Es ging nochmal früh los, 9 Uhr an der Tankstelle, heute nur zu viert. Meyers hatten Ruhetag und es wurde sehr gemütlich die gesamte Küstenstraße bis nach Mogán gerollt. Hinter jeder Bucht riesige Hotels und Bungalows. Das Ende der GC-500 ist leider eine seit Jahren nicht mehr geöffnete Straße und eine Autobahnabfahrt deren Befahrung teuer ist. Ansonsten gibt es von dort keine weitere Möglichkeit die Insel zu umrunden – außer über Soria. Nach der kurzen Straßenbaulichen Exkursion wurde umgedreht und es gab einen Kaffee im Quartier der Meyers, ein schöner Abschluss der Woche bei perfektem Wetter. Damit auch das Training nicht zu kurz kam, wurde der Hausberg nochmal gefahren, der untere flache Teil mit Rückenwind wurde sehr zügig absolviert. Daniel brachte das Leihrad zurück, aß Eis zum Mittag und spazierte mit richtigen Schuhen und defektem Rad (Ersatzteil liegt schon in der Packstation) zurück zur Unterkunft, wo Heiko am Pool chillte und sein Rad schon eingepackt hatte. Aus Traditionsgründen (und weil es gut schmeckt) wurde den 35 Minuten Fußweg zur Pizzeria Basilico auf sich genommen, um dort von der Bedienung wiedererkannt zu werden – immerhin das 3. Jahr in Folge dort gewesen. Stravalink
Heute ging es 9:30 Uhr los, eine Grundlagenrunde mit ca. 140 km stand auf dem Programm direkt hoch in Richtung Fataga. Die Straße war voll mit Rennradlern aller Leistungsklassen, ein Schweizer Frauenteam wurde im „Grundlagentempo“ der Meyers überholt. Zu Beginn war es bewölkt, aber es wurde schnell ordentlich warm. Als dann am ersten Gipfel nach 28 km spontan links abgebogen wurde (statt geradeaus wie auf dem Track), ließ ein unsauberer Kettenblattwechsel von Daniel die selbige abspringen. Dank Wachs eigentlich kein Problem, aber beim nächsten Tritt war aus unklaren Gründen das Schaltwerk an der oberen Kettenstrebe – rien ne va plus. Das Kettenschloss war halb auf und das Schaltwerk verbogen. Die anderen fuhren nach kurzer Rücksprache weiter und die Route wurde von Micha spontan geändert, es ging nach Cruz Tejeda – durch die Kurve an der er vor 2 Jahren verunfallte. Die Abfahrt in Richtung Las Palmas war gut, ab dann folgte eine recht verkehrsreiche, wellige Strecke in Richtung Telde. Die Pace war weiterhin hoch, sodass Heiko ordentlich kämpfen musste – aber auch für Philip war sicher nicht alles 100% „easy“. Ungefähr eine Stunde lang wurde es noch kühl, die Wolke und die Radgruppe hatten in etwa die gleiche Geschwindigkeit und Richtung – aber es blieb trocken. Stravalink
Daniel versuchte erst einen Bus zu nehmen, die Panne war direkt an einer Haltestelle. Leider gab es keine Radtransportmöglichkeit, es ging in ein nahe gelegenes Ausflugslokal. Dort bestelle die nette Bedienung ein Taxi – Toyota Prius hatte keine Probleme das Rad samt Fahrer zu transportieren. Das Resort „Maspalomas“ gibt es bedauerlicherweise zweimal im Ort, natürlich wurde zum falschen gefahren. Da sich dieses aber näher am Radverleih am Strand Meloneras, war der Plan jetzt direkt dorthin zu kommen (2,7km). Es wurde für 15:00 Uhr ein Leihrad in Aussicht gestellt, derweil gab es Pasta mit Meerblick. Das eigene Rad durfte nach kurzer Überzeugungsarbeit in der Zwischenzeit dort gelassen werden, und nur der (sehr weiche) Sattel musste noch ein paar mal hochgestellt werden – dann ging es weiter. Die wellige Küstenstraße wurde zum Intervalle fahren genutzt, dann kurz im Rückenwind ausruhen und den Anstieg nach Soria angreifen. Die Wattwerte waren gut, die Zeit aufgrund des Materials nicht. Nach dem Abzweig zum Tauro Pass kommt auf der Stichstraße nichts mehr Spannendes, also ging es wieder zurück, um zwei Minuten vor Heiko in der Unterkunft anzukommen. Stravalink
