Rad am Ring 2016: 150km Rennen

Wie schon 2013 wurde das wohl härteste Rennen vom GCC Rennkalender in Angriff genommen. Aufgrund von Sebastians Sturz beim Feldberg Charity Event musste Daniel als einziger Fahrer des DGD Racing Team an den Start gehen. Das Wetter war, eifeltypisch, sehr gut, sogar die Sonne lies sich bei ca. 20 Grad blicken. Weil der Startblock A nur für die Top 100 der GCC-Gesamtwertung geöffnet war, reihte sich Daniel schon 45 Minuten vor dem Rennstart in die Pole-Reihe vom Block B ein. Die erste Runde konnte, trotz sehr zügiger Pace am Anstieg, mit der Spitzengruppe absolviert werden. Leider wurde die Rennsituation wegen der vielen Fahrer der 24h Rennen beim Anstieg der zweiten Runde unübersichtlich und die Spitzengruppe war dann weg. Die zu dieser Zeit befindlichen Fahrer anderer Rennen waren leider selbst auf den Abfahrten nur kurze Relaisstationen, sodass Daniel die nächsten 2 Runden auf sich alleine gestellt war. Dann wurden 3 Fahrer, die Helferdienste ganz vorne übernehmen mussten, eingeholt und es gab endlich wieder Windschatten. Kurz vor dem Karussell kam dann eine 8-köpfige Gruppe, die sich bereits am Anfang des Rennen zusammengefunden hat von hinten. Sogleich wurde Daniels Pace wieder schneller. Aufgrund der Witterung und der Ermangelung an Verpflegestellen wo man ohne anzuhalten neue Getränke fassen konnte waren Daniels Reserven, körperlich und auch Flaschentechnisch, leider am Schlussanstieg kurz vor der hohen Acht am Ende. Die gut laufende Gruppe musste ziehen gelassen werden, erst auf der Döttinger Höhe gab es nochmal einen kurzen Boost als 3 Fahrer des 24h Rennens (jetzt weiter vorne Platzierte) Express fuhren. Im Ziel war Daniel dann nach 4:25h, was einen 58. Platz bedeutete. Eckdaten: 147km, 3000Hm, 32,8er Schnitt

Der Bergfloh fuhr zeitgleich sein erstes Radrennen, das 75km Rennen konnte er in unter drei Stunden im soliden Mittelfeld beenden – und war danach noch Chauffeur.
Ein Dank geht noch ans Team Crossladen.de, die zu viert das 24h Rennen bestritten und dem DGD Racing Team ihre Teamhospitalty zur Verfügung stellten.

Rad am Ring 2016: 22km Zeitfahren

Wie im Vorjahr starteten zwei Fahrer des DGD Racing Teams beim 22km Zeitfahren bei Rad am Ring am Freitag. Dieses Mal waren Steffen und Daniel am Start. Steffen konnte mit dem Material der Top-Fahrer weitestgehend mitgehen – dank Zeitfahrrad und -Helm war die Aerodynamikoptimierung vorhanden – gerade bei den Laufrädern und Zeitfahr-Einteiler (teilweise optisch extrem durchlässige Modelle wurden gesichtet) ist aber auch noch ein gesunder Abstand zur Spitze. Ebenfalls wie im Vorjahr startete Helmut Pitzl hinter einem der Fahrer – Steffen hatte das Vergnügen vom Gesamt-Zweiten (32:50) überholt zu werden. Der Streckensprecher von Rad am Ring, machte bei Daniels Start wieder Werbung für das offizielle Team Blog des DGD Racing Teams, was den Teamchef natürlich zusätzlich motivierte. Auch das Einklicken auf der Startrampe klappte besser, sodass die Boxengasse komplett im Sprint hochgefahren werden konnte. Das Duell der beiden Fahrer des DGD Racing Teams entschied Steffen für sich, in 38:49 (29. Platz von 122) konnte er Daniel 17 Sekunden abnehmen – sehr starke Vorstellung beider Fahrer. Der Promi-Starter Sebastian Kienle wurde im übrigen mit > 2 Minuten Rückstand auf einen Fahrer vom Team Vorarlberg nur dritter, und war demzufolge eher mäßig gelaunt.
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Vielen Dank an Michael Spöhre der die beiden Fahrer trotz widriger Lichtverhältnisse fotographiert hat.

Feldberg Charity 2016

Zwischen den beiden Großereignissen Leggendaria Charly Gaul und Rad am Ring gab es dieses Jahr ein freies Wochenende. Sebastian wollte an der 24h Feldbergstaffel für die Kinderkrebshilfe Frankfurt teilnehmen, und Daniel ebenfalls dazu überreden. Der ließ sich auf einen Kompromiss ein, gutes Training und Wohltätigkeit zugleich und reiste an um den Feldberg (580Hm) 6 mal zu erklimmen. Entgegen schlechter Wetterprognose war es gut, die Straßen waren vom kurzen Schauer leicht feucht und oben auf dem Gipfel gab es noch Nebel – aber eben kein Dauer-Gewitter. Daniel fuhr aufgrund des geringeren Pensums sein eigenes Tempo, es ist eben schon ein Unterschied, ob man „nur 6“ oder > 10 Runden fahren will. Auf der zweiten Abfahrt hatte Sebastian extremes Pech – was wie ein trockener Streifen aussah, entpuppte sich als kurze Ölspur. Der Sturz war in Richtung Straßengraben und das Resultat waren zahlreiche Schürfwunden und ein paar Schrammen am Rad. Sebastian musste damit seine 24h auf zwei Auffahrten verkürzen. Zusammen mit Matthias Prall wollte jeder 2€ pro (geplante 25) Auffahrten spenden, daraus wurden nur 11, der Spendenbeitrag wurde jedoch gehalten. Daten: 3600Hm, 140km 27er Schnitt.

