Der Wecker klingelt 6:40 Uhr nach einer tropischen Nacht – denn es sollte 8:10 losgehen auf die Königsetappe. Von Lana aus ging es durch Meran hoch ins Passeiertal. Der Verkehr war um die Uhrzeit moderat – und es waren nur 27 Grad. In St. Leonhard wurde nochmal Wasser nachgeladen und dann ging es gemütlich den Jaufenpass (1411Hm/20km/1:20h) hoch. Der dortige Apfelstrudel war sehr mächtig und die beiden waren 20 Minuten schneller als im Jahr 2008 (wo man nur den Jaufenpass fuhr).


Die Abfahrt nach Sterzing war vom Belag her recht bescheiden – man konnte aber sicher abfahren. Kaum unten angekommen, wartete schon der 2. Pass des Tages. Das Penser Joch fuhren beide zuletzt ebenfalls 2008 in 1:27h, daher waren die Erinnerungen recht überschaubar. Der Anstieg war sehr unbarmherzig, 13,5km 1200Hm und auf jedes Flachstück (d.h. 6-7% Steigung) folgte direkt ein Steilstück mit 11-12%. Es wurde der 2. Gang eingelegt und Daniel fuhr einen sehr unkonventionellen Rhythmus mit dem Credo nicht runterschalten und durchziehen. Moritz konnte auf den letzten 3 Kilometern noch ein wenig runder (=schneller) Treten. Beide waren oben nach 1:08h vollkommen fertig und es wurde Coca Cola getrunken – alle Höhenmeter des Tages waren ja auch geschafft.
Die Abfahrt nach Bozen (50km) lief zunächst sehr schnell, aber schon am Anfang war der Gegenwind fast ein Gegensturm. Als es dann flacher wurde konnte ein kleiner Lkw das Tempo von 40 auf 60 erhöhen – Stichwort Staubsaugereffekt. Nachdem man doch gut arbeiten musste um unten anzukommen wurden Daniel und Moritz von einer Hitzeglut in Bozen überrascht – 38 Grad im Schatten und in der Sonne bestimmt 45 Grad. Die Rückfahrt nach Lana war dann nochmal eine Quälerei – aber der Pool winkte schon von weitem. Zum Thema 2008: Der damalige Pensionsinhaber sagte zum Thema Jaufenpass und Penser Joch: „Die Guaden fahrns an oanem Tag“. Dem ist nichts hinzuzufügen außer den Eckdaten der Tour: 155km 3300Hm 26er Schnitt
Kategorie: Training
Trainingslager Südtirol 2015: Ultental ohne Foto
Tag 3 im diesjährigen Trainingslager Südtirol. Im Hinblick auf die für morgen geplante Königsetappe schlug der Etappenplan heute die frühere Ruhetagsrunde (vor der „Erfindung“ des Ruhetags anno 2013) den Abstecher ins Ultental vor.
Die Stichstraße bis zur Knoidlmoidl mit ihren 37 Kilometern und 1650 Höhenmeter ging das Racing Team Duo sehr gemäßigt an. Bei lockerem Tritt im kleinsten Blatt konnte dennoch schnell an Höhe gewonnen werden und dank der deutlich früheren Abfahrtszeit war auch heute die Hitze kein Problem. Am Fußpunkt der bis zu 16% steilen Schlussrampe wechselte Daniel in den Angriffsmodus und riss mit einem hohen und sehr flüssigen Rhythmus schnell eine kleine Lücke zu Moritz, die bis zum Beginn des etwas flacheren Mittelteil auf circa 25 Sekunden anwuchs. Letzterer konnte sich aber dank eines uralten Tricks (Gänge hochschalten) wieder ans Hinterrad manövrieren, sodass der höchste Punkt gemeinsam mit einem starken 19,8er Schnitt nach 1:50h erreicht wurde.
