Rad am Ring 2014 – Rundenprotokoll

So der Countdown läuft, das Wetter ist wie in der Eifel üblich, sonnig und warm.

1. Runde Daniel: beim Start gab es wieder Hektik, auf der Abfahrt konnten sich ein paar Leute absetzen, die meisten konnten am Anstieg aber wieder einkassiert werden. Kurz nach dem Brünnchen hat sich eine kleine Gruppe gebildet, bei der bei gutem Speed (37er Schnitt) die Runde zu Ende gefahren werden konnte.

2. Runde Moritz: die Platzierung kommt langsam, schon 10 🙂 Wieder gab es am Anstieg eine gute Gruppe, die Beine konnten geschont werden, trotzdem überragende 42er Rundenzeit.

3. Runde Stefan: fährt O-Ton „Energiesparrunde“ mit 46 Minuten und Gesamtplatz 9 kann man da nicht meckern. Vorne kristallisiert sich bereits recht früh ein Team mit Radlegenden ab, die jede Runde unter 40 Minuten fährt. Deren 2. Team (mit Manuel Reuter) ist aber komplett in Schlagdistanz. (Kommentar: beide „Ledgeschends„-Teams wurden am Ende auf die Plätze 14 und 23 verwiesen)

4. Runde Steffen: wie auch Moritz und Stefan kann er mit „AVIA racing 2“ ein starkes Duo bilden und eine lockere 45:37 in den Asphalt brennen. Aktuell bedeutet das Platz 8. Nach einem kompletten Durchlauf aller vier Fahrer zeigt sich bereits deutlich eine Konstanz in den Rundenzeiten mit der das Team im Laufe des Rennens noch weiter nach vorne kommen will.

5. Runde Daniel: den Fahrer von Avia Racing 2 (David) konnte Daniel am Ende der Box einholen und die beiden fuhren auf der Abfahrt abwechselnd Vollgas. Beim Anstieg machte Daniel eine eigentlich „gemütliche“ Pace, David musste dennoch abreißen lassen. Nach der hohen Acht kam dann noch ein Fahrer vom GCC-150km Rennen (Nikita, wurde 5.), mit dem dann die Runde beendet wurde. Der Wind wurde stärker, trotzdem 44er Zeit und den 7. Platz 7 erobert.

6. Runde Moritz: fährt als 6. über Start-Ziel, „Ledgschends 2“ (mit Stefan Schumacher, Christian Knees, David Kopp) überholt. O-Ton Moritz „ich hab noch nie so einen dicken Rennradfahrer gesehen“ (kein Link leider ;)). Gesamte Runde 175er Puls, also weiterhin werden die Körner nicht sinnlos verheizt. Die kleinen Regentropfen haben sich auch wieder verzogen, die Abendsonne heizt ein.

7. Runde Stefan: hält die sehr starke 6. Platzierung, Steffen wird vermutlich wieder mit dem Fahrer von Avia 2 fahren können und ein paar Körner in Rundenzeit umwandeln. Die Abendsonne scheint weiterhin. 47er Zeit, sehr stark.

8. Runde Steffen: hat – O-Ton – einen neuen besten Freund. Wir wollen hier nicht weiter auf sein soziales Umfeld und sonstige Neigungen eingehen. Das einzige was zählt ist, dass das DGD-AVIA-Duo weiterhin auf den Plätzen 6 und 7 liegt. Nach vorne sind gute 5 Minuten Luft, nach hinten sind es knappe 2. In den Top 10 sind zurzeit alle anderen Teams isoliert unterwegs. Ob das DGD Racing Team das zu seinem Vorteil ausnutzen kann wird sich zeigen. (46er Zeit)

9. Runde Daniel: die kleine, wechselbedingte Lücke zu David (Avia 2) ist schnell geschlossen, Daniel wurde mit den Worten „du schon wieder“ begrüßt. Es ging wieder gemeinsam auf die Abfahrt, dieses Mal übernahm Daniel einen größeren Anteil der Führungsarbeit. Am Anstieg war es das gleiche Bild, David konnte das „Geleier“ nicht ganz mitgehen, Daniel musste die Runde komplett alleine fahren, was wirklich viel Spaß gemacht hat, schön eigenes Tempo. 45 Sekunden auf Platz 7 ausgebaut, nach vorne nur noch 2:30 auf Platz 5. (45er Zeit)

