Trainingslager Südtirol 2026 – Monte Bondone

Die von allen damals beteiligten Fahrern beliebte Steigung (Einrollen 2021) kam Moritz heuer wieder mal ins Gedächtnis. Mit ausreichend warmen Beinen und gänzlich ohne Verkehr ging es eine steile Seitenstraße hoch um im Vergleich zum Hausberg gut 100 Zusatzhöhenmeter zu erklimmen. Als Ausgleich gab es den ersten Espresso schon nach 15 km, zum Teil wurden noch Brioche dazu gegessen. Im Etschtal war wieder der Schnellradweg bis Rovereto im Programm bis es dann eine alternative Anfahrt zum Monte Bondone ging – lediglich deren Abfahrt war Teilen der Teilnehmer bekannt. Daniel und Moritz versuchten sich erfolgreich an zwei je 8 Minuten Intervallen; Heiko und Stefan fuhren ein gleichmäßiges Tempo die 700 Hm zum Lago di Cei hoch. Dort wurden die internen und externen Getränkespeicher aufgefüllt, trotz der frühen Abfahrtszeit (kurz nach 7) war es ordentlich warm. Es ging wieder 400 Hm abwärts in Richtung Aldeno sodass man ab Passkilometer 4 auf dem südlichen Anstieg des Monte Bondone stieß. Stefan ließ sich erst zurückfallen, fiel dann mit einem zackigen Überholmanöver auf und fuhr schließlich sein Tempo – Heiko und er waren zeitgleich am Gipfel. Katie bekam jeweils den direkteren Weg aber den gleichen Hauptanstieg als Plan und war vor den vier Herren am Treffpunkt am Bondone. Daniel und Moritz hatten wieder zwei 8 Minuten Intervalle auf dem Plan – mitten im Steilstück wollte Moritz herausfinden, ob die Wattvorgabe nicht vielleicht zu niedrig war, was dann in einem 6 Minuten Intervall für beide endete. Coach Michas Vorgabe war eben doch sehr akkurat.
Nach diversen Süß- und Salzspeisen ging es die verkehrsarme und kurvenreiche Abfahrt ins heiße Trento, dort war dann Eis angesagt. Zur Erheiterung der jetzt fünf Fahrer hatte Moritz einen neuen Weg aus der Stadt gefunden, ohne Autos dafür mit mehr Prozenten. Den Sprint am letzten Hügel entschied Stefan vor Moritz, während Daniel zusammen mit Katie fuhr. Als letztes Highlight der Tour folgte kurz vor Pergine eine Passage des neu gebauten Radweges neben einem sehr schönen Fluss bis es dann die klassische Seerunde zurück zum Lago und kurz danach auch in den Lago ging.
Für Technikfreunde ein Schmankerl: Stefans Ritzel bekam eine Diät, Dura-Ace wurde montiert, und bei der Gelegenheit ein falsch verbauter Spacer entfernt – damit lief das Rad mehrere Tausend Kilometer 😉 Strava

Trainingslager Südtirol 2026 – Ultental

Zu Heikos Geburtstag gab es für ihn neue Streckenkilometer. Stefan beschloss einen radfreien Ruhetag nach der langen Etappe am Vortag einzulegen. Katie und Moritz wollten sich ursprünglich die Beine mittels viel zu steilem Anstieg versauern, dieser war jedoch glücklicherweise gesperrt, sodass der normale untere Teil des Nigerpass gefahren wurde. Gegen 10 Uhr ging es bei noch erträglichen Temperaturen hoch nach St. Pankraz. Die letzten Tage über war die Straße jeweils nachts gesperrt und dort wurde großzügig neuer Belag asphaltiert – ein Konzept was sich noch nicht in allen deutschsprachigen Ländern durchgesetzt hat. Der neue Tunnel war unproblematisch, breit, hell und nicht wirklich steil. Der Rückenwind half auf dem Flachstück von St. Walburg bis St. Nikolaus mit – es war FatMax Tempo angesagt. Ab St. Gertraut wollte Daniel seine Beine etwas mehr in Wallung bringen und fuhr die letzten 4 steilen Kilometer dann schnell. Dank gutem Pacing (Wattmesser hilft da 😉 ) war der Ofen nach der berüchtigten Todesgeraden noch nicht aus – eine Bewässerung half ebenfalls. Die vom Bus gesteuerte Ampel mit bis zu 12 Minuten Wartezeit wurde evtl. nicht beachtet und am Weißbrunnsee sprang dann auch eine persönliche Bestzeit heraus und das ohne Gegner da Heiko sich nach der Vorbelastung weiter geschont hat. Oben hatte die eigentliche Hütte Ruhetag, das war dem Streckenplaner jedoch bekannt, sodass eine 100m entfernte kleinere Berghütte angesteuert werden konnte – es gab dann herzhaftes. Trotz mittlerweile wirklich bedenklicher Asphaltsituation gab es wieder zwei freundliche Autolenker die den beiden Rennradfahrern frei Bahn machten. Der Wind war auf der weiteren Abfahrt natürlich nicht hilfreich, aber es ging um nichts und verkehrsarm war sie zudem. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Martelltal