Am sogenannten Ruhetag ging es zu zweit direkt nach El Toblero wo eine neue Stichstraße erkundet wurde. Nach ca. 15 km endet diese mit einem Sperrschild und wird zur Gravelstraße. Direkt durch den nicht touristischen Ort ging es gut bergauf, die Straße wurde zunehmend schmaler und der Belag gröber. Es kamen bis auf zum Teil verlassene Häuser und ein paar Gartenhütten keine Zivilisation mehr, dafür viele Rampen, die sich aber mit kurzen Abfahrten abwechselten. Der Ausblick in alle Richtungen war überragend, kurz vor dem Ende der Strecke konnte man sogar ins Nachbartal nach Soria hinabblicken. Am Schild wurde dann der einheimische Geheimtippriegel (600kcal für 1,5 Euro) verspeist und es ging wieder hinunter. Die zweite Auffahrt war dann die Lokalrunde Maspalomas auf den Cima Pedro Gonzales, dieses Mal gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Die präferierte Richtung wurde ohne konklusives Ende begangen, die klare Strava-User Mehrheit ist auf jeden Fall für gegen den Uhrzeigersinn 🙂 In Ayagueres waren alle Höhenmeter geschafft und es gab sehr süßen Kuchen mit Cola, dann ging es zum Pool, der sogar kurz getestet wurde, es wurde totes Holz gelesen und der Ruhetag nahm Form an. Nachdem Heiko den jetzt geflickten pannensicheren Schlauch wieder zurückgetauscht hatte gegen den Reserve-Leichtbauschlauch wurde die Abfahrt im übrigen noch verzögert, Daniels Rad fehlte, ob nicht montierter Kette gänzlich der Vortrieb. Abends wurde ein sehr gutes Restaurant getestet, das trotz des Namens nicht enttäuschte. Stravalink
Aufgrund einer unsicheren Wetterprognose am höchsten Punkt der Tour wurde bereits kurz nach 9 Uhr gestartet. Heute mit dabei war Philip (ehemals Team Strassacker), Kamila hatte ihren letzten Tag in GC und natürlich beide Meyers. Kurzes Einrollen auf der Küstenstraße, dann ging es ins noch kühle, weil schattige Tal in Richtung Soria. Dort wurde moderat gepaced, es waren diverse Konversationen und Fachgespräche möglich. Im oberen Teil (eher Gravel als Straße) wurde dann die traditionelle Ernährungsmethodik eines weiteren Mitfahrers (Werner, Transalp AK Sieger 2019) vom Coach kritisiert – „da kann ich mich auch in die Eier treten“. Es wurde aufgrund des Wetters auch wenig pausiert, Daniel mitgebrachte Powerbank (Wahoo hatte morgens nur 41 %) konnte daher nicht zum Einsatz kommen. Auf der sehr schönen Abfahrt nach Aldea gab es leider Verkehr und die allerersten Wolken kamen ins Blickfeld. Inselwetter ist eben recht schnelllebig. Die Mittagspause glich eher einem F1 Stopp, jeder holte sich Kohlenhydrate im Supermarkt und es ging hoch ins Tal der Tränen. Die noch im Vorjahr extrem schlechte Fahrbahn im Anfangsteil des sehr schönen, ruhigen und ungleichmäßigen Anstiegs war neu gemacht – sehr gut. Auch hier wurde gerade am Anfang gemütlich gefahren, als es weiter oben immer dunkler wurde, zog Micha das Tempo an. Die mitgebrachten Jacken mussten dann doch übergestülpt werden, man fuhr in der Wolke. Oben in Artenara wollten sich kurze alle sammeln, dann machte es Peng und Heikos Hinterreifen wurde durchstochen. In einer Garage ging dann der Schlauchwechsel zügig vonstatten, Daniel e-Minipumpe hatte sich mal wieder gelohnt. Entgegen der Hoffnung der fünf Fahrer verzogen sich die Wolken nicht, immerhin trocknete die Straße wieder ab, sodass man sicher die Abfahrten (auch viel neue gemacht) bewältigen konnte. Die zweite Pause in Ayakarta wurde wegen Sonnenmangels leider links lieben gelassen, die mitgebrachten Vorräte mussten also reichen. Auf dem kürzesten Weg ging es über Fatada zurück ins trockene Maspalomas. Eine wirklich coole Runde, die sich aber nach dem Tal der Tränen schon noch hinzieht, gerade wenn das Wetter nicht optimal ist. Dank der extrem kurzen Standzeit hatte Daniels Wahoo noch 4 % 🙂 Stravalink
Praktischerweise planten die Meyers am ersten Tag ihren Ruhetag, so war der Einstieg für Daniel und Heiko dankbar. Trotz 1h Flugverspätung konnte am Ankunftstag noch eine Mini Technikcheck Runde absolviert werden. Die diesjährige Unterkunft ist ein kleines Ressort mit Lobby und Frühstücksbuffet. Bei bestem Wetter und neuer Teamwear sowie erstmal einem mitgereisten Stevens Cometen (dank Riesenradkoffer) ging es für Daniel und Heiko direkt hoch nach Fataga. Janine und Micha hatten noch Kamila dabei (gecoached von Micha), es war also ein fröhliches Quintett. Wegen des Wochentags gab es recht viel Verkehr, selbst am obligatorischen Kaffeestopp musste mit Glück der letzte freie Tisch ergattert werden. Da kein „echtes“ Training geplant war, gab es genug Zeit Bilder zu machen – da freuen sich die Sponsoren. Damit der Tag nicht zu einfach endete, fuhren Heiko und Daniel noch den Extraloop nach Ayaguares gegen den Uhrzeiger Sinn. Der Hauptanstieg war dann im Schatten, dafür blies der Wind wie erwartet auf der Abfahrt ordentlich. Es gab noch 3 Intervalle mit je 1 Minute Länge, damit sich das Renegerations-Equipment auch lohnt. Stravalink