Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/38/d76963713/htdocs/dgdracingteam/wp-includes/post-template.php on line 284

Tour d’Energie 2012: Sportograf

Bei der Bergwertung wurden sowohl bei Daniel als auch bei Stefan die Messungen nicht ausgelöst. Dank ausgefeilter Technik konnte jedoch die Zeit recht präzise bestimmt werden und die Bergpace des DGD Racing Teams wurde damit ein weiteres Mal belegt: Moritz (der nicht voll auf Angriff den Anstieg hoch fuhr) benötigte 8:07 Minuten und wurde 138., Daniel 7:53 was einem 108. Platz entsprochen hätte.

Auch dieses Jahr war der Sportograf an der Strecke und auch auf dem Motorrad unterwegs. Mit Klick aufs Bild gehts zur Bildershow.

Tour d’Energie Göttingen 2012

Regen oder kein Regen während der Tour d’Energie – schon die ganze Woche hing diese Frage in der Luft. Als Hauptargument für Regen waren die Vorhersagen der meisten Wetterdienste heranzuziehen, als einziges Argument dagegen das inzwischen nahezu legendäre Wetterglück des DGD Racing Teams. Als das Team pünktlich um 10:15 – knapp eine halbe Stunde vor Rennstart – in der Startaufstellung eintraf und kurz danach die Sonne durch die vereinzelten Wolken
durchbrach, war klar, dass sich das Wetterglück gegen die Wetterberichte durchgesetzt hatte.

Daniel und Moritz begannen dank der guten Vorjahresleistung das Rennen in Startblock B. Stefan, erstmals in Göttingen dabei, startete in Block F. Da sich Daniel und Moritz in einer sehr hektischen Anfangsphase eigentlich sofort aus den Augen verloren, kann sich der Leser nun auf 3 Rennberichte aus 3 verschiedenen Blickwinkel freuen.

Moritz: Direkt nach der Freigabe versuchte ich das nahezu Unmögliche, nämlich in das Hauptfeld aus Startblock A vorzubreschen. Auf den ersten 20km wurde daher nichts getrunken, nichts gegessen und eigentlich nie unter 180 Puls gefahren. Einige Lücken fuhr ich alleine im Wind zu aber das Ergebnis war ernüchternd – ich fand mich in der Gruppe direkt hinter besagtem Feld wieder und noch entlang der Weser hatte ich Sichtkontakt. Mehr als 2 Minuten waren das nicht.
Am ersten langen Anstieg startete ich den letzten Versuch, nach vorne zu kommen. Aber die Gruppe, auf die ich kurz vor dem Gipfel aufschloss, beschloss an die Verpflegungsstation zu fahren, anstatt mit mir (im Windschatten :p) Tempo zu bolzen. So legte ich die Kilometer bis zum Hohen Hagen alleine zurück, konnte dann bis Kilometer 90 in einer schnellen 5er Gruppe von A-Block Fahren mitfahren (die mich dann aber unbedingt loswerden wollte) und kam nach weiteren 10km Solofahrt (das gibt wenigstens gute Bilder :)) an der Spitze eines großen Feldes die Ziellinie überqueren. Das Ergebis belohnte aber für meine Mühen die Vorjahresplatzierung wurde deutlich gesteigert.

Ergebnis: 2:47:08 Fahrzeit, Platz 155/1784.

