Kategorie: Fahrradfahren
Skoda Velotour Eschborn-Frankfurt 2021
Der 1. Mai war dieses Jahr am 19. September, zumindest aus der Sicht des Jedermannrennens mit Start und Ziel in Eschborn. Für das DGD Racing Team waren Daniel und erstmals seit 2014 wieder Moritz am Start. Überraschend unproblematische gestalteten sich diesmal die traditionellen Risikofaktoren der Veranstaltung: Beide Fahrer wurden sinnvollerweise in den ersten und knapp 700 Rahmensets umfassenden Startblock gesteckt und das Wetter versprach einen Sonnen-Wolken-Mix im Temperaturfenster zwischen 10 und 20 Grad. Um die anfängliche Hetzjagd durch die Frankfurter Innenstadt möglichst kraftsparend absolvieren zu können, reihten sich beide Fahrer ganz ganz vorne ein, direkt hinter den großen Teams Strassacker und Rheinhessen (Stichwort Ziehharmonika-Effekt). Ein weiterer Pluspunkt des frühen Aufschlagens an der Startlinie: Eine volle Stunde Gebabbel des norddeutsche Streckensprechers, der diverse Male beschwor, dass irgendwer oder irgendetwas „heiß wie Frittenfett“ sei. Bevor ein Trinkspiel draus werden konnte, ging es los.
Die knapp 30km bis Oberursel verliefen dank gutem Auf-Position-Fahrens unaufgeregt. Nach einem kurzen Pavé-Intermezzo am Marktplatz von Oberursel setzten sich zwei Fahrer ab. Auf leicht ansteigender Straße, aber noch vor dem offiziellen Beginn des Feldberges, sprangen vereinzelte Fahrer nach und das DGD Racing Teams ließ es sich nicht nehmen, mit einer Doppelspitze kurzzeitig die Nachführarbeit zu organisieren. Eine kleine Kraftverschwendung für die Sponsoren von der ein Bild geil wäre (leider unwahrscheinlich). So bekam man auch live mit, wie in einer taktischen Besprechung der Strassackerfahrer entschieden wurde, die Gruppe zurück zu holen (O-Ton: „Ist zu groß“) und das eigentliche Rennen begann. Dabei verloren sich Daniel und Moritz alsbald außer Augen und der Rest des Berichtes erfolgt getrennt aus unterschiedlicher Erzählperspektive.
Moritz: Am Saisonabschluss habe ich beschlossen, nicht vernünftig zu fahren, sondern einfach vorne dranzubleiben und in Kauf zu nehmen, frühzeitig komplett einzugehen. Das Tempo ist zunächst gleichmäßig, ab der langen Kehre wechseln sind kurze Tempoverschärfungen mit gefühltem Leerlauf und auf den letzte 3 Kilometern folgen diverse Attacken. Irgendwann sehe ich 520W auf meinem Wahoo. Egal, ich gehe mit und komme ganz hinten in einer Perlenkette von 20 Fahrern über die Passhöhe. Später stellt sich heraus, dass ich den Anstieg in 25:33 hochgefahren bin, schneller als jemals zuvor. Nach nicht UCI-legaler Abfahrt läuft die Gruppe im ersten Gegenhang wieder zusammen. Im weiteren Verlauf schließen weitere 10 Fahrer auf. Der Ruppertshainer, bei meiner letzten Teilnahme vor 7 Jahren noch die letzte Möglichkeit zur Attacke am Berg, wird schnell aber nicht super schnell hochgefahren, genau wie eine überraschende Rampe in Kelkheim auf eher unterdurchschnittlichem Belag, und alles konzentriert sich auf den Showdown in Mammolshain. In der berüchtigten Rampe fahre ich erstmals nach Wattmesser und nehme in Kauf, einige Positionen zu verlieren, um Didi hautnah bewundern zu dürfen, aber vor allem um auf dem nachfolgenden flachen Bergaufkilometer einfach auf dem Gas bleiben zu können. Das habe ich dieses Jahr unzählige Male trainiert und heute zahlt es sich aus: an den ersten Gegnern fliege ich gefühlt vorbei, komme dann langsam an den deutschen Meister von 2006, Dirk Müller (radroo Team), und zwei weitere Fahrer heran, die ich mit meinem gleichmäßigen Tempo langsam an die vorausfahrende Gruppe heranziehe. In der Abfahrt wechseln wir uns vorbildlich ab. In einer Rechtskurve verschätzt sich ein Konkurrent und steht plötzlich auf einem 20cm hohen Bordstein, von dem er nicht mehr runterkommt. Wir anderen schaffen den Anschluss an, was sich als erste Gruppe hinter 3 Ausreißern herausstellen sollte. Es geht also mit 22 Mann im Sprint um Platz 4. Eigentlich bin ich vor der letzten Kurve gar nicht schlecht platziert, lasse mich dann aber doch kurz abdrängen, komme kurz aus dem Konzept und werde 17. Eines meiner besten Jedermannrennen. Was will man mehr. Ein perfekter Saisonabschluss 😇
