Strasbourg 400er

Es begann alles damit, dass Heiko gerne einmal einen 300er fahren wollte. Weil Moritz daraufhin direkt 400 in den Raum warf und keiner mit Nachdruck widersprach, war das „Projekt Strasbourg“ also ins Leben gerufen.
Gesetzte Teamfahrer waren Daniel, Heiko, Moritz und Sebastian. Ursprünglich sollte das Event schon letzte Woche – dann aus terminlichen Gründen ohne Daniel – über die Bühne gehen, allerdings musste letztendlich aus gesundheitlichen Gründen um eine Woche geschoben werden, was sich letztendlich auch durch optimale Bedingungen belohnt werden sollte.

Zur Streckenführung: Gefahren werden sollte ein Rundkurs (gegen den Uhrzeigersinn) mit (einem Vorort von) Strasbourg als Extrempunkt zur Halbzeit. Der Hinweg zog sich dabei idyllisch durch kleine Dörfchen, zunächst in der Pfalz, später im schönen Frankreich. Besonderes Highlight dieses Streckenabschnitts waren sicherlich die Durchfahrt durch Worms, welches durch raffinierte Ampelanlagen zu überzeugen weiß (haha), sowie das schöne Offenbach (an der Queich). Der Rückweg aus Strasbourg wurde zu großen Teilen auf dem Rheinradweg / Rheindeich absolviert. Hier kommen nicht weniger als 5 Sterne infrage, sehr idyllisch gelegen, quasi keine Unterbrechungen und guter Belag.

In die Routenführung eingeplant wurden 7 Verpflegungsstopps, in der Regel Bäckereien und Supermärkte, wohl verteilt in 50km Schritten. So wurde eine optimale Verpflegung mit Getränken und Nahrung sichergestellt. Hier ist vor allem die Flüssigkeitsverpflegung essenziell, denn mit den Riegeln aus Heikos Dreiecksrahmentasche hätten die Teamfahrer vermutlich auch 2 Tage überleben können 😛

Nochmal zurück zur Vorbereitung. Wie für das DGD Racing Team üblich, wurden auch die Details im voraus akribisch geplant und durchdiskutiert. Wichtige Fragen betrafen hier die Abfahrtszeit (es wurde sich auf 6 Uhr morgens, also pünktlich für die ersten Sonnenstrahlen, verständigt), wann davon zu sprechen sei, dass es abends „dunkel ist“, ist nach wie vor eine ungeklärte Frage (nichtsdestotrotz waren 3 von 4 Fahrern mit Vorderlichtern und alle mit Rücklichtern ausgestattet), die Reihenfolge (hier wurde sich auf Moritz, Daniel, Sebastian, Heiko verständigt, aber diese sollte später noch mehrfach nachoptimiert werden), welcher Schnitt denn zu erwarten sei (31 war konsensfähig, die von Moritz in den Raum geworfenen 32 wurden als zu optimistisch abgelehnt – die Realität wird hier bald noch aufgeklärt) und natürlich wie viel Gramm die Pulverlöffel von welchen Fahrern aufnehmen können.

Ebenfalls zu erwähnen ist hier noch die Rennstrategie. Aus diversen flachen 200er Touren hatten Moritz und Sebastian Erfahrung mit der Aufteilung „jeder immer jeweils 5km“. Es wurde befunden, dass aufgrund unterschiedlicher Tempi eine zeitbasierte Wechselregel zu präferieren sei, und die knapp 10min auf die man bei 5km kommt, wurden auf 15min erhöht.

