. Als sich Daniel auf seine TT Maschine setzte, rutschte der Sattel mal wieder – aber der 15er Ringschlüssel von Heiko hat schnell Abhilfe geschaffen. Der Umwerfer (der sich im Vorjahr schon als kritisch herausstellte), wollte dann aber nicht mehr schalten – also schnell das andere Rad ready gemacht und die Startnummer mit Tape und durchgeschnittenem Kabelbinder montiert. Das Wetter meinte es gut, man konnte ohne Probleme kurz-kurz fahren. Der Wind war deutlich anders geartet als in den Vorjahren, direkt beim Start gab es Gegenwind, welcher sich dann nach dem Wendepunkt als Rückenwind herausstellte. Daniel versuchte am ersten (steilen) Anstieg dieses Jahr nicht zu überpacen, wurde auch recht bald vom Fahrer mit der Nummer 507 überholt – das war aber das einzige Überholmanöver. Heiko musste entgegen seines Spitznamens ohne Wattmesser starten, dieser befindet sich bei Garmin (wen wundert es) zur Reparatur. Dennoch konnte er den Bedingungen angepasst sehr gut pacen und konnte einige Radfahrer mit Zeitfahrequipment überholen. Windschattenzüge, entgegen des Vorjahres, konnte man keine sehen. Daniel konnte auf dem Rückweg dieses Jahr noch gut Drücken, was auch vom Rückenwind begünstigt wurde. Lediglich der Endspurt auf der Zielgeraden war nicht mehr so spritzig. Die Zeiten waren 24:42 (Daniel) und 24:24 (Heiko), jeweils klare persönliche Bestzeit ohne Zeitfahrequipment (bringt geschätzt 1 Minute). Ergebnisse findet man hier.

10 Freunde Triathlon Darmstadt

Wie vor acht Jahren wurde Daniel zur Teilnahme am 10-Freunde Triathlon überredet. Dieses Mal beim Afterwork Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen, was unter anderem am Outfit gelegen haben könnte (10-Freunde Triathlon Shirt, gab es dieses Jahr keine). Der Modus und die Location waren die gleichen, man konnte jedoch mit bis zu 12 Leuten starten, die besten 10 eines Teams wurden gewertet. Entgegen der Triathlonpremiere 2015 gab es dieses Mal kein Lauftraining (damals immerhin 2 Läufe), dafür aber nagelneue Laufschuhe für Daniel. Stefan, der im Marathonlauftraining ist und auch des öfteren schwimmt und natürlich Rennrad fährt, wurde kurzfristig auch noch Teammitglied bei „Schnellen Kelle“. Die Veranstaltung hat sich professionalisiert, aber Quirks wie Gutscheine für 1/3 Waffel (oder 1 Kaffee) pro Teammitglied und das nicht ahnden von Fahrern mit aktiv genutzten Triathlonlenker gab es dennoch. Daniel war am Vorabend auf Christian und Lisas Hochzeit und Stefan hatte noch schwere Beine von einem 20km Hitzelauf am Freitag Abend, also waren die Voraussetzungen ähnlich.
Episode 1: 380m Schwimmen, die Reihenfolge anhand des geschätzten Optimismus gewählt. Das Wasser war warm, im Rad-Einteiler bekam man dazu etwas schlechter Luft und das Adrenalin war hoch -> Kraulen ging bei Daniel nur für insgesamt 100-150m und für das Überholen am Ende, der Vorsprung zu Stefan war also recht klein als es zum Radwechsel ging. Es wurden keine Gummis am Schuh befestigt, ohne Socken ging der Wechsel bei Daniel aber gut 30s schneller vonstatten als bei Stefan.
Episode 2: 18km Radfahren auf 4 Runden mit je zwei 180 Grad Kehren und vielen Kurzen. Wie damals war die Radstrecke eine Mischung aus Kriterium und Zeitfahren, lediglich auf der langen Gerade konnte man es gut laufen lassen – daher war der Radschnitt mit 37km/h (Daniel) und 36km/h (Stefan) nicht besonders hoch. Dank der Wendepunkte konnte Daniel sehen, dass sich der Vorsprung durchaus vergrößerte – wichtig denn beim Laufen gab es einen gewissen Trainingsrückstand.
Episode 3: 4,2 (real eher 4)km Laufen im Bürgerpark bedeutete für Daniel einfach „all-in“. Auf das Tracking der Watch wurde nie geschaut (Multisport-Erkennung inkl. Wechsel usw. perfekt erkannt), das unprofessionelle Schuhbinden erforderte nach 1,5km kurze Nacharbeit (Lauf-Amateur Part 1). Zu diesem Zeitpunkt schmerzten vor allem der rechte Fuß gehörig, die raue Außenhaut des Schuhs + nasse Füße ohne Socken erzeugten zu viel Reibung. Stefan hatte wegen der Hitze und Radbelastung einen Puls von 175 , den er auch ablas und sein Lauftempo danach einteilte. Er ging davon aus, dass einer 5er Pace reichen sollte, um schneller zu sein als Daniel. Dieser wiederum musste nach 1 Kilometer leicht raus nehmen, konnte aber am Ende noch zügig ins Ziel laufen – ohne Kraft für einen Endspurt zu haben, denn die Oberschenkel waren dort schon komplett „zu“. Die Gesamtzeit von 1:00:14 war überraschend gut, ohne den Schuh-Fauxpas wäre <1h knapp drin gewesen. Stefan kam in 1:02h ins Ziel, wobei 1min beim Radfahren und knapp 1min bei den Wechseln verloren gingen. Zu Daniels größter Freude, konnte er aber beim Laufen die Teambestzeit um 11s unterbieten – bezahlt mit einem blutigen Fuß (+Schuh) und einigen Tagen Muskelkater. Das Team wurde sehr guter 38. und alle haben den warmen Tag gut überstanden – Danke an Felix für die Organisation und an das Darmstädter Johanniter Team für die Erstversorgung der Fußwunde.
Strava: Die Apple Watch hat das Event perfekt getrackt, aber Strava kann mit solch einem exotischen Event nicht wirklich etwas anfangen, man muss umständlich aufteilen und zuschneiden – das Schwimmen blieb dennoch vermurkst.