Daniel: Nachdem schon kurz nach dem Start klar wurde, dass Moritz zu weit im Feld nach vorne (bzw. ich zu weit nach hinten) gespült wurde, dass es beim DGD Racing Team jeweils ein Einzelrennen wurde ging es auf den ersten Berg. Nach ein paar wirklich unnützen Platzverlusten wegen Trinkflaschenfehlbedienung ging es meist im Windschatten in Richtung 3. Berg. Nachdem das ca. 100-Mann (und vl. 2 Frau) Feld endlich Platz gemacht hatte, konnte man am Berg eine gute Pace vorlegen. Die 4-5 Leute die beim Gipfel in Sichtweite waren, fuhren leider zur Verpflegungsstation. Vor lauter Restmüdigkeit (Fahrt nach Göttingen 23-1:20h nachts) und Rennfieber war die Rennstrategie recht überschaubar muss man hier einwerfen. Nach dem Berg fing die „Misere“ an. Nichts während des Rennens gegessen ging es die Abfahrt hinunter. Dort kamen fast alle „Bergnasen“ vorbei, die eigentlich längst abgehängt sein sollten. Also wurde geduldig auf das nächste Feld gewartet. Das war leider recht langsam unterwegs, kein Wunder kurz vorm härtesten Anstieg wollte sich keiner dem recht starken Wind gar zu sehr in den Weg stellen. Der neue Schlachtplan lautete jetzt: alles auf eine gute Zeit beim 2,1km langen Bergsprint am Hohen Hagen setzen. Dies wurde leider in den ersten 500m von den anderen Fahrern der Gruppe verhindert, durch gekonntes „in voller Fahrbahnbreite langsam fahren“. Als dann Platz war, gab es einen Antritt und kurz vorm Gipfel den Spruch eines Carbonfreundes: „das demontiviert mich jetzt schon“. Darauf hin gab es selbstverständlich noch eine Tempoverschärfung. Danach passierte das unvermeidbare, nichts ging mehr. Zahlreiche Platzierungen und Sekunden gingen verloren, Gruppe um Gruppe musste ziehen gelassen werden – zu müde waren die Beine – zu stark war der Wind.

Ergebnis: 2:55:49 Fahrzeit, Platz 375 (hoffe dass die Bergwertung noch veröffentlicht wird ;))

Stefan: Da die Einteilung der Startblöcke durch fragwürdige Verfahren stattfindet, musste ich in der vorletzen (5./6.) Startgruppe starten. Die Angabe des 31er Schnitt auf der Nordschleife war wohl einfach zu schlecht… Zu Beginn musste ein Kompromiss zwischen Überholen und Energiesparen gefunden werden. Dieses Unterfangen war aufgrund des starken Windes und den Fahrern, die die ersten 15 flachen km als eine Art Sprint sahen, nicht sehr einfach. Der 1. von 4 Bergen zeigte dann ein gewohntes Bild; ein Rennradfahrer nach dem anderen wurde überholt. Auf der Abfahrt musste man dann ein Feld finden um kraftsparend und schnell voran zukommen. Am 2. Berg sagte jemand zu mir „Hab ich gesoffen? Da ist ne Federgabel an mir vorbei gefahren“ 🙂
Vorm 3. Berg führte ich im Flachen kurz ein 100 Mann Feld an. Eine tolle Erfahrung mit entsprechenden Gesichtern der Rennradler. Das 100 Mann Feld war nach dem 3. Anstieg´ jedoch zerissen; 2 Leute sind mit mir hoch gefahren, der Rest war anscheinend zu stark gedemütigt, vom 26″ MTB im Flachen. Der hohe Hagen war schön steil, und vermittelte „Tour de France Atmosphäre“ viele viele jubelnde Zuschauer – ein Traum. Die Restlichten 25km ins Ziel waren dank Gegenwind sehr anstregend. Besonders als ich zu Beginn damit beschäftigt war ein Feld zu schaffen. Der Zielsprint fiel dann ärgerlich aus – aus der ca 30 Mann starken Gruppe waren 2 Leute schneller 🙁 bei 56km/h war bei mir einfach Ende.

Platz 524/1784 – Fahrzeit 3:01 – also ca 700 Leute überholt 🙂

Nach dem Zieleinlauf galt es dann das berühmte Göttinger Problem zu lösen: Wo gibt man den Transponder ab. Die Antwort dieses Jahr lautete „natürlich in dem gelben Bäckereiwagen“. Abgesehen von dem Durcheinander nach dem Rennen muss man die Tour d’Energie aber in allen Bereichen loben: Gutes Starterpackage, problemlose und schnelle Startnummernausgabe, klasse Strecke und ein fantastisches Publikum, das am Hohen Hagen mit jedem Tour de France Publikum mithalten kann. Daumen hoch! Zum Schluss muss noch das Hotel Rennschuh erwähnt werden, dass dem DGD Raing Team zu einem sehr fairen Preis eine Unterkunft geboten hat 😉

 

Trainingslager Mallorca: Bilanz 2012

Wie üblich gibt es auch beim Trainingslager auf Mallorca eine abschließende Bilanz.

