Trainingslager Südtirol I: Gampenpass und Bilanz

Am letzten von nur vier Trainingstagen ging es auf den Hausberg Gampenpass. Dieser wird traditionell immer am Ankunftstag gefahren, daher sind die Zeiten dort vergleichsweise bescheiden. Dennoch trennte das DGD Racing Team nur 1:14 Minuten vom ersten Platz (1:07:11) der quaeldich.de Zeitenliste. Diese Lücke sollte geschlossen werden, auf dem Papier kein Problem nur man muss die Zeit auch ersteinmal fahren. Detlef blieb in seinem 2-Tagesrhythmus (bei 14 Tagen Südtirol auch sehr sinnvoll) und legte einen Ruhetag ein. Stefan lernte noch für seine bevorstehende Klausur. Wer mitgezählt hat, stellt fest, Daniel musste alleine los. Nach kurzem Warmfahren im Ort ging es dann los – alles oder nichts in den Anstieg. Während der Fahrt gab es dann das übliche Kopfrechnen mit Prognose der Zielzeit, die klassisch für den Gampenpass deutlich zu pessimistisch ausfiel. Durchschnittspuls 182 und am Ende stand eine Zeit von 59:55 auf dem Tacho. Beim Ausrollen auf der Abfahrt nach Fondo machten sich die Beine deutlich bemerkbar, die Fahrt zurück über den Mendelpass war keine Erholung sondern schon eine Quälerei. Nach 4 Tagen mit 7600 Höhenmetern auf 287km ist es jetzt Zeit mal zu Regenerieren. Die kurze Woche war traningstechnisch ein voller Erfolg, das Wetter war zwar ungewohnt kühl und feucht aber es wurde das wirklich beste draus gemacht.

(kleine Fotogalerie mit Klick aufs Bild, welches den Blick vom Balkon zeigt)

Trainingslager Odenwald: Tag 4

Nachdem das äußerst wechselhafte Wetter den Montag wirklich zum Ruhetag gemacht hatte (nur 35km Rumrollen) stand heute der dritte harte Trainingstag an (106km, 1850Hm). Als Highlight wurde ein für mich bisher unbekannter Streckenabschnitt eingebaut: Die kleine, aber erstaunlich solide asphaltierte Straße von über Preunschen und Mönschenhardt nach Schlossau. Diesen Geheimtipp kann ich jedem weiterempfehlen.

Richtig hart gefahren wurde am Katzenbuckel. Dort datierte mein letzter gezeiteter Versuch vom 02.10.2009 mit einer Mörderzeit von 22:49 für 5km mit 373Hm. Heute zeigte sich dann also sehr deutlich, wie der Formverlauf in den letzten knapp 3 Jahren war. Die gefahrene Zeit von 16:55 war fast 6 Minuten schneller. Auf dem Rückweg über Hesseneck und Krähberg überraschte mich dann doch noch ein ordentlicher Schauer – 3h Radfahren ohne nass zu werden wäre aber auch wirklich zu viel verlangt von diesem Sommer.

Trainingslager Südtirol I: Stilfser Joch

Nachdem endlich das traditionell gute Südtirolwetter am Start war, ging es auf zum Stilfser Joch. Der Bergflo bekam einen fairen Vorsprung von 50 Minuten, bevor Stefan und Daniel in Richtung höchster Rummelplatz der Welt aufbrachen. Da dieses Jahr die überholten Rennradler wohl eher weniger erregt sein sollten ob des mittlerweile konkurrenzfähigen Materials des DGD Racing hatte der Teamchef eine ganz besondere Strategie: Bermudashorts anstatt einer Radhose. Das ganze war natürlich nicht ganz planmäßig, es gab beim Beladen des Teamfahrzeugs zu einer logistischen Panne 😉 Mit ungewohnt direktem Kontakt zum Sattel ging es dann hoch. Dieses Jahr war der Rhythmus wieder perfekt, je höher der Berg ging, desto mehr konnte man aufdrehen. Detlef wurde erst wenige Kehren vor Schluss überholt und konnte sich daher die 2. Position sichern. Stefan musste eine kleine Zwangspause einlegen, in einer Kehre verlor er eine seiner Trinkflaschen dann ging es weiter. Die beste / überraschenste Performance lieferte mal wieder der Bergflo, 2:34h ohne Pause (vgl. 3h mit Pausen zum Vorjahr) waren einfach top. Daniel setzte sich zur Abwechslung mal ein recht ambitioniertes Ziel, was er um 44 Sekunden verfehlte, am Ende standen 1:40:43 auf der Uhr. Stefan konnte sein Statistikequipment nicht richtig bedienen, seine geschätzte Zeit war 1:54h (2h im Vorjahr) ebenfalls Rekord.

