Winterpokal 2012/2013

Seit dem 5.11. ist es wieder soweit. Der Winterpokal des DGD Racing Teams geht los. Dabei sind wieder die drei Günzels, Moritz und Katie. Rollentechnisch wurde aufgerüstet, jeder hat jetzt eine eigene Rolle zur Verfügung. Daniel schaffte sich, als Prä-Geburtstagsgeschenk, eine Rolle von Elite des Typs Novo Powermag an. Freundlicherweise gab es beim Citybike in Darmstadt die Möglichkeit die Rolle zu testen. Der Vergleich gegen eine Tacx Satori wurde sehr klar gewonnen, die Stabilität und die extreme Härte bei hohen Stufen des Widerstands bei leisem Laufgeräusch machten die Kaufentscheidung leicht. An sich reicht wohl das günstigere Modell Novo Force, denn auf der härtesten Stufe im kleinsten Kettenblatt muss man schon gut reintreten. Zurück zum Geschehen: Katie und Stefan steigen eine knappe Woche später ins Geschehen ein, an der Spitze tobt ein Kampf des Initiators und des Titelverteidigers vom Winterpokal. Auf dem Link kann man sich das Drama anschauen:

winterpokal

Damit dieses Jahr das Podium auch Pokale bekommt, wurden vom Bergfloh Pokale gestiftet:

MTB Rundstrecke Reichelsheim (inoffiziell)

Nachdem die odenwälder Großgemeinden Aschbasch (1400 Einwohner) und Hammelbach (1340 Einwohner) dieses Jahr ihre MTB Rundstrecken eröffnet haben, tut sich die zweitgrößte Gemeinde des Odenwalds – Reichelsheim schwer. Daniel hatte vor genau einem Jahr schon einen Vorstoß bei der Gemeindeverwaltung getätigt, wurde aber auf 2012 vertröstet, die neuen Wanderwege hätten Priorität. Diese sind leider auf der neuen Reichelsheimer Homepage nicht vertreten, man wird lediglich auf odenwald.de verlinkt – richtiges Marketing sieht ganz anders aus.

Genug der Schelte, wir fahren jetzt eine mögliche MTB Rundstrecke Reichelsheim. Die Markierung ist fast durchgehend (R6), gefahren am besten im Uhrzeigersinn. Startpunkt ist Reichelsheims historische Einkaufsstraße, die Bismarckstraße. Von dort geht es vorbei am Wasserreservoir und am Sendemasten auf den Heidenberg, knapp vorbei am Klößbuckel auf den Stotz wo es rasant hinunter zum Gumpener Kreuz geht. Achtung: auf der Abfahrt zum Gumpener Kreuz sollte man etwas vorsichtig fahren – es kommen eben doch mal Wanderer entgegen. Dort fahren wir weiter auf dem Nibelungensteig nach Lindenfels. Man zweigt nachdem man die B47 kreuzt rechts ab und folgt der Markierung Li(2) oder Li(6) bis man oben auf dem Schenkenberg wieder auf den R6 kommt. Vorbei am Bismarckturn geht es nach Winterkasten. Auf dem folgenden Winterkasten nach Laudenau hat man eine super Aussicht aufs Gersprenztal.
Trailtechnisch ist die Tour sicher nicht vergleichbar mit der Rundstrecke Führt, bietet aber einige Leckerbissen, konditionell und landschaftlich ist die Tour eine sehr gute Strecke. Oft wird der gerade verlaufende Weg verlassen um eine kleine Singletrailschleife einzubauen, sehr schön, zudem hat man in Lindenfels die Möglichkeit direkt auf die Rundstrecke Lindenfels abzuzweigen. Sehenswerte Punkte sind die Irrbachquelle oberhalb von Gumpen, der Bismarckturm in Lindenfels und die Ruine Rodenstein.

Einstiegsmöglichkeiten (Parkplatz markiert):
Reichelsheim Ortskern
Gumpener Kreuz
Lindenfels B47
Ruine Rodenstein