Giro delle Dolomiti 2023 – 5 (Jenesien)

Mit viel Verspätung kommt, wer hätte das gedacht, doch noch der Artikel zum Abschluss des Giro 2023. Der designierte Artikelschreiber hatte seine Pflichten zwischendurch schlichtweg vergessen und während der diesjährigen Giro-Woche war aufgrund der sehr späten Abfahrtszeiten keine Zeit zum Tippen.

Die Abschlussetappe war nahezu identisch mit einer (teilweise) beliebten Trainingsrund des DGD Racing Teams aus Lana aus, gefahren zuletzt 2020. Der gezeitete Abschnitt war mit 10,7km und 908Hm nochmal richtig hart. Sebastian beschloss trotz zuletzt positiven Vibes am J-Berg, Daniel am Pool Gesellschaft zu leisten. Die anderen drei Fahrer machten sich mit dem Peloton leicht verspätet auf den Weg. Ob der viertägigen Vorbelastung und des recht steilen Zeitfahrsegments lautete die einhellige Renntaktik: eigenes Tempo fahren und nicht auf Gruppen achten! Das sollte ich auszahlen und sowohl Heiko als auch Moritz fuhren die jeweils beste 45 (bzw. 40) min Leistung ihrer Radsportkarriere: 317 (bzw. 332) Watt sorgten für ungläubige Gesichter und wurden erst für Messfehler gehalten.

Moritz kam wieder mit den üblichen verdächtigen für die Plätze 9-14 ins Ziel, Heiko landete auf P40 und Sven auf P75. Im diesmal sehr stark besetzten Classement général bedeutete das zum Ende einer Woche die Plätze 12, 29 und 59 für das DGD Racing Team.

In der Pause konnten noch die Wogen nach einem etwas sehr direkten Facebook Posts über die DGD Racing Team Seite zum Thema „Tesla Speed in den Abfahrten und Gesamtdauer der Etappen“ geglättet werden. (Insebesondere musste der Post selbst kurzentschlossen geglättet werden.) Die Organisatoren waren sehr interessiert an unserem Feedback und wir hoffen, das einiges davon für 2024 berücksichtigt werden wird, wenn zumindest 3 Teamfahrer (Preisfrage:wer?) wieder am Start stehen werden 😉 Auf dem Messegelände entdeckte dann noch einer der Fahrer seine Leidenschaft für Lasagne alla Birra, aber das führt an dieser Stelle zu weit…

Giro delle Dolomiti 2023 – 4 (Fedaia)

Am vierten Tag der Dolomitenrundfahrt sollte es zum 2057 Meter hoch gelegenen Passo Fedaia am Fuße der berühmten Marmolatagruppe gehen. Die Vorfreude auf den Teilabschnitt war angesichts der guten Wettervorhersage und der schönen Landschaft groß. Die 147 Kilometer lange Etappe führt von Bozen nach Osten über den Karerpass ins Fassatal und dann weiter auf den Passo Fedaia. Hier sollte auch das gewertete Segment auf die Fahrer warten. Der Rückweg führt über den bekannten Nigerpass wieder zurück nach Bozen. Insgesamt müssen dabei 2800 Höhenmeter überwunden werden. Das DGD Racing Team ging krankheitsbedingt weiter ohne den Teamchef an den Start.

