Alle Ziele erreicht – Racing Team beim 24h-Rennen auf Platz 35

Wie schon im letzten Jahr entschied sich der äußerst mittelmäßige Deutschland-Sommer fristgerecht zum Rennwochenende in der grünen Hölle zum Hochsommer zu mutieren – zum Startschuss (Samstag 13:15) boten ein wolkenloser Himmel, 25° Außentemperatur und nur wenig Wind perfekte Außenbedingungen. Das auf einer Position umbesetzte Racing Team, statt Christian Schmitt fuhr Jonas Sauer auf der vierten Position, hatte sich als Ziel einen Platz unter den Top 50 gesetzt. Die verblüffend einfache Teamtaktik dazu: Von Anfang an volles Rohr fahren und auf der um 650 m auf 26,00 km verlängerten Strecke in etwa die Rundenzeiten des Vorjahres in den Asphalt brennen.

Gut umgesetzt wurde diese Taktik von Anfang an. Der Teamchef wechselte nach einer sensationellen ersten Runde (34,6er Schnitt) auf Moritz, der dieses Tempo beibehalten konnte. Anschließend lieferten Stefan und Jonas ebenfalls Zauberrunden ab, sodass sich das Racing Team nach 4 Runden schon in den angepeilten Top 50 wiederfand. Schnell kristallisierte sich das Team „Tour der Hoffnung 1“ um den Ex-Querfeldeinweltmeister Klaus-Peter Thaler als Konkurrent auf Augenhöhe heraus. Zum Einbruch der Dunkelheit in der 10. Runde trauten die Fahrer des Racing Teams ihren Augen fast nicht: „Endlich mal deutlich vor ‚Tour der Hoffnung 1‘, jetzt schon Platz 37, und wer uns kennt, der weiß, dass wir in der Nacht fast keine Plätze verlieren“.

Auch ein leicht verpatzter Wechsel von Daniel auf Moritz und ein Einbruch von Jonas auf der Döttinger Höhe konnte das Team mit Hauptstandort Reichelsheim in den Nachtrunden nicht stoppen – nach 10 Nachtrunden befand man sich immer noch auf Platz 39 . Als neues Ziel wurde nun ein Platz in den Top 40 ausgegeben. Besonders in die Karten spielte dem Team der am Sonntag morgen einsetzende Regen. Während einige Team gar nicht mehr und andere wie auf rohen Eiern fuhren, verloren die Fahrer des Racing Teams nur weniger als 30 Sekunden auf der Abfahrt und nach nur 3 Runden war der Vorsprung auf den angepeilten Top40-Platz auf fast 10 Minuten angewachsen.

Überraschend bis dahin auch die Tatsache, dass teamintern noch keine Rechenfehler für Überraschungen gesorgt hatten. Dies sollte sich dann doch noch ändern, denn als Stefan auf seine letzte und 27. Runde für das Team ging war klar: Bis zur Deadline nach 23:30h noch einmal über Start und Ziel zu kommen ist nahezu unmöglich. Mit der Runde seines Lebens machte Stefan diese Angelegenheit noch einmal sehr spannend und Moritz, der für die letzte Runde eingeplant war, bereitete sich mental schon auf 26km pure Qual vor. Aber so sollte es nicht kommen. Stefan kassierte noch ein weiteres Team und sicherte mit einer Zeit 23:32:39 und 27 gefahrenen Runden einen sensationellen 35. Platz.

Der größte Dank des Teams geht an den „5. Mann“ Harald Plehn der in schon gewohnt souveräner Manier die Wechsel organisierte, jedes Teammitglied mit der nötigen Portion Nudeln nach gefahrener Runde versorgte und die Fahrer rechtzeitg zur neuen Runde aus den Federn holte. Großen Respekt auch an seine Zeit beim Nürburgring-Lauf! Ebenfalls bedanken möchten wir uns beim benachbarten EMS Racing Team für die gute Stimmung während des Rennens und natürlich noch einmal Glückwünsche zu deren starken Platzierung und vor allem der wahnsinnigen Verbesserung im Gegensatz zum Vorjahr. Ein letzter Dank allen Supportern, die während des Rennens in unserem Blog mitgefiebert haben!

Mehr Bilder siehe

Rad am Ring 2011: Aufbau

Anders als im Vorjahr konnte man dieses Jahr schon kurz nach 16 Uhr auf die Strecke fahren. In gut 2 Stunden war der komplette Aufbau (inkl. Teambanner, Lichterkette, Wlan, Musikanlage, Rollenfahrrad und Sat-Schüssel vom Wohnmobil) aufgebaut. Startunterlagen wurden abgeholt und es kann gemütlich auf dem Gelände gegrillt werden, so muss das sein. Lediglich ein vergessener Lötkolben, Kaltgerätestecker und USB-Kabel sind zu bemängeln ansonsten ist das DGD Racing Team perfekt ausgestattet.