Nachdem das alles geklärt wäre, kommen wir zurück zum Geschehen. Es ging also Samstag morgens um 6 Uhr an den Start, alle waren pünktlich und bis auf ein kurzes Selfie wurde auch keine Zeit vertrödelt. Man kam direkt zügig voran, der Wind zeigte sich eher dankbar, auch wenn phasenweise Seitenwindverhältnisse anzutreffen waren, was nicht optimal war und dem ein oder anderen Fahrer mehr Körner hinten abverlangte, als erwartet wurde. Zwischen Kilometer 100 und 150, wo auch der Großteil der Höhenmeter anzutreffen war, wurden daher nochmal kleinere Modifikationen vorgenommen, unter anderem in der Fahrerreihenfolge (Daniel und Sebastian tauschten die Position) sowie der Absprache, dass die Wellen nicht so schnell hochzufahren seien. Dies zahlte sich aus und es ging deutlich harmonischer bis Strasbourg weiter, was gut war, denn es wurden dort doch noch Gegenwindverhältnisse angetroffen.
Stopp in Strasbourg wurde in einer Boulangerie abgehalten, die eigentlich in 2min schließen sollte, aber da man mit Moritz einen Belaberer im Team hat, war dies überhaupt kein Problem und es wurden alle Wünsche vom Bäckereifachverkäufer erfüllt. Leider deuteten sich bei Heiko erste Ermüdungserscheinungen an, da durch die Windverhältnisse und die Fahrerreihenfolge der Windschatten oft dürftig war, musste Heiko bei Moritz‘ Führungen zu viel Körner investieren. Es wurde geplant, dagegen anzugehen, in dem Moritz weniger Watt treten sollte.
Nun ging es also an den Rückweg. Die Moral war gut, man fühlte sich weitestgehend gut und die Windverhältnisse ließen auch optimistisch auf Hälfte zwei blicken. Während man diverse Male, oft ohne es zu bemerken, die Landesgrenzen passierte, folgte man also dem Rhein gen Heimat. Wie bereits angesprochen, waren die Streckenverhältnisse wirklich ideal um schnell zu fahren, was Daniel, Moritz und Sebastian auch gerne nutzten, und so schraubte man den eh schon guten Schnitt immer weiter nach oben in Richtung 33,5.
Bei Kilometer 300 war noch eine kurze Detour von der Strecke vorgesehen, um in einem urigen Gasthaus am Rhein Crêpes zu essen. Schlussendlich gab es Waffeln statt Crêpes, diese ließen auch etwas auf sich warten, waren dafür aber sehr lecker, und massig Mücken, von denen Sebastian auch am Folgetag noch viel Spaß haben sollte, gab es auch noch. Da dieser Zwischenstopp länger als erwartet dauerte, war nicht klar, ob man es noch bei Tageslicht (nach Sebastian-Definition) ankommen würde. Konsequenterweise wurde deshalb weiter sehr schnell gefahren – man hat ja nichts zu verschenken.
Nachdem also auch das letzte Viertel – gegen Ende hin natürlich auch auf bekanntem Terrain – absolviert war, kam man um kurz nach 21 Uhr in der Spätdämmerung wieder am DGD Stützpunkt Eberstadt an. Alle waren sehr zufrieden und stolz auf die Leistung! Unterm Strich standen mit Anfahrt bis zu 408km auf dem Wahoo, mit einem Schnitt von gut 33,5kmh (Strava). Der Abend wurde dann noch in der Residenz des Teamchefs mit Pizza und Rad-TV zelebriert.



 

 

Anreise Südtirol

Angereist wurde in drei Formationen: Der im Tetris-Modus beladene Egert-Skoda, der Teamchef-Wagen und Camper-Schade. Abfahrt der Darmstädter Autos war um 4 Uhr, was sich als zu spät herausstellen sollte, dem Camper wurde noch lange eine zu späte Abfahrtszeit vom Teamchef unterstellt, sie sollten aber trotzdem mit Abstand am Frühsten ankommen. Kurioser Zufall: Im stockenden Verkehr auf der Fernpassstraße planten zwei, durch ein Fahrzeug getrennte Wagen, in einer Haltebucht einen Pitstop einzulegen: Es ist dem Leser überlassen zu ermitteln, um wen es sich dort gehandelt haben könnte.

Die Unterkunft direkt am Lago konnte direkt überzeugen, jedoch war das einparken schwierig, Rückwärts einparken vermutlich sogar theoretisch unmöglich.

Nach einem klassischen Snack mit Bruscetta ging es auf die Einrollrunde, die als sehr flach beworben wurde, aber doch zwei steile, aber dafür nicht so lange Anstiege, inkludierte. Durch gute Pace-Arbeit von Katie wurde dies aber gut über die Runde gebracht. Highlight der ersten Abfahrt: Ein Belgier, der versuchte, auf der Passstraße zu wenden, dumme Idee. Nach der zweiten Abfahrt attackierte Katie nochmal und löste damit eine Kettenreaktion aus.

Der Ersteinkauf war dank Einsatz eines leeren Kinderwagens gut zu bewältigen. Abgerundet wurde der erste Tag durch Pizza im Restaurante Europa und der F1 Sprintrennenwiederholung bei einer Datenrate von geschätzten 500kb/s.

