Team Fotoshooting 2011

Nachdem sich dieses Jahr so einiges geändert hat, ist es Zeit ein neues, deutlich professionelleres Team Fotoshooting zu organisieren. Pünktlich nach Ankunft der neuen Trikots fanden sich also Stefan, Daniel, Moritz und Jonas (der Neuzugang beim DGD Racing Team) an der Lehrer-Beier-Hütte oberhalb von Klein Gumpen (Reichelsheim) zusammen um Bilder zu machen. Der Dank des Teams geht an Karl-Heinz Bayer, der sich als kreativer Fotograf bewies, aber genug der Worte:

(vlnr: Moritz, Daniel, Stefan, Jonas)

Höhenmeter-Rekord

Angefangen hat es mit einem Bericht auf quäldich, wo von einer Odenwald-Tour mit über 4000Hm berichtet wurde. Allerdings empfand ich das nicht als große Kunst, wenn man wie der Autor dort jede Stichstraße entlang der eigentlichen Route mitnimmt – wenn man 10mal Melibokus oder 700mal die Wixhäuser Auto-Unterführung fährt, schafft man so viele Höhenmeter auch. Also setzte ich mir in den Kopf einen schönen Rundkurs im Odenwald mit deutlich über 3000Hm zu planen und anschließend zu fahren. Der Teamchef reagierte zunächst nicht sonderlich begeistert („Für deine Statistikrekorde bin ich nicht zu haben, das weißt du“), legte aber am folgenden Tag bereits eine Route mit 3250Hm auf 145km vor. Smoit ging es am letzten Sonntag zu zweit auf Höhenmeterjagd.

Start ist in Reichelsheim. Zum Aufwärmen wartet die Neunkircher Höhe und anschließend der Krähberg von Gadernheim aus. Es folgt die berüchtigte Abfahrt über Seidenbach nach Mitterhausen und schließlich nach Heppenheim. Die gerade verlorenen Höhenmeter machen wir mit dem erneuten Anstieg zum Krähberg, diesmal durchs Hambacher Tal, sofort wieder gut. Die Abfahrt Richtung Lindenfels spendiert ein paar nicht geplante Höhenmeter, denn im Gegensatz zu sonstigen „Vollsperrungen“ trägt die Sperrung der Straße zwischen Glattbach und Winkel dieses Prädikat durchaus zu Recht. Von Krumbach aus nehmen wir die Tromm in Angriff. Hier ist das kurze Schotterstück vor dem höchsten Punkt ist problemlos befahrbar. Über Kocherbach fahren wir nach Affolterbach ab und beenden die erste Streckenhälfte mit der „Drei-Hügel-Kombination“ Olfen-Airlenbach-Beerfelden.
In Beerfelden begehen wir den wohl einzigen Fehler der Tour: Nachdem wir endlich ein Lokal für das verdiente (und auch dringend nötigen Mittagessen) gefunden hatten, fahren wir sofort weiter und die Rache des Magens folgt an den nächsten drei Anstiegen spürbar: Zunächst hoch nach Raubach, dann an Daniels Geheimtipp und richtig steilen Anstieg nach Kuhklingen und schließlich sogar an der harmlosen Kreidacher Höhe. Dort erleben wir auch den Moment der Tour, der wohl am längsten im Gedächtnis bleiben wird: Es geht nämlich nicht wie gedacht sofort Richtung Reichelsheim, sondern zunächst noch hoch nach Siedelsbrunn um dann über Mackenheim die Kreidacher Höhe von der gegenüberliegenden Seite gleich nochmal zu fahren. Schließlich dürfen wir aber doch die Kreuzung in Richtung Norden verlassen, wo ich mich mit dem Anstieg hinter Stallenkandel auch noch für Kuhklingen rächen darf. Über Gadern, Wahlen und Grasellenbach finden wir dann den Weg zurück nach Reichelsheim. Alternativen hinsichtlich der Streckenplanung hätte es auch nicht gegeben – alle anderen Straßen waren wir im Laufe der Tour bereits gefahren.

Eckdaten: 150km, knapp 3300Hm, 25,4er Schnitt

Rund um Reichelsheim

Wegen akkutem Regenrisiko wird planungstechnisch dieses Mal alles ausgezeigt, denn der Startpunkt Reichelsheim ist dieses Mal Zentrum der Tour. Wir fahren auf kurzer Strecke soviele Höhenmeter wie es eben im Odenwald möglich ist, und das ohne Wiederholungen :). Los geht es über den Schlossberg, links ab am Hundesportplatz vorbei, ein kurzer Schlenker über die Bundesstraße hoch nach Reichelsheim-Eberbach in Richtung Rodenstein, von dort wieder bergab nach Fränkisch-Crumbach. Dort folgen wir dem Radweg in Richtung Fischbachtal. Am Parkplatz am Waldrand beginnt ein kurzes nicht-asphaltiertes Stück, welches aber gut befahrbar ist, da wohl des öfteren Autos dortlang fahren. An der Kreuzung der Radwege „oben“, biegen wir links ab nach Nonrod. In Nonrod biegen wir sofort links ab, folgend dem Radweg Nummer 28. Diesen folgen wir bis Steinbach, von wo aus wir auf die Straße nach Lützelbach fahren. Dort folgt altbekanntes Terrain, die Neunkircher Höhe. Die Abfahrt geht über Winterkasten direkt nach Klein-Gumpen. An der Kreuzung mit der B38/47 fahren wir geradeaus, die Reichelsheimer Umgehungsstraße lang. Am recht steilen Krautweg biegen wir rechts ab, und fahren hoch zum Wasserreservoir, in Richtung Friedhof Frohnhofen bis nach Unter-Ostern. Weiter geht es nach Rohrbach, ohne nach Unter-Mossau zu fahren, denn wir biegen gleich wieder links ab nach Reichelsheim-Spreng. Wir fahren ein kurzes bergab Stück in Richtung Bad-König, bevor es wieder links geht durch Kirchbrombach. Um noch mehr unbekanntes zu fahren, geht es links durch Hembach, bevor man wieder in Richtung Vierstöck unterwegs ist. Wenn die aktuelle Baustelle fertig ist (sonst muss man wie geschehen kurz schieben) kann man in Hutzwiese links abkürzen und direkt in Pfaff-Beerfurth ankommen. Eckdaten: 60,5km, 1352Hm, 25,4km/h Schnitt.

