Eschborn – Frankfurt 1. Mai

Mit einer Rekordbeteiligung von 8000 Fahrern (über alle Rennen) und bei rekordverdächtigem kurz/kurz Wetter ging das DGD Racing Team zu dritt an den Start. Christian war jedoch erkältungsbedingt nicht fit, und war daher eher „touristisch“ ambitioniert. Dennoch fuhr er nicht wie angekündigt die 40km 0-Hm Runde sondern die Express-Variante mit Feldberg aber ohne Mammolshainer. Über Bande wurde der Redaktion zugetragen, dass Christians Kumpel Tobi Reifendefekt hatte, welcher zu mehrfachem Nachpumpen führte und ggf. den beiden den Anstieg über die sonst gesperrte Rampe verhinderte. Daniel und Moritz kamen sturzfrei durch die City, direkt nach dem Start war ein Auto auf der Fahrbahn etwas deplaziert, die gefährlicheren Situationen waren aber wie in den Vorjahren auf der Schnellstraße in Richtung Ober-Ursel wo es immer Bremsungen gab. Dabei wurde Daniel etwas weiter nach hinten gespült, Safety first aber. Ganz vorne ging es dieses Jahr schon weit vor der Bergwertung „ab“, sodass Daniel bereits unten gut 30s Rückstand zu vorne hatte. (Flyby) Moritz konnte das sehr hohe Tempo vorne mitgehen, entschied sich aber gleichmäßig schnell zu fahren und nicht alle kleinen Attacken mitzugehen. Dabei konnte er auch einige Leute wieder einsammeln, sodass in in der 2. Gruppe um Platz 20 oben am Feldberg war mit einer sehr starken Bergpace nahe der PB.

Daniel musste erst einmal ein paar zu langsame Gruppen überholen, bis sich dann hinter Christian (1018) eine kleine Gruppe bildete. Deren Tempo war hoch aber nicht übertrieben, erst als nach dem Sandplacken-Abzweig Christian per Hauruck Aktion an die nächste Gruppe ranfuhr lies Daniel abreißen. Die Kräfte bis oben wurden aber gut eingeteilt, sodass die Gruppe am Gipfel gestellt werden konnte und direkt eine gute Position für die Abfahrt erreicht wurde. Moritz konnte problemlos und zügig abfahren und dabei seine Position eher verbessern. In Daniels Gruppe gab es ein paar übermotivierte Fahrer, die sich am Kurveneingang (bei 70km/h) an der weißen Außenlinie einen Positionskampf lieferten, der im Crash endete. Daniel konnte noch drumherum navigieren aber der Schwung war natürlich weg. Bei den nächsten Gegenhängen (Rupertshainer Anstieg wurde nicht gefahren), konnte die Gruppe wieder vervollständigt werden – es war vorne kein Zug drin. Neu war ein wirklich solider Pavetabschnitt in Eppstein bei dem Material und Fahrer getestet wurden. In Moritz‘ Gruppe wurde danach ein wenig gebummelt, in Daniels deutlich größerer Gruppe war auch die Motivation zusammenzuarbeiten nicht sonderlich hoch. Vor der Schlussrampe mit bis zu 21%, dem Mammolshainer, konnte Moritz und Daniel in ihren Gruppen vorne fahren, die Streckenkenntnis gepaart mit guten Beinen half dabei.

In beiden Fällen wurde die Gruppen leider nicht signifikant verkleinert. In der letzten Abfahrt durch Kronberg hatte ein Fahrer die 90 Grad Kurve wohl übersehen und landete in einer Hauswand – auch hier ist Streckenkenntnis wohl Mangelware gewesen :/ Moritz diskutierte noch mit einem Fahrer von Strassacker (Fabian), dass es sich nicht lohnen würde um ca. Platz 60 zu sprinten – Moritz hatte eine deutlich bessere Rennübersicht als ebendieser und schätze eher auf Platz 20. Um sicher und weit vorne durchs Ziel zu fahren, gab Moritz ca. 1 km vor dem Zielstrich Vollgas was die Gruppe in die Länge zog und ihn auf Platz 24 landen lies, in der Gruppe also Platz 5. Bei der wohl besten Besetzung des Rennens eine sehr starke Leistung. Daniel lies es im Zielbereich locker angehen und rollte am Ende seiner Gruppe auf Platz 111 ins Ziel, mit Platz 85 am Anfang der Gruppe wurde aber das gesteckte Ziel klar.