Last but not least: Wer auch spenden will – hier ist der Spendenlink.

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La Leggendaria 2016 – Rennbericht

Das Bier nach dem Rennen hat offenbar sämtliches Wissen über deutsche Konjunktionen weggespült. Daher ein rein chronologischer Rennbereicht 🙂

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6:15: Der Wecker klingelte pünktlich und auch das Hotelbuffet wurde wohl pünktlich eröffnet. Allerdings hatte sich das gesamte Personal dann wohl noch einmal schlafen gelegt, denn nachgelegt oder abgeräumt wurde nichts. Glücklicherweise reichte das was da war noch für eine ordentliche Pre-Race Verpflegung.

7:15: Im Startblock angekommen wundern sich beide Racing Team Fahrer, wie sie bei diesem Rennen jemals in die Top100 fahren konnten. Gefühlt stehen in der roten Startgruppe alleine 150 italienische Ultramaschinen  (inklusive Rennrad) die einen solchen Gran Fondo mal locker frühstücken und sich sicher nicht den Schneid abkaufen lassen.

8:00: Der angekündigte neutralisierte Start entpuppt sich als volles Rohr fahren von der ersten Sekunde. Überrascht ist darüber allerdings niemand 🙂

8:13: Einstieg in die erste Schippe Sand (400Hm). Die Taktik, wie im Vorjahr der besten Frau zu folgen und auf den Flachstücken von deren Ultra-Helfern zu profitieren scheint aufzugehen. Beide Fahrer werden von einer ersten Frau überholt.

8:15: Pustekuchen. Der Blick auf den Steigungsmesser verrät, dass die eben entdeckte Kollegin mit 1700Hm/h unrhythmisch bergauf ballert. Hinterherfahren – komplett sinnlos.

8:40: Pala di sabbia erklommen. In der Abfahrt fahren einige Konkurrenten langsam aber dafür auch recht unkontrolliert. Unten in Trento bildet sich bei starkem Gegenwind eine mehr als 50 Mann starken Einerreihe.

9:20: Der Fuß des Monte Bondone in Aldeno wird mit einem 36er Schnitt erreicht. Das DGD Racing Team ergreift in den ersten steilen Metern direkt die Initiative und beginnt mit gleichmäßiger Tempoarbeit die Gruppe zu verkleinern und vereinzelte abgehangene Fahrer aufzufahren.

10:32: Nachdem im kurzen Flachstück ein unfassbar großen Italiener kurz die Peees gemacht hatte, fand Daniel im abschließenden Steilstück seinen  2015er Rhythmus. Oben kamen beide in einer überschaubaren 5er Gruppe an und Bondone numero uno wurden genau wie im Vorjahr in 1:12h bezwungen. Einige Konkurrenten verzichteten wie erwartet auf Flaschenauffüllen mit Isozeugs (kostet immerhin fast zwei Minuten und es sind ja nur noch 70km und 1800 Höhemeter zu fahren), andere hatten persönliche Helfer platziert, aber das ist man ja gewöhnt.

11:10: In der Abfahrt hatte Daniel das Hinterrad von Moritz kurz verloren, als letztgenannter vom Sattel aufs viel bequemere Oberrohr gewechselt war und einige schwächere Abfahrer im Windschatten nicht hinterher kamen. Unten fügte sich aber alles wieder zu einer Gruppe zusammen und auch der Boxenstopp auf die Kollegen vom Bondone konnte kompensiert werden.

11:30: Wie zu erwarten lief die Gruppe nicht so gut wie im Vorjahr, schließlich fuhren alle auf eigene Rechnung. Dafür gab es eine Premiere: Doppel DGD Racing Team Führung im Flachstück 🙂

12:03: Schlussanstieg erreicht. Nur noch noch 19km und 1200Hm bis ins Ziel. Daniel hat Beine wie Atomkraftwerke und übernimmt direkt das Tempodiktat in der Gruppe.

12:45: Die Qual beginnt, noch 4km. Weil die beste Frau diesmal weit hinter den Racing Team Fahrern liegt gibt es diesmal kein Begleitfahrzeug. Dafür taucht neben Fotografen auch ein Helikopter vom italienischen Fernsehn auf 😀

13:09: Tutto finito. Daniel und Moritz kommen nach 5:09 auf den Plätzen 64 und 65 ins Ziel. Auch am Schlussanstieg konnte noch einmal  mit 1080hm/h geklettert werden. Unfassbar, dass trotz viel weniger Training und langsamerer Gruppe nur 5 Minuten auf die Vorjahreszeit fehlen! Und geile Bilder gibt es sicher auch. Wie immer lautet das Fazit daher: Leggendaria!