Giro Delle Dolomiti 2019 – Tappa 1

Heuer steht das DGD Racing Team erstmals am Start des Giro Delle Dolomiti, einem mehrtägigen Rennradevent mit außergewöhnlichem Charakter. In den nächsten 6 Tagen wird jedes Jahr gemeinsam mit über 500 anderen Fahrern auf abgesperrten Straßen die Dolomitenlandschaft genossen und nur einmal täglich wird auf einem designierten Anstieg auf Zeitenjagd gegangen. Start und Ziel jeder Etappe ist das Bozener Messegelände; als Headquarter dient für die gesamte Woche das traumhaft gelegene Hotel Sigmundskron.

Am gestrigen Ruhetag konnten in Ruhe die Startunterlagen abgeholt und eine Gratismassage in Anspruch genommen werden. Katie reiste dann mit dem Nachtzug zurück nach Paris. Die anderen Fahrer konnten ein erstes 4-Gänge Menü auf der Panoramaterasse einnehmen und trafen beim zeitigen Frühstück um 7h30 auf einige Fahrer des durch ihren in Insiderkreisen hochgeschätzten Erfahrungsbericht vom Giro 2017 bekannten RSG Hövelhof. Der Start der ersten Etappe erfolgte dann um 9h00 und nach kurzer Einführungsrunde durch Bozen fand man sich schneller als gedacht im gezeiteten Anstieg nach Ritten: 11,7km mit 802Hm. Die teaminterne Bestzeit lag bei 42:31 aus dem Jahre 2014. Über die Frage ob damals ein Zeitfahren veranstaltet wurde widersprachen sich die alten Blog-Einträge, aus denen sich zwischen viel Dummlaberei auch über die Streckenführung keinerlei Zusatzdetails extrahieren ließen. So herrschte zumindest Informationschancengleichheit mit Sebastian, der den Anstieg noch nie gefahren war.

Moritz ging direkt die erste Gruppe hinter dem Führungsfahrzeug mit und konnte diese 7km lang halten bis nach einem Flachstück das Tempo vorne nochmals forciert wurde. Ab dann drückte er mit weiteren hinten rausgefallenen Fahrern in Sichtweite seine Übersetzung bis ins Ziel durch. Daniel hatte am Start noch kalte Beine, fand dann aber in Gespannen mit einigen italienischen Fahrern schnell zu einem guten Rhythmus und schloss das Zeitfahren ganz klassisch mit einem trockenen Sprint ab. Sebastians Rennerfahrung war O-Ton „losfahren, einem Holländer gefolgt, oben angekommen“, was im Vergleich zum üblichen Vokabular als fast euphorisch zu werten ist.

Oben wurde dann auf alle Fahrer gewartet und — unterstützt von einigen Expertenmeinungen — die Strategie für die nun folgende Bergabfahrt im Pulk entwickelt. (Kurze Rampen inklusive, Inder Fahrer beim Schieben beobachtet wurden). Einige Berichte, u.a. in der Tour ließen Schlimmstes vermuten, Dauerbremsen und Schrittgeschwindigkeit bergab waren die Stichworte. Um das zu vermeiden, sortierte sich das DGD Racing Team ganz hinten ein und diese Taktik ging vorzüglich auf: gemütliche aber keine Nerven und Bremsbeläge aufreibende Trödelsabfahrt zurück nach Bozen und in den gut beleuchteten Tunnels konnte man es sogar gut laufen lassen.

Eckdaten der ersten Etappe: 51km/1200Hm

Ergebnisse der Racing Team Fahrer im gezeiteten Segment: 21. Moritz 36:53, 32. Daniel 38:48, 130. Sebastian 45:11

 

Triathlon Zeilhard 2019

Bereits im dritten Jahr starten Fahrer des DGD Racing Teams beim Triathlon in Zeilhard. Stefan hatte sich im Vorjahr abfällig über die olympische Distanz geäußert, sodass er seine Triathlonpremiere direkt mit der Mitteldistanz (2/80/20 km) feiern wollte. Im Winter feilte er an seiner Schwimmtechnik und ein paar Lauftrainings wurden absolviert. Die Waden fürs Radfahren waren sowieso vorhanden. Daniels Startplatz für die olympische Distanz (1/40/10 km) wurde von Sebastian übernommen, aufgrund der Nasenverletzung war gerade das Schwimmen noch zu riskant. Christian startete mit seinem Kumpel Matthias auch auf der Mitteldistanz, aber konnte aus Verletzungsgründen nur 7 km laufen, kompensierte er aber mit +600 m Schwimmen und +40 km Radfahren. Matthias zeigte in allen Disziplinen eine Top-Leistung (42 min/xxx/1:48 h) und war bereits nach 5:15 h im Ziel. Stefan ging es beim Schwimmen (47 min) und vor allem beim Wechsel gemütlicher an. Daniel fuhr, im Windschatten um nichts zu verzerren, eine Runde bei Stefan mit auf der Radstrecke um die Pace zu checken. Trotz des starken Windes war diese gut (~30er Schnitt, gab auch viele langsame/winklige Passagen) und die ersten Laufrunden waren noch in Grinsemanier zu absolvieren. Sebastian wollte unter 15 Minuten bleiben, schwamm aber zu schnell an 1:15 min auf den ersten Hundert und musste seinen zwei Jahren Schwimmabstinenz mit 16:48 Tribut zollen. Auf dem Rad konnte er gewohnt gute Leistung abrufen, auch die Laufpace mit ca. 50 min war trotz arg löchriger Barfußschuhe solide, die Blasen kamen auch erst danach zum Vorschein. Auf den letzten 5 km quälte sich Stefan dann zur Freude der meisten Zuschauer ganz gut, aber dank guter Renneinteilung (2:20h Laufzeit) konnte er in 5:53h seine erste Halbdistanz absolvieren.
Lisa war aufgrund einer Erkältung zum Zuschauen gekommen, Paula konnte ihre Vorjahreszeit auf der Kurz-Distanz deutlich unterbieten.

