Giro Delle Dolomiti 2024 – Sellaronda

Der Start der traditionellen Sellaronda-Etappe, heuer wieder im Uhrzeigersinn im Programm, wurde direkt an den Fuß des langen Anstiegs nach Wolkenstein gelegt. Das entzerrt den Zeitplan und erlaubt den Teilnehmer:innen darüberhinaus, einige Körner und Kilometer zu sparen, denn auf der Anfahrt zum Start herrschte freie Verkehrsmittelwahl. Das DGD Racing Team wählte das Rad. Damit behielt die Etappe ihre 167km und 3400Hm.

Leider meinte es das Wetter nicht gut mit dem Giro und schon nach einer Stunde Anstieg fielen in St. Ulrich die ersten Tropfen. Das Feld war lang gezogen und um bei den widrigen Bedingungen nicht schon vor dem Chrono in ein Kaloriendefizit gehen zu müssen, wurde ein zusätzlicher Bäckereistopp eingelegt und unter anderem Liebesknochen, Spitzbuben und ein Schokohörnli verzehrt. Auf der Sellaronda besserte sich zum Glück das Wetter leicht und nach dem offiziellen Stopp in Covara konnte der gezeitete Abschnitt zumindest im Trockenen in Angriff genommen werden, obgleich das Ziel auf 2239m bei regnerischen 13 Grad in den Wolken versteckt war.

Vorne bildete sich vom Start weg eine kleine Gruppe, in der neben Daniel und Moritz auch diverse von früheren Blogeinträgen bekannte „Gestalten“ vertreten waren; unter anderem Jonas, Olivier, Ralph und der Sieger von 2019, Edi Rizzi. Verschiedene Tempoverschärfungen und Verschleppungen machten das Rennen deutlich unrhythmischer als noch am Vortag. Hinter dem überragenden Gesamtführenden Mauricio Cuartas, der mit über 2min Vorsprung gewinnen sollte, bildete sich nach einem Drittel der Strecke eine Vierergruppe, in der Moritz noch vertreten war und die erst auf den letzten Kilometern in ihre Einzelteile zerbrach. Am Ende kamen im Tagesclassement die Plätze 5 (Moritz), 14 (Daniel) und 33 (Heiko) zustande und das Team taucht (endlich mal wieder) in den Lokalnachrichten und im Video des Tages auf.

Die Rückreise hatte dann das volle meteorologische Spektrum zu bieten: Hagelkörner am Sellajoch, Nieselregen im oberen Teil der Abfahrt und knapp 30 sonnige Grad in Bozen.

Am morgigen Mittwoch steht nun überraschenderweise ein Ruhetag an, denn für das geplante Zeitfahren zur Auronzo-Hütte unterhalb der Drei Zinnen konnte im letzten Moment doch keine Genehmigung erteilt werden. Zwar besteht weiterhin die Möglichkeit zu einer RTF ab dem ursprünglich geplanten Start in Toblach – ob das aber insgesamt 3h im Auto wert ist, darf jeder selbst entscheiden 😉

Giro delle Dolomiti 2024 – Kastelruth

Wie schon zweimal zuvor ging es bei der ersten Etappe direkt aus Bozen aufs Rittner Hoch. Es gab eine Art Klassentreffen von 2019. Jonas Leefmann, Olivier Guth und das Team Hövelhofen waren wieder am Start.

Die ersten zwei Tagesdrittel waren bewölkt und recht angenehm kühl. Bei der dieses Mal ungezeiteten Befahrung des Rittner Horns gab der Tesla ordentlich Strom. Daniel und Jonas fuhren dank ihrer Übersetzung noch einen Zack gemütlicher als Heiko und Moritz und landeten damit sogar hinter dem Besenwagen – es wurde im Feld also recht zügig pedaliert. Die Pause am Stadion war dann auch recht straff, Wasser besorgen, entsorgen, Kuchen essen und weiter. Auf der zum Teil engen und winkligen Abfahrt nach Ponte Gardena musste allerdings mehrfach angehalten werden, um dann wieder ein paar Radler (270 gewertet heute, im Vorjahr 262) zu überholen und die Bremsbeläge zu schonen. Unten wurde dann das Gel gezündet und es ging direkt ins gezeitete Segment.

Heiko und Moritz befanden sich vorne im Feld und konnten im anfänglichen Flachstück noch den ein oder anderen Windschatten sondieren, bis dann aber jeweils die eigene Pace gewählt wurde. Sie konnten das sehr spannende Auftreten des Teams Abu Dhabi (deren bester Fahrer 4 Minuten hinter Heiko hereinkam) beobachten – wie bei einem Zielsprint wurde extrem beschleunigt, bis dann jeder Fahrer komplett platt war, inkl. des Leaders und das bei nicht mal der Hälfte. Daniel und Jonas waren weit hinten im Feld und mussten sich erstmal vorarbeiten, Jonas wollte Daniels Hinterrad halten, schaffte das bis zum Tunnel (1/2 Strecke). Kurz danach fuhr Daniel dann Heiko und Julia (mehrfache Siegerin aus den Vorjahren) auf. Heiko Telemetrie war leider ziemlich off, (zeigte mind. 10% zu wenig Watt an), er verließ sich zum Glück auf sein Gefühl und konnte Julia auch hinter sich lassen. Daniel und Moritz konnten auf den letzten 500m nochmal einen Zahn zulegen, dabei konnte Daniel Olivier noch überholen.