Die ersten Kilometer des Karerpasses führen weitestgehend durch Tunnel. Dabei wurde von Sven die schlechte Luft bemängelt, die ihm insbesondere in Verbindung mit seinem Heuschnupfen etwas zu schaffen machten. War man aber erstmal aus den Tunneln heraus, konnte man die schöne Landschaft entlang der Karerpassstraße in vollen Zügen genießen. Heiko hatte trotz des ausgiebigen Thermenbesuches von Vortag ziemlich schwere Beine vom Aufstieg auf den Stelviopass. Es bestand die berechtigte Hoffnung, dass der erste lange und ungewertete Anstieg (ca. 1500 Höhenmeter) zum Aufwärmen genutzt werden kann. So fuhren Moritz und Heiko etwas schneller den Pass hoch. Die erste Verpflegung gab es dann ohnehin auf der Passhöhe.

Von dort ging es weiter nach Osten und damit runter ins Fassatal. 2011 fand hier eine der härtesten Etappen in der Geschichte des Giro d’Italia statt. Bei der Etappe, die von Mikel Nieve gewonnen wurde, hatten die Fahrer fast 7000 Höhenmeter zu überwinden. Hier sollten es die Fahrer des Giro delle Dolomiti etwas leichter haben. Im Fassatal mussten die Fahrer entgegen der ursprünglichen Planung zwischen Pozza di Fassa und Campitello di Fassa auf den Fahrradweg ausweichen. Sobald das Feld wieder auf die Hauptstraße geführt wurde, war auch der Chrono des Tages nicht mehr weit. Heute mussten auf 7,3 Kilometern 490 Höhenmeter überwunden werden. Dabei ging es vom Ortsausgang Penia bis zum Ende der letzten Galerie am Fedaiapass.

Hierbei bestätigte sich erneut die Platzierungsreihenfolge der Vortage. Die Fahrer des DGD Racing Team kamen in der Reihenfolge: Moritz (P14, korrigiert), Heiko (P36, korrigiert), Sven (P79) und Sebastian (P89) ins Ziel. Kurioserweise hatte Heiko erst gar keine Zeit und später dann den siebten Platz (schön wärs). Dies stimmt natürlich nicht, sorgte aber bei den direkten Konkurrenten im Gesamtklassement für etwas Erstaunen. Leider wurde die Zeit bis jetzt trotz mehrfacher Nachfrage bei den Veranstaltern nicht nach unten korrigiert – 26:14 Minuten (laut Strava gefahren) vs. 21:56 Minuten (mit italienischer Präzisionsmesstechnik gemessen).

Nach einer längeren Mittagspause mit herrlichem Blick auf die Marmolata ging es dann wieder auf den langen Rückweg nach Bozen. Dabei hatten die Fahrer insbesondere bis zum Karerpass zurück mit viel Verkehr zu tun. Weiter vorne im Feld mischte sich in geistiger Umnachtung eine Gruppe italienischer Motorradfahrer ins Feld. Die mäßig talentierten Zweiradfahrer schafften es dabei weder, die Radfahrenden zu überholen, noch waren sie bereit, sich wieder hinter die Fahrer einzusortieren. Weiter hinten trafen Sven und Sebastian auf Wi(l)ly aus Wiesbaden in seinem Bulli. Dieser versuchte ebenfalls erfolglos, das Fahrerfeld zu überholen. Zum Glück gab es oben auf dem Karerpass nochmal eine Verpflegung, wodurch sich die ungewollte Vermischung der verschiedenen Transportmittel auflösen konnte, ohne dass jemand zu Schaden kam.

Die Abfahrt über den Nigerpass nach Bozen war dann weitestgehend ohne Verkehr und der Tesla fuhr auf der Abfahrt immerhin auch mal 35 Kilometer pro Stunde. Hierdurch zog sich die Rückfahrt zum Glück nicht ganz so in die Länge wie auf der 2. Etappe und die Fahrer des DGD Racing Team erreichten das Hotel rechtzeitig zum Abendessen.