  • 19-06-20 08-04-33 0504
  • 19-06-20 08-41-47 0506
  • 19-06-20 08-46-29 0507
  • 19-06-20 08-46-31 0508
  • 19-06-20 08-49-06 0509
  • 19-06-20 08-49-08 0511
  • 19-06-20 08-54-51 0512
  • 19-06-20 08-54-53 0513
  • 19-06-20 09-19-27 0515
  • 19-06-20 09-33-39 0517
  • 19-06-20 09-39-39 0520
  • 19-06-20 09-40-10 0523
  • 19-06-20 09-40-11 0524
  • 19-06-20 09-44-33 0527
  • 19-06-20 09-44-34 0528
  • 19-06-20 09-45-47 0532
  • 19-06-20 09-45-47 0534
  • 19-06-20 10-41-22 0535
  • 19-06-20 10-41-24 0536
  • 19-06-20 11-07-19 0537
  • 19-06-20 11-32-26 0538
  • 19-06-20 11-34-10 0541
  • 19-06-20 11-53-32 0542
  • 19-06-20 12-05-26 0544
  • 19-06-20 12-21-54 0546
  • 19-06-20 12-38-42 0548
  • 19-06-20 12-41-20 0549
  • 19-06-20 13-13-45 0552
  • 19-06-20 13-32-22 0554
  • 19-06-20 13-49-05 0555
  • 19-06-20 13-51-27 0557

Rund um Köln 2019

Wie in den letzten drei Jahren fuhren Daniel und Sebastian Anfang Juni nach Köln fürs dortige Radevent. Dieses mal wurde wegen der Giro Etappe etwas früher losgefahren, im bewährten ibis Hotel wurden dann die teuer an der Tanke erworbenen Getränke vorm TV getrunken. Beim Abendessen in der L’Osteria trafen die beiden dann (geplanterweise) Jürgen und André, die ebenfalls gemeldet waren.
Eine Neuerung war das aus versehen gebuchte Frühstück im Hotel, dies wär nämlich sehr gut und vielfältig. Dank des sehr warmen Wetters konnte man es schon gut 1 Std. vor dem Rennstart gut im Startblock aushalten, die gute Position 20m hinter der Startlinie war es wert etwas angegrillt zu werden. Jürgen war in C, er hatte noch mit einem Infekt zu kämpfen. Wie üblich war es am Anfang sehr hektisch und aus den Kreiseln/Kreuzungen mussten immer Sprints gezogen werden und nicht immer weiter nach hinten im Feld zu landen. Die beiden Starter des DGD Racing Teams verloren sich schon wenige hundert Meter nach dem Start aus den Augen. Nach dem ersten kleinen Anstieg konnte Daniel eine Lücke zusprinten (was dieses Jahr deutlich besser geht) und damit war seine 60 Mann Gruppe gefunden. Wahrscheinlich auch aufgrund der Temperaturen war die Gruppe nicht sonderlich schnell, aber dennoch musste man sich am Berg immer etwas vorarbeiten.

Sebastian hatte weniger Glück, er versuchte eine Lücke zu einigen Fahrern mit „all-in“ am Berg zu schließen, konnte sich davon aber letztlich nicht erholen und es erkundigte sich sogar jemand aus dem Begleitfahrzeug nach seinem Wohlbefinden. Da sein Rennen bereits vor der Rennmitte gelaufen war, war es eine zähe Qual zurück nach Köln, denn wenn nichts mehr geht, ist es auch schwierig im Windschatten mitzugehen.
Daniel setzte sich aufgrund guter Beine das Ziel, am Schlussanstieg zum Schloss auf Pavet als erster der Gruppe oben zu sein. Bereits unten waren die anderen Fahrer schon so unterwegs, dass nicht mal eine wirkliche Attacke nötig war, sondern einfach nur flottes Fahren.
Aufgrund der guten Startposition und dem Weglassen des kompletten Zielsprints kam in der Gruppe (deren erster 86. wurde) zwar nur ein 130. Platz heraus, aber das Ziel wurde ja erreicht. Andre wurde zudem mit sechs Minuten Vorsprung besiegt. Schnitt 38,5km/h max. Puls 199.