Minitrainingslager Bad Kötzting

Recht spontan gab es ein 2-tägiges Mini Trainingslager in Ostbayern, genauer gesagt in Bad Kötzting. Dort ist ein Freund vom Teamchef in einer Klinik und da wurde der Besuch mit ein wenig Radfahren ergänzt. Die Unterkunft ist sehr schlicht und liegt in Traidersdorf, ein Vorort von Bad Kötzting, in dem alle Straßen nur den Ortsnamen haben. Die Pension hat außer Wasser, Strom und Licht keine weiteren technischen Finessen zu bieten. Das wird jedoch mit einem Preis von 17 Euro pro Übernachtung inkl. Frühstück gerechtfertigt. Aufgrund nicht vorhandener Ortskenntnis wurde kurzerhand eine Strecke aus dem Internet (gpsies.com) gewählt.
Nach dem Runterrollen zum Hauptort ging es direkt mit einer 15% Rampe los so muss das sein. Der erste Anstieg klingt recht bedrohlich (Höllhöhe , ist jedoch eine recht breite Straße die aber 10% Steigung bietet. Nach der Abfahrt gab es keine Erholung, der nächste Anstieg (Eck) wartet, mit 370Hm aber recht moderaten 7%. Aufgrund des am Ende recht monotonen (nicht abwertend gemeint) Sicht auf Wald und Straße, zieht sich der Anstieg jedoch ganz schön hin. Wer will kann einen Abstecher nach Tschechien machen, die Landesgrenze ist unmittelbar in der Nähe. Die Abfahrt führt doch Lam und durch Lohberg wo direkt der Hauptanstieg auf 1120m wartet. Dieser führt fast komplett bewaltet auf den Bretterschachten (mit Gipfel Großen Arber) wo es eine Seilbahn mit erstaunlich vielen Touristen (für Freitag) gibt. Die Steigung ist wieder gleichmäßig mit 7%. Gemein ist jedoch, dass nach der Arber Seilbahn ein leichtes Bergabstück kommt, man dann aber noch rechts abbiegen auf den höchsten Punkt wo man nochmal 200Hm drückt. Diese Variante ist sicher nicht die schönste, aber mit gut 700Hm sicher die härteste. Oben machte zudem der Landkreis Regen seinem Namen alle Ehre, die Wolke auf dem Berg konnte sich aber zum Glück fast komplett beherrschen. Auf der Abfahrt fährt man durch den Mega-Touri-Ort Bodenmais. Dann fand der unbekannte Tourenplaner eine tolle Strecke durch Asbach, 2m Breite Straße, Asphalt, ruhig – perfekt. Diese Euphorie sollte jedoch nicht lange anhalten, denn es folgte eine Schotterstraße, die nicht so aussah als ob sie sich bessern sollte. Nach kurzer Konsolidierung, ging es dann über Schönau, den Neunußberg über Wiesing zurück zum Ausgangspunkt. 102km, 26,3er Schnitt, 2105Hm.
Nachdem die Wetterprognose noch am Morgen 9 Sonnenstunden versprochen hat, sah der Himmel doch eher wolkig aus. Dank maximal angesagten, hochsommerlichen 18 Grad musste der Windstopper mit, was sich als sehr berechtigt erwies. Gleich am Anfang der Tour wartete der Kleine Arber als Hauptanstieg. Und wieder bewies der unbekannte Tourplaner seine Varianten. Ein Feldweg mit 50% Schotteranteil führte auf den Berg. Dieses Mal wurde vom Teamchef nicht umgeplant, sondern mit dem Motto „Mann oder Frisör“ einfach hochgefahren. Wer jetzt noch den Pannenschutz der Conti Force & Attack Reifen in Frage stellt, dem ist nicht mehr zu helfen. Nach der Offroadsession führte die Tour über größere Straßen nacH Viechtang, von wo aus der zweitgrößte Berg mit 800m befahren wurde. Dort war die Straße zwar breit, aber absolut leer. Als dann schon wieder Schotter angesagt war, wurde adhoc umgeplant und der Rest der Tour verlief durch zahlreiche kleine Dörfchen, mit vielen ups and downs und Straßen die geteert aber nicht wirklich zweispurig war. Trotz der Schottereinlage kam bei wieder 102km ein 26,5er Schnitt raus, bei nur 1950 Höhenmetern. Wer ein Fan von Wald ist, der muss wirklich in diese Gegend fahren, denn obgleich Odenwald nach vielen Bäumen klingt, ist das hier eine andere Dimenson 🙂

(Klick aufs Bild für mehr Bilder)

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