Höhenmetertour: Scheuerberg-Brombach-Raubach

Der Asphalt am Brombacher Berg hat, wie der Teamchef neulich schon herausfinden durfte, mindestens einen Weltkrieg überlebt. Zum Ausgleich ist der Berg konstant im zweistelligen Steigungsprozentbereich und das ist Grund genug, nach fast eineinhalb Jahren Pause mal wieder zum Brombacher Sportplatz auf dem Gipfel aufzubrechen. Nicht ohne natürlich unzählige andere Anstiege des Odenwalds einzubauen, insgesamt sollten es 9 ernthafte Anstiege werden.

Wir starten in Bensheim Auerbach und fahren zum Aufwärmen die Straße hoch zur Kuraple. Über Bedenkirchen geht es runter nach Reichenbach und der Anstieg nach Knoden beginnt zunächst sanft entlang der B47 nach Gadernheim. Dort nicht den Abzweig nach Reidelbach verpassen. Etwas 200m nach dem Schild geht es schräg rechts ab. Die Abfahrt von Knoden über Seidenbuch nach Scheuerberg ist nicht gerade als Schittbringer bekannt, dafür bringt sie uns in den angenehme Situation die steile Variante von Sonderbach auf die Juhöhe zu nehmen. Den kurzen Anstieg nach Ober Liebersbach planen wir nur ein, um nach 40km Strecke den ersten 1000er in Sachen Hm voll zu kriegen. In Birkenau nehmen wir den langen Anstieg nach Oberabsteinach in Angriff. Auf der Abfahrt nach Heiligenkreuz-Steinach ist der eine oder andere Müslirigel zu empfehlen, denn unten angekommen warten mit dem Anstieg zum Heddesbacher Weg und anfangs erwähntem Brombacher Berg gleich zwei Anstiege, die die 10% auf dem Steigungsmesser eigentlich nie unterschreiten. Nach der Abfahrt von Brombach biegen wir links auf die Straße nach Finkenbach ab und gönnen uns das einzige „fast flache“ Stück der Tour. In Finkenbach am Restaurant an der Kreuzung mit der Straße nach Raubach gibt es eine 0,5er Apfelschorle und eine Portion Spätzle mit Soße für 5,30€. Ein gutes Angebot! Wir fahren weiter nach Raubach, haben die 2000Hm längst weit überschritten als wir von Wald-Michelbach kommend die Kreidacher Höhe überfahren und erreichen auf dem kürzesten Weg zum zweiten Mal die Juhöhe. Dieses Mal nehmen wir die Umgehungsstraße nach Heppenheim, wo die Tour endet.

Von Heppenehim sind es nur 7km bis zum Startpunkt in Auerbach – so lässt sich die Tour also leicht zu einem Rundkurs ausbauen. In meinem Fall (in Auerbach gestartet und sowieso mit dem Zug nach Darmstadt geplant) machte das natürlich keinen Sinn.

Eckdaten: 119km, knapp 2600Hm, 26,4er Schnitt

Waldmichelbachrunde

Heute war aufgrund des unbeständigen Wetters eine kürze Runde fällig. Damit dennoch nicht ausschließlich altbekanntes unter die Slicks kommt, muss man mittlerweile schon recht tief in die Trickkiste greifen. Los geht die Tour hoch durchs Ostertal. Wir biegen rechts ab in Richtung Ober-Ostern. Kurz nach dem Fordhändler biegen wir links ab vorbei an der Gaststätte „Zum Ostertal“. Dort führt ein gut asphaltierter Weg recht kompromisslos hoch bis fast auf die Wegscheide. An der Grenze zwischen vorderem und hinterem Odenwald angekommen, biegen wir hab nach Grasellenbach und fahren bis nach Affolterbach, dort dann links nach Olfen. In Olfen, kurz bevor es wieder hoch geht nach Airlenbach geht es rechts ab. Hier folgen wir stets der Finkenbacher Straße, welche durch einen Wald immer leicht bergab bis kurz vor Raubach führt. Man biegt rechts ab und fährt über den Raubacher Anstieg in Richtung Wald-Michelbach. Nach wenigen Hundert Metern geht es links ab nach Straßburg. Wir folgen der recht steilen Straße bis hoch nach Kuhklingen, von dort aus lässt man es locker nach Wald-Michelbach hinunterrollen. Weiter geht es auf die Kreidacher Höhe, dieses Mal jedoch nicht die Rennstrecke herunter sondern recht über Ober-Mengelbach durch Zotzenbach. Anschließend rollt man über Fahrenbach – Fürth – Kröckelbach aus, und bezwingt die letzten Höhenmeter, das Gumpener Kreuz. Eckdaten: 63km, 966Hm, 28er Schnitt