10. Runde Moritz: 10 Runden in 7,5 Stunden, das ist eine Wahnsinnspace. Moritz hält mit einer 45:12 den knappen Abstand auf Platz 7, es folgen 3-4 Teams kurz dahinter – es bleibt spannend. Die letzte helle Runde wird langsam eingeleutet. 15 Minuten Rückstand (konstant bei den letzten Runden von Daniel und Moritz wohl gemerkt) auf die führenden (A-Lizenz Fahrer).

11. Runde Stefan: starke 47er Zeit, und wieder kam er zusammen mit einem Fahrer von Avia 2 ins Ziel, ab Döttinger Höhe sind die beiden Express gefahren. Es ist also wirklich ein „Kopf-an-Kopf“-Rennen. Die taktischen Überlegungen wie man ggf. sinnvoll zusammen fährt laufen bereits auf Hochtouren. Naiv gedacht bringt es nichts, wenn Daniel und Moritz Zeit herausfahren und Stefan und Steffen dann wieder eingeholt werden. Andererseits: sparen unsere ersten beiden Fahrer Kraft und die letzten beiden verlieren durch – welche Umstände auch immer – den Anschluss, haben wir natürlich den Salat…

12. Runde Steffen: Steffen fährt brutal am Berg, Team Avia 2 hat am Ende der Runde Kettenabwurf, das DGD Racing Team liegt auf Platz 5. (46er Zeit)

13. Runde Daniel: es ist Nacht. Euphorisch von der guten Ausleuchtung geht die Abfahrt zügig. Ein Fahrer eines 2er-Teams (Erwin Hickl, führendes Team „Tour der Hoffnung 5“) bleibt ständiger Begleiter, leider zu 99% hintendran. An diversen Gegenhänger versuchte er sogar wegzuziehen, ohne Erfolg. Taktisches Fahren im 2er Team sieht anders aus… Daniel fährt eine 48er Runde und holt auf P1 >1 Minute Zeit raus. 1:10 auf Platz 6. Beim Wechsel erkennt man die gelbe Lichtfarbe auch zuverlässig.

14. Runde Moritz: selbst auf die Spitze nur 30 Sekunden verloren(46:54), Platz 4 ist so oder so weit weg (15 Minuten), es gilt den 5. Platz durch die Nacht zu retten. Der Vorsprung wurde um 10 Sekunden ausgebaut, 1:20 auf Team Sprintax ist aber nichts.

15. Runde Stefan: leider ereilt Stefan die Magenproblematik von 2012, er konnte nicht wirklich was essen und fuhr am extremen körperlichen Limit die Runde, 52er Zeit dennoch. Platzierung ist nicht zu ermitteln, der Timing-Server ist ausgefallen. Stefan wird zur Regeneration einen Stint auslassen, was die anderen drei natürlich nicht schneller werden lässt, so ist Rennsport nun mal.

16. Runde Steffen: der Timing-Server ist immer noch ausgefallen, nicht aber Steffens Hammerperformance. Mit dem vor dem Serverausfall auf Platz 6 liegenden Team kommt er mit einer 48er Zeit durch!

17. Runde Daniel: Timing geht wieder und der befürchtete Einbruch blieb auch aus (49:00 glatt). Platz 6 aktuell, aber nur 1:20 auf 5. Nach hinten 3 Minuten rausgeholt. Am Anstieg ist Erwin vom 2er Team wieder eingeholt wurden. Dieses Mal konnte man sich bei der Führungsarbeit abwechseln, absolut starke Leistung für ein 2er Team (die am Ende auch 30 Runden fahren werden).

