Der Winterpokal

Um das meist sehr rollenlastige winterliche Training ein wenig motivierender zu gestalten, veranstaltet das Onlineforum rennrad-news.de einen Winterpokal. Dort kann man Teams bis zu fünf Leute anmelden, die dann für je 15 absolvierte Minuten Radtraining einen Punkt erhalten, sowie 2 Punkte für andere Sportarten, die mindestens 30 Minuten am Stück trainiert wurden. Moritz hatte die glorreiche Idee, das DGD Racing Team für diesen Pokal (7.11.11-25.3.12) anzumelden. Logischerweise folgte der Teamchef zugleich – aufgrund seines schon bestehenden Accounts beim Forum mit leicht unkonformen Alias – und lud den Vater des Teams auch dazu ein seine Trainingseinheiten dem DGD Racing Team zukommen zu lassen. Dabei ist anzumerken, dass eine Teamanmeldung seines Teams, dem EMS Racing Team, wohl einer Einzelanmeldung seinerseits gleichgekommen wäre. Bekannt als unerschütterlicher Rollenfan, unabhängig von der Güte des TV-Entertainments, war a prio klar, dass er gute Punkte fürs Team einbringen würde. Des weiteren meldete sich noch ein Fan des DGD Racing Teams an, um das Team in dieser Wertung zu supporten. Mit verletzungsbedingter Verspätung trat auch noch die Technikabteilung in Personalunion bei, demnach ohne Ambitionen auf die vorderen Plätze.

winterpokal

Der Initiator der Teilnahme beim Winterpokal hatte jedoch den Ehrgeiz des Winterpokalteam-Ältesten unterschätzt, welcher dank zahlreichen langen und sehr langen Rolleneinheiten bereits seit > 1 Woche die teaminterne Führung behauptet. Um noch weitere Motivation bei diesem Wettstreit zu bekommen, wurde aus der Teamkasse ein Winterpokal gestiftet. (Dauerhafter Link zum Ranking: siehe rechts oben)

Michelstädter Runde mit Laudenau Umweg

Dank des überaus trockenen und verhältnismäßig mildem Novemberwetter gibt es durchaus immer wieder die Möglichkeit neue Wegstrecken zu erkunden. Doch zuviel Kreativität bei der Routenplanung geht offroad öfters in die Hose, daher hält sich diese Strecke weitestgehend an beschilderte Fernwanderwege. Genug der Präambel, es geht los:

Zuerst fahren wir gemütlich nach Beerfurth, von dort wählen wir eine der mindestens drei möglichen Routen hoch nach Vierstöck. Ab Vierstöck fahren wir in Richtung Parkplatz Dehnbuche, folgend dem Symbol „Rotes Kreuz“. Vorbei geht es am Schlagbaum, einer 6-fach Kreuzung auf 471m Höhe oberhalb von Bockenrod. Beim Parkplatz Dehnbuch überqueren wir die Straße, fahren dann links auf den Parkplatz und folgen dem gelben Dreieck. Das führt uns durch Mossau und in Richtung Michelstadt. Eigentlich endet der beschilderte Weg am TÜV in Michelstadt, aber man kann durchaus andere Varianten in Richtung Michelstadt wählen. Weiter geht es nach Steinbach, dort folgen wir dem gelben Quadrat (Nibelungenweg) bis hoch nach Reichelsheim Spreng. Diese Strecke ist besonders bei gutem klarem Wetter wegen der Aussichtspunkte zu empfehlen. Schließlich geht es zurück nach Beerfurth, immernoch auf dem Nibelungenweg. Bis hierher hat man schon gute 2 Stunden absolviert, also nicht der schlechteste Zeitpunkt für eine Heimkehrmöglichkeit.

Es sollte aber der zunehmende Sonnenschein weiter ausgekostet werden, daher fahren wir weiter am Schlossberg von Reichelsheim vorbei, jetzt folgenden dem roten A (Alemannenweg) zur Burgruine Rodenstein. Von dort wählen wir eine recht humane Variante in Richtung Neunkircher Höhe. Ca. 100m bevor man die Straße quert welche Reichelsheim mit dem Modautal verbindet, biegen wir links ab in Richtung Laudenau, folgend der gelben fünf. Wer es richtig steil mag, kann auch hier das gelbe Quadrat zur Hilfe nehmen :). Einen letzten Schlenker, um mal wieder neue Wege kennen zu lernen, nehmen wir ab der Lehrer-Beier-Hühe oberhalb von Klein-Gumpen, der nochmals ein paar Höhenmeter bringt. Auf der Laudenau-Runde, speziell in der Umgebung von der Ruine Rodenstein und der Laudenauer Freiheit muss man vermehrt auf etwas schwerhörige Spaziergänger acht geben.