Schon lange war klar, dass sich heute 2 Gruppen auf die Rennräder schwingen würden. Daniel ist, im Gegensatz zu Heiko, Stefan und Moritz nicht beim Ötzi gemeldet, und entschied sich daher für eine deutlich kürzere Runde. Mit Airpods bewaffnet ging es ganz entspannt über den Radweg ins Vinschgau. Die Stadtdurchfahrt Meran hat sich nicht wirklich verbessert, aber die ehemalige Ampelüberquerung der Hauptstraße nach den Miniserpentinen ist jetzt passé – eine nette Unterführung macht es möglich. Kurz bevor es ernst wurde, gab es noch eine warme Cola für 4,50 und einen Flaschenrefill. Das Martelltal hoch blies ein leichter Rückenwind, der tagsüber weiter auffrischen sollte. Oben am Zufallssee war es sehr angenehm kühl, Wolken waren nämlich Mangelware. Auf der Abfahrt gab es vier sehr freundliche Autofahrer, die netterweise Platz machten – ggf. hat das Mini-Vorderlicht dabei geholfen. Der Verkehr ist dort weiterhin sehr moderat, die Fahrbahnqualität wurde nur sehr punktuell durch F1 Belag aufgewertet. Mit modernem Reifensetup ist die Straße aber problemlos zu befahren. Die Rückfahrt auf dem Radweg ging mit Gegenwind bergab und die Hitze kam mehr und mehr zur Geltung. Ein netter Plausch mit einem lokalen Rennradler, der sehr höflich erst gar nicht im Windschatten war, verkürzte die Zeit dabei. In Lana wurde die schöne Runde mit Mineralwasser und Eiscafé abgerundet und das Finale der Tour Etappe (diesmal hier kein Spoiler) konnte noch live erwischt werden. Stravalink

Trainingslager Südtirol 2026 – Mölten Jenesien

Bei sehr dankbaren Temperaturen und leichter Bewölkung ging es gemütlich auf der kleinen Straße nach Terlan, von dort aus führen knapp 8 Kilometer bei fast konstanten 10 % Steigung in Richtung Mölten. Heiko gab Gas (kein Vollgas) und Stefan fuhr im Bereich Fatmax. Daniel wollte nur 200 W fahren, was in einstelliger Durchschnittsgeschwindigkeit mündete. Am Ende des Segmentes wurde dann Google Maps befragt, da ein kleines Hinweisschild eine Streckensperrung auf dem Abschnitt Hafling nach Meran vermuten lies. Es gab dort wohl eine schwere Mure, daher war das Schild berechtigt und die Tour wurde per Komoot kurzerhand umgeplant über Jenesien. Es ging über einen sehr gut asphaltierten Feldweg recht steil direkt weiter berghoch – bis zum Gravel Abschnitt. Daniel und Heiko versuchten möglichst elegant wieder auf die Straße zu navigieren, aber es musste trotzdem einmal umgedreht werden. Ohne Platten ging es wieder auf die Straße nach Jenesien. Der nächste Task, eine geöffnete Gaststätte zu finden schlug mindestens 5 mal fehl. Im gesamten oberen Abschnitt (Gemeinde Jenesien) hatte alles zu. Also ging es die sehr zügig zu fahrende Abfahrt (inkl. 360 Grad Kurve im Tunnel) hinunter und auf den Etschtal Radweg. In Bozen mussten weitere 3 Lokale angefahren werden (die Urlaub hatten / zu waren) bis endlich eine kleine Pizzeria auf war – es hatte sich gelohnt. Zurück nach Lana ging es dann wieder auf Daniels lieblichs Flachstrecke, dem Schnellweg Meran-Bozen. Mit knapp über 200 W und gut 37 km/h wurde das neu erkundete Café in Lana dann erreicht, dort wartete Wilco Kelderman wohl auf seine Mitfahrer oder Familie. Erst auf ebendiesen Kilometer heizte dann doch die Bozner Hitze kurz durch, sodass nebst dem Stelvio Espresso noch reichlich kühles Nass bestellt wurde. Stravalink

