Wer kennt das nicht, man hat schön trainiert, schnell das Rad in die Garage, den obligatorischen Liter Apfelschorle reingeschüttet und ab in die Dusche. Das fühlt sich gut an. Aber: ein kleines Detail fehlt zum perfekten Trainingsabschluss: Dehnen. Besonders Oberschenkel, Waden, Nacken und Schultern sollte man nach dem Fahren kurz dehnen, am besten direkt nach der Ankunft. Warum das ganze: die Beweglichkeit wird auf lange Sicht gesichtert, und das Verletzungrisiko sinkt nachweisbar. Dehnen vor dem Training hingegen ist kontraproduktiv, die Muskeln sind kalt und man zerrt sich leicht.
Um konkrete Übungen zu sehen, kann man bisschen googlen oder beim Spinning teilnehmen, dort wird das immer vorbildlich gemacht.
Freiluftsaison endlich eröffnet
Nach gefühlt 2,5 Millionen Kilometer auf der Rolle (in Wirklichkeit waren es knapp unter 1000km, aber da ist es wie mit der gefühlten Temperatur bei Online-Wetterdiensten: Hat keinen Sinn außer mehr Zahlen aufzuschreiben) konnte ich bei trockenem Wetter gestern endlich die Freiluftsaison eröffnen. Ein geils Gefühl endlich wieder beim Treten vorwärts zu kommen und den Fahrtwind im Gesicht zu spüren.
Die ersten Fahrten bei lockerem Puls dienten vor allem dazu, festzustellen ob:
1. Das Garmin Edge705 funktionert
2. Das Knie hält
3. Die Form zum Saisoneinstieg zu gut wie noch nie zuvor ist
Zum Glück konnten die Punkte 1-3 mit einem klaren JA beantwortet werden. Bis zum Saisonhöhepunkt sind es noch gut 5 Monate. Auf gehts!
Winterchaos in Lund
Frohen Mutes ging es heute wieder auf die „Kleine Runde“ zum Training. Gefahren wurde sie aufgrund des Windes in mathematisch positiver Richtung. Die Steigung nach Dalby ließ sich optimal fahren, ein kleiner Zwischenstopp aufgrund eines entgegenkommenden Treckers der den Radweg vom Schnee befreit war das einzig Auffällige. Der Abschnitt kurz vom Ortseingang war durch einige Schneewehen blockiert (siehe erstes Bild). Aber auch kein Problem, genau daneben verläuft ja die gut geräumte Straße. Der schon Sonntag bedenkliche Straßenabschnitt war nochmals schlechter zu befahren, am Rand gab es kleinere Schneewehen und der starke Seitenwind erschwerte das extrem wichtige Stillhalten des Steuers. Nach einem Beinaheabstieg aufgrund von Glatteis beschloss ich diesen Streckenabschnitt vorerst nicht mehr zu befahren. Der letzte Teil der Runde ist ein schön gerader Radweg, aufgrund seiner wenigen Kurven „Highspeedweg“ genannt. Doch dieser setzte dem heutigen Tag die Krone auf. Fast ein Kilometer lang gab es fast ausschließlich kniehohe Schneewegen, vollkommen unbefahrbar. Nach der Fotopause begann also eine nicht geplante Schneewanderung. Beim abschließenden Betrachten meines Rads ist es ein Wunder, dass sich überhaupt noch etwas bewegt hat. Nur der Schaltzug des Umwerfers war so gefroren, dass nichts mehr ging. Alle anderen Eispanzer erhöhten nur das Gewicht.
Mit Einstein zu Rad am Ring oder mit Kennedy durch den Odenwald?
„Mir ist es eingefallen, während ich Fahrrad fuhr“. Dies soll Albert Einstein über die Relativitätstheorie gesagt haben … und unter diesem Motto stand heute meine erste größere Tour nach dem großen Schnee.
Um dem Hausarbeitenstress ein wenig zu entkommen und eventuell die erlösende Erkenntnis zu gewinnen, wurde heute die geliebte Maschine bei wechselhaftem Wetter erstmals wieder über 70 Kilometer bewegt … und Spaß hats gemacht! Viel Spaß! Trotz Schneeschauern und schrecklich viel Rollsplit, welcher für fürchterliche Klänge sorgt, wenn er gegen den Lack spritzt …
Die juristische Erkenntnis lässt leider noch auf sich warten aber der sportliche Ehrgeiz auch wieder längere Distanzen in Angriff zu nehmen, ist wieder geweckt denn „nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren“. (John F. Kennedy, ehem. Präsident der Vereinigten Staaten) 😉

Voller Einsatz für Rad am Ring
Heute waren wohl die bis dato härtesten äußeren Bedingungen in Lund. Nach einem normalen Wintertag deutscher Natur, Schnee bei +1 Grad gab es heute stramme -5 Grad und reichhaltig Wind. Die Hälfte meiner Trainingsrunde besteht aus einer kleinen Landstraße und diese war fast vollständig bedeckt von gefrorenem Schneematsch, im Volksmund auch Glatteis genannt. Die Konzentration ging schlagartig weg vom Puls hinzu dem Willen keine unbedachten Bewegungen zu vollziehen. Dennoch gab es wie durch ein Wunder keinen Sturz. Somit konnte heute hauptsächlich die Psyche und Körperbeherrschung trainiert werden, immerhin. Das Material wurde ebenfalls nicht geschont:











