Trainingslager Südtirol 2015: Rennpreparazione

Heute wurden die Räder von Moritz vom Dreck der letzten Tage befreit und das Team Auto wurde mal wieder bewegt. In Trento wurde die UCI Tageslizenz und die Startnummern abgeholt. Im Gegensatz zu 2013 starten beide Fahrer wegen der früheren Anmeldung in image

einem der vorderen Startblöcke. Zudem gab es. Leggendaria Trikots im italia style.

Morgen wird das Quartier nach Trento verlegt und dann kann das Rennen kommen 🙂

Trainingslager Südtirol 2015: Expedizione Passo Cimirlo

Nach dem Ruhetag mit lockeren Rollen und den See und Essen auf Sterne-Niveau im Castel Pergine ging es heute zum letzten Mal aufs Rad. Ob des schwülen Wetters und vielen in den Wolken verschwundenen Gipfeln wurde die für heute geplante Tour spontan auf 37km verkürzt. Drei Tage vor dem Gran Fondo war dies sicherlich keine dumme Idee. Damit das alles nicht zu langweilig wird, startete das Racing Team Duo eine Expedition mit dem Ziel, Pergine über den Passo Cimirlo direkt mit den am Trienter Osthang gelegenen Gemeinden zu verbinden. Nach nur zwei kurzen Abstechern in plötzlich endende größere Straßen befand man sich „on track“ – bei über 15% und richtigem Pave in freudiger Abwechslung mit feinem Schotter.
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Daran, dass man trotzdem richtig war bestand aufgrund der vielen nützlichen Schilder und Verkehrsleitpfosten natürlich zu keinem Zeitpunkt Zweifel.
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Am höchsten Punkt auf 710m ü.n.N. wurde dann zum ersten Mal vor schlechtem Belag gewarnt, tatsächlich konnte die Abfahrt nach Trento aber auf klassischem F1 Belag unter die Räder genommen werden.

Der zweite Teil der Tour führte dann über einen flachen, knapp 7km langen Anstieg mit 380Hm zurück nach Calceranica. Ganz nach Trainingsbibel wurde dort eine Steigerungsfahrt mit niedriger Frequenz und viel Druck gefahren, wobei heute nur Daniel auf sein ganzes Leistungspotential zugreifen konnte und den Sprint klar für sich entscheiden konnte.

Trainingslager Südtirol 2015: Manghen-Redebus

Damit man ein wenig Abwechslung reinbringt, fuhren Daniel und Moritz die längste Tour der 2. Woche 2013 umgekehrt. Es ging zunächst flach nach Levico Terme, doch bald begann der Vorberg des Manghen mit 400Hm und fast immer über 10% Steigung. Nach einer kurzen Abfahrt ging es dann auf den knapp 20km langen Hauptanstieg des Tages mit gut 1600Hm. Die ersten Kilometer waren sehr unrhythmisch, die Steigung wechselte ständig zwischen im Bereich zwischen 4 und 15 %. Das Tempo wurde erst von Daniel und dann von Moritz gemacht. Die letzten 6,5km waren die Hauptattraktion des Manghen.
Durchschnittssteigung 10% und meist 11-12% gespickt mit einer sehr schmalen Fahrbahn und einige Kehren. Landschaftlich durchaus vergleichbar mit dem Schlussstück vom Staller Sattel, nur eben deutlich länger und härter. Nach einem Drittel fragte Moritz Daniel ob er denn schneller fahren wolle – dieser lachte nur und meinte die Pace ist mehr als gut, mit fast 180 Puls war man auch nicht langsam unterwegs. Brenzlich wurde es nur, als eine Kuh im Schweinsgalopp auf die beiden Fahrer des DGD Racing Teams zukam, sie hatte es aber nicht auf sie abgesehen. Die Zeit am Gipfel war 1:14:56, eine sehr anständige Zeit.IMG_4544
Nach jeweils 2 Apfelschorlen und einem Strudel ging es auf die Abfahrt. Nun hieß es die letzten 60km mit nur 700Hm locker nach Hause zu treten. Im Tal kam der Gegenwind dann zur Hilfe, mit Führungswechseln konnte man diesem jedoch gut paroli bieten. Die erste Stufe mit 300Hm kündigte sich mit einem 13% Schild an, selbst der Betonmischer kam nur unwesentlich schneller diese lange Rampe hoch. Nach einem weiteren Flachstück warteten noch knapp 400Hm des Redebus. Diese waren jedoch auf nur 4km verteilt und dabei gab es fast nur Stücke mit 12-17%, das hatten die beiden nicht mehr im Hinterkopf.
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Die Abfahrt nach Pergine war dann schnell und es war unten im Tal auch wieder schön heiß, im großen Pool konnte dann aber wieder gut gekühlt werden. Trotz der deutlichen härteren Fahrtrichtung und des Gegenwindes konnte die Runde einen Kilometer schneller als 2013 gefahren werden: 2700Hm 26er Schnitt 112km.