Nach den Radtouren bleibt die stets freie Sauna/Poollandschaft in positiver Erinnerung, hier kann die Regeneration perfekt anfangen. Diese wurde dann in kulinarischer Form am gut sortierten Buffet mit spanischem Bier weitergeführt (Standardmenü: Vorsuppe, 2 Hauptgänge, ein Kalorienhauptgang und Eis). Danach gab es stets viel zu Lachen, Gerald und Stefan aus Berlin, sorgten immer für 1a Stimmung. Dass Freitag der 5. Abend in Folge mit einem Fußballspiel war, machte das grandiose 4:4 (live auf Sky go am Laptop) vergessen.

Trainingstechnisch sind zunächst die Eckdaten von 700km und knapp 9000 Hm verteilt auf 6 Trainingstage hervorzuheben. An den großen Anstiegen, die als Bergzeitfahren in Angriff genommen wurden, konnten Daniel und Moritz ihre Zeiten aus dem Vorjahr um mehrere Minuten verbessern. Diese Zeiten sorgten teils für ungläubiges Staunen. Stefan konnte vor allem am ersten Tag und beim Zeitfahren auf den Col dels Reis glänzen: Hier verbesserte er die Zeiten von Daniel und Moritz aus dem Vorjahr und kam viel früher als erwartet an. Eine wirklich starke Leistung.

Mit Ausnahme von einem Tag konnte man auf Mallorca Sonne pur genießen – und die einzige „Regenpause“ wurde bei einer großen und sehr leckeren Portion „Idiotenpaella“ (Muscheln und Garnelen wurden vom Küchenpersonal schon die den Zustand gebracht, in dem man das ganze nur noch in sich hineinspachteln muss) verbracht 🙂 Dabei war es an den ersten Tagen etwas kühler als im Vorjahr, was aber keinesfalls negativ aufgefallen ist.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle an den Teamchef, der mit Moritz immer durch gute Streckenplanung glänzen konnte! Die Mathematikprofis hatten es sogar hingebracht fast jeden Tag irgendwo einigermaßen plausible Höhen oder Streckendaten herzuholen 🙂 Bis auf das verletzungsfreie Demontieren der Pedale und das spontane Entwerfen einer Spacervariante für Moritz war Stefan fast nur beim „taktischen“ Windschattenfahren zu sehen 😉

Diashow best of Mallorca 2012 (in voller Auflösung)

Trainingslager Mallorca: Rennrad-Check by Stefan

Rennradfahren ist nach nun einer Woche und 700km garnicht so schlimm, wie ich anfangs befürchtet hatte. Die Sitzposition ist gewöhnungsbedüftig bringt aber einiges an Luftwiderstandsvorteil. Die Bedenken man könne in Kurven mit einem MTB nicht mithalten, haben sich nur halb bestätigt. Man muss in der Tat mehr Präzision an den Tag legen sowie durch den tieferen Schwerpunkt Kurven früher anlenken. Mit etwas Routine sind jedoch auch mit Rennrad extrem schnelle Abfahrten möglich. Ein Hauptaugenmerk war überraschenderweise die deutlich bessere Abstufung der Gänge. 52-39-30 vorne, 12-25 (10-fach) hinten. Eine gute Kombination für bergige Gegenden. Dann wäre da noch das Gewicht, was beim von mir gefahrenen Müsing Alu 7005 Rad mit „Wald und Wiesen“ Laufrädern bei ca 8,5kg lag. Im Vergleich zu meinem MTB merkt man die knappen 2kg Unterschied genauso stark wie den um 2bar erhöhten Luftdruck (6 vs. 8bar). Möglich wären sogar 10 oder mit anderen Reifen gar 12bar. Der Komfort war jedoch auch mit 8 schon überschaubar. Das größte Manko im Betrieb ist meiner Ansicht nach die Tatsache, dass ordentliche Bremsungen nur in Unterlenkunghaltung möglich sind, was der Rücken wohl keine 100km mitmacht. Größere Hände, andere Bremsbeläge oder Griffe könnten hier aber helfen. An das traumhafte 52er Blatt und das exorbitante Rollen gewöhnt man sich leider viel zu schnell 🙁
Ein Lob gibt es an dieser Stelle auch an die Easy-Tours-Technik-Abteilung:
Das Rad schaltete tadelos in höchster Zuverlässigkeit und Präzision. (Ultegra Gruppe). Kettenschleifen/-springen oder laute „Schläge“ wie sie manchmal auf der Nordschleife bei „Kollegen“ wahrzunehmen waren, haben wohl die Ursache dafür auf dem 3. Flaschenhalter…