Mallorca 2023 – Kein Regen im Orient

Um ein möglichst abwechslungsreiches Programm bieten zu können, hatte die Tourenplanung schon am zweiten Tag eine waschechte Bergetappe aufgetischt mit der ersten Bergwertung am Puig Major gefolgt von den Colles Soller und Honor. Gerüchten zufolge waren Teile der Küstenstraße wegen Aufräumarbeiten nach dem letzten Sturm auf Mallorca noch gesperrt. Um auf Nummer sicher zu gehen überprüfte Moritz via google maps direkt nach dem Aufwachen um 7h40 die Verkehrssituation und die Straße schien frei zu sein. Eine – wie sich bald herausstellen sollte – korrekte aber nutzlose Information.

Um 9h30 (im Rahmen der Messungenauigkeit) starteten 6 Fahrer durchs Schilf Richtung Sa Pobla. Zum ersten Mal in der Teamgeschichte wurde der Ort Campanet sinnvoll durchfahren und nach einem weiteren fachmännischen Shortcut und der gefühlt vierunddrölfzichsten Pinkelpause von Sebastian und Heiko befand man sich schon im Anstieg zum Kloster Lluc. Oben angekommen, wurden Moritz‘ Erklärungen zur weiteren Pacing-Strategie Richtung Puig jäh von Florian unterbrochen: „…wenn wir hier überhaupt weiterkommen.“ In der Tat war die Straße gesperrt und der zur Kontrolle abgestellte Bauarbeiter ließ nicht mit sich diskutieren. Immerhin konnten nützliche Informationen für die Folgetage akquiriert werden: Die Straße ist Montag – Mittwoch Im Zeitraum 8h-16h gesperrt (und damit nicht um 7h40…), Donnerstag – Sonntag aber befahrbar.

Die spontane Neuplanung der Tour sah damit vor, zunächst die schöne Abfahrt vom Kloster zurück nach Caimari zu rollen und dann am Fuße der Berge auf den ursprünglichen Track zu kommen. Damit fiel die Mittagspause auf den Markplatz von Bunyola (Pizzeria Tramuntana, sehr zu empfehlen) und der Col d’Honor konnte nach dem Mittagessen, wie ursprünglich geplant, befahren werden. Nach dem obligatorischen Passfoto waren mindestens 4/6 Fahrern ob der guten Abfahrtsperformance von Meister Klink beeindruckt, der das Sextett auf dem ersten holprigen Teil bergab führte und dann im Flachen richtig Dampf machte.

Auch die schnelle Abfahrt aus dem Orient konnte in vollen Zügen genossen werden, doch hinter Alaró äußerte Daniel gegenüber Moritz erste Zweifel an der Wettersituation („Ich glaub, wir werden heute noch nass…“). Das wurde prompt verneint („Nene, ich denke, das geht sich genau aus.“), was sich selbst unter den vielen Fehlprognosen des Moritz E. als eine der katastrophalsten Fehleinschätzungen in Erinnerung bleiben wird. Es dauerte nämlich keine 30 Sekunden bis die ersten Tropfen auf den Helm prasselten und 2 Minuten später bildeten sich Pfützen auf den Straßen. Zum Glück konnte man sich wenigstens im Ort Consell unterstellen. Der Blick auf das Regenradar ließ dann die Vermutung aufkommen, dass der Bergfloh zur Zeit auch auf Mallorca ist: Man hatte zielsicher das einzige Regengebiet aufgestöbert und mangels Wind machte dies auch keine Anstalten sich zu verziehen, während im Hotel bestes Wetter herrschte. Also, nothing helps, mussten die Beine durch mehr Leistung warm gehalten werden und die Tour auf komplett nassen Straßen direkt fortgesetzt werden. Keine dumme Entscheidung, denn 20 Minuten später war alles, inklusive Fahrer, wieder komplett trocken. Zur guten Laune trug auch eine riesige Schafherde bei und als gute Tat des Tages konnte ein zurückgelassenes Lämmchen gerettet werden (Anmerkung der Redaktion: Zumindest gehen wir davon aus, dass die von uns angesprochene Dame das Tier im Auto zurück zur Herde und nicht direkt ins Restaurant gefahren hat.

Flo entschied sich dann, den Ronnyberg auzulassen und direkt hochpulsig ins Hotel zu pedalieren, während der Rest dem Meister die Ehre erwies und Heiko sicherstellte, dass die traditionelle Ballerei durch Schilf nicht ausfallen musste.

Eckdaten der spontan geplanten Tour: 138km, 1800Hm.

Trainingslager Mallorca 2023 – Rekorde

Dieses Jahr gab es Rekordbeteiligung mit insgesamt 11 Fahrern und nachdem jedes Jahr das Wetter eine Spur nachließ, gab es die ersten beiden Tage lupenreine Sonne. Die Einrolltour konnte mit dem Kuchenstopp aus dem Vorjahr draußen von statten gehen, die Leihräder von Philipps Bike Team waren auch ok – nur Jürgen hätte noch eine Nummer größer gebraucht. Das Kernteam hatte natürlich eigenes Material unterschiedlicher Generationen dabei, sodass es keinerlei unübliche Probleme gab.
Abfahrt am ersten echten Trainingstag musste aufgrund des etwas ausufernden Formel-1 Rennens um das akademische Viertel verschoben werden. Mit allen Fahrern ging es geschlossen im Verband mit zum Teil gutem Rückenwind auf der klassischen Routenführung über Sineu nach St Llorenc. Dort kam man pünktlich (erstaunlicherweise) zur reservierten Uhrzeit an einem neuen Restaurant an.

