Wintertraining Zwischenbericht

Den Winter verbringt das DGD Racing Team dieses Jahr sehr unterschiedlich. Wie bereits gelesen, ist Sebastian in „Fremdsportarten“ sehr erfolgreich am Start. Moritz hat sich bis zum Jahreswechsel hauptsächlich mit Laufen fit gehalten um Katie beim Marathon Anfang April begleiten zu können. Im neuen Jahr bietet der jobbedingte Aufenthalt in Berkeley die Möglichkeit, schon Ende Januar in Kalifornien Rennrad draußen zu fahren.  (Das war natürlich schon vorher bekannt und der eigentliche Grund für den etwas unkonventionellen Trainingsaufbau :-p).

Steffen kommt (zumindest laut Strava) aufgrund eines berufsbedingten Aufenthaltes wochentags in einem Nicht-EU-Staat nicht zu regelmäßigem Wintertraining. Stefan nutzt neben gelegentlichen Rollensessions das Fitnessstudio in Fränkisch-Crumbach, wo man auch ohne Mitgliedschaft ins Spinning gehen kann. Beim Teamchef gibt es trotz neu erworbener Rolle nicht viele Rollenstunden. Nach der Arbeit ist die Zeit und die Motivation begrenzt, sodass nicht mehr als 2 mal eine Stunde pro Woche zu verzeichnen sind – Rekordtief im Vergleich zu den Vorjahren. Doch 2017 ist der Winter immerhin etwas besser, sodass mit diversen Team Supportern und Freunden einige Trips in die Rhön (Loipenpark) möglich waren und Langlauf (Skating) zu betreiben. Als Trockenübung dafür gab es auch schon ein paar Runden auf der Außenbahn in der Eisschnelllauf Anlage in Frankfurt.

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Radausflug nach Bayern mit Tort(o)urcharakter

Nachdem für Steffen im September keine weiteren Rennen oder Wettkämpfe anstanden aber trotzdem ein spätsommerlicher Motivationsschub auftauchte, entschied er sich einen der letzten warmen und viel wichtiger: langen Tage zu nutzen eine one way Tour nach Bayern zu unternehmen. Genauer gesagt nach Ingolstadt. Mit knapp 300 km schien dieses Ziel zunächst viele offene Fragen aufzuwerfen, aber wurde dennoch als schaffbare Tagestour geplant.

Die erste spannende Aufgabe in der Planung bestand darin eine angemessene Streckenführung zu finden. So kommen wir zu dem ersten kleinen thematischen Exkurs. Die Route sollte neben möglichst wenig Umwegen und minimalen Aufstiegshöhenmetern ja auch noch möglichst verkehrsarm und idyllisch anzusehen sein. Der zugegeben etwas plumpe Versuch über Google Maps eben diese Ansprüche zu erfüllen scheiterte relativ schnell, da sich beim genaueren Hinsehen viele der vorgeschlagenen Radwege als Schotterwege entpuppten. Als nächste Alternative wurde eine Streckenplanung mit dem häufig gelobten Routenplaner des Portals Outdooractive vorgenommen. Dieser bietet neben besseren Strecken- und Belaganalysen auch die Option eine explizit rennradtaugliche Route zu finden. Die hierbei vorgeschalgene Route stellte sich als kürzer und flacher heraus, doch mit einem überwiegendem Teil an viel befahrenen Landstraßen gehörte diese Route eher zu der Kategorie LKW-Zeitfahren. Der letzte und dann auch umgesetzte Routenvorschlag kam aus dem relativ neuen und bisher wenig ausgereiftem Routenplaner des Portals Strava. Da hier für die Planung Nutzerdaten für häufig befahrene Teilstücke missbr… ähh verwendet werden, gelang hiermit tatsächlich eine fast perfekte Routenplanung, wie sich später rausstellen sollte. 

Neben Teilen des Neckarradweges galt es die schwäbische Alb zu queren, um anschließend in die Tiefen der Bayrischen "Prärie" vorzustoßen, bevor die letzten km entlang der Donau zu absovlieren waren. Da Steffen zum ersten mal eine Strecke jenseits der 200km Marke zurücklegen wollte, wurden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen in Form eines 2kg Proviantpakets getroffen. Kurz nach Sonnenaufgang startete also das Langstreckenexperiment von Mannheim. Kleine Pausen in 50-60 km Intervallen sollten vorzeitige Ermüdungserscheinungen reduzieren, was sich bei Temperaturen um die 30° auch als sinnvoll herausstellte. So kamen kleine Brunnen wie dieser hier in Waiblingen mehr als gelegen.

So verlief die gesamte Fahrt überraschend unspektakulär und glücklicherweise auch weitestgehend schmerzfrei. Die Routenführung erwies sich wie gesagt als äußerst angenehm mit vielen gut ausgebauten Radwegen und kleinen wenig bis garnicht befahrenen Kreisstraßen. Daran konnte auch die ein oder andere Baustelle mit Vollsperrungen entlang der Donau nicht viel ändern. Hier und da blieb dann auch Zeit um ein paar der Sehenswürdgkeiten zumindes von weitem zu betrachten. Wie unten mehr oder weniger gut zu erkennen die Harburg:

Mit Einbruch der Dunkelheit wurde dann das Ziel Ingolstadt erschöpft und zufrieden erreicht.

