Giro Delle Dolomiti 2019 – Tappa 2

Pünktlich um 8:01 Uhr ging es schon los, d.h. urlaubsuntypisch musste das Frühstück schon um halb sieben eingenommen werden, immerhin war es schon hell und warm. Es ging die ersten 30 Kilometer flach auf der Bundesstraße in Richtung Brenner bis nach Klausen. Das Trio des DGD Racing Teams fuhr dicht am Führungs-Tesla um möglichst wenig Stop & Go zu haben und flüssig durch zu kommen. Das funktionierte auch gut, auch wenn die Pace des Stromers am Anstieg teilweise sehr gemütlich war. Bei km 45 gab es ein Rennradfrühstück, als alle fertig waren dauerte es jedoch noch gut 20 Minuten bis sich der Tross in Gang setzte, hoch hinauf zum Würzjoch. Es folgten direkt einige Rampen bei denen viele dem stoisch 10km/h fahrenden Führungsfahrzeug nicht folgen konnten. Das am Vorabend ausführlich recherchierte Steigungsprofil des gezeiteten Schlussabschnittes hatte nicht zur Folge, dass das sehr zügige Tempo nach Überfahren der Zeitmatte aufgrund des flachen Terrains antizipiert werden konnte. Sebastian war ganz nah am Führungsauto, er wurde daher von einigen Fahrern (darunter erst Moritz und dann später Daniel der weiter hinten eingeklemmt war) überholt wurde. Er konnte auf dem flacheren Segment mit Zwischenabfahrt sein Vortagsergebnis am meisten verbessern (Platz 64) und konnte sogar deutlich vor der schnellsten Frau die Passhöhe erreichen. Daniel hatte Moritz zwar in Sichtweite aber die Lücke war zu groß um sie zu schließen, und wie am Rittner Horn konnte der Windschatten von Kyrill (aus Weißrussland) bis zum Schlussdrittel genutzt werden. Kurz vor dem Ziel wurde zickzack gefahren, da keiner der Fahrer wirklich Körner hatte zum in den Wind zu gehen. Aufgrund von Fotokameras 200m vorm Ziel war der (kleine) Zielsprint von Daniel etwas verfrüht, aber es waren nur 30 Sekunden Rückstand zum erneut stärksten Fahrer des Teams – Moritz. Dieser hatte erneut eine super Starke Gruppe, von der sich auch ein paar Fahrer lösen konnten, im Gegenzug wurden aber auch Leute eingesammelt. Oben am Pass gab es dann eine Top Aussicht und Eis.


Der erste steile und enge Teil der Abfahrt wurde wieder von hinten gefahren, mit 2 kurzen Stopps um genug „Luft“ nach vorne zu haben, denn selbst auf Feldwegen kann man es ja „laufen lassen“. Die letzten 5km nach Klausen auf der Bundesstraße wurde im Feld gefahren, dort musste man dann schon mehr als sonst üblich an der Bremse operieren. Zurück nach Bozen war das Feld leider deutlich nervöser, es wurde viel auf der Gegenfahrbahn überholt, an Engstellen gab es dann natürlich Stau und in einer Baustelle sogar einen kleinen Crash. Sebastian war im Feld weiter vorne als die anderen beiden, die entnervt (Moritz) und überhitzt (Daniel) waren – was eine gute Position fürs Team an der Essensschlange im Zielbereich zur Folge hatte. Apropos gut platziert: Gesamtwertungsplätze: 21,29,108 -> Tendenz sinkend 🙂 Eckdaten der Tour: 134 km 2300Hm

Trainingslager Südtirol 2019 – St. Walburg

Um die Beine fürs sonntägliche Rennen nicht unnötig zu strapazieren wurden alle Varianten in Richtung Ultental gestrichen und als Ziel wurde ein Café in St. Walburg auserkoren. Nach nur 20km gemütlichem Pedalieren – Moritz fuhr mit ca. 10 Minuten Vorsprung aufs Gruppetto zusammen mit Katie den Lanaer Hausberg hinauf. Aufgrund der späten Abfahrtszeit war der erste Anstieg schweißfördernd warm, Kühlung bot dann der neu eröffnete, Taghell beleuchtet Kofl Tunnel mit knapp 1km Länge. Obwohl nicht wirklich minutiös geplant kamen beide Gruppen fast zeitgleich am Tourziel an und es konnten diverse Eisvariationen geordert werden.