 

 

 

Rad am Ring 2011: Vorgeplänkel

Da man ja die Woche vor dem Mainevent nicht trainiert, bleibt genug Zeit für die Vorbereitungen. Sonntag wurden die Räder der Günzels grundlegend gereinigt. Bei Stefans hinterem Laufrad machte das Lager der Nabe seit Südtirol mahlende Geräusche. Also ging es ab zur Generalüberholung mit verbindlichem Termin Mittwoch Abend. Stefans Rad erfuhr noch ein Last-Minute-Upgrade, das betagte Schaltwerk aus dem Jahr 2007 wurde durch ein neues XTR (RD-M970) ersetzt. Dieser Wechsel verlief absolut reibungsfrei. Die Dual-Control Trigger (LX) sollten ebenfalls auf XT umgebaut werden. Dies bedeutete jedoch einen Gewichtsnachteil von 2x38g und eine nicht mehr stimmige Optik des Cockpits – also wieder abgeschraubt und die alten, technisch einwandfreien Trigger wieder dran. Montag konnte immerhin Daniels Rad komplett rennfertig fotografiert werden: (mehr siehe Teamseite).

Nachdem im Vorjahr durchaus größere Einkaufmaßnahmen nötig waren (Backsteine, Vorzelt, Beleuchtung usw) musste dieses Jahr nur ein 2m breiter 5fach Fahrradständer gekauft werden.

Trainingslager Südtirol: Bilanz

Zuerst gibt es ein Special, coole noch nicht veröffentlichte Bilder inbegriffen:

Nach 2 Wochen Trainingslager in Südtirol ist es Zeit für eine Bilanz. Gefahren wurden in der ersten Woche in Lana 5 Pässe und eine Rundtour die zusammen 311km und 8617 Höhenmeter für die Statistik lieferten. Woche zwei lieferte 7 Pässe, eine Rundtour und 4993 Höhenmeter auf 162km verteilt. Der geneigte Rechenfreund wird jetzt schon sicher gemerkt haben, dass dies insgesamt 13,61 Höhenkilometer auf 473km sind. Die Anzahl der prognostizierten Flachstücke schwankte zwischen „fast an jedem Pass eins“ (Daniel oder Moritz) und „im gesamten Trainigslager genau eins“ (Stefan). Einen trainingstechnischen Fun-Fact liefert die Tatsache, dass Daniel und Moritz an keinem Tag mehr Kilometer (80) als am planmäßigen Ruhetag in der ersten Woche fuhren. Eine Bilanz zur überholten Rennradlern wurde nicht geführt,was sowohl auf die mangelnde Motivation als auch die unzureichende Beherrschung des Zahlenraums über 100 zurück zu führen ist.

Klar ist, dass der Wettergott auf der Seite des Teams war: nur bei einer Tour (Mendelpass) wurde im Regen gefahren und das Racing Team hatte des öfteren mehr Glück als Verstand. Eigentlich hörte der Regen, falls er denn überhaupt mal angefangen hatte, immer auf, wenn das Racing Team plante, das Haus zu verlassen.

Aus kulinarischer Sicht ist vor allem das Restaurant Picknick hervorzuheben. Der „Meister“ in der Küche bereitete dort wirklich großartige Gerichte von der täglich wechselnden Speisekarte zu. Außerdem wurden Apfelstrudel von verschiedensten Anbietern getestet und außer den Kollegen auf dem Stilfser Joch war auch jeder dieser Anbieter in der Lage, den bestellten Apfelstrudel auch tatsächlich zu servieren. Wer gerne richtig Kalorien tanken möchte, bestellt auf dem Mendelpass aber besser das gefühlt 1kg schwere Stück Sachertorte und macht das, was Stefan immer ankündigt, wenn er keine Lust mehr auf Radfahren hat: „Ich geh ein Stück Butter essen“.

Abschließend noch ein Geheimtipp: Mal „Trainingslager Südtirol“ zu googeln 😉

Trainingslager Südtirol: Prato Piazza (Plätzwiesen)

Zum Abschluss des Trainingslagers in Südtirol stand heute der „Geheimtipp“ Prato Piazza auf dem Programm. Aus dem Pustertal führen 14,3km Straße bis auf 2000m Höhe hinauf. Besonders die letzten 6km sind vernünftig steil (der letzte Kilometer mit Spitzen von 16% und durchschnittlich 11% sogar richtig steil). Stefan setzte heute alles auf eine Karte und attackierte aus dem Hauptfeld heraus bereits am ersten steileren Stück nach 12 Minuten. Dabei war die Abmachung, dass Moritz erst eine halbe Stunde später das Tempo verschärfen darf; es entwickelte sich also eine klassische Rennsituation wie sie der Tour de France Zuschauer aus unzähligen Bergetappen kennt.

Die Technik-Abteilung fuhr ein sehr starkes Rennen und baute ihren Vorsprung von Beginn an aus, so dass schon bald klar war, dass der Etappensieg am Prato Piazza für die drei im Hauptfeld verbliebenen Fahrer außer Reichweite geraten war. Dennoch fuhr Moritz, als das Rennen 4,3km vor dem Ziel endlich freigegeben war, einen Bergsprint amAnschlag und konnte die verbliebenen 370 Höhenmetern in 16:57 bewältigen. Den Etappensieg sicherte sich Stefan in 56:48 vor Moritz (59:00). Daniel begleitete Jonas in 1:08:07 ins Ziel.

Oben angekommen regnete es zwar für kurze Zeit recht ordentlich – wie sich das für das Racing Team gehört aber ausschließlich während des obligatorischen Apfelstrudels im Hotel auf den Plätzwiesen. Auf der Abfahrt sorgte Jonas mit einer Vorderradpanne für zusätzliche Action; nach kurzer Reperaturpausewar das Problem aber behoben.