Trainingslager Südtirol I: Ruhetag

Das Trainingslager in Lana ist schon am zweiten Tagc wettertechnisch das schlechteste seit einigen Jahren. Nach dem Frühstück zog ein ergiebiger Regenschauer auf. Da sowieso Ruhetag auf dem Programm stand, war das nicht so kritisch denn wie der erfahrene Leser schon weiß, stand das Ultental auf dem Programm. Stefan wollte nicht die volle Ruhetagsdistanz mitgehen und kehrte planmäßig auf halber Strecke um. Kurz vor dem letzten steilen Anstieg gab es einen kleinen Regenschauer. Nach kurzer Unterstellpause beschloss Daniel die Fahrt bis zum Weißbrunnsee fortzusetzen. Oben angekommen kam dann ein richtiger Regenguss, zum Glück war dort der Apfelstrudel schon serviert. Die Abfahrt war dann die ersten 6km nass, da war die Bremse dann die ganze Zeit zu.

Trainingslager Odenwald: Tage 1 & 2

Gut, was macht man, wenn man nicht in Südtirol ist und zum Ausgleich regelmäßig mitgeteilt bekommt, welche Bestzeit dort heute an welchem Pass gefahren wurde? 🙂 Klar, selbst ein „Trainingslager“ veranstalten. Den ganzen Tag nix außer Essen, Fahrradfahren, Essen und Ausruhen machen, geht zu Hause ja schließlich auch. Zudem kann man alles so planen, dass vom aktiven Radsport nahtlos zum passiven Radsport (Tour de France schauen) übergegangen werden kann.

Bleibt noch das Problem, dass der Odenwald natürlich nicht so gute Trainingsmöglichkeiten wie die Alpen bereitstellt, aber da hat sich das deutsche Sommerwetter eine ganz feine Lösung ausgedacht: Starke Regenschauer jederzeit, sturmartige Windböhen, die einen auf der Abfahrt zum Einbremsen zwingen und selbige zu einem Fall fürs Finanzamt machen (viel Steuern) und zwischen durch wieder Regen. Daher wurde am Freitag noch die klügste Investition seit langem getätigt: Regenüberschuhe (waren bei Bikemaxx 50% reduziert, klassischer Fall von nicht auf die äußeren Bedingungen angepasster Preispolitik).

Am ersten Trainingstag stand eine klassische Tour durch den vorderen Odenwald mit Neunkircher Höhe und anderthalbmal Krehberg auf dem Programm (102km, 1820Hm). Erstaunlicherweise wurde ich auch nur einmal kurz nass. Das änderte sich am zweiten Trainingstag. Geplant war eine Strecke mit beachtlichem Höhenmeterquotienten von 2000Hm auf knapp 90km. Schon bei meiner Ankunft in Hemsbach regnete es ordentlich und der Anstieg auf die Juhöhe führte direkt in die tiefhängenden Wolken. Dank des starken Windes trocknete die Strecke aber zumindest schnell ab, sodass mich erst beim Anstieg nach Wilhelmsfeld der nächste Schauer erwischte.

Heute steht erstmal ein „Ruhetag“ auf dem Programm, bevor es ab morgen für zwei oder drei Tage in den hinteren Odenwald geht.