Auf der Abfahrt tauschen Moritz und Daniel für ein paar nicht optimal asphaltierte Passagen das Material um mal zu schauen was sich in Sachen Material so getan hat – die Antwort: bei gleichem Reifen und Reifendruck ist der Fahrkomfort des Comet spürbar besser, die 40mm hohe Felgenflanke sorgte für vergleichsweise hohe Seitenwinddetektierbarkeit. Sebastian schaute sich das Geplänkel nicht an und fuhr die Abfahrt nach Lana auf P1, bis er 3 Kurven vor Schluss mit demontierten Vorderrad auf die anderen drei Fahrer wartete – Schlauch in der Kurve explodiert, Ursache unklar aber zum Glück ist Sebastian und sein nagelneuer Laufradsatz heile geblieben.

Trainingslager Südtirol 2019 – Eppanründchen

Aufgrund von etwas diffiziler Wetterlage, bewölkt und etwas frischer, und wegen unterschiedlich frischen Beinen wurde heute entschieden eine kurze, lockere Runde zu fahren. Im Vierer Express ging es den nochmals mit neuem Belag und Unterführungen ausgestatteten Radweg bis fast nach Bozen. Dort eröffnete Moritz ein kurzes Bergzeitfahren (3km/ 185Hm), dass er souverän von vorne gewann. Daniel lies sich vom versehentlichen geöffneten Pulsgurt kurz vorm Schluss zum Abreißen verleiten (+25 Sek), während Sebastian mit schweren Beinen Katie nur knapp hinter sich halten konnte. Nach kurzem Sammeln ging es zügig hinab und über die Felder zurück nach Lana zur Eisdiele. Eckdaten: 50km, 32er Schnitt, 350 Hm.

Danach wollte Sebastian noch mittels Firmware Upgrade seine elektronische Schaltung (Ultegra 6800) zu einem neuen Feature verhelfen, dem Semi-Synchronized Shift (automatisches Schalten hinten beim Kettenblatt Wechsel), allerdings benötigt man leider doch neue Upgrade Teile für diese Gruppe.

Trainingslager Südtirol 2019 – Möltenrunde mit Jenesien Acht

Wie in den meisten Jahren wurde am ersten richtigen Trainingstag der Anstieg nach Mölten in Angriff genommen, dieses Jahr waren die Temperaturen sehr angenehm. Alle vier fuhren gemütlich an den Fuß des Anstiegs, sogar ein weiterer Fahrer klinkte sich in Moritz Windschatten. Moritz fuhr den Berg in einem Tempo an, was für P3 auf Strava gut gewesen wäre um zu schauen wie schnell sich das anfühlt – die Antwort: zu schnell. Daniel musste bereits nach einem Kilometer abreißen lassen, die Beine waren vom Windschattenfahren noch zu kalt, Sebastian fuhr ebenfalls in seiner eigenen Pace, die sich seiner Meinung nach nicht schnell anfühlte, es aber war (-2:30 schneller als seine Bestzeit), Daniel verfehlte seine Vorjahreszeit nur knapp (9 Sekunden). Moritz Form war wie erwartet überragend und er konnte seine Bestzeit um 1 Minute unterbieten.

