Gran Canaria 2026 – Pico de las Nieves

Da für den Pico gutes Wetter angesagt war, wurde am Plan festgehalten, den Pico von seiner schwersten Seite hochzufahren (Ostauffahrt von Carrizal, mit einer QDH von 1742 eine der schwersten Rennradanstiege in Europa). Heiko hatte zwar noch in Erinnerung, dass insbesondere das Mittelstück sehr hart ist, die Leiden vom Vorjahr waren aber offensichtlich schon wieder so weit verdrängt, dass die Vorfreude für die Gelegenheit überwog, 1,5h Vollgas fahren zu können. Die Faulheit, nicht das 34er Ritzel zu montieren, sollte sich aber noch Rächen. Daniel war diese Variante noch nicht gefahren und daher (für ihn zum Glück) noch nicht über das Steilstück gefahren. Michael und Janine hatten sich jeweils zum Ziel gesetzt, ihre Bestzeiten zu unterbieten. Dem QOM hat Janine selbstredend bereits.

In der gleichen Besetzung wie am Vortag ging es „flach“ bis nach Ingenio. Von da fuhr jeder in seinem Tempo den Pico hoch. Michael und Janine mit einem Affenzahn vorneweg. Daniel, Kamila und Heiko hinterher. Aus der Dreiergruppe verabschiedete sich erst Kamila und dann kurz vorm Steilstück auch Daniel, der etwas underfueled war. Zum Steilstück. Auch wenn sich die Daten relativ harmlos lesen: 5,24km @ 11,1% trügt der Schein. Denn was kein offizielles Profil hergibt, es handelt sich dabei weniger um einen konstanten Anstieg, als um eine lose Aneinanderreihung von 20% Rampen, die kurz kurze Flachstücke miteinander verbunden sind. Heiko hatte teilweise bei über 300 Watt eine Kadenz von unter 50.

Sobald man wieder auf der großen Straße angekommen ist, werden auch die Prozente weniger und man kann halbwegs entspannt zum Pico hochfahren, sofern man dies denn vorhat.

Michael und Janine fuhren gemeinsam in einer super starken Zeit von 1h23min hoch und konnten ihre persönlichen Bestzeiten jeweils deutlich unterbieten. Heiko brauchte trotz minimal besserer Beine als im Vorjahr 2 Minuten länger, was dem etwas schlechteren Wind und der winterlichen Körperfülle zuzuschreiben sind. Mit einer Zeit von 1h36min bei 290 Watt im Schnitt war er trotzdem mehr als zufrieden. Daniel ließ es etwas gemütlicher angehen und kam etwas später oben an, gefolgt von Kamila.

Von da ging es dann wieder gemeinsam über Telde zurück, wo man sich im Café noch mit Philip Peitzmeier traf. Dieser hatte Ruhetag und den Strava-Kommentar des Tages, indem er anmerkte, dass der Pico über Pasadilla nicht zum Hochfahren geeignet sei. Diesen Ratschlag nahmen einige der überholten Radfahrer beim Wort und schoben in den steilen Passagen des Pico ihr Rad.

Trainingslager Gran Canaria 26 – Einrollen

Praktischerweise planten die Meyers am ersten Tag ihren Ruhetag, so war der Einstieg für Daniel und Heiko dankbar. Trotz 1h Flugverspätung konnte am Ankunftstag noch eine Mini Technikcheck Runde absolviert werden. Die diesjährige Unterkunft ist ein kleines Ressort mit Lobby und Frühstücksbuffet. Bei bestem Wetter und neuer Teamwear sowie erstmal einem mitgereisten Stevens Cometen (dank Riesenradkoffer) ging es für Daniel und Heiko direkt hoch nach Fataga. Janine und Micha hatten noch Kamila dabei (gecoached von Micha), es war also ein fröhliches Quintett. Wegen des Wochentags gab es recht viel Verkehr, selbst am obligatorischen Kaffeestopp musste mit Glück der letzte freie Tisch ergattert werden. Da kein „echtes“ Training geplant war, gab es genug Zeit Bilder zu machen – da freuen sich die Sponsoren. Damit der Tag nicht zu einfach endete, fuhren Heiko und Daniel noch den Extraloop nach Ayaguares gegen den Uhrzeiger Sinn. Der Hauptanstieg war dann im Schatten, dafür blies der Wind wie erwartet auf der Abfahrt ordentlich. Es gab noch 3 Intervalle mit je 1 Minute Länge, damit sich das Renegerations-Equipment auch lohnt. Stravalink