Daniel fuhr im Pulk am Feldberg vor der großen Serpentine die Eröffnung der zweiten Gruppe, die Pace ganz vorne erschien zu hoch. Alsbald kam eine ca. 20 Mann starke Gruppe oben an, Daniel konnte dort ohne größere Probleme mitfahren. Ein Fahrer schwenkte nach der Bergwertung noch in die Stichstraße zum Gipfel aber sonst gab es keine Vorkommnisse. Auf der Abfahrt gab es ein paar riskante Fahrmanöver von Fahrern des Sebamed Teams, und das Glück ließ keinen weiteren Fahrer mehr von hinten kommen, sodass Daniel am ersten Gegenhang eine 100m Lücke zufahren musste. Oben am Rupertshainer wurde Stephan K. noch begrüßt und für die Sponsoren die Gruppe von vorne in die Abfahrt geführt. Im Flachen bei Gegenwind lief die Gruppe nur mäßig, keiner wollte sich vor dem Schlussanstieg verausgaben. Das Steilstück vom Mammothainer (23%) fuhr Daniel dank Streckenkenntnis nicht am Limit, sodass beim weiteren Steigungskilometer im vorderen Drittel der Gruppe gefahren werden konnte. Lediglich fünf Leute kamen ein wenig weg, aber die konnten im Flachen (5km) ohne weiteres gestellt werden. Da es um nichts mehr ging, wurde auf einen Zielsprint verzichtet, Platz 31 war zu vergeben und Daniel konnte mit dem 41. eine gute Platzierung erreichten – mehr wäre nicht gegangen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es auch schonmal besser lief, aber es wird auch keiner jünger.
Cube Campa Custom Build
Vorwort:
Eigentlich war geplant, ein kostengünstiges Alu-Rad mit einer Shimano 105 Gruppe und Felgenbremse zu finden, um den liebgewonnenen ELITE Turno Smart Rollentrainer ganzjährig betreiben zu können, ohne jedes Mal das Hinterrad aus dem Rose Pro RS herausnehmen zu müssen (Iteration 1: Preisvorstellung 500 Euro). Leider stellte sich dies als schwieriges Unterfangen heraus, da die Preise für Rennräder auf dem Gebrauchtmarkt aktuell utopisch sind (Stand Winter 2020/2021). So verlangen Inserenten in der Bucht z.B. für 10 Jahre alte Fahrräder mit oben genannten Spezifikationen Preise von 800 Euro. Nur zum Vergleich: Ein vergleichbar ausgestattetes Neurad ist schon ab ca. 1300 Euro zu bekommen (Rose Pro SL 105 ).
Daher wurde die Strategie kurzerhand geändert und ein Rahmenset gesucht, welches dann zusammen mit einer günstigen Einfach-Gruppe ohne Bremse (z.B. SRAM Apex 1 11-fach) zum Rollenrad aufgebaut werden kann (Iteration 2: Preisvorstellung 800 Euro). Auch hier stellte sich schnell heraus, dass der Gebrauchtmarkt zu teuer ist. Auf der Suche nach einem bezahlbaren Rahmenset bin ich dann durch Zufall auf Schliersee Bikeparts gestoßen, welche sich augenscheinlich auf den Abverkauf von übrig gebliebenen CUBE-Rahmen spezialisiert haben. Auch wenn durch die schiere Menge an verfügbaren Rahmen selbst die netten Mitarbeiter und die Webpräsenz manchmal durcheinandergekommen sind, konnte schnell ein passendes Rahmenset gefunden werden. Abwicklung und Lieferung waren erstklassig. Bei dem Objekt der Begierde handelt es sich um ein CUBE Attain GTC Pro Carbon-Rahmen (Felgenbremsen-Version) von 2019 in der Größe 56. Der Preis von 550€ für Rahmen, Gabel und Vorbau geht hierbei mehr als in Ordnung.
