Rennbericht Rad am Ring 2026

Über Christian, der dort schon mehrfach als Einzelstarter unterkam, wurde der Grundstein zum Rad am Ring Comeback gelegt. Das Team von Volvo ist im 20. Jahr (von den Erststartern waren auch ein paar wieder da) dabei und hat eine ganze Box sowie eine Lounge zum Schlafen angemietet. Die gesamte Organisation war dementsprechend hervorragend und es gilt ein großes Dankeschön auszusprechen. Volker und seine Frau waren beispielsweise im Dauereinsatz ohne selbst überhaupt Rennrad zu fahren. Damit die Technik mit der Zeit geht, wurde das damalige Exceltool beerdigt und eine Onlinesoftware für die Prognose der Wechselzeiten „erstellt“. Vom Bergfloh bedient und getestet gab es im gesamten Rennen keinerlei technische Probleme – auch die Räder und deren Technik liefen perfekt durch. Als einziger gönnte er sich daher keine Sekunde Schlaf und wurde von Heidrun, die zu Arbeitnehmer-Uhrzeiten zum Support in der Box war, nach dem Event nach Hause pilotiert. Stefan konnte sein 2014 gebautes, warm-weißes LED Licht ebenfalls einsetzen, inkl. der Akkus von damals. Alle weiteren Teilnehmer nutzen ihre GoPro Halterungen mit verschiedenen Produkten von Lezyne, zwar mit schlechterer Ausleuchtung, dafür mit z.T. deutlich mehr Bums.

Die Wetterprognose für die Eifel verbesserte sich täglich, es war komplett sommerlich ohne jedoch zu heiß zu sein. Die geplante Wechselreihenfolge mit Daniel, Moritz, Heiko, Stefan war eine Mischung aus Tradition und Erfahrung. Es mussten keine spontanen Umplanungen erfolgen, die erstmals erzeugte Nachtpause durch A-B-A-B-C-D-C-D Intermezzo war ebenso gut – leider war der Tiefschlaf etwas sparsam da es in der Lounge ein paar Schnarcher gab. Der Rennverlauf an sich war sehr positiv, die optimistischen 32 Runden (+2 zu 2014) wurden nur knapp (<2 Minuten) verfehlt – was man dem sehr stark auffrischendem Wind in den Morgenstunden zuschreiben kann. Das eigentliche Ziel, eine Runde mehr zu fahren als 2014, kam zu keinem Zeitpunkt überhaupt in Gefahr, so stark und auch konsistent waren alle vier Fahrer unterwegs. Die Platzierung stabilisierte sich in Richtung Platz 10, andere Teams hatten größere Einbrüche in den Nachtrunden als das DGD Quartett. Für das Timing wurde offiziell eine Transponderflasche genutzt, sie wurde aus Sicherheitsgründen stehend übergeben, dieses Manöver lief dafür jedes Mal reibungslos und stressfrei. Die hauseigene Trinkmischung wurde magenfreundlich im 2:1 Verhältnis zubereitet, im Fass serviert und sorgte für ca. die Hälfte der jeweils benötigten Kalorien. Im Gegensatz zu 2014 gab es im Rennverlauf wenig direkten Kontakt mit den anderen Teams, die ähnlich platziert waren. Zweimal konnten Überrundungen durch das brutal starke Siegerteam Strassacker genutzt werden, um Windschatten zu bekommen, sonst waren es im wesentlichen Einzelzeitfahrrunden, die sehr optimiert auf Rundenzeit je investierte Leistung waren – das sieht man insbesondere am Vergleich zu den diversen Testfahrten aus den Vorjahren.

Besser im Vergleich zu 2014 war natürlich das Material, die Kleidung (Renneinteiler, Aerosocken, Helme), die Ernährung, aber auch das Einteilen der Kräfte mittels Wattmesser.

Nochmals Danke an das Team Volvo und an Detlef und Heidrun!