Eurobike 2022

Zusammen mit Matthias war ich am Besucher-Samstag (15€ inkl. RMV Ticket) auf der Eurobike, die erstmalig in Frankfurt stattfindet. Es gab viel zu sehen, obwohl nicht so viele große Hersteller vor Ort waren. Meistens sind es sowieso die kleinen Ständen, bei denen man das meiste mitnimmt (WD40 schmiss mit Kettenreinigern um sich). Bei xPedo konnte ich die aktuellen Leichtbaupedale für potentielle Nachfolger der RForce-Ti anschauen und bei Lizard Skins die aus unserer Sicht nachgelassene Qualität des DSP v2 Lenkerbands bemängeln. Der Hersteller war aber von der Produktqualität dermaßen überzeugt, dass ich ein kostenloses Band mitnehmen durfte – vorbildlich. Probefahrten gab es nach 2-maliger Registrierung (einmal für den Parcours und dann je Probefahrt), diese führten zum Großteil in einer Radstraße im Freigelände durch stark belaufene Zonen, gerade Nachmittags war das kein echtes Fahren mehr. Man konnte aber in ein leeres Parkhaus fahren, wo das Tarmac SL7 dann mit Barfussschuhen „getestet“ wurde. Lenkersteifigkeit war etwas weich, Komfort war nicht so super (kann am Luftdruck liegen) und der Vorbau/Lenker ist für den Preis auch nicht mehr state-of-the-art. Schnell hat es sich aber angefühlt, Aerodynamik ist also sicher gut. Der als Pfand ausgehändigte Personalausweis war bei der Radrückgabe erst nicht auffindbar, nach ca. 10 Minuten und einem Espresso wurde der Ausweis jedoch gefunden (wurde fälschlicherweise jemand anderem gegeben – Profis am Werk…). Beim Basso Stand wurde ein Weilchen mit einem Italiener aus der Region Venezien geplaudert, und die Vorzüge des neuen Diamante erklärt (leicht aber top Handling auch bei Abfahrten). Komfort war dem Mitarbeiter egal, er fährt immer 8 bar auf seinen Conti-Reifen und zur Verwunderung mochte er kein Campagnolo sondern nur Shimano.

Auf dem Außengelände gab es BMX/MTB Stunts und diverse Kriterien Rennen für Amateuere und Lizenzfahrer. Beim MucOff Stand gab es Fahrradreiniger als Konzentrat-Pulver komplett Plastikfrei, deutlich nachhaltiger als Literweise Wasser zu verschicken. Jagwire, Hersteller für Schaltzüge für u.a. Campagnolo, zeigte ein aufgesägtes Rennrad mit innenverlegten Zügen. Der sehr kompetente Mitarbeiter empfahl den Schaltzug inklusive Außenhülle zu verlegen, und zwar komplett auch im Rahmen. Die Öffnungen (Plastik) könne man mit einem 4-5mm Bohrer entsprechend schaffen und somit auch den Zug/Hüllenwechsel (immer beides wechseln) erleichtern. Dieser Tipp wird definitiv beim nächsten Zugwechsel weiterverfolgt. Am Wera Stand wurde ich ob der günstigen Messepreise (20% unter Bike24) fast schwach, aber ohne Rucksack und Kaufvorhaben blieb ich standhaft. Brooks zeigte eine Radreise-Satteltasche die man sehr leicht entnehmen kann, meine Ortlieb Variante ist da deutlich friemeliger.

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Beim chinesischen Laufrad und Rennradrahmen Hersteller Winspace gab es die Ankündigung deren Produkte bald auch im deutschen Handel zu vertreiben, bei den immer teuerer werdenen Preise ist das auf jeden Fall eine Bereicherung. Das GCN Video mit dem Versuch die Laufräder zu zerstören lief prominent in Dauerschleife, das Rad vom Video gab es am Stand auch zu sehen. Der chinesische Mitarbeiter wirkte aber etwas humorbefreit und würde auch als Triade-Mitglied eine gute Figur abgeben.
Aus der Slowenien gab es ein dort entwickelten und produzierten Akkufahrradreiniger (Form=Akkuschrauber) mit einstellbarem Druck und Gardena-Anschluss. Transportabel in einem Koffer und mit der Möglichkeit aus einem Wascheimer Wasser (mit Reiniger) anzusaugen sind sehr attrativ, aber aktuell ist der UVP mit 600€ eher was für Profiteams.

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