Da es „leider“ nur einen passenden Carbon-Rahmen zu erwerben gab, manifestierte sich nun ein weiteres Problem. Der neue Rahmen wäre etwas zu Schade, um ihn nur auf die Rolle zu stellen. Daher fiel dann der Entschluss, den Carbon-Rahmen für eine Straßenmaschine zu verwenden und den etwas in die Jahre gekommene Alurahmen des Rose Pro RS auf die Rolle zu stellen.
Leider erschien es dann auch unpassend, die alte Ultegra 10-fach Gruppe vom Rose Pro RS am neuen Rahmen zu verbauen. Daher wurde schlussendlich, unter konstantem Zureden von Daniel, der Entschluss gefasst, das Projekt ein weiteres Mal aufzuwerten und ein komplett neues Rennrad selbst aufzubauen. (Iteration 3: Preisvorstellung; so günstig wie möglich unter Berücksichtigung diverser Mindestansprüche).
Cube Attain GTC Pro:
Nachdem der Rahmen schon erworben war und feststand, musste als Nächstes die richtige Gruppe gefunden werden. Für mich stand fest: 12-fach, Felgenbremse, mechanische Schaltung. Hierdurch ergeben sich dann folgende Rennrad-Gruppen zur Auswahl:
-
- Shimano: nüscht
- SRAM: nüscht
- Campagnolo:
- Chorus 12: 1000 Euro*
- Record 12: 1550 Euro*
- Super Record 12 2300 Euro*
*Preise von Bike24
Um dem Budget-Anspruch weiterhin halbwegs gerecht zu werden, fiel die Wahl daher ohne Zögern auf die Campagnolo Chorus 12-fach Gruppe, welche Mitte 2019 vorgestellt wurde. Über den Sinn oder Unsinn von 12 Gängen kann man sicherlich streiten aber spätestens nach meinem Meniskus-Knorpelschaden habe ich kleine Übersetzungen sehr zu schätzen gelernt. Mit einer Kompaktkurbel sowie dem 11-32 Ritzel ergibt sich jedenfalls ein absolut hervorragendes Schaltbild mit feinen Abstufungen über 32 km/h fürs Flache sowie kleinen Gängen für die Berge. Die Entfaltung beträgt ebenfalls für ein Rennrad hervorragende 427% .
Da die Gruppe in Deutschland nirgendwo vor Sommer lieferbar war, wurde die selbige kurzerhand direkt in Italien bei Gambacicli bestellt. Dies war zwar etwas teurer als in Deutschland, funktionierte aber ansonsten, inklusive Versand, tadellos.
Laufräder waren bereits vorhanden. Hier wurde auf die Leeze AC 35 Road zurückgegriffen. Dazu musste lediglich ein neuer Freilaufkörper bei Leeze bestellt werden. Der Wechsel war problemlos möglich.
Die weiteren Anbauteile wurden mehr oder weniger streng nach möglichst gutem Preis/Gewichts-Verhältnis ausgewählt. In den meisten Fällen fiel die Wahl daher auf Produkte der Marke Procraft.
Vollständige Teileliste mit selbst gewogenen Gewichten:
|
Komponente |
Name |
Details |
Gewicht (g) |
|
Rahmen |
Cube Attain GTC Pro |
56cm, 2019 Modell |
1114 |
|
Gabel |
Cube Attain GTC Pro |
gekürzt ( -29g) |
367 |
|
Vorbau |
Cube Newmen |
90mm 6deg |
147 |
|
Sattelklemme |
Cube Attain GTC Pro |
14 |
|
|
Schnellspanner vorne + hinten |
Tune Skyline |
Altbestand |
34 |
|
Vorderrad + Reifen |
Leeze AC35 (inklusive Dichtmilch) |
1041 |
|
|
Hinterrad + Reifen (ohne Ritzel) |
Leeze AC35 (inklusive Dichtmilch) |
1226 |
|
|
Reifen vorne |
Conti GP 5000 TL |
300g |
|
|
Reifen hinten |
Conti GP 5000 TL |
300g |
|
|
Ahead-Schraube + Expander |
Procraft Expander |
41 |
|
|
Steuersatz |
FSA Orbit I-t 1 1/8″-1 1/4″ |
Cube |
73 |
|
Umwerferschelle |
Campagnolo Original mit Schraube |
31 |