Rosalie hat auch einen Beitrag zum Artikel zugesteuert: cfg f gvgvgvbvb

Tour of Sufferlandria 2021 – Stages 3-5

Zunächst gilt es den Rückstand in der Berichterstattung über die Tour of Sufferlandria zu erläutern. Als professionelles Radsport Team hat sich das DGD Racing Team für die Tour Unterstützung in der Medienabteilung besorgt: Durch Grunter von Agony vermittelt, wurde ein Minion von The Sufferfest als Praktikant angeheuert. Leider hat jener die Party nach Stage 2 übertrieben und sich an in Sufferlandrian Holy Water getränkten Donuts übernommen. Kurzum: Der Praktikant musste nun leider wieder gefeuert werden und es liegt wieder in der Verantwortung der Teamfahrer, die Artiklos zu schreiben.

Genug des Vorgeplänkels. Die Formkurve zeigt weiterhin bei allen Teamfahrern nach oben. Stage 3 bestand nur aus einem Workout (Fight Club), wo das Frauen Peloton aufgemischt wurde. Einen QOM konnte trotzdem kein Teamfahrer ergattern. Strava: Daniel, Heiko, Moritz, Sebastian.

Stage 4 war wieder eine Doppeletappe, bestehend aus Half is Easy und G.O.A.T. Bei Half is Easy scheiden sich nach wie vor die Geister, ob dies ein leichtes Workout ist, oder nicht. G.O.A.T. mit der klassischen Bergfloh TF lief für alle Fahrer gut, auch wenn 2 von 4 Fahrern die vorgegebenen Trittfrequenzbereiche nicht fahren konnten oder wollten. Sebastian waren dies nach wie vor zu wenig Kilometer, weshalb die Etappen nicht ganz back-to-back gefahren wurde, um durch ein Zwischen-Cool Down weitere Kilometer abzuspulen. Strava: Half is Easy: Daniel, Heiko, Moritz, Sebastian, G.O.A.T.: Daniel, Heiko, Moritz, Sebastian.

Schließlich wurde heute noch Norway gefahren. Diese Race Simulation wirkt auf sehr kleinen Displays einschüchternd, aber das Power Profil ist in Wahrheit sehr fair und wurde von allen Fahrern als keine sonderlich große Herausforderung (außer für den Schaltfinger) wahrgenommen und hat ordentlich Laune gemacht. Strava: Daniel, Heiko, Moritz, Sebastian.

Trainingslager Südtirol 2020 – Bergtouren Special

Wie in diversen Artikeln bereits angeteasert, wurden durch Sebastian in diesem Jahr auch diverse Bergtouren durchgeführt. Insgesamt gab es vier Wanderungen, da die erste mangels ausreichender Planung keinen richtigen Gipfel enthielt, soll sich hier auf drei Touren beschränkt werden.

Naturnser Hochwart bei Nacht

Die epischste Tour sollte direkt die „Erste“ sein. Nachdem der ersten Wanderung die Highlight-Momente fehlten, sollte direkt überkompensiert werden und es wurde eine Wanderung von Lana (300 üNN) auf die Naturnser Hochwart (2600 üNN) geplant. Die minimalen Höhenmeter suggerieren schon, dass es sich hier um eine lange Tour handeln muss. Um also zu humaner Zeit wieder zurück zu sein, wurde ein Start um 2 Uhr nachts durchgeführt, wodurch nach optimistischer Rechnung des Protagonisten der Gipfel zu Sonnenaufgang erreicht sein würde. Spoiler: Das hat natürlich nicht hingehauen, aber zumindest war die Baumgrenze überschritten, als es langsam hell wurde, was den selben Effekt erfüllte.

Nach einem guten Kilometer im Ort schraubt sich der Weg zunächst konsequent 800hm nach oben, wobei nur knapp 5 km Strecke zurückgelegt werden. Es folgt ein Flachstück über ca. 3km, auf dem man im leichten Trab etwas für den Schnitt tuen kann (oder sich auf feuchtem Gras im Downhillgerenne etwas den Fuß verdrehen kann :P). Es wird hier auch ein Bach passiert, an dem man sich seine Wasservorräte auffüllen sollte, denn danach wird es dazu überraschenderweise keine Möglichkeit mehr geben.

