Gran Canaria 2026 – Tal der Tränen

Aufgrund einer unsicheren Wetterprognose am höchsten Punkt der Tour wurde bereits kurz nach 9 Uhr gestartet. Heute mit dabei war Philip (ehemals Team Strassacker), Kamila hatte ihren letzten Tag in GC und natürlich beide Meiers. Kurzes Einrollen auf der Küstenstraße, dann ging es ins noch kühle, weil schattige Tal in Richtung Soria. Dort wurde moderat gepaced, es waren diverse Konversationen und Fachgespräche möglich. Im oberen Teil (eher Gravel als Straße) wurde dann die traditionelle Ernährungsmethodik eines weiteren Mitfahrers (Werner, Transalp AK Sieger 2019) vom Coach kritisiert – „da kann ich mich auch in die Eier treten“. Es wurde aufgrund des Wetters auch wenig pausiert, Daniel mitgebrachte Powerbank (Wahoo hatte morgens nur 41 %) konnte daher nicht zum Einsatz kommen. Auf der sehr schönen Abfahrt nach Aldea gab es leider Verkehr und die allerersten Wolken kamen ins Blickfeld. Inselwetter ist eben recht schnelllebig. Die Mittagspause glich eher einem F1 Stopp, jeder holte sich Kohlenhydrate im Supermarkt und es ging hoch ins Tal der Tränen. Die noch im Vorjahr extrem schlechte Fahrbahn im Anfangsteil des sehr schönen, ruhigen und ungleichmäßigen Anstiegs war neu gemacht – sehr gut. Auch hier wurde gerade am Anfang gemütlich gefahren, als es weiter oben immer dunkler wurde, zog Micha das Tempo an. Die mitgebrachten Jacken mussten dann doch übergestülpt werden, man fuhr in der Wolke. Oben in Artenara wollten sich kurze alle sammeln, dann machte es Peng und Heikos Hinterreifen wurde durchstochen. In einer Garage ging dann der Schlauchwechsel zügig vonstatten, Daniel e-Minipumpe hatte sich mal wieder gelohnt. Entgegen der Hoffnung der fünf Fahrer verzogen sich die Wolken nicht, immerhin trocknete die Straße wieder ab, sodass man sicher die Abfahrten (auch viel neue gemacht) bewältigen konnte. Die zweite Pause in Ayakarta wurde wegen Sonnenmangels leider links lieben gelassen, die mitgebrachten Vorräte mussten also reichen. Auf dem kürzesten Weg ging es über Fatada zurück ins trockene Maspalomas. Eine wirklich coole Runde, die sich aber nach dem Tal der Tränen schon noch hinzieht, gerade wenn das Wetter nicht optimal ist. Dank der extrem kurzen Standzeit hatte Daniels Wahoo noch 4 % 🙂 Stravalink

Gran Canaria 2026 – Pico de las Nieves

Da für den Pico gutes Wetter angesagt war, wurde am Plan festgehalten, den Pico von seiner schwersten Seite hochzufahren (Ostauffahrt von Carrizal, mit einer QDH von 1742 eine der schwersten Rennradanstiege in Europa). Heiko hatte zwar noch in Erinnerung, dass insbesondere das Mittelstück sehr hart ist, die Leiden vom Vorjahr waren aber offensichtlich schon wieder so weit verdrängt, dass die Vorfreude für die Gelegenheit überwog, 1,5h Vollgas fahren zu können. Die Faulheit, nicht das 34er Ritzel zu montieren, sollte sich aber noch Rächen. Daniel war diese Variante noch nicht gefahren und daher (für ihn zum Glück) noch nicht über das Steilstück gefahren. Michael und Janine hatten sich jeweils zum Ziel gesetzt, ihre Bestzeiten zu unterbieten. Dem QOM hat Janine selbstredend bereits.

In der gleichen Besetzung wie am Vortag ging es „flach“ bis nach Ingenio. Von da fuhr jeder in seinem Tempo den Pico hoch. Michael und Janine mit einem Affenzahn vorneweg. Daniel, Kamila und Heiko hinterher. Aus der Dreiergruppe verabschiedete sich erst Kamila und dann kurz vorm Steilstück auch Daniel, der etwas underfueled war. Zum Steilstück. Auch wenn sich die Daten relativ harmlos lesen: 5,24km @ 11,1% trügt der Schein. Denn was kein offizielles Profil hergibt, es handelt sich dabei weniger um einen konstanten Anstieg, als um eine lose Aneinanderreihung von 20% Rampen, die kurz kurze Flachstücke miteinander verbunden sind. Heiko hatte teilweise bei über 300 Watt eine Kadenz von unter 50.

Sobald man wieder auf der großen Straße angekommen ist, werden auch die Prozente weniger und man kann halbwegs entspannt zum Pico hochfahren, sofern man dies denn vorhat.

Michael und Janine fuhren gemeinsam in einer super starken Zeit von 1h23min hoch und konnten ihre persönlichen Bestzeiten jeweils deutlich unterbieten. Heiko brauchte trotz minimal besserer Beine als im Vorjahr 2 Minuten länger, was dem etwas schlechteren Wind und der winterlichen Körperfülle zuzuschreiben sind. Mit einer Zeit von 1h36min bei 290 Watt im Schnitt war er trotzdem mehr als zufrieden. Daniel ließ es etwas gemütlicher angehen und kam etwas später oben an, gefolgt von Kamila.

Von da ging es dann wieder gemeinsam über Telde zurück, wo man sich im Café noch mit Phillip Peitzmeier traf. Dieser hatte Ruhetag und den Strava-Kommentar des Tages, indem er anmerkte, dass der Pico über Pasadilla nicht zum Hochfahren geeignet sei. Diesen Ratschlag nahmen einige der überholten Radfahrer beim Wort und schoben in den steilen Passagen des Pico ihr Rad.

Trainingslager Gran Canaria 26 – Einrollen

Praktischerweise planten die Meyers am ersten Tag ihren Ruhetag, so war der Einstieg für Daniel und Heiko dankbar. Trotz 1h Flugverspätung konnte am Ankunftstag noch eine Mini Technikcheck Runde absolviert werden. Die diesjährige Unterkunft ist ein kleines Ressort mit Lobby und Frühstücksbuffet. Bei bestem Wetter und neuer Teamwear sowie erstmal einem mitgereisten Stevens Cometen (dank Riesenradkoffer) ging es für Daniel und Heiko direkt hoch nach Fataga. Janine und Micha hatten noch Kamila dabei (gecoached von Micha), es war also ein fröhliches Quintett. Wegen des Wochentags gab es recht viel Verkehr, selbst am obligatorischen Kaffeestopp musste mit Glück der letzte freie Tisch ergattert werden. Da kein „echtes“ Training geplant war, gab es genug Zeit Bilder zu machen – da freuen sich die Sponsoren. Damit der Tag nicht zu einfach endete, fuhren Heiko und Daniel noch den Extraloop nach Ayaguares gegen den Uhrzeiger Sinn. Der Hauptanstieg war dann im Schatten, dafür blies der Wind wie erwartet auf der Abfahrt ordentlich. Es gab noch 3 Intervalle mit je 1 Minute Länge, damit sich das Renegerations-Equipment auch lohnt. Stravalink