|
|
Lenker |
Procraft PRC |
420mm, 31.8mm |
234 |
|
Sattelstütze |
Procraft PRC |
27.2mm, 350mm |
163 |
|
Sattel |
Selle Italia SLR Superflow |
Breite L |
187 |
|
Innenlagerschalen |
Campagnolo Press-Fit Ultra Torque |
BB86 86,5×41 |
40 |
|
Lenkerband + Lenkerendkappen |
Lizard Skins DSP 2.5mm black |
83 |
|
|
Pedale |
Shimano PD-ES600 |
282 |
|
|
Umwerfer |
Campagnolo Chorus 12 |
87 |
|
|
Schaltwerk |
Campagnolo Chorus 12 |
-11g durch abgeschraubten Adapter |
232 |
|
Kette |
Campagnolo Chorus 12 |
-10g durch Kürzen |
239 |
|
Ritzel |
Campagnolo Chorus 12 |
11-32 |
328 |
|
Bremse vorne |
Campagnolo Chorus 12 |
Felgenbremse |
163 |
|
Bremse hinten |
Campagnolo Chorus 12 |
Felgenbremse |
168 |
|
Bremsgriffe rechts und links |
Campagnolo Chorus 12 |
mit Schaltzügen |
390 |
|
Außenhüllen, Bremszüge |
Campagnolo Chorus 12 |
ca -70g durch kürzen |
151 |
|
Kurbel links |
Campagnolo Chorus 12 |
498 |
|
|
Kurbel rechts |
Campagnolo Chorus 12 |
237 |
|
|
Flaschenhalter 1 |
Blackburn Slick |
mit Schrauben |
31 |
|
Flaschenhalter 2 |
Blackburn Slick |
mit Schrauben |
31 |
|
Spacer |
Procraft |
2.5cm |
10 |
Zusammenbau:
Nachdem Daniel bereits 2019 ein eigenes Rad gebaut hatte, lag es nah, die vorhandene (insbesondere die Campagnolo-spezifische) Werkstatt-Ausstattung zu verwenden und das Rad im Eberstädter Fahrradkeller zusammenzubauen. Insgesamt gestaltete sich der Aufbau wenig schwierig und das Rad war nach zwei Nachmittagen betriebsbereit.
Zuerst wurden die Campagnolo-Innenlagerschalen in den Rahmen gepresst. Diese wollten zuerst nicht so recht passen. Nachdem das Tretlager aber ein wenig per Hand ausgeschliffen wurde, ließen sich die Innenlagerschalen problemlos mit dem Campagnolo Spezialwerkzeug (UT-BB240) einpressen.
Im Anschluss wurden die weiteren Teile der Gruppe in kanonischer Reihenfolge verbaut. Die Innenverlegung der Schaltzüge war zwar, wie zu erwarten, eine Geduldsarbeit, gelang aber ohne übermäßigen Frust.
Etwas ärgerlicher war allerdings, dass die Außenhülle des Schaltwerk-Zugs, trotz Endhülse immer in den Rahmen gezogen wurde, sobald man den Zug unter Spannung setzte. Zum Glück lag in der Werkstatt ein haushaltsüblicher Dübel, welcher perfekt in die Rahmenöffnung passte, ohne in den Rahmen gezogen zu werden. Damit war auch dieses Problem behoben.
Beim ersten Versuch die 12-fach Kette zu Vernieten, kam der Park-Tool Kettennieter leider an seine Grenzen. Daher wurde kurzerhand der mit der Ekar-Gruppe eingeführte 12/13-fach Kettennieter von Campagnolo bestellt (UT-CN400). Damit funktionierte die Montage der Kette schlussendlich problemlos.
Testfahrt:
Bei herrlich wechselhaftem Aprilwetter wurde die erste Testfahrt mit Moritz in Angriff genommen. Der erste Fahreindruck war sehr positiv. Der Rahmen ist schön steif und selbst im Wiegetritt merkt man wenig Flex. Die Campagnolo-Gruppe fährt sich hervorragend, muss aber nochmal feinjustiert werden. Die Sitzposition war aber trotz Kopie der Maße vom alten Rad noch suboptimal und muss daher nochmal professionell überprüft werden.
Obwohl bei der Auswahl der Komponenten nicht näher berücksichtigt, weiß die Optik definitiv zu gefallen. Insbesondere das Carbon der Chorus-Gruppe passt sehr gut zur Rahmenfarbe.