Ab Kilometer 9 steigt der Weg wieder stramm und es werden weitere 700hm zurückgelegt. An einer Stelle verlässt man den Wald, um parallel zu einer Weide weiter aufzusteigen. Wenn man dann unvermittelt einen Bullen auf der Weide anleuchtet (Erinnerung: es ist gerade ca. halb 5 nachts) und leuchtende Augen unter gewaltigen Hörnern als Feedback bekommt, ist ein kurzer Schreckmoment inklusive.

Kurz darauf verlässt man also den Wald und findet sich auf einem flachen Höhenweg über eine Weide wieder. Allmählich wird es hell und die Atmosphäre ist bombastisch. Vom Höhenprofil würde man denken, dass diese Passage ebenfalls genutzt werden kann, um etwas für den Schnitt zu tun, aber der Untergrund ist nicht ideal und wer diese Atmosphäre ignoriert um sich auf seine Rennerei zu konzentrieren hat den Schlag sowieso nicht gehört.

Nach wenigen Kilometern geht es eine weitere Stufe nach oben, das Terrain ist mittlerweile eindeutig ein alpines und man muss sich deutlich mehr auf die Schrittführung konzentrieren. Danach umrundet man das Naturnser Hochjoch parallel zur Höhenlinie, aber auch hier ist nichts für den Schnitt zu gewinnen. Es ist auch anzumerken, dass hier nun alles sehr exponiert für den Wind ist und man spätestens beim Abstieg auf jeden Fall wärmere Kleidung braucht.

Es folgt eine bergab Passage auf grobem Geröll, hier ist man definitiv nicht schneller als im Aufsteig. Zum Schluss folgt ein Endspurt über knapp 300hm auf sehr steilem und alpinen Gelände, die Anstrengungen sind jetzt real. Belohnt wird man mit einem tollen Ausblick in immer noch (aufgrund der Uhrzeit, die gerade halb 7 anzeigt) majestätischer Atmopshäre. Es ist allerdings auch sehr kalt und windig, sodass man nicht unbedingt zu lange verweilen will, selbst wenn man noch ein trockenes T-Shirt, Pulli und Halstuch dabei hat. Sogesehen ist es auch kein guter Plan, deutlich früher in die Tour zu starten, um am Gipfel auf den Sonnenaufgang zu warten, sofern man nicht bereit ist, sehr viel Equipment zu Erwärmungszwecken mitzuschleppen.

Der Abstieg war dann wie der Aufstieg. Bei der Rückumrundung des Jochs wurde noch halt an einer Kuhtränke (?) gemacht, um die Füße etwas zu kühlen.

Zeitweise kann man es im Absteig auch mal laufen lassen, allerdings ist die Ermüdung (gerade auch in Knien und Hüfte) irgendwann sehr stark zu spüren, sodass insbesondere die letzten steilen Höhenmeter Abstieg durch die Apfelplantagen sowie die letzten Kilometer durch den Ort sehr zäh und definitiv nicht mehr schnittbringend waren.

Fazit: 9h, 40km, 2640hm. Strava

Karerpass nach Rotwand mit Klettersteig

Die erste Bergtour nach dem Quartierwechsel nach Eppan sollte auf die Rotwand in der Rosengartengruppe  gehen. Startpunkt war der auf 1750m gelegene Karerpass, der nach einer Dreiviertelstunde mit dem Auto zu erreichen ist.

Da bei dieser Tour eine Fahrgemeinschaft mit Heidrun und Katie gebildet wurde, die eine kleine Wanderung auf Passhöhe machen wollten, war ein hohes Tempo anzustreben.

Diesmal war die Tourenplanung sogar ganz professionell und wurde mit Christoph, dem Herrn des Hauses im Hotel, durchgesprochen. Es sollte zunächst vom Karerpass über einen steilen Wanderweg zur Paolina-Hütte aufgestiegen werden, welche sich auf gut 2100m befindet. Diese erste Passage kann auch per Lift zurückgelegt werden, allerdings muss der Lift (inkl. Ticketkauf und Warterei) die Zeit von 28min erstmal schlagen 😉 

Von der Paolina-Hütte führt ein Wanderweg auf 2600m, zu Beginn gibt es eine Traversierpassage, in der man etwas für den Schnitt tun kann, danach folgt ein steiler Wanderweg auf gerölligem Untergrund, der konsequent Höhenmeter macht, aber alles in allem flott passiert werden kann. Allerdings war der Weg voll wie eine Autobahn im Berufsverkehr, sodass das maximale Tempo durch zahlreiche Überholvorgänge nicht ausgeschöpft werden konnte. Trotzdem konnte sich der CR für dieses Segment auf Strava in 38min gesichert werden.

