Für morgen ist die Königsetappe auf das Stilfser Joch geplant, dementsprechend wurde heute ein Ruhetag eingelegt. Für Daniel und Moritz bedeutete dies, die Quäldichbestzeit am langen Anstieg durchs Ultental bis zum Weißbrunnsee zurück zu erobern: Es galt die 1616 Höhenmeter, verteilt auf 39km mit einigen Flachstücken und Abfahrten in weniger als 2:15:20 zu bewältigen.Bei wirklich lockerem Tempo (abgesehen vom Steilhang am Schluss), ordentlich Hitze im unteren Stück und gutem Wind im oberen Streckenteil gelang dies mit einer Zeit von 2:10:58 klar. Leider scheint das Schild, das Daniel letztes Jahr für das obligatorische Passbild nutzen konnte, verschwunden zu sein. Wir müssen diesmal also ohne auskommen.
Detlef und Stefan nahmen sich den Rat „am Ruhetag sollte man nicht nur ruhen“ ebenfalls zu Herzen und fuhren einen Rundkurs mit einem 3km langen steilen Anstieg, der gut 400 Höhenmeter aufweisen konnte.
Für die nächsten Tage sind sich die Wettervorhersager noch uneins; der DGD Wetterservice rechnet bis
zum späten Nachmittag überraschenderweise mit gutem Wetter.
Kategorie: Fahrradfahren
Trainingslager Südtirol: Timmelsjoch
Nach der gestrigen Rundtour stand heute einer der längsten Alpenpässe auf dem Programm: Die Timmelsjochstraße führt von St. Leonhard bis auf 2509m Höhe. Dabei sind 1821 Hm auf 29km Streckenlänge zu bewältigen, die Spitzen des ungleichmäßigen Stiegungsprofils liegen bei 13-14%. Nachdem auf den ersten flachen Kilometern und den dazwischen immer wieder eingestreuten Rampen Uneinigkeit herrschte, wie schnell wer den Berg anfahren sollte, machte Stefan ab Kilometer 8 ein gleichmäßiges Tempo, so dass das Flachstück nach 15km mit einem starken 14,4er Schnitt erreicht wurde. Im Gegensatz zu sonstigen von Racingteamfahrern schon als Flachstück bezeichneten Streckenabschnitten bieten die Kilometer 15-19 am Timmelsjoch bei maximal 2% Steigung wirklich die Möglichkeit noch einmal genügend zu trinken und kurz zu regenerieren – was auch nötig ist, angesichts der steilen Serpentinen (immer im Bereich 9-12%), die sich direkt danach vor einem aufbauen. Sofort verschärfte Moritz das Tempo deutlich, was auch dazu führte, dass Detlef bei Kilometer 20 überholte wurde. Dieser sah zu diesem Zeitpunkt noch beeindruckend locker aus – die 3h-Marke schien möglich zu sein. In Sachen Tagesform war diesmal Moritz an der Reihe. Nach dem letzten langen Tunnel konnte Daniel die Attacke nicht kontern, am Ende stand die winzige Zeitdifferenz von 15 Sekunden zwischen den Bergspezialisten.
Die Gesamtzeit von 1:53h für Daniel und Moritz (15,3er Schnitt) entschädigen für die Fahrt am Limit. Stefan fuhr trotz Problemen mit der Luftzufuhr in knapp 2500m Höhe den Pass in sehr starken 2:06 zu Ende und Detlel gelang eine Punktlandung – 3:00h.
Trainingslager Südtirol: Meran 2000 Rundtour
Aufgrund des engen Terminplanes am Sonntag (Start Formel 1 Rennen 14 Uhr) wählte das Team eine 63km Rundtour, mit Startpunkt=Endpunkt=Unterkunft. Nach 11km Einrollphase im Flachen ging es einen asphaltierten Feldweg hinauf mit 16% Durchschnittssteigung auf den ersten 4 Kilometern, (maximal 21%). Der Vater des Racing Teams wurde mit 8 Minuten Vorsprung auf die Runde gelassen, welcher jedoch schon auf dem Flachstück fast aufgebraucht war. Wegen eines Navigationsfehlers (die Abbiegung um 2km verpasst) konnte die geplante Zusammenführung der 4er-Gruppe nicht wie geplant am ersten Anstieg stattfinden sondern erst am Hof der Unterkunft am Tourende. Die drei Jungs waren sich einig, dass Detlef den Steilhang nicht hätte fahren können, (was er aber dennoch tat, ein großes Lob für die sportliche Leistung) daher wurde auch nicht gewartet. Den restlichen Anstieg bis nach Mölten verbrachten vor allem Stefan und Moritz damit recht kurze Sprintrennen zu fahren, zur Belustigung von Daniel der sich das meistens von hinten mit angeschaut hat und bei Bedarf auch mal vorbeigegangen ist, als die Attacken von Stefan abgeflacht sind. Nach einer kurzen Mittagspause in einer sehr idyllisch gelegenen Pension mit Kapelle ging es dann auf die kurvenarme aber tunnelreiche Abfahrt nach Meran. Die Daten der Tour (63km, 24km/h Schnitt, 1600Hm) bestätigten die gute Form der drei. Detlef fuhr die gleiche Tour ohne Essenspause und hatte trotz seines Umweges nur eine Stunde Rückstand (netto Fahrzeit).