18. Runde Moritz: Eine sehr schnelle Abfahrt ist die Grundlage für eine weitere sehr gute Nachtrunde. Mit 47:13 kann allen direkten Konkurrenten eine Minute abgenommen werden. Jetzt wird es allerdings hart: Um Stefan etwas mehr Ruhe zu geben wird Steffen die nächste Runde fahren. Danach beginnt Daniel einen neuen Zyklus in dem dann auch Stefan wieder aktiv werden wird.

19. Runde Steffen: Eine 52er Runde bringt das Racing Team wieder auf Platz 5. Leider hat sich 3 Minuten dahinter auf den Plätzen 7 und 8 ein Duo gebildet das nach vorne drängt…

20. Runde Daniel: Der Teamchef befürchtet schon vor seiner Runde „diesmal wird es nichts mit der 50 Minuten Schallmauer“. Er sollte recht behalten aber trotz verkürzter Pause ist es eine sehr gute 50:29 und damit weiter Platz 5.

21. Runde Moritz: Zusammen mit Dario vom Team Sprintax 1 packt er in der letzten Nachtrunde trotz kurzer Pause ein Riesenpfund aus: 47:33! Der Vorsprung auf Platz 7 ist dadurch auf über 7 Minuten angewachsen. Stefan kann die nächste Runde bereits ohne Licht fahren.

22. Runde Stefan: Unglücklicherweise konnte auch die längere Pause die Magenprobleme nicht beheben. Gemessen daran ist die 54er Zeit wirklich gut und außerdem die beste schlechteste Runde aller Zeiten. Die Top 5 sind zunächst 6 Minuten weg gerückt aber das Team liegt immer noch auf Platz 6.

23. Runde Steffen: An sich ist 50:02 keine schlechte Zeit aber man merkt, dass das DGD Racing Team durch die kurzen Wechsel in der Nacht geschwächt ist. Die direkte Konkurrenz legt Mörderzeiten unter 47 Minuten vor und das DGD Racing Team fällt dadurch zunächst auf Platz 8 zurück. Ziel sind nun die Top 10.

24. Runde Daniel: die Gruppe von Steffen war auf der Abfahrt weg, Daniels Beine gaben garnichts mehr her. Am Anstieg musste er „sogar“ Erwin ziehen lassen. Danach bildete sich zum Glück eine kleine Gruppe mit der er sich ins Ziel rettete. Gefühlt war die Zeit eine komplette Katastrophe, aber knapp über 48 Minuten war alles als katastrophal. Platz 8, Platz 6 in Reichweite und 12 Minuten auf Platz 9 und 14 Minuten auf Platz 10. Der Eifelhimmel ist wolkenlos und die Morgensonne brennt brutal runter.

25. Runde Moritz: Bei warmem Wetter gibt Moritz Vollgas und holt den Platz 6, allerdings zeitgleich mit 7. Auf 8 ist allerdings gut Luft, dreieinhalb Minuten. Moritz bleibt irgendwie unter 46 Minuten. Das wirkliche Ziel 30 Runden zu fahren rückt in greifbare Nähe (2 Runden mehr als im Jahr 2012).

26. Runde Stefan: YEAAAAH, DAS NORDSCHLEIFENTIER IST ZURÜCK!!! Stefan gibt auf seiner letzten Runde alles und hält dank seiner 50:23er Zeit Platz 6. Dumm nur, dass sich Steffen sich jetzt wieder mit dem früheren Sieger der Österreich-Rundfahrt, Gerrit Glomser, rumschlagen muss 😀

27. Runde Steffen: Er übertrifft alle Erwartungen! Nochmal eine 50:02. Erwartungsgemäß war Platz 6 nicht zu halten aber der Abstand zu Platz 8 konnte minimal (um 5 Sekunden :-p) ausgebaut werden und beträgt somit immer noch knapp über 2 Minuten.