 

 

 

 

Trainingslager Südtirol 2015: Monte Bondone Numero Uno

Nach gestrigem Transfertag von Lana in eine riesige Ferienwohnung in Calceranica am Lago di Caldonazzo stehen die Zeichen nun ganz klar auf La Leggendaria Charly Gaul. Zur Rennvorbereitung frischten Daniel und Moritz heute schon einmal ihr Gedächtnis in Sachen Ostanfahrt Monte Bondone auf. Dieser knapp 20km lange Anstieg mit seinen 1300 Höhenmetern wird am kommenden Renn-Sonntag als zweiter von drei Anstiegen gefahren.
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Im Gegensatz zum etwas unkoordinierten Fahren vor zwei Jahren konnte auch im unteren Steilstück ein schneller Rhythmus bergan gespult werden. Zu Daniels Überraschung blieb Moritz auch im zweiten, circa 6km langen Steilstück, dem hochfrequenten aber kraftschonenden Fahrstil treu und die Passhöhe hinter Violte wurde gemeinsam in 1:12:34 erreicht. Im Vergleich zu 2013 bedeutet dies eine beachtliche Steigerung von fast 3 Minuten und die Erkenntnis, dass diesmal wohl auch im Rennen die Zeit aus dem Abschlusstraining gefahren werden kann.
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Die Strapazen der zähen Rückfahrt mit Zusatzhöhenmetern, die die Gesamtausbeute auf 2200Hm/87km  steigerte, konnte schon am frühen Nachmittag die Regenerationsphase im  Lago di Caldonazzo eingeleitet werden. Klingt fast schon nach Urlaub – und ist auch so 🙂

Trainingslager Südtirol 2015: Viaggio in Dolomiti

Für den letzten Tag der ersten Trainingslagerwoche in Lana hatten sich Daniel und Moritz noch ein besonderes Schmankerl aufgehoben. Zunächst konnten auf bekannter Straße nach Bozen die Beine von den Strapazen der Vortage frei gefahren werden. Nach nicht ganz optimaler Streckenführung durch Bozen knickte die Strecke in Richtung Norden ins Eisacktal ab; zunächst flach entlang eines gut ausgebauten Radwegs.

Die Höchstschwierigkeit des Tages wartete dann in Blumau mit dem „legendären“ Obergummer: Ein wahres Serpentinenfestival auf den ersten 5km bei durchschnittlich 10,5% und auch im zweiten Teil flacht der Anstieg in nun weitläufigerem Gelände nur wenig ab. Beide Fahrer fuhren von Anfang an ihren eigenen Rhythmus, was teilweise auch Moritz‘ Dummheit geschuldet war, auf den ersten Metern statt wie geplant im zweiten noch im dritten Gang zu kurbeln. Die ziemlich genau 1000 Höhenmeter bewältigten beide Fahrer in unter 50 Minuten – die bisher beste Steigleistung im Trainingslager 🙂
IMG_4523Nach kurzer und günstiger Apfelstrudelpause im Gasthof Lärchenwald folgte nach kurzer Abfahrt direkt der Karerpass. Uneinigkeit herrschte über die Anzahl der Höhenmeter zwischen Karerpass und Nigerpass. Natürlich stimmten die Werte des alten 705er Garmins und das großartige 810er Modell hatte sich wieder getäuscht. Sei’s drum – damit dass der Nigerpass letztlich eher ungewöhnlich von oben erreicht wurde, hat keinen der beiden gestört. Dort wurde schnell noch der Eintracht-Sticker vom Passschild entfernt und nach langer, teilweise sehr steiler (20%) Abfahrt fand sich das Racing Team Duo wieder in Blumau.IMG_4527Durch Bozen wurde diesmal äußerst schnell und architektonisch höchst spektakulär auf dem Eisacktal-Radweg geheizt; nur ein Ampelstopp war notwendig. Auf dem Etschtal-Autobahn-Radweg wurde bei konstant über 40km/h noch der Schnitt nach oben getrieben – wer nach über 100km und 2300 Höhenmetern noch so viel hat, kann auch viel geben 🙂