Trainingslager Südtirol: Gampenpass
Nach der reibungsfreien Anreise mit Startzeit 3:30 Uhr (nachts) ging es am ersten Tag des Trainingslagers in Südtirol für den männlichen Teil der Günzels und Moritz auf den Gampenpass, dem Hauspass von Lana. Detlef wurde mit genügend Vorsprung ausgestattet als erster losgeschickt und konnte diesen souverän verteidigen, seine Zeit 1:47h (zum Vergleich 1:55h im Vorjahr) und die Gespräche unterwegs mit anderen Radlern machten die enorme Formsteigerung deutlich. Auch Stefan hatte Großes vor und ging dementsprechend forsch in den Berg rein (Schnitt 17km/h auf den ersten 5 Kilometern). Leider musste er nach 9 Kilometern dem hohen Angangstempo Tribut zollen und seine beiden Teamkollegen ziehen lassen. Trotzdem gab es keinen kompletten Einbruch und er konnte eine Zeit von 1:17h nach oben „retten“. Nachdem Moritz die Tempoarbeit übernommen hatte, waren er und Daniel bei Kilometer 14,4 (von 17,5) davon überzeugt, die Vorjahresbestmarke von 1:12h nicht fahren zu können. Daher ging Daniel in die Offensive und fuhr den Pass absolut am Limit zu Ende (in 1:08:30). Moritz musste eine kleine Lücke reißen lassen, die jedoch bis zum Ende nicht größer wurde und musste sich der Kritik des schlechten Kopfrechnens stellen, denn schließlich blieben beide deutlich unter der Zeit von 2010. Um die Zeiten einordnen zu können, möge der Leser einen Blick auf die Zeitenliste bei quaeldich.de werfen.
Circuit Cycling (Hockenheimring) 2011
Eine Hitzschlacht wie letztes Jahr wurde das 60km Rennen auf dem Hockenheimring dieses Jahr nicht – dafür wurde es nach dem Rennen hitzig 🙂 Aber alles der Reihe nach:
Die erste Enttäuschung gab es schon vor dem Start zu verzeichnen, denn anders als erwartet durften sich die Racing Team Fahrer Daniel, Moritz und Stefan nicht im Startblock A sondern genau wie im letzten Jahr nur im Startblock B einordnen. Bei einsetzendem Nieselregen konnte und wollte man sich in der Einführungsrunde nicht weiter nach vorne arbeiten; bei der Aufstellung der Blöcke konnte dann aber die Gunst der Stunde genutzt werden und ein Platz in den ersten beiden Reihen des B-Startblocks ergattert werden. Da kurz vor dem Start die beiden Startblöcke zusammengeführt wurden fanden sich aller drei Fahrer des Racing Teams im großen Hauptfeld wieder. Von da an gab es natürlich nur ein Ziel: „einfach“ im Hauptfeld mitfahren.
Das gestaltet sich aber unerwartet kompliziert. Währen das große Feld mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43km/h über den Kurs jagte herrschte in den mittleren bis hinteren Positionen eine unglaubliche Unruhe, die Kurven wurden mit unglaublicher Langsamkeit durchfahren nur um danach wieder mit voller Kraft auf über 45km/h hochzusprinten und nach Start- und Zielgerade sowie vor der Mercedes Tribüne ereigneten sich unzählige Fast-Stürze. Die rennentscheidende Situation ereignete sich dann in der siebten von zehn Runden: Vor der Mercedes-Tribüne stürzten zwei Fahrer schwer und durch den Sturz teilte sich Hauptfeld in zwei große Gruppen auf. Daniel und Stefan fanden sich in der zweiten Gruppe wieder, während Moritz das Glück hatte die vordere Gruppe auf Sicht halten zu können und unter höchster Anstrenung das Loch innerhalb der folgenden 4km schließen konnte. Damit waren aber sämtliche Kräfte die eigentlich für den Kampf um die Platzierungen in der letzten Runde vorgesehen waren aufgebraucht, so dass Moritz als letzter der 33 köpfigen Spitzengruppe das Ziel nach 1:23:54 auf Platz 34 erreichte (ein Fahrer hatte sich vorne nochmal deutlich absetzen können). In der nächsten großen Gruppe erreichten Stefan (Platz 40) und Daniel (Platz 56) das Ziel mit einer Zeit von 1:25:16.
Nach dem Rennen muss man als wichtigsten Punkt festhalten, dass keiner der Racing Team Fahrer in einen Sturz verwickelt war. Wie schnell das gehen kann (und wie schlimm es enden kann) mussten die Zuschauer auf der Tribüne und die Fahrer auf der Strecke ja leider miterleben – und bei der teilweise abenteuerlichen Fahrweise einiger Teilnehmer ist das nicht einmal verwunderlich. Zwar war das Racing Team diesmal komplett im Pulk unterwegs – deshalb gibt es leider auch nur wenige der gewohnt spektakulären Sportografen-Bilder – aber mehr als Mitschwimmen ist für die Bergspezialisten auf einem so flachen Kurs auch nicht drin.
Ein großer Dank geht natürlich an die anwesenden Supporter!