Panoramaweg Reichelsheim (R7)

Nach der erfolgreichen Einweihung des Panoramawegs beim HR4-Wandertages, wo man einen kurzen Teil des neu zertifizierten Wanderweges mit der Markierung R7 begutachten konnte wurde es natürlich Zeit, mal die komplette Runde zu fahren. Zum Wandern des 19,57km langen Rundweges braucht man schon seine Zeit, mit dem MTB ist das jedoch kein großes Problem. Es empfiehlt sich, die Strecke im Uhrzeigersinn zu fahren, denn der Abstieg vom Beerfurther Schlösschen nach Beerfurth ist recht steil. Der Titel des Wanderweges hat auf jeden Fall seine Berechtigung, man hat an vielen Stellen einen guten Blick aufs obere Gersprenztal, die Gemeinden Fränkisch-Crumbach und Reichelsheim/Beerfurth im speziellen. Highlights sind das Beerfurther Schlösschen, das Schloss Reichenberg und der Abschnitt von Vierstöck in Richtung Nieder-Kainsbach.

Gute Einstiegsstellen sind: Vierstöck (mit Parkplatz und Gasthaus), Beerfurth, Reichenbergparkplatz.

Empfehlenswert natürlich bei gutem Wetter und klarer Sicht. Mountainbiketechnisch ist die Strecke nicht sonderlich anspruchsvoll, wenn man gegen den Uhrzeigersinn fährt, ist der Anstieg in Beerfurth für die Kondition ein gutes Training.

Von Darmstadt auf den Donnersberg

Diese Woche Mittwoch war es wieder einmal so weit: Der Racing Team Fahrer Moritz begab sich mit dem Fahrrad auf die andere Rheinseite um herauszufinden, wie lange man gen Westen fahren muss, um auf „Odenwald-würdige“ Anstiege zu treffen. Ziel war der Donnersberg, der mit 687m höchste Berg der Pfalz.

Gestartet wurde die Tour direkt vor meiner Haustür, was zur Folge hatte, dass zunächst die wohlbekannte Fahrt durchs Ried an die Kornsander Fähre auf dem Programm stand. Von dort setzen wir für 1,80€ ans andere Ufer über und befinden uns bereits in Rheinland-Pfalz. Nach einem kurzen Stück Bundesstraße halten wir uns in Nierstein links Richtung Schwabsburg und lassen das Rheintal hinter uns. Leider, denn die nun folgenden knapp 30km führen uns entlang von großen und kleinen Straßen durch eine einzigartig staubige Landschaft immer Richtung Südwesten. Wenn Ferrero damals in der Kinder-Country-Werbung nicht entschieden hatte, jenes Produkt „genau richtig“ sondern „staubtrocken“ zu machen, hätte man wohl den Produktionsstandort irgendwo entlang unserer Route Dexheim, Undenheim, Bechtolsheim, Flonheim wählen müssen. Die Landschaft ändert sich allerdings, als wir Wendelsheim in Richtung Mörsfeld/Kriegsfeld (ein sehr schöner Ortsname übrigens verlassen) – urplötzlich befinden wir uns in einem bewaldeten Tal auf einer kurvenreich ansteigenden Straße und nach Erreichen einer Anhöhe hinter Kriegsfeld (362m) baut sich der Donnersberg schon vor uns auf.