 

Race Pace Training – Ronde van Ernsthofen extended

Nach dem ersten Race Pace Training mit Schneeflocken fand die zweite Ausgabe im sehr warmen September statt. Dieses Mal war die Runde etwas länger, mit nur noch 2 Abbiegungen, dafür aber mit dem gesamten Modautal als Flachstück. Es wurden 4 Runden angepeilt, im Renntempo d.h. es wird nicht gewartet. Gestartet waren 8 Fahrer, in der ersten Runde bildete sich eine Spitzengruppe aus Daniel vom DGD Racing Team, Yuri (Kameramann), Alex (Organisator), Flo und Arne von der RSG Citybike. Am Anstieg konnte Daniel in allen vier Runden ein gleichmäßig zügiges Tempo anbieten, sodass es keine Attacken aus dem Feld gab. Lediglich in der der letzten Runde verschärfte Flo die Pace an der zweiten Häflte des Anstiegs sodass wirklich das letzte Quäntchen Power ausgequetscht werden konnte. Die Durchfahrt durch Brandau wurde durch den Kerbumzug etwas kompromittiert. Arne fuhr aus terminlichen Gründen nur 2 Runden mit, Yuri der Kameramann musste aufgrund leerer Trinkflaschen eine kurze Pause einlegen, sodass in der letzten Runde nur noch Daniel, Flo und Alex beisammen waren. Das Grüppchen vereinzelte sich dann auf der Abfahrt, sodass sich Daniel dann ganz gemütlich das letzte Mal durchs Modautal quälte, die Power war komplett aufgebraucht – ein richtig gutes Training. Eckdaten: 109km, 33er Schnitt, 1220Hm

Feldberg Charity 2016

Zwischen den beiden Großereignissen Leggendaria Charly Gaul und Rad am Ring gab es dieses Jahr ein freies Wochenende. Sebastian wollte an der 24h Feldbergstaffel für die Kinderkrebshilfe Frankfurt teilnehmen, und Daniel ebenfalls dazu überreden. Der ließ sich auf einen Kompromiss ein, gutes Training und Wohltätigkeit zugleich und reiste an um den Feldberg (580Hm) 6 mal zu erklimmen. Entgegen schlechter Wetterprognose war es gut, die Straßen waren vom kurzen Schauer leicht feucht und oben auf dem Gipfel gab es noch Nebel – aber eben kein Dauer-Gewitter. Daniel fuhr aufgrund des geringeren Pensums sein eigenes Tempo, es ist eben schon ein Unterschied, ob man „nur 6“ oder > 10 Runden fahren will. Auf der zweiten Abfahrt hatte Sebastian extremes Pech – was wie ein trockener Streifen aussah, entpuppte sich als kurze Ölspur. Der Sturz war in Richtung Straßengraben und das Resultat waren zahlreiche Schürfwunden und ein paar Schrammen am Rad. Sebastian musste damit seine 24h auf zwei Auffahrten verkürzen. Zusammen mit Matthias Prall wollte jeder 2€ pro (geplante 25) Auffahrten spenden, daraus wurden nur 11, der Spendenbeitrag wurde jedoch gehalten. Daten: 3600Hm, 140km 27er Schnitt.

Last but not least: Wer auch spenden will – hier ist der Spendenlink.

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Trainingslager Südtirol 2016: Kaiserjägerweg bei Kaiserwetter

Am gestrigen Ruhetag ist eine Kaltfront durchgezogen, die beiden Fahrer wurden auf der Runde um den Lago di Caldonazzo auf den letzten paar Kilometer sogar leicht nass. Das abendliche Dinner im Castel Pergine fand traditionell statt und am letzten Trainingstag vor dem Rennen wurde die Gegend weiter erkundet. Es wurde der Hausberg von Caldonazzo gefahren, einer der schönsten Pässe Südtirols der Kaiserjägerweg. Die Aussicht auf den See und das Tal war dank klarer Luft sensationell. Moritz erwischte unten im Anstieg einen guten Rhythmus, Daniel kam nicht so super in den Tritt. Nach 3 Kilometern war er dann auch im Anstieg angekommen, aber die gute Aussicht verleitete nicht zum hochheizen. Daher erdachte er sich eine neue Challenge, den eingelegten Gang (Übersetzung 1,43) bis oben im Sitzen zu treten. Das wurde gerade auf dem vorletzten Kilometer (Schnitt 12,3%) eine ganz ordentliche Drückerei. Moritz fand oben einen sinnvolleren und vor allem schnelleren Rhythmus.
imageNach einer kurzen Gipfelpause ging es Apfelstrudel essen, und wie es sich für Italien gehört gab es auch nur Cola und keine Ferz wie Apfelsaftschorle. Vor der Abfahrt ins Tal musste noch ein kleiner 300Hm Hubbel überwunden werden, dieses Mal ging das sehr flüssig von der Hand. Auf dem Weg gen Norden fegte den beiden Fahrern vom DGD Racing Team ein ordentlicher Wind entgegen. Der Schlussanstieg in Richtung Calceranica war wie im Vorjahr der letzte Berg vom Trainingslager. Daniel fuhr in der zweiten Hälfte des 400Hm dann entgegen des Vorhabens den etwas flacheren Hügel dann noch voll – natürlich ohne dass Moritz abreißen lassen musste. Eckdaten der Tour: 75km, 1900Hm, 25er Schnitt. Nach gut 900km und knapp 20.000Hm ist das Trainingslager Südtirol sehr erfolgreich mit guten Beinen beendet und das Rennen kann kommen.
Zum Thema Kaltfront: es waren heute maximal nur 30 Grad.