In Mölten wurde die Runde um eine nicht zu verachtende Schleife verlängert, welche die Etappe zur Königsetappe werden lies. Die erste Rast war an der Linger Alm, kurz nach ein paar kleinen Rampen nach Mölten hoch.
Der Preis für 3 Strudel und 3 Getränke betrug 20,50€, Moritz konnte aufgrund Kleingeldknappheit den Preis auf 20€ herunterhandeln. Dann ging es noch ein paar Höhenmeter hoch, und die Schlaufe wurde eröffnet. Eine Abfahrt auf einem Feldweg, unterbrochen mit Zwischenanstiegen auf leider überschaubarem Belag führte bis zur Hauptstraße oberhalb von Jenesien. Dann konnte man ein paar zügige Kilometer talwärts in Richtung Bozen fahren, bis es recht abrupt rechts ab ging. Entlang des Berges führte eine kleine Straße die nur 2 Modi kannte. Über 12% oder kurze Abfahrten, alle Fahrer fuhren im niedrigsten Gang mit Sicherheitsabstand in der gewohnten Reihenfolge, was Sebastian viele Körner kostete – selbst sein Beschwerde-Sprachzentrum war außer Gefecht. Zurück auf der bekannten Route (für 2 von 3 Fahrern) gab es dann zum höchsten Punkt oberhalb von Jenesien ein Steilstück, und dann kam die Dorf-Doppelrampe (18% und gefühlt >20%).

Dank Katie, die die klassische Möltenrunde fuhr, wusste das Trio, dass St. Ulrich geschlossen hatte, sie fuhr zum nächsten Gasthof auf der Route, und die drei kehrten zum zweiten Mal in die Linger Alm ein, dieses Mal mit Erdbeerkuchen und positivem Trinkgeld. Die Abfahrt nach Meran war leider nach 2km von einer sehr langsamen Autokollonne blockiert, sodass der Schwung fast ausschließlich in die Bremse ging. Eckdaten der Touren: 63km/1518Hm/19er Schnitt und (112km/3170Hm/23-24er Schnitt)

Triathlon Zeilhard 2019

Bereits im dritten Jahr starten Fahrer des DGD Racing Teams beim Triathlon in Zeilhard. Stefan hatte sich im Vorjahr abfällig über die olympische Distanz geäußert, sodass er seine Triathlonpremiere direkt mit der Mitteldistanz (2/80/20 km) feiern wollte. Im Winter feilte er an seiner Schwimmtechnik und ein paar Lauftrainings wurden absolviert. Die Waden fürs Radfahren waren sowieso vorhanden. Daniels Startplatz für die olympische Distanz (1/40/10 km) wurde von Sebastian übernommen, aufgrund der Nasenverletzung war gerade das Schwimmen noch zu riskant. Christian startete mit seinem Kumpel Matthias auch auf der Mitteldistanz, aber konnte aus Verletzungsgründen nur 7 km laufen, kompensierte er aber mit +600 m Schwimmen und +40 km Radfahren. Matthias zeigte in allen Disziplinen eine Top-Leistung (42 min/xxx/1:48 h) und war bereits nach 5:15 h im Ziel. Stefan ging es beim Schwimmen (47 min) und vor allem beim Wechsel gemütlicher an. Daniel fuhr, im Windschatten um nichts zu verzerren, eine Runde bei Stefan mit auf der Radstrecke um die Pace zu checken. Trotz des starken Windes war diese gut (~30er Schnitt, gab auch viele langsame/winklige Passagen) und die ersten Laufrunden waren noch in Grinsemanier zu absolvieren. Sebastian wollte unter 15 Minuten bleiben, schwamm aber zu schnell an 1:15 min auf den ersten Hundert und musste seinen zwei Jahren Schwimmabstinenz mit 16:48 Tribut zollen. Auf dem Rad konnte er gewohnt gute Leistung abrufen, auch die Laufpace mit ca. 50 min war trotz arg löchriger Barfußschuhe solide, die Blasen kamen auch erst danach zum Vorschein. Auf den letzten 5 km quälte sich Stefan dann zur Freude der meisten Zuschauer ganz gut, aber dank guter Renneinteilung (2:20h Laufzeit) konnte er in 5:53h seine erste Halbdistanz absolvieren.
Lisa war aufgrund einer Erkältung zum Zuschauen gekommen, Paula konnte ihre Vorjahreszeit auf der Kurz-Distanz deutlich unterbieten.