Trainingslager Mallorca: Ankunft

Kaum ein Jahr später geht es wieder ins Trainingslager auf Mallorca, dieses mal mit 3/4 des DGD Racing Teams. Stefan konnte sich nachträglich noch anmelden, was zur Folge hatte, dass er in einem anderen Flieger gen Süden geflogen ist. Da die Abflugzeiten jedoch nur 50 Minuten auseinander lagen (5:15 vs. 6:05) war das kein Problem. Ebenfalls kein Problem war der Umstand, dass das Kontingent an Radkoffern bei der Airline bereits ausgebucht war. So kam Stefan in den erstmaligen Genuss, selbst ein (O-Ton) „Rennradficker“ zu sein, indem er sich vor Ort ein Rennrad lieh. Für 95€ pro Woche gab es eine Müsing-Alu-Renner mit Ultegra Gruppe, also schon was gutes. Nachdem das Team Daniels Rad (30 Min) und Moritz‘ Rad (>1 Std.) fahrfertig zusammengebaut hatte, ging es zum Einrollen. Dieses Mal jedoch nur rund 24km lang, denn das Formel 1 Rennen wartete. Der Start wurde leider um 15 Minuten verpasst, sodass die Wiederholung auf BBC in Angriff genommen wurde. Fast stehend K.O. vor Müdigkeit dank der fast schlaflosen Nacht ging es ans reichhaltige Buffet des Hotels C’an Picafort Palace. Dort wurde Daniel mit „na, alles ok“ angesprochen, die Berliner Jungs, Gerald und Stefan mit denen die Abende im Vorjahr schon sehr kurzweilig waren, waren ohne etwas zu sagen, zum gleichen Zeitraum gekommen, das war mal eine gelungene Überraschung.

Vom Winterpokal ins Trainingslager

Kein Zweifel – der Winterpokal hat für das härteste Wintertraining aller Zeiten gesorgt. Angeführt vom unangetasteten Rollenkönig Bergfloh wird das DGD Racing Team samt Fanclub-Unterstützung das Teamranking innerhalb der Top 100 beenden und hat im Januar 2012 teilweise mehr Trainingsstunden als in den Sommermonaten des Vorjahrs absolviert.

Nun erleben Daniel, Stefan und Moritz einen nahtlosen Übergang vom Wintertraining in die Freiluftsaison: Das Ende des Winterpokals am 25.3. fällt mit dem ersten Tag im Trainingslager zusammen. Wie schon im letzten Jahr entschied sich das Team für das Quartier in C’an Picafor auf Mallorca und wird dort nach derzeitigem Stand der Dinge vom typischen „Racing Team Wetter“ erwartet. Die Voraussetzungen für einen optimalen Start in die Freiluftsaison sind also gegeben und der Formvergleich mit dem Vorjahr wird mit Spannung erwartet.

Vielleicht lasse ich mich nach dem Trainingslager auch noch zu einer ambitionierten Zieleliste für 2012 hinreißen 🙂 Zum Abschluss noch ein Blick auf den aus heutiger Sicht unglaublich lächerlichen Punkt 1. der entsprechenden Liste für 2011: „Drei Rolleneinheiten von ca. 90 Minuten (oder vergleichbares) pro Woche“ 😀

MTB Rundstrecke Nördliche Bergstraße

Nach einem missglückten Versuch, der zwecks etwas zu optimistischer Kleidungswahl abgebrochen werden musste, war es Zeit für die erste, wirklich harte, Outdoortour 2012. Ziel war die nagelneue Mountainbikestrecke des Geoparks an der nördlichen Bergstraße. Deren offizieller Startpunkt Alsbach liegt von Reichelsheim aus ungünstig, daher wird die Kuralpe als Start gewählt. Bis dorthin wird im Schongang über die Neunkircher Höhe gefahren. Es geht los auf den Felsberg, recht gemächlich im Vergleich zum parallel verlaufenden Alemannenwegs, der teilweise unfahrbar steil ist. Bevor man jedoch den Gipfel erreicht, biegt man scharf rechts ab, auf einen relativ steilen Singletrail in Richtung Melibokus. Den höchsten Berg der Bergstraße fährt man auf bekannter Strecke (Nibelungenpfad) komplett hoch. Hier bietet sich meist eine gute Aussicht. Die Abfahrt ist besonders im oberen Teil der spaßigste Abschnitt der ganzen Runde, ein schöner, flüssig zu fahrender Trail führt uns hinab. Dann folgt eine recht lange, schnelle Passage die kaum Höhe verliert. Sehr schön ist der kurze Abschnitt des Weinlagenweges, auch hier kann man bei guter Witterung einen guten Ausblick haben – dafür sollte man allerdings anhalten denn es geht dort schon gut bergab. Der nächste Anstieg ist recht human und führt zum Alsbacher Schloss. Danach folgt der mental härteste Anstieg. Es geht recht konstant steil auf einem Waldweg den Darsberg hoch, ohne technische Schwierigkeiten aber auch ohne Verschnaufpausen. Dann geht es ab in Richtung Seeheim-Jugenheim, wo man ein kurzes Stück des sog. „Eiskanals“ befährt. Nach dem Verlassen der Straße folgt der härteste Abschnitt der Tour. Es geht ca. 20-30m auf einem winkligen, sehr steilen Trail berghoch. Zur Zeit ist dort u.a. viel Laub zu finden, man geht also absolut ans Limit um den kurzen Abschnitt zu absolvieren. Die Abfahrt führt vorbei an Schloss Heiligenberg und am Schulungszentrum der Lufthansa. Jetzt folgt der letzte Anstieg der wieder in Richtung Odenwald führt, durch Steigerts geht es wieder in Richtung Kuralpe.

Für diejenigen die, auch die Heimfahrt interessiert: Ab Brandau kann man den „M“-Weg nach Neunkirchen fahren, man fährt dann rechterhand zur Landstraße durch den Wald bis man auf den Alemannenweg trifft. Jetzt kann man einfach in Richtung Ruine Rodenstein heimrollen.

Link zur offiziellen Seite der Rundstrecke, Die Gesamttour ab Reichelsheim umfasst 68km und 2100 Höhenmeter