Die letzten 200m wurden durch einen Klettersteig zum Gipfel zurückgelegt. Dieser ist in der Literatur mit Schwierigkeiten A/B angegeben und folgt dem Grat des Berges. Es gilt letztendlich die Eigenverantwortung in den Bergen, jedoch konnte der Autor dieses Artikels für sich entscheiden, dass eine Passierung ohne Ausrüstung kein Problem ist. Es ist noch anzumerken, dass der Steig, obwohl es ein Gratsteig ist, nicht sonderlich ausgesetzt ist.

Nun war der höchste Punkt also nach 1,5h Aufstieg erreicht. Am Gipfel hat man eine tolle Aussicht auf die Rosengartengruppe, außerdem gibt es ein Gipfelkreuz mit Gipfelbuch, es wurde aber verpeilt sich in jenes einzutragen. Trotz größerer Höhe war es in Sachen Temperatur und Wind hier deutlich angenehmer als auf der Hochwart, trotzdem wurde for good measure ein Pulli übergezogen.


Der Abstieg wurde über die andere Seite vorgenommen. Es wurde schnell wieder ein Klettersteig erreicht, der auch runter gut zu gehen war und in einer Scharte mündete. Hier darf man sich nicht verwirren lassen, wenn man von oben kommend plötzlich den Masaré Klettersteig im Auge hat. Diesen würde der Autor definitiv nicht ohne Ausrüstung passieren wollen, die Einsteigstelle ist auch mit Schwierigkeit C ausgezeichnet.

Der Steig mündet dann also in einer Scharte, die ziemlich ätzend abzusteigen ist und schlecht markiert ist. Es bietet sich an, sich rechts am Berg zu halten, um nicht den Abzweig zu verpassen und (wie der Autor) etwas zu tief in der Scharte abzusteigen.

Der Rest ist dann leicht, es geht über gut ausgebaute Wanderwege leicht abfallend zurück Richtung Karerpass. Zwischendurch kam ein Hüngerchen auf, welches durch einen selbstgebackenen Riegel behoben wurde. Der Kauvorgang wurde im Laufen erledigt, was offenbar ziemlich doof aussah und den entgegenkommenden Verkehr irritiert hat.

20min vor Ende wurde von der Talfraktion ein Pizzabestellvorgang angeboten, der natürlich direkt angenommen wurde. So wurde also der Pass nach gut 3h inkl. Pausen wieder erreicht und 2min später wurde auch schon die Pizza serviert 🙂

Fazit: 3:20h, 13km, 1100hm. Strava.

Kaltern auf den Roen mit Klettersteig 

Als finale Tour sollte es von Kaltern auf den Roen gehen. Der Roen ist der höchste Punkt des Mendelkamms mit 2100m. Es wurde wieder eine Fahrgemeinschaft mit Heidrun gebildet, die eine Wanderung ausgehend vom Kalterer See unternehmen wollte. Um also die Tour nicht zu lange ausufern zu lassen wurde als Startpunkt der Klettergarten in Kaltern gewählt, der gegenüber dem See ein paar Kilometer und Höhenmeter spart, und gute Parkmöglichkeiten bietet.

Vom Parkplatz führt ein Wanderweg über 5km konsequent gut 1000hm nach oben. Der Weg liegt meist im Wald, hat guten Untergrund und ist durch Serpentinen abwechslungsreich gestaltetet. Bestes Terrain um hemmungslos hochzukloppen. Auf 1200m gibt es eine Hütte der Bergwacht, wo man die Flaschen auffüllen kann. Beim Anstieg wurde dies ignoriert, da die Flaschen noch fast voll waren, es sollte aber (wie bei den anderen Touren auch) die letzte Möglichkeit bleiben (abgesehen von den Hütten am Höhenweg, in die man aber einkehren müsste).

Nun befindet man sich also auf einem Höhenweg. Hier ist auch deutlich mehr Betrieb als auf dem Aufstiegsweg (wo sonst niemand war), die meisten sollten wohl vom Mendelpass aus kommen. Der Weg ist gut ausgebaut und breit, hier würde man vermutlich selbst mit dem Auto gute Karten haben, es kann also definitiv was für den Schnitt getan werden.

