Trainingslager Südtirol 2015: Jenesienrunde

Nachdem das Frühstück etwas Verzug hatte (Brötchenservice wurde per pedes durchgeführt), ging es 9:45 in Richtung Bozen. Im Tal war es zu der Zeit noch angenehm zu fahren. Der Anstieg nach Jenesien sollte eigentlich nicht am Limit gefahren werden, denn die Devise war vernünftig hochzukurbeln. Der Anstieg bot fast keinen Schatten, keinen Hauch von Wind und über weite Stücke 11% Steigung. Das führte dazu, dass beide Fahrer des DGD Racing Teams der Überhitzung wegen am Limit waren, auch wenn der Puls noch Luft nach oben hatte. Daniel fuhr direkt unten sein eigenes Tempo, im gleichen Gang (1/2 für Interessierte) ist es meistens schwierig die gleiche Trittfrequenz zu fahren. Moritz hatte oben schon beide Trinkflaschen leer, war aber nur 3 Minuten langsamer als bei der Vollgasattacke letztes Jahr. Daniel hatte zwar noch mehr Wasser in den Flaschen aber musste der Hitze mit 4 Minuten Rückstand Tribut zollen. In St. Ulrich gab es wieder Südtirols besten Apfelstrudel und je 1kg Apfelschorle.IMG_4507

Die Abfahrt nach Meran wurde kurzzeitig von einem Porsche Panamera blockiert, der konnte jedoch noch überholt werden. In Meran war es dann richtig heiß (35 Grad) aber die beiden waren da fast am Ziel – pünktlich zum Start des F1 Rennens konnte sogar noch geduscht werden. Der Bergfloh fuhr einen etwas schattigeren Anstieg nach Mölten hoch und hatte schon bessere Beine als am Vortag. Eckdaten: 81km 26er Schnitt 1800Hm

Trainingslager Südtirol 2015: Ankunftstag

Nachdem die erste Woche bereits hochprofessionell geplant wurde,IMG_4505
ging es um 04:02 Uhr Ortszeit in Darmstadt los in Richtung Südtirol. Die Nacht war tropisch, es waren bei der Abfahrt 26,5 Grad plus. Wegen möglicher Hitzeschäden war die Autobahnfahrt mit zahlreichen Tempo 80 Schildern gespickt und die vereinbarte Zeit 10:00 Uhr am Günzelgut konnte nur vom Bergfloh erreicht werden, das Darmstädter Duo traf gut eine halbe Stunde später ein. Die Wetterprognose mit bis zu 38 Grad traf am ersten Tag schonmal nicht ein, die Tour zum Mendelpass wurde bei sehr akzeptablen 26 Grad gestartet und 15:00 Uhr bei Ankunft waren es „nur“ 32 Grad im Schatten. Aufgrund der beiden anstehenden langen Rennen ist dieses Jahr die Devise „Leiern“, das wurde auch bis oben durchgehalten – dennoch sind die Zeiten passabel.
IMG_4506Der Rückweg über den Gampenpass zog sich ein wenig hin, Daniel und Moritz hatten dafür auf der Abfahrt freie Bahn und dies konnte in einen 60er Schnitt umgesetzt werden. Eckdaten: 1600Hm, 80km, 26er Schnitt

Deja vu am Schleizer Dreieck

Nachdem Moritz wegen einer Mandelentzündung das Rennen absagen musste, sprang dankenswerterweise Sebastian Bechtel (siehe Artikel „Bombenstimmung am Feldberg“) ein, sodass Daniel nicht alleine nach Ost-Thüringen fahren musste. Nachts gab es zwei Gewitter, der Regen hörte zum Glück zwei Stunden vor dem Start auf, die Straßen waren natürlich noch feucht – es ging aber zu fahren. Am Start waren es immerhin 14 Grad. Sebastians Schaltwerk hatte während der Autofahrt beschlossen, die Zugführung zu ändern, das konnte zum Glück noch rechtzeitig repariert werden. Am Startblock war ca. 20 Minuten vor Start noch gar keiner, als die beiden viertel vor nach dem Warmfahren dort ankamen, waren schon gut 200 Leute davor. Zwar konnte Daniel in der ersten kleinen Schleife viele Plätze gut machen – aber nach ca. 10km war es an exakt der gleichen Stelle wie im Vorjahr vorbei mit dem Anschluss an die Führungsgruppe. In der 2. Gruppe wurde meist relativ moderat gefahren, an den beiden etwas längeren Anstiegen fuhr Daniel auch mal ganz vorne. In der letzten Runde – kurz vor einer sehr kritischen Kurve und vor dem letzten Anstieg gab es dann eine (wie immer letztlich nutzlose) Attacke von Daniel. Nur Sebastian Gisart, vom Team haberich ging mit und die beiden erreichten auch den Berg als erstes. Auf den letzten Kilometern ging es aber wieder bergab, sodass sich – wie erwartet, noch zahlreiche Flachdrücker vor Daniel platzierten, letztlich wurde es ein 77. Rang – aber Spaß hat es gerade am Ende schon gemacht.

Sebastian hatte schon beim Start Pech, das Einklicken funktionierte nicht wirklich gut, sodass er dem Feld hinterhersprinten musste. In seiner Gruppe wurden schon im ersten Renndrittel Vollgasattacken gefahren, wodurch danach nur 5 von 20 Leuten Führungsarbeit leisten konnten. Schließlich fuhr Sebastian, ebenfalls mit einem Fahrer von haberich (Martin Janßen) eine Attacke über 35km, und das bei ordentlichem Wind. Demzufolge kam er extremst platt ins Ziel als 146.

Bombenstimmung am Feldberg

Nachdem der Frühjahrsklassiker am 1. Mai Eschborn-Frankfurt kurzfristig wegen Terrorgefahr abgesagt wurde, entschieden sich Daniel und Moritz dennoch Rad zu fahren. Aufgrund der Wetterprognose wurde der Odenwald ausgeschlossen und es wurde in Bad Homburg gestartet. Sebastian Bechtel, der auch am Radrennen teilgenommen hätte – Supporter des DGD Racing Teams – kam auch mit. Die Strecke ging zum recht neu eröffneten Stoppomat am Feldberg dort wurde dann Vollgas bei sehr frischen 7 Grad gegeben. Foto
Dann ging es ohne Flachstück durch den Taunus und am letzten Anstieg auf den Feldberg warten Daniel und Moritz verdächtlich lange auf Sebastian, er hatte fast ganz unten einen Platten. Da er keinen Schlauch dabei hatte (und die mit kurzem Ventil nicht passen), musste er bei 8 Grad zurückgelassen werden und die anderen beiden fuhren zum 3. mal über den Feldberg nach Bad Homburg. Daniel holte ihn dann mit dem Auto ab, die Sitzheizung wurde dann so lange wie noch nie eingeschaltet, so durchfroren war der Herr Bechtel. Zuhause wurde der doch recht lange und harte Tag (110km, 2000Hm, 29er Schnitt) dann bei Käsespätzle ausklingen gelassen.