Mit den Zeiten, Leistungen und Platzierungen waren alle 3 sehr zufrieden und es konnte im Ortskern von Kastelruth leckerer Kuchen und Strudel genossen werden. Dort war die Pause ebenfalls recht kurz, und es wurde recht human Richtung Bozner Ofen gefahren – in der Messe gab es dann wieder den klassischen Pastasprint. Strava und Ergebnisse.

Rad Race 2024 – Sportograf

Rad Race 2024

Wie erhofft gab es nur Wasser von unten, kein Regen, aber gerade am Anfang waren die Straßen nass. Trotz einer Platzierung im ersten Drittel musste das DGD Racing Team Trio im letzten (und sehr großen) Startblock E starten – eine Farce seitens des Veranstalters, denn selbst ohne Prologteilnahme durfte man in E starten. Es gelang zum Glück schon während der Neutralisation in Richtung Block C zu fahren und bis auf einen größeren Sturz ein Feld weiter vorne lief der Rennanfang weitestgehend zügig und weniger kräftezehrend. Die meisten Teilnehmer ließen es bergab sehr gemütlich angehen, was leider im Rennverlauf immer wieder dazu führte, dass sich das Trio entzweite. Lukas fuhr nach seiner Galavorstellung am Vortag an den Anstiegen konservativ und konnte daher bis zum Ende das Tempo und insgesamt die Gruppen halten. Daniel entschied sich, im Gegensatz zum Vorjahr, den Riedbergpass „gemütlich“ zu fahren und büßte 5 Minuten auf seine Vorjahreszeit ein, Heiko war auch über eine Minute langsamer unterwegs. Die neue Streckenführung zur Verpflegung an der Passhöhe hatte eine extra Schleife über den Parkplatz im Programm – eine Gelegenheit abzukürzen. Bei der Flaschenausgabe trafen sich dann alle Fahrer und die rasante Abfahrt (wegen nasser Fahrbahn natürlich vorsichtig gefahren) begann. Daniel landete im leichten Bergabstück nach der Abfahrt, wegen unterschiedlicher Tempi des Feldes eine Gruppe hinter Heiko und Lukas. Als er sah, dass beide dabei waren, ihre Gruppe wartender Weise aufzugeben, half nur ein beherzter All-Out Sprint, um die Gruppe aufzuholen. Dann begann, mit aufkommendem Sonnenschein, bereits die zweite Runde. Positiv zu bewerten ist das Bemühen der Veranstalter, einen Gehweg an einer wegen Steinschlag gesperrten Straße radtauglich zu machen, sonst hätte das Rennen grundlegend anders (oder gar nicht) stattfinden müssen. Die letzte Feldweg Abfahrt (die ja schon das zweite Mal gefahren wurde) sorgte dann für eine erneute Teamtrennung. Daniel wurde in einer Kurve dermaßen unnötig ausgebremst, dass der Anschluss weg war. Von hinten war weit und breit kein Radfahrer zu sehen, also musste Daniel 10 km alleine auf Aufholjagd gehen, zum Glück gab es noch ein paar Höhenmeter, sodass kurz vor der (verlängerten und damit verbesserten) Zielrampe alle 3 Fahrer wieder zusammen waren. Es wurden Einzelplatzierungen 333 und ein 65. Platz bei den Männerteams erreicht – ein wirklich gutes Ergebnis. Chapeau an Lukas, dessen Beine und Material gut gehalten haben 🙂 – Strava

Rad Race Sonthofen – Prolog

Nach einer Lufthansa ermöglichten (16h Delay) Hybridanreise (S-Bahn, ICE, Auto) von Daniel kamen Heiko und er am Freitag Abend in Sonthofen an. Dieses Mal wurde das Rennhotel direkt am Bahnhof gewählt und auch die Pizzeria reserviert. Auf dem Eventgelände gab es dann noch Public Viewing. Das Bergzeitfahren (4km / 380 Hm) war wie erwartet eine regnerische Angelegenheit, das ohne Warmfahren absolviert wurde. Lukas kam mit guter Form an den Start und konnte erstmals auch aktiv teilnehmen nach dem Kettenstrebenbruch im Vorjahr. Am Anfang der Ortsrampe fuhr Lukas direkt als erster zügig in den Parcours. Daniel gönnte sich auch mehr als die anvisierten Watt, die Beine fühlten sich gut an. Als nach gut zwei Dritteln der Strecke Lukas in Führung ging, war die Motivation endgültig dahin. Heiko konnte seine Vorjahrespace auch nicht ganz halten (+30s), Daniel musste eine Minute einbüßen, dafür konnte Lukas mit einer richtig starken (!) Performance die Teamleistung steigern. Das Rennen am Sonntag sollte laut Wetterprognose hoffentlich trocken bleiben. Strava Flyby. Im Trockenen konnten dann mehrere Gratis Espressi und Käsespätzle auf dem Messegelände eingenommen werden und mit der Chefin von ReneRosa gesprochen werden – ohne News zum Liefertermin der Teamware, aber mit Anprobemöglichkeit von neuen Aerosocken.