Um die ausgedehnte Wartezeit auf die in Duos gelieferten Pizzen (sehr gut), wurde sehr dünn geschnittener Schicken pur serviert. Nicht alle bestellten Getränke der Mallorcaneulinge bestand den kritischen Rat des DGD Racing Teams, aber man gibt seine Erfahrungen gerne weiter. Christian entschied sich als einziger (der Rest wurde länglich überzeugt) ohne die Stichstraße nach Betlem mitzunehmen – er ist nach einer überstandenen Erkältung noch angeschlagen. Um keinen hohen Puls zu fahren, musste er wirklich schleichen – eigener Aussage zu folge. Vorne im Hauptfeld gab es kein Ausscheidungsfahren aber die vom Leserkreis bekannte Reihenfolge am Berg kam zustande – top Zeiten war aufgrund des starken und beständigen Gegenwindes aber nicht drin. Als das Doppelquintett am Insta-Fotopoint Mallorcas ankam, konnte ein freundlicher Ex-EU-Bürger davon überzeugt werden ein paar Fotos zu schießen.

Auf der Küstenstraße ballerte die Sonne weiter, aber der Gegenwind lies nicht nach – dafür die Beine von Arne und Maurice (Teil des Hemsbach-Trios rund um Konstantin). Es wurde Heiko als Guide ans Ende der Gruppe geschickt, Daniel und Moritz fuhren von vorne ein moderates Tempo zurück zum Hotel. Chapeau an Arne, dessen erste Fahrt über 100 km absolviert wurde. Das Abendprogramm gespickt mit Sauna, Pool, Buffet und Radsport im Relive war ebenfalls sehr abwechslungsreich. Eckdaten: 128km 1455Hm (mit 19 Anstiegen laut Wahoo Summit)

Riderman 2022 – Rennbilder

Gut Ding will Weile haben, der Winterpokal beginnt in Bälde – Zeit ein paar Eindrücke vom Belgischen Wochenende des Ridermans zu posten. Leider waren die gewählten Fotopunkte nicht so ideal (am Berg wäre besser gewesen), aber die Qualität stimmt dennoch.

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Riderman 2022 – Flaches Finale

Mit nur noch drei Fahrern, Heiko wollte die sich anbahnende Erkältung nicht verschleppen, ging es zur letzten Etappe. Das gesamte Rennen war trocken, der Start war wie erwartet etwas hektisch. Besonders das sehr frühe Aufrücken der Startblöcke war für Sven schlecht, er war statt vorne in C hinten in D. Moritz fuhr weit vorne im Feld, vor Daniel gab es bereits einen Gruppensplit. Zusammen mit Micha und Janine konnte die Lücke jedoch geschlossen werden, bis es 50m vor einem Kreisel krachte. Moritz musste links aufs Gras ausweichen und Daniel weiter hinten rechts. Moritz war dank seiner besseren Positionen und dem all-in-Modus in der Lage die Lücke zum Feld zu schließen. Danach waren die Beine aber natürlich leer, sodass er sich meist im mittleren Teil des Feldes aufhielt. Daniel blieb direkt in der zweiten großen Gruppe. Auf der Abfahrt wurde weit vorne gefahren, denn wie man Kurven fährt hat sich wohl nicht überall herumgesprochen. Der junge Belgier vom Vortag, mit dem Daniel zwei Ausreißversuche unternahm war ebenfalls in der Gruppe. Ihm vertraute Daniel auch die Taktik an, am Hauptanstieg Vollgas zu geben. Dank guter Position ging das auch gut, mit 320W auf 15 Minuten zeigte sich der Erfolg der Sauna vom Vortag. Allerdings war der Anstieg zu flach (3,3%), sodass fast alle in der Gruppe mitgehen konnten. Danach wurden immer mehr Fahrer von vorne eingesammelt und es gab keine Möglichkeiten mehr etwas zu versuchen. Eine Schrecksekunde gab es für Daniel beim Abfahren eines recht hohen Bordsteines, als das Ritzel den Stein kurz touchierte. Aufgrund der Topografie und der Gruppengröße wurde sich vom Zielsprint auch ferngehalten, der erste der Gruppe war auf Platz 126. Moritz‘ Gruppe teilte sich auch für ihn ungünstig auf. Er versuchte es mit einem anderen Fahrer 3km vor dem Ziel noch die Lücke zu schließen, classic DGD Style aber ohne Erfolg. Dennoch kam er mit der Gruppe von Platz 49 sehr weit vorne ins Ziel. Sven kam insgesamt in der 8. Gruppe mit 10 Fahrern mit einem 36er Schnitt ins Ziel. Ohne Defekte und Stürze ging damit ein erfolgreicher Riderman zurück – beim nächsten Jahr wird es noch besser :). Gesamtplatzierungen: Moritz 77, Daniel 142, Sven 254.