Stravadaten: Daniel / Moritz

Tour d’Energie 2023 – Rennen

Der Auftakt des voll gepackten Rennkalenders 2023 war mal wieder in Göttingen. Moritz musste sich mit der für neuen Startsituation am Jahnstadion vertraut machen, die Stefan und Daniel im Vorjahr schon auskundschaften konnten. Entgegen der Wetterprognose Mitte der Woche, und der Pfützen im 8 Uhr morgens vorm Hotel, schien bereits am Start die Sonne bei frühsommerlichen 16 Grad. Einer der Fahrer konnte zu seinem Glück noch davon überzeugt werden, nicht mit Windstopper zu starten. Stefan ging das Rennen wie im Vorjahr entspannt(er) aus Block C an, Moritz und Daniel versuchten auf den ersten 10-15km in keinen Sturz verwickelt zu werden und gleichzeitig gut positioniert zu sein. Moritz gelang zweiteres besser, sodass er die windige Abfahrt zur Weser in der ersten Gruppe absolvieren konnte. Dabei wurden sogar 30 Führungsmeter vom Gesamtfeld gesammelt. Daniel sah die Lücke direkt vor sich aufgehen, kurz vor einer Kuppe waren auf einmal 200m Straße zu viel nach vorne – also wurde eine zweite größere Gruppe gebildet. Ein Fahrer des stark verjüngten Teams Strassacker versuchte unten im Flachen die Gruppe zu organisieren, aber mit mäßigem Erfolg. Am zweiten Anstieg konnte Daniel dann in einer Fünfergruppe sich absetzen ohne jedoch selbst die Pace machen zu müssen. Moritz realisierte an besagtem Anstieg zu spät, dass sich die Einerreihe sehr in die Länge zog und sich ganz vorne Fahrer absetzen konnten. Er fuhr dann sein eigenes (hohes) Tempo und war ganz oben knapp dran eine Gruppe zu bekommen, leider verschaltete er sich, sodass er nichts weiter tun konnte als auf Leute von hinten zu warten. Daniels Fünfergruppe hatte schon bald ungefähr 15 Fahrer in Sichtweite, aber es wurde überhaupt nicht zusammengearbeitet. Das führte dazu, dass Fabian (Strassacker) eine beherzte Attacke fuhr und auch mit Hilfe eines Motorrades die Gruppe alleine erreichte. Ein weiterer Fahrer fiel nach hinten ab und als dann der dritte auch attackierte war Daniel zu platt um zu folgen. Also hieß es auf die Zähne beißen und zusammen mit Philipp sich in der Anfahrt zum Hohen Hagen irgendwie an die Gruppe zu kämpfen. Ungefähr 2km vor Beginn des Schlussanstieges war das dann Erfolgreich – viele Körner waren nötig. Beide fuhren nach kurzer Stärkung den Hohen Hagen direkt von vorne, eventuell wurde die Gruppe dadurch etwas kleiner – aus den Vorjahren war aber klar dass man sich fürs flache Finale noch Körner aufheben muss. Auf der Abfahrt wurden noch ein paar Leute eingeholt, unter anderem der Lokalmatador (Thomas P, bekannt vom Giro delle Dolomiti 2022). Beim Zielsprint hielten sich Daniel und Moritz zurück, die Unfallgefahr ist einfach groß. Moritz landete trotz seiner verpassten Chance in der Gruppe ab Platz 36 und Daniel war in der Gruppe ab Platz 70 zu finden. Das Rennen war voll ausgebucht und stärker besetzt als im Vorjahr.