Fazit:
Ein passabel ausgestattetes Rennrad mit Campagnolo-Gruppe und gescheiten Alu-Laufräder für deutlich unter 3000 Euro sucht man auf dem Markt vergebens. Der Einkaufspreis aller Teile belief sich auf ca. 2800 Euro, wobei man hier nochmal allein 200 Euro bei der Gruppe hätte sparen können. Das Gewicht, so wie von Händlern angegeben, ohne Pedale, Flaschenhalter, Sensoren etc. liegt bei sehr konkurrenzfähigen 7.2kg. Mit Pedalen und Flaschenhalter liegt das Gewicht bei 7.5kg. Komplett fahrfertig (inklusive Wahoo, Wahoo-Halterung sowie Sensoren liegt das Gewicht bei 7.65kg.
Tour of Sufferlandria 2021 – Zusammenfassung
Die erfreuliche Nachricht gleich zu Beginn: Alle DGD Athleten konnten die Tour of Sufferlandria erfolgreich im nuklearen Modus abschließen und sich die begehrte Medallie sichern:

Die Etappenkomposition wurde im Allgemeinen als fair empfunden und insbesondere die klassischen Überführungsetappen in der Mitte des Rennens gab den Athlethen etwas Zeit zum Durchatmen. Denn insbesondere der Beginn und der Abschluss der Tour of Sufferlandria hatten es in sich. Dies spiegelt sich auch, wie später zu erkennen sein wird, in den Trainingsdaten wider. Als eindeutige Hassetappe wurde von den Fahrern „Nine Hammers“ auserkoren. Besonders Moritz stellte hierbei sein Timing der letzten 4DP-Messung kurz von Beginn der Tour in Frage.
Nach abgeschlossener Tour müssen auch noch Ehrenpreise in diversen Kategorien vergeben werden:
- Gernot-Hassknecht-Preis für den Fahrer mit dem höchsten Durchschnittspuls -> geht an Sebastian mit unangefochtenen 161 BPM
- Wattmeister für … eben den wahren Wattmeister -> geht ebenfalls an Sebastian mit durchschnittlich 264W.
- Grunter-von-Agony-Medallie für den Fahrer mit dem höchsten TSS/IF Wert -> geht an Heiko mit einem Ø-TSS von 79 und einem Ø-IF von 0.89
Hier die durchschnittlichen Stats jeder Etappe (Höchstwerte in fett):
| Fahrer | Heiko | Sebastian | Daniel | Moritz | |||||||||||||
| Etappe | Dauer | TSS | IF | POW | HR | TSS | IF | POW | HR | TSS | IF | POW | HR | TSS | IF | POW | HR |
| Joyride | 0:29:58 | 44 | 0.94 | 217 | 150 | 41 | 0.91 | 278 | 160 | 38 | 0.88 | 256 | 152 | 45 | 0.95 | 247 | 139 |
| Cobbler | 1:46:34 | 120 | 0.82 | 216 | 151 | 110 | 0.79 | 273 | 172 | 119 | 0.82 | 258 | 153 | 118 | 0.82 | 244 | 145 |
| 9 Hammers | 0:58:21 | 94 | 0.98 | 239 | 161 | 92 | 0.98 | 307 | 166 | 84 | 0.93 | 274 | 156 | 97 | 1 | 273 | 151 |
| Fight Club | 0:55:51 | 84 | 0.95 | 236 | 155 | 81 | 0.93 | 304 | 163 | 78 | 0.92 | 276 | 152 | 81 | 0.93 | 263 | 146 |
| Half is Easy | 0:36:24 | 50 | 0.91 | 227 | 151 | 47 | 0.88 | 291 | 155 | 48 | 0.89 | 268 | 151 | 41 | 0.82 | 236 | 138 |
| G.O.A.T. | 0:42:10 | 50 | 0.85 | 214 | 150 | 48 | 0.83 | 275 | 152 | 49 | 0.83 | 253 | 145 | 49 | 0.83 | 241 | 138 |
| Norway | 1:00:54 | 79 | 0.88 | 222 | 145 | 72 | 0.84 | 279 | 161 | 75 | 0.86 | 264 | 144 | 74 | 0.85 | 242 | 139 |
| Who Dares | 0:54:09 | 72 | 0.9 | 223 | 145 | 71 | 0.89 | 290 | 151 | 71 | 0.89 | 264 | 146 | 68 | 0.87 | 248 | 136 |
| The Cure | 0:29:53 | 41 | 0.91 | 227 | 154 | 39 | 0.89 | 290 | 158 | 36 | 0.86 | 259 | 147 | 39 | 0.89 | 249 | 138 |
| Defender | 0:59:10 | 83 | 0.92 | 237 | 149 | 81 | 0.91 | 310 | 161 | 77 | 0.88 | 277 | 151 | 84 | 0.92 | 270 | 144 |
| Attacker | 0:53:07 | 66 | 0.86 | 217 | 154 | 64 | 0.85 | 286 | 159 | 63 | 0.84 | 255 | na | 65 | 0.86 | 247 | 139 |
| Total / Ø | 9:46:31 | 79 | 0.89 | 225 | 151 | 75 | 0.87 | 289 | 161 | 75 | 0.87 | 264 | 137 | 77 | 0.88 | 251 | 141 |
Die Vergleichbarkeit der errechneten Rollentrainer-Leistungsdaten kann hier aber durchaus in Frage gestellt werden. Vor der Tour führte Heiko bei seiner Elite Turno Rolle einen Datenvergleich mit dem doppelseitigen Powermeter von Stages durch und konnte eine recht konstante Abweichung von 40 Watt feststellen, die der Rollentrainer mehr berechnet hatte im Vergleich zu den „gemessenen“ Watt.