Statt des direkten Wegs fahren wir aber zunächst in Richtung Oberhausen ab und folgen der leicht ansteigenden Straße in Richtung Süden. Hinter Würzweiler biegen wir rechts auf eine einsame und recht schmale Straße in Richtung Falkenstein ab und dürfen den zweiten echten Anstieg des Tages genießen. Immerhin erreichen wir eine Höhe von 462m. Auf der Abfahrt durch Falkenstein wird aber klar, dass man diesen Berg eigentlich andersherum fahren sollte – im Ortsinneren von Falkenstein, können wir bei 25% Gefälle die Bremsen gut testen. Wir folgen der danach nicht mehr ganz so brutal abfallenden Straße in Richtung Imsbach, wo man entgegen der von MapSource vorgeschlagenen Route besser gleich auf die L401 in Richtung Steinbach wechselt. Das nächste Mal bin ich also schlauer, dieses Mal galt es irgendwie den geschotterten Weg teils schiebend zu überwinden. Seis drum. Wir befinden uns endlich auf der Südseite des Donnerberg und folgen zunächst der moderat ansteigenden Donnersbergstraße von Steinbach in Richtung Dannenfels. Dort halten wir uns gleich am Ortseingang scharf links und folgen den den Wanderschildern Richtung Donnersberg. Die Straße steigt sofort mit 2 Kehren und Werten von 10% und knapp mehr an. Zwar ist diese Variante auf den Donnersberg inzwischen zur Einbahnstraße gemacht worden; neben anderen Radfahrern, die auch entgegen der vorgschriebenen Fahrtrichtung die nun konstant mit 10% anteigende Straße bezwungen haben, sind dem Autor aber keine weiteren Verkehrsteilnehmer begegnet. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der deutlich besser ausgebauten Alternativrouten, diese Strecke hauptsächlich von Radfahrern genutzt wird. Auf den letzten Metern lässt die Steigung dann schließlich nach, sodass wir schneller als erwartet das Gasthof auf dem Donnersberg erreichen.

Zur großen Überraschung, wird dort auch der obligatorische Apfelstrudel serviert – für 3,50€ mit Sahne und Eis zu einem fairen Preis. Ab hier ist der schönste Teil der Tour leider auch vorbei, denn nach der gut ausgebauten und schnellen Abfahrt vom Donnersberg Richtung Kirchheimbolanden müssen wir uns aus Zeitgründen (es ist bereits nach 16:30 Uhr) auf den ziemlich unspektakulären Weg in Richtung Gernsheimer Fähre machen (das Übersetzen kostet hier 20 Cent mehr als auf der Hinfahrt). Von Gernsheim folgen wir den gut bekannten Straßen zurück nach Wixhausen, wo wir mit Einbruch der Dunkelheit ankommen.

Fazit: Die Gegend um den Donnersberg lohnt sich auf jeden Fall für weitere Touren – allerdings nur, wenn man schon in der Nähe starten kann. Die direkte Anfahrt von zu Hause bietet zu viele „Leerlauf-Kilometer“ 😉

Frankenstein Trophy 2011

Im Gegensatz zur letztjährigen Frankenstein Trophy war dieses Jahr nicht mit gefühlten Minusgraden auf der Strecke zu rechnen – zumal das Racing Team recht günstige Startzeiten ergattert hatte. Als Daniel als erster Racing Team Fahrer um 10:50 Uhr auf die Strecke ging, war es in umnliegenden Ortschaften auch schon angenehm warm, nur auf der Westseite des Frankensteins hatte sich noch ein „Kälteloch“ breit gemacht. Die Anreise des Teamchefs lief etwas holprig, die bis aufs extreme aufgepumpten Geländereifen (Nobby Nic) verloren in Brensbach ihren Druck. Dank routiniertem Pitstopp war die Ankunftszeit immer noch im Rahmen, lediglich die Pace musste erhöht werden.

Trotz der montierten Reifen (als Test wieviel ein Reifen so ausmachen kann), konnte der Teamchef den 30 Sekunden vor ihm gestarteten Fahrer einholen und mit 10:35 bis auf 18 Sekunden an seine Vorjahreszeit herankommen. Angesichts der Tatsache, dass allein die Stollenreifen ca. 45-60 Sekunden Zeitnachteil bringen, eine äußerst starke Leistung.

Da Stefan leider nicht an den Start gehen konnte (wir sind gespannt, ob es wie im letzten Jahr einen Ghost-Stefan in den Ergebnislisten gibt), folgte mit Moritz um 10:52 Uhr der nächste und letzte Racing Team Fahrer. Trotz einiger Probleme mit der Kälte in den ersten Kurven fand Moritz einen guten Rhythmus und konnte gerade im zweiten Streckenteil gegenüber seiner bisherigen Frankenstein-Bestzeit richtig Zeit gutmachen. So stand am Ende mit 9:33 und dem 13. Platz von ca. 120 gemeldeten Teilnehmern ein extrem starkes Endergebnis zu Buche. Vor allem der minimale Rückstand auf die Top10-Plätze lässt für nächstes Jahr hoffen.

Ein großes Lob gilt wieder den Organisatoren von der RSC Citybike mit ihrem unkomplizierten Zeitmess-System und der professionellen Startrampe. Ein weiteres Highlight erfolgte nach Zielankunft. Das Team wurde von einem eifrigen Leser des Blogs begrüßt mit „das legendäre DGD Racing Team“, die Öffentlichkeitsarbeit trägt also bereits Früchte.