Stefan hatte in der Abfahrt einen kurzen Kettenabwurf, der ihn aber nur kurz ausbremste. Platz 400 an der Bergwertung und zahlreiche Führungen in seiner Gruppe zeigten eine deutlich verbesserte Form als im Vorjahr – auch die 3h Schallmauer wurde klar geschafft (2:56). Alle waren ob ihrer Performance sehr zufrieden, der Late-Check im Hotel Ropeter wurde dem Günzel-Duo geschenkt. Extralob gibt es für Stefans Trainingslauf im Regen nach Ankunft in Darmstadt, während Daniel diesen Bericht mithilfe eines isotonischen Kaltgetränkes schrob. Ergebnisse gibt es hier, Strava: Daniel, Stefan (!), Moritz und als Gimmick Flyby

Mallorca 2023 – Sa Calobra

Am letzten Tag des Trainingslagers wartete das bisher beste Wetter auf, wenig Wind und viel Sonne und das auch bis zum späten Nachmittag. Ohne Florian und Sebastian, die es ruhig angehen wollten, fuhren die 9 Fahrer über Pollenca in Richtung Sa Calobra. Am Vorabend gab es unterschiedliche Auffassungen, ob sich die Stichstraße mit dem härtesten Anstieg der Insel wirklich lohnen sollte, aber schon aus Rennradbildungsgründen muss da jeder schonmal gewesen sein. Es wurde gemütlich zusammen bis zum Kloster Lluc gefahren, am Gegenanstieg des Col des Reis gab es dann eine Gruppenteilung. Am ganzen Tag wurde kein einziger Reisebus gesichtet und die meisten konnten die Autos (z.T. aufgehalten durch unfähige Radfahrer) auf der Abfahrt gut überholen. Zum Mittagessen wurden die ca. 100Hm zusätzlich in Kauf genommen, um in Cala Tuent gediegen zu dinieren – kein Vergleich zur Touristenabzocke in Sa Calobra. 

Die Gruppe Hemsbach wurde direkt zum Gipfel geschickt, alle anderen nahmen die 3km Umweg in Kauf, um das gesamte Strava-Segment zu befahren. Jürgen fand eine sehr gute Form, er wählte zum MIttagessen nur einen Maldelkuchen – leicht verdaulich. Stefan war nicht im Ballermodus, als er dann Arne einholte fuhren beide zusammen nach oben. Konstantin wollte seinen Kumpanen Maurice noch einholen, dieser verschärfte aber dann doch die Pace. Moritz fuhr natürlich die teaminterne Tagesbestzeit, aufgrund nicht so guter Verkehrs- und Windbedingungen war jedoch eine Verbesserung der Sub30 Zeit aus 2014 nicht drin. Heiko brachte ordentlich Leistung auf die Pedale bei seiner Erstbefahrung des Anstiegs. Daniel fuhr unten zügig aber nicht am Limit rein, als dann nach einer Überholung einer Gruppe ein anderer Fahrer am Hinterrad blieb, ging es natürlich nicht rauszunehmen. Also wurde auf „Duell“-Modus am Berg gefahren, alles im Wind und mit Luft beim Endspurt (den es nicht gab). Dabei konnte Christian noch eingesammelt werden, der unten an Jürgens Hinterrad überpacete und einen Mini-Stau (1 Auto) verursachte.

Die Kräfte und die Gruppe wurde am Kiosk gesammelt und alle kamen gut und zügig zurück ins Quartier – großes Lob vor allem an Arne der schon stark gelitten hatte.

Nach dem Abendessen wurden die Räder gepackt und auf das gelungene Trainingslager angestoßen – das Radsportfieber wurde bei dem Hemsbachtrio definitiv geweckt. Beim Transfer zum Flughafen lief es nicht ganz optimal, Florian vergaß seinen Schlüssel im Zimmer und Christian sein Handy im Bus. Den konnte man zwar in Llucmajor orten aber nicht erreichen – die Erfahrungen zeigen aber, dass nichts wegkommt auf Mallorca. Stravadaten – 126km / 2300 Hm