3 Ballons Chef de File

Erstmalig wurde im Elsass ein weiteres Rennen (Cyclosportive) ausprobiert, direkt mit 5 Teilnehmern des DGD Racing Teams. Katie und Moritz ließen ihren Töchtern ein freies Wochenende und somit konnten beide beim gleichen Event starten. Stefan wurde als zukünftiger Ötztalteilnehmer mitgenommen und Daniel sollte endlich nach zig Absagen aus diversen Gründen sein erstes Vogesen Rennen fahren. Heiko hatte nach dreiwöchigem radlosen Urlaub nicht die allerbeste Vorbereitung, aber allemal gutes Training. Halb sieben waren Sport-1 im ersten Startblock, Stefan stand einen Block weiter hinten und Katie fuhr den Mediofondo aus Block 4 – konnte somit auch etwas später abfahren. Die ersten 13 km wurden recht zivilisiert neutralisiert gefahren. Heiko kam dabei recht weit vor, Daniel ließ sich ein wenig zurück spülen. Am ersten „Feldweg“ Anstieg konnten Daniel und Moritz wieder zusammen pedalieren, wie geplant etwas zügiger, weil es der erste Anstieg war. Die Abfahrt wurde vom Veranstalter spontan neutralisiert, was bei der schmalen Hubbelpiste eine gute Idee war. An der ersten Verpflegung klatsche Moritz alle Helfer kurz ab, denn er war der erste Besucher – alle besser positionierten Fahrer hatten anscheinend Materialwagen auf der (nicht-gesperrten) Strecke. Heiko konnte im Flachen nochmals aufschließen und ein paar Führungen fahren. Hinauf zum Dach der Tour auf den Markstein und Grand Ballon konnte Moritz eine große Gruppe komplett von vorne hochziehen, sehr gleichmäßig. Erst 100 m vorm Gipfel attackierten dann einige Leute, aber ohne nennenswert wegzukommen. Nach der Verpflegung wurde im Wesentlichen auf das DGD Duo gewartet, um wieder die Pace zu machen. Auf der langen Abfahrt gab es am Ende eine weitere lange Neutralisation, wegen einer Baustellenampel und einer Ampelkreuzung unten im Ort. Dort bildete sich eine sehr große Gruppe, wo aber natürlich wieder keiner die Pace machen wollte. Der nächste Zwischenanstieg war top asphaltiert und dem Team bekannt, auch da wurde von vorne gefahren. Die nächste Verpflegung bei 135 km wurde hinten in der Gruppe angesteuert, mal Kraft sparen zur Abwechslung. Hinauf zum Col d’Alsace gab es zur Temperatur unterschiedliche Auffassungen, Daniel war es eher zu warm und Moritz zu kalt. Daniel fuhr sein avisiertes 250 W Tempo bis oben durch, Moritz musste sich sammeln und konnte nicht mitgehen. Die Abfahrt war dann recht einsam, aber ließ sich hervorragend fahren – bis unten der Gegenwind kam. Es sammelte sich zum Glück eine Vierergruppe, die sich dann mit drei Leuten an die 8er Gruppe herangearbeitet hat. Auf dem Weg zur Schlussrampe, der Planche des Belles Filles konnte sich Daniel im Windschatten erholen und wie geplant die letzte Verpflegung überspringen. Dann war der Ofen aber aus, die letzten 50 m vor dem Ziel waren dann wirklich der Tod für die Beine. Moritz konnte sich auf der Abfahrt erholen und kam mit den 5 Minuten Rückstand vom vorletzten Anstieg ins Ziel, traf sogar noch Heiko, der im Flachen noch Gas gab, aber dann bei der finalen Verpflegung nochmal kurz pausierte.
Stefan fuhr insgesamt ein recht einsames Rennen, er hatte am Anfang sinnvollerweise einen konservativen Pacingansatz. Um Energie zu sparen waren auch die Abfahrten gemütlich, und an den Verpflegungsstationen war ein Stückchen Kuchen drin. Sein allererstes Rennen dieser Dimension lief dennoch gut, natürlich war am Ende der Ofen aus – die Schlussrampe ist einfach bitter.
Katie konnte zwei der Anstiege im Mediofondo fahren, den ersten, vorletzten und logischerweise auch den Schlussanstieg, und erwartete im Ziel oben die anderen DGD Fahrer. Als Belohnung und wegen langer Wartezeit gönnte sie sich oben noch eine kostenlose Massage. Das Teilnehmerfeld war ähnlich stark besetzt wie beim Ötztaler, daher gab es keine Top 100 Platzierungen.