28. Runde Daniel: bei deutlich langsameren Bedingungen (warm, Wind, Verkehr) gibt Daniel nochmal alles. Der Anstieg wird in 2-1 gefahren, bei den Gegenhängen aus dem Sattel und zu guter letzt kam bei der Döttinger Höhe – na wer wohl – Erwin das Tier, mit dem dann die Runde mit knapp über 49 beendet wurde. Platz 7, mit 40 Sekunden Rückstand auf besagtes Team mit Ex-Profi. Nach hinten gibt es mehr Luft, 2:30. Die 30 Runden die wohl gefahren werden, hätten 2012 locker fürs Podium gereicht.

29. Runde Moritz: auch Moritz gibt alles 48er Zeit, nach vorne sinds weiterhin 1:10, nach hinten hat das DGD Racing Team 3:20 Luft auf P8. Steffen und Stefan fahren die letzte Runde gemeinsam, Windschatten auf der Abfahrt, und zur Not den Gegner der von hinten kommen sollten in trügerischer Sicherheit wiegen 😀

30 und finale Runde: Stefan zog Steffen erfolgreich die Abfahrt hinunter. Steffen verteidigte den 7. Platz souverän und das ausgegebene Ziel 30 Runden (2 mehr als 2012) wurde in deutlich unter 24h, also mit viel „Luft“ erreicht.

26 Kommentare

  1. Sauber, macht weiter so! 🙂

    Bin gerade im Gersprenztal vor dem Regen weggefahren. Einziges Plus: Die ganzen Idioten in ihren Caprios, die mir entgegen gekommen sind…

    Vermutlich habt ihr bei euch mehr Wetterglück als hier im Odenwald. 🙂

  2. Braucht nicht mehr blättern, Danke für den Support. (Die ersten beiden Einträge sind bugs, d.h. Platz 8)

  3. Erst mal abwarten, was die „Radlegenden“ heute Nacht bringen…
    Ich kenne nur das legendäre DGD Racingteam 🙂

  4. Ihr seid ja unglaublich gut in Fahrt. Weiter so, Jungs!
    Bei Platz 5 informiere ich die DE-Sportredaktion.

  5. Was machen denn Profis bei eurem Amateur-Rennen?

    Weiterhin, saustarke Leistung, Jungs.

    Und sobald es dunkel wird, könnt ihr ja eure musikalische Geheimwaffe heraus holen. Die Helene hilft sicherlich, die anderen Teams zu demotivieren. 🙂

  6. Jo, so läuft es halt. Ganz vorne wird angeblich sogar mit einem zweiten Team zum Windschatten spenden gearbeitet…

  7. Top5 ist Hammer!

    Bitter, aber naja, wer mit solchen Mitteln arbeiten muss… Da steht das Racingteam drüber! Außerdem gehts jetzt mit psychologischer Härte in die Nacht rein, das ist eure Paradedisziplin! 🙂

    Auf gehts, nothing helps!

  8. Nachtsupport 🙂 … einfach weiter so! Sehr starke und konstante Leistung. Das Vermeiden von Maximalbelastungen in den ersten Runden zahlt sich nun aus.

  9. Jungs, der Morgen-Support ist wieder da! Super, wie ihr wieder mit minimalem Einbußen eure Herausforderungen meistert!

  10. Im 3. Versuch die Magen Problematik überwunden. Stefan weis halt wie es gemacht wird.

    Weiter so !!!??¿¿?¿

  11. Noch einmal „beißen“!!!!!!!!!!!!!
    Ihr seid prima gefahren – und habt für Spannung gesorgt.

    Glückwünsche an das gesamte Team zu dieser tollen Leistung
    und Plazierung. 🙂

  12. Bis auf ein paar Nachtstunden war ich ja dieses Mal die kompletten 24 Stunden im DGD-Quartier und an der Strecke anwesend, so dass meine Kommentare mündlich erfolgen konnten…
    Ihr seid so stark gefahren, die Wetterbedingungen waren ideal, und es war spannend, insgesamt nicht mehr zu toppen!
    Der 7. Platz bei über 600 Mannschaften in der 4er-Rennradwertung ist ein traumhaftes Ergebnis!!
    Herzlichen Glückwunsch Euch allen und Danke an alle Helfer, vor allem an Harald, und an die Sponsoren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.