Nach 7,5km passiert man eine große Hütte, links geht es Richtung Überetscher Hütte, an der sich der Einsteig zum Roen Klettersteig befindet. Rechts geht es den Normalweg lang, gerade aus befindet sich ein enger steiler Pfad, den man auf dem Rückweg nehmen wird und fälschlicherweise für den Normalweg gehalten hat. Naja, Strecke wird es auf jeden Fall gespart haben.

Der Roen Klettersteig ist wieder mit A/B angegeben. Es gibt steilere Kletterpassagen und Traversen. Im Hotel wurde sich wieder über die Passierbarkeit ohne Ausrüstung informiert, Steinschlag ist hier ein Thema, allerdings entschied der Autor aufgrund der erwarteten niedrigen Frequentierung, dass dies am heutigen Tage vertretbar sei. Überraschenderweise traf man dann doch zwei weitere Gruppen im Steig, allerdings wurde darauf geachtet, nicht gemeinsam mit jenen sich im Hang zu befinden und ansonsten wurde schnell das Überholmanöver angepeilt, wobei sich die anderen Gruppen auch sehr kooperativ zeigten.

Alles in allem kann man sagen, dass dieser Steig nochmal deutlich mehr Spaß gemacht hat als der an der Rotwand. Allerdings sollte man sich hier schon sicher sein, dass man weiß, was man tut. Insbesondere auch bei Nässe ist der Steig ohne Absicherung definitiv nicht zu empfehlen!

Nach dem Klettersteig waren es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel. Genauer gesagt gibt es hier eher zwei Gipfel: Einmal eine Zunge markiert mit einer orange-roten Metalmarkierung, die mit einem SVD Aufkleber noch verschönert wurde, ein paar Meter weiter gab es eine zweite Zunge auf einer Kuhweide, auf der sich auch das Gipfelkreuz befand. Der Weg durch die Kühe war eher beschwerlich, aber im dritten Anlauf konnte ein passierbarer Pfad gefunden werden. Diesmal hat der Autor auch daran gedacht, im Gipfelbuch etwas DGD Werbung zu hinterlassen.

Der Aufstieg hat insgesamt ca. 2,5h gedauert. Um Heidrun nicht zu lange warten zu lassen, wurde ein deutlich zügigerer Abstieg angepeilt, was dem Weg auch zuzutrauen war.

Der erste Abschnitt über den vermeintlichen Normalweg war eher langsam, da er eher einem Jungle glich, aber richtig Hütte konnte schon etwas Fahrt aufgenommen werden. In der Traverse auf dem Höhenweg war dann auch ein guter Trab möglich.

Der Absteig der verbleibenden gut 1000hm konnte dann, die 4h Effektivzeitmarke stets im Auge, konsequent runtergebolzt werden, was zwar anstrengend war, aber auch mächtig Laune gemacht hat. Auf 1200m wurde nochmal kurz angehalten, um Heidrun zu aktivieren und von der einzigen Wasserstelle zu profitieren.

Alles in allem kann man sagen, dass diese Tour von der Intensität wohl die anspruchsvollste war, obwohl gut eine halbe Stunde länger als die Rotwandtour, da der Weg einfach dazu eingeladen hat immer auf dem Gas zu bleiben.

Fazit: 4h, 20,5km und 1650hm, Stava.

DGD Racing Team in der ZETT

Wie bereits im Artikel Giro delle Dolomiti: Tappa 4 Valparola erwähnt, wurde am Ruhetag des Giro die Vorwahl zur Miss Südtirol der Sonntagszeitung ZETT besucht. Dabei wurden die Fahrer fotografiert und prompt in der Ausgabe des vergangenen Sonntag abgedruckt.

Natürlich wurde die entsprechende Ausgabe besorgt und der Teamchef stellte rasch fest, dass man es nicht nur in den Abschnitt „Leben & Leute“ auf Seite 16 geschafft hatte, sondern auch in die bessere passende Rubrik „Sport“ auf Seite 35.

In der vollen Version der Ausgabe, die sich unter Kiosk.at erwerben/runterladen lässt, fügt sich der Artikel passend zwischen Nibali und Egan Bernal ein.

An dieser Stelle nochmal ein Dank an die Redaktion der ZETT für die Erlaubnis, die entsprechenden Ausschnitte benutzen zu dürfen!