Ötztaler Radmarathon – Fotos

Riderman 2025 – Glimpfliches Finale

Nach dem sehr erholsamen Besuch der Therme (es war dank des guten Wetters schön leer), wurden beim Italiener die Startblöcke für Sonntag sondiert, 2 Mal B und einmal F – trotz eines Zieleinlaufs in den Top 40 % bei Stefan, erneut nicht sonderlich nachvollziehbar. Die Tagesstarter durften dieses Jahr einen erwarteten Schnitt angeben und waren daher in allen Blöcken vertreten. In A und B wurde innerhalb des Blockes kontrolliert, leider mit partiellen Listen. Daniel und Heikos Nummern waren nicht auf der Liste, Heiko musste daher selbst zum Eingang von A laufen, um zu bestätigen, dass die beiden Fahrer in A starten durften. Dort standen die beiden relativ gesehen etwas weiter hinten, was jedoch dazu geführt haben könnte, nicht in dem Massencrash unter der Brücke involviert gewesen zu sein. Daniel und Heiko waren zum Zeitpunkt des Crashs glücklicherweise in der ersten abgehängten Gruppe ca. 50–100 Meter hinter dem zu dem Zeitpunkt in etwa 200 Mann starkem Hauptfeld und konnten über die Wiese am Massensturz vorbei. Selbst die „Bild“-„Zeitung“ berichtete über den Unfall, der Rennabbruch kam jedoch keineswegs direkt, sondern erst 10 km vor dem Ziel – weil die Straße nicht frei war. Bei allen Fahrern des DGD Racing Teams sorgte das für Unverständnis, es gab sicherlich nicht mehr genügend Krankenwägen im Bereich der Strecke. Was man hätte besser machen können: Abstände zwischen den Blöcken und die Tagesstarter generell in ein „eigenes“ Rennen schieben.

Das Rennen verlief dann unüblich, es bildete sich ein sehr großes Hauptfeld mit Daniel und Heiko. Heiko fuhr das ganze Rennen recht weit vorne in diesem Feld und erreichte damit eine sehr gute Position. Neutralisiert wurde erst bei km 78, nach der letzten Bergwertung. Daniel ließ sich erst ganz ans Ende des Feldes spülen, hatte an den Anstiegen aber doch Lust Gas zu geben. Derweil gab es jedoch schon einen Split zwischen den Gruppen, den Daniel nicht ganz schließen konnte. Die nächsten Bergab- und Bergaufabschnitte fuhr Daniel dann von ganz vorne, die Gruppe war einfach nicht so stark. Nach einer zügigen Abfahrt mit scharfer Kurve direkt in einen Anstieg, sprang dann die Kette so unglücklich ab, dass diese verbogen war – DNF. Die Frage war nur: wie kommt man zurück. Der einzige Helfer an der Stelle hatte keine Informationen zu etwaigen Materialwägen und die Motorräder fuhren einfach weiter. Die Rettung war Desiré aus Bochum, die mit einem Kastenwagen und großem Hund vor Ort war, um ihren Bruder zu supporten. Sie nahm Daniel mit Rad dankenswerterweise mit, erst nach Pfronten um nochmal an die Strecke zu kommen und dann ans Ziel. Daniel versuchte an der Strecke den Teamkollegen zu kommunizieren, dass ein Defekt vorlag, dies schlug aufgrund der Rennsituation (in einer Gruppe jeweils) fehl.

Heiko konnte sich in der ersten großen, durch den Massencrash am Start aufgehaltenen Gruppe, bis zur verfrühten Zeitnahme nach 78 Kilometern ohne Probleme behaupten. Mehrfache Versuche, die Gruppe zum kreiseln zu animieren, blieben weitestgehend erfolglos. Am Ende wurde die Mühen immerhin mit dem 79. Platz in der Tageswertung sowie dem 68. Platz in der Gesamtwertung belohnt.