Eckdaten: 24km, knapp 1000 Höhenmeter

MTB Rundstrecke Gorxheimertal + Birkenau

Und weiter geht es in der Serie MTB Rundstrecken testen. Dieses Mal ging es zusammen mit Steffen K., wohnhaft in Mörlenbach, pünktlich um kurz nach 9 Uhr los, die gerade neu eingeweihte Rundstrecke Gorxheimertal zu befahren. Die Anfahrt verläuft über Birkenau-Reisen und ab Bahnhof Birkenau über die die Rundstrecke Birkenau. Dort geht es zum Aufwärmen schön bergauf und oben im Wald bei einer T-Kreuzung biegt man rechts ab (steht leider kein Schild) auf die Strecke mit der Markierung Go-1. Diese bietet schon bald eine schöne schmale und nicht zu steile (dafür direkt am Abgrund liegende) Abfahrt nach Steinklingen. Die meisten Anstiege sind moderat, die Beschilderung ist gut. Man muss nur in Gorxheimertal bei der T-Kreuzung auf asphaltiertem Belag nicht wie beschildert links fahren, sondern rechts, weil man sonst nur zum Parkplatz fährt und dann umkehren muss 🙂 In Trösel fehlt dann das Schild auf der Landstraße, dass es direkt wieder links ab geht berghoch durchs Wohngebiet. Es folgt eine weitere nette Abfahrt (wo Daniel einen ungewollten Abstieg in Anti-Slow-Motion vollzog – komplett folgenlos) und ohne das man es dieses Mal merkt, ist man wieder auf der Rundstrecke Birkenau. Deren Hightlight, die Abfahrt nach dem Ort Löhrbach, wird auch noch mitgenommen, eine perfekte Kombination der beiden Strecken.

Vorsicht Forstarbeiten

Fast schon traditionell bricht bei dem Reichelsheimer Teil des DGD Racing Teams im September die Mountainbikesaison an. Als erstes wurde auf recht umständliche Weise die neue MTB Rundstrecke Lindenfels. Aufgrund der etwas schwierigen Aufgabe real existierende von seit Jahrzehnten nicht mehr befahrenen Wegen auf der Karte zu unterscheiden, gibt es immer mal Irrungen und Wirrungen so wie hier:
Die Rundstrecke selbst ist sehr schön, etwas kurz (15km, 460Hm) und technisch nicht zu anspruchsvoll. An die Reserven geht es gegen Streckenende, der Anstieg von Schlierbach nach Lindenfels riecht stark nach dem ersten Gang. Auf der Rückweg, oberhalb des Gumpener Kreuzes gab es dazu noch eine herrliche Aussicht übers Obere Gesprenztal.

In 16:47 auf den Melibokus

Ok, ein bisschen historisches Gebabbel zu Anfang muss schon sein. Als ich 2006 mit dem Radsport anfing, brauchte ich für die 4,6km/390Hm auf den Melibokus knapp unter 25 Minuten. Entsprechend dumm guckte ich, als mir die Bestenliste von quäldich.de verriet, dass so ziemlich jeder, der überhaupt eine Zeit an diesem Anstieg misst, mindestens so schnell wie ich war.

Zwei Jahre später benötigte ich dann zwar nur noch 21:30 aber das Entsetzen über die quäldich-Bestzeit von 16:58 war eigentlich sogar größer geworden. Im Jahre 2010 folgte dann eine brutale Zeitenschlacht gegen den Teamchef, die ich um 5 Sekunden verlor. Da der Spaß dabei längst auf der Strecke geblieben war, folgte ein Gentlemens Agreement. Von der damaligen teaminternen Bestzeit von 18:14 waren eigentlich alle ziemlich begeistert, nur die Technikabteilung faselte irgendetwas von „richtig gut wäre ja eine tiefe 17er Zeit“. Fortan geisterte dieses unsägliche „17tief“ in meinem Kopf herum. 2011 war das noch deutlich außer Reichweite, aber immerhin wurde die 18 Minuten Marke durchbrochen.

In diesem Jahr hielt sich die Motivation, einen erneuten Angriff auf „17tief“ zu wagen sehr in Grenzen. Nachdem im Trainingslager Südtirol aber an so ziemlich jedem Anstieg die 2011er Zeiten um mehr als eine Minute verbessert werden konnten war aber klar: Zumindest eine Zeit muss man auch 2012 in den Asphalt brennen. So wurde in klassischer „Alles oder Nichts“-Manier mit 34km/h in den Anstieg gefeuert. Für weitere Zwischensprints war keinerlei Kraft aber irgendwie schaffte ich es schlussendlich „17tief“ klar zu verfehlen – im positiven Sinne. Die bei 16:47 stehen gebliebene Uhr sichert mir die quäldich-Bestzeit, eine Steigleistung von 1420Hm/h und einen wirklich guten Grund, dieses Jahr definitiv nicht nochmal ein Zeitfahren auf den Melibokus zu veranstalten. Komme was wolle 🙂