Zum wie immer leckeren Apfelstrudel wurde heute – im Bruch mit allen Traditionen – eine Schwarzbeerschorle bestellt. Und wer dabei ist, alles anders als üblich zu machen, vergisst natürlich auch das übliche Passfoto… 😉
Trainingslager Südtirol 2015: Jenesienrunde
Nachdem das Frühstück etwas Verzug hatte (Brötchenservice wurde per pedes durchgeführt), ging es 9:45 in Richtung Bozen. Im Tal war es zu der Zeit noch angenehm zu fahren. Der Anstieg nach Jenesien sollte eigentlich nicht am Limit gefahren werden, denn die Devise war vernünftig hochzukurbeln. Der Anstieg bot fast keinen Schatten, keinen Hauch von Wind und über weite Stücke 11% Steigung. Das führte dazu, dass beide Fahrer des DGD Racing Teams der Überhitzung wegen am Limit waren, auch wenn der Puls noch Luft nach oben hatte. Daniel fuhr direkt unten sein eigenes Tempo, im gleichen Gang (1/2 für Interessierte) ist es meistens schwierig die gleiche Trittfrequenz zu fahren. Moritz hatte oben schon beide Trinkflaschen leer, war aber nur 3 Minuten langsamer als bei der Vollgasattacke letztes Jahr. Daniel hatte zwar noch mehr Wasser in den Flaschen aber musste der Hitze mit 4 Minuten Rückstand Tribut zollen. In St. Ulrich gab es wieder Südtirols besten Apfelstrudel und je 1kg Apfelschorle.
Die Abfahrt nach Meran wurde kurzzeitig von einem Porsche Panamera blockiert, der konnte jedoch noch überholt werden. In Meran war es dann richtig heiß (35 Grad) aber die beiden waren da fast am Ziel – pünktlich zum Start des F1 Rennens konnte sogar noch geduscht werden. Der Bergfloh fuhr einen etwas schattigeren Anstieg nach Mölten hoch und hatte schon bessere Beine als am Vortag. Eckdaten: 81km 26er Schnitt 1800Hm
Trainingslager Südtirol 2015: Ankunftstag
Nachdem die erste Woche bereits hochprofessionell geplant wurde,
ging es um 04:02 Uhr Ortszeit in Darmstadt los in Richtung Südtirol. Die Nacht war tropisch, es waren bei der Abfahrt 26,5 Grad plus. Wegen möglicher Hitzeschäden war die Autobahnfahrt mit zahlreichen Tempo 80 Schildern gespickt und die vereinbarte Zeit 10:00 Uhr am Günzelgut konnte nur vom Bergfloh erreicht werden, das Darmstädter Duo traf gut eine halbe Stunde später ein. Die Wetterprognose mit bis zu 38 Grad traf am ersten Tag schonmal nicht ein, die Tour zum Mendelpass wurde bei sehr akzeptablen 26 Grad gestartet und 15:00 Uhr bei Ankunft waren es „nur“ 32 Grad im Schatten. Aufgrund der beiden anstehenden langen Rennen ist dieses Jahr die Devise „Leiern“, das wurde auch bis oben durchgehalten – dennoch sind die Zeiten passabel.
Der Rückweg über den Gampenpass zog sich ein wenig hin, Daniel und Moritz hatten dafür auf der Abfahrt freie Bahn und dies konnte in einen 60er Schnitt umgesetzt werden. Eckdaten: 1600Hm, 80km, 26er Schnitt
Bombenstimmung am Feldberg
Nachdem der Frühjahrsklassiker am 1. Mai Eschborn-Frankfurt kurzfristig wegen Terrorgefahr abgesagt wurde, entschieden sich Daniel und Moritz dennoch Rad zu fahren. Aufgrund der Wetterprognose wurde der Odenwald ausgeschlossen und es wurde in Bad Homburg gestartet. Sebastian Bechtel, der auch am Radrennen teilgenommen hätte – Supporter des DGD Racing Teams – kam auch mit. Die Strecke ging zum recht neu eröffneten Stoppomat am Feldberg dort wurde dann Vollgas bei sehr frischen 7 Grad gegeben. 
Dann ging es ohne Flachstück durch den Taunus und am letzten Anstieg auf den Feldberg warten Daniel und Moritz verdächtlich lange auf Sebastian, er hatte fast ganz unten einen Platten. Da er keinen Schlauch dabei hatte (und die mit kurzem Ventil nicht passen), musste er bei 8 Grad zurückgelassen werden und die anderen beiden fuhren zum 3. mal über den Feldberg nach Bad Homburg. Daniel holte ihn dann mit dem Auto ab, die Sitzheizung wurde dann so lange wie noch nie eingeschaltet, so durchfroren war der Herr Bechtel. Zuhause wurde der doch recht lange und harte Tag (110km, 2000Hm, 29er Schnitt) dann bei Käsespätzle ausklingen gelassen.