Trainingslager Odenwald: Tage 1 & 2

Gut, was macht man, wenn man nicht in Südtirol ist und zum Ausgleich regelmäßig mitgeteilt bekommt, welche Bestzeit dort heute an welchem Pass gefahren wurde? 🙂 Klar, selbst ein „Trainingslager“ veranstalten. Den ganzen Tag nix außer Essen, Fahrradfahren, Essen und Ausruhen machen, geht zu Hause ja schließlich auch. Zudem kann man alles so planen, dass vom aktiven Radsport nahtlos zum passiven Radsport (Tour de France schauen) übergegangen werden kann.

Bleibt noch das Problem, dass der Odenwald natürlich nicht so gute Trainingsmöglichkeiten wie die Alpen bereitstellt, aber da hat sich das deutsche Sommerwetter eine ganz feine Lösung ausgedacht: Starke Regenschauer jederzeit, sturmartige Windböhen, die einen auf der Abfahrt zum Einbremsen zwingen und selbige zu einem Fall fürs Finanzamt machen (viel Steuern) und zwischen durch wieder Regen. Daher wurde am Freitag noch die klügste Investition seit langem getätigt: Regenüberschuhe (waren bei Bikemaxx 50% reduziert, klassischer Fall von nicht auf die äußeren Bedingungen angepasster Preispolitik).

Am ersten Trainingstag stand eine klassische Tour durch den vorderen Odenwald mit Neunkircher Höhe und anderthalbmal Krehberg auf dem Programm (102km, 1820Hm). Erstaunlicherweise wurde ich auch nur einmal kurz nass. Das änderte sich am zweiten Trainingstag. Geplant war eine Strecke mit beachtlichem Höhenmeterquotienten von 2000Hm auf knapp 90km. Schon bei meiner Ankunft in Hemsbach regnete es ordentlich und der Anstieg auf die Juhöhe führte direkt in die tiefhängenden Wolken. Dank des starken Windes trocknete die Strecke aber zumindest schnell ab, sodass mich erst beim Anstieg nach Wilhelmsfeld der nächste Schauer erwischte.

Heute steht erstmal ein „Ruhetag“ auf dem Programm, bevor es ab morgen für zwei oder drei Tage in den hinteren Odenwald geht.

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