Weitere interessante Fakten zur Tour (alle Fahrer zusammengenommen):
- gesamte verrichtete Arbeit (an der Kurbel) : 36.2 MJoule
- Verbrannte Kalorien ( Annahme 20% biologische Effizienz) : 43292 Kcal
- Dies entspricht einer Energie von 50.3 Kwh. Würde man mit Strom heizen, hätte dies in Deutschland immerhin 16 Euro gekostet.
Tour of Sufferlandria 2021 – Stages 6-7
An den letzten beiden Tagen warteten nochmal zwei glorreiche und harte Doppeletappen auf die Athleten der Tour of Sufferlandria. Nach den gefühlt etwas einfacheren zurückliegenden Etappen 3-5 war die Zuversicht bei allen Fahrer groß, die Tour im Profi-Peloton zu beenden. Denn weiterhin wurde nicht davon abgewichen, die Etappen im nuklearen Modus zu fahren.
Zuerst mussten am vorletzten Tag die beiden Workouts „Who Dares“ und „The Cure“ in Angriff genommen werden. Sebastian setze hierbei auf eine neue Strategie und versuchte sich zwischen den Doppeletappen nebst einer kleinen Erholungspause mit Kakao zu dopen. Auch wenn die Studienlage hinsichtlich der Wirksamkeit hierzu dünn ist, könnte ihm dies in Zukunft zu einem Werbevertrag mit einem namhaften Schokoladenhersteller verhelfen. Daniel, Moritz und Heiko folgten weiter der bewährten Strategie/Vorgabe, beide Etappen ohne Pause in Angriff zu nehmen. „Who Dares“ ist eine interessante, wenn auch nicht super schwere Mischung aus FTP/AC-Intervallen. Mit großem Respekt vor den vielen „gelben“ Abschnitten und einer gewissen muskulären Vorermüdung wurde dann „The Cure“ in Angriff genommen. Hierbei gilt es, die mittlerweile im Ausdauersport weit verbreiteten Tabata-Intervalle zu bewältigen. Auch wenn die insgesamt 21 20s/10s Mikrointervalle am Ende deutlich in den Muskeln zu spüren waren, wurde die Etappe von allen Fahrern mit Bravour gemeistert. Strava: Heiko6a, Heiko6b, Daniel6a, Daniel6b, Moritz6a, Moritz6b, Sebastian6a, Sebastian6b.
Am letzten Tag der Tour of Sufferlandria 2021 standen mit „Defender“ und „Atacker“ zwei für sich alleine schon schwere FTP-lastige Trainings auf dem Programm. Beide Trainings zusammengenommen, müssen insgesamt 70 Minuten aufgeteilt auf 9 Intervalle an der FTP-Schwelle gefahren werden. Defintiv ein krönender Abschluss der Tour. Die ersten Emüdungserscheinungen der Tour machten sich bemerkbar. Bei Daniel waren die Beine nicht mehr so frisch wie am ersten Tag. Heiko hatte etwas Probleme, den Puls und die Trittfrequenz am letzten Tag hoch zu bekommen. Nichtdestotrotz schafften es das DGD Racing Team, die Wattvorgaben der letzten beiden Etappen zu erfüllen und damit die gesamte Tour innerhalb von 7 Tagen im schwersten Modus erfolgreich zuende zu fahren. Heiko hatte am Ende sogar noch genug Körner um einen Zielsprint zu fahren. Strava: Heiko7a, Heiko7b, Daniel7a, Daniel7b, Moritz7a, Moritz7b, Sebastian7a, Sebastian7b.