Trainingslager Mallorca: Betlem

Der zweite Tag umfasste eine deutlich größere Modifikation der Vorjahresetappe. Das unnütze Stück Südküste wurde eingetauscht gegen eine Stichstraße die ausgehend von Arta zum Kloster Betlem führt, natürlich mit Berg. Stefan musste der Pace vom Vortag Tribut zollen und fuhr eher defensiv. Bereits am Anfang der Tour wurde beschlossen, den Berg nur zu zweit zu fahren, denn auch das Fehlen einer Sonnenbrille (vergessen in der BRD), machte dem Neurennradler zu schaffen. Die Tour war zumeist hügelig und führte durch LLorenc mit dem Mittagsziel Son Servara. Dort gab es ein sehr reichhaltiges Mittagsmenü für 8,50€ (Großer Teller Bohnen mit Tomaten, dann Schweinefleisch/Fisch mit Pommes, Wasser, Limo und eine Flasche Wein (welcher natürlich nur angetestet wurde) sowie Eis). Gestärkt ging es dann in bekannter „alles-oder-nichts“-Manier den Berg zum Kloster Betlem hoch. Von dieser Passage entstammen die Bilder die in der nachfolgenden Galerie zu sehen sind. Eckdaten: 120km, 1200 Höhenmeter, 27er Schnitt. Fotoshow

Trainingslager Mallorca: Puig Major

Der erste komplette Tag auf Mallorca begann natürlich mit dem Blick aus dem Fenster gen Himmel – keine Wolke zu sehen, viel Sonne, alles blau. Auf dem Programm stand die geiche Tour wie am ersten Tag des Trainingslagers 2011: Entlang der Straße parallel zur Autobahn immer weiter Richtung westen, über den Col de Soller nach Soller und nach der Mittagspause über den höchsten Berg der Insel, den Puig Major, zurück nach C’an Picafort. Der wechselnde Wind machte die Anfahrt zum Col de Soller recht abwechslungsreich. Am Fuße des Cols übernahm dann unser „Lieblingsrennradficker“ Stefan das Tempo. In gewohnter Manier wurde ungezählt viele Fahrer überrollt und sogar die Vorjahreszeit von Daniel und Moritz verbessert. Da macht sich das harte Wintertraining bezahlt. Nach eine Mittagspause in Soller an einer spektakulären Kreuzung im Standzentrum (alle Autos in Soller, die nicht rechts völlig verschrammt sind, scheinen Mietwagen zu sein), machte sich das Team auf in den Anstieg zum Puig Major. Dort konnte, erneut angeführt von Stefan, die Zeit des Vorjahres sogar um gute 3 Minuten verbessert werden. Oben angekommen, folgte die Fahrt auf der welligen Höhenstraße, bevor man am Kloster Lluc auf eine größe Gruppe aus Lübeck auflief. Nachdem diese zunächst distanziert wurde, kam es auf den letzten Metern der Abfahrt wieder zur Zusammenkunft mit dieser Truppe. Das brachte im Flachstück zwar einen guten Windschatten, aber auch Diskussionen darüber, wie man sich im Wind ablöst. Scheinbar löst man sich in Lübeck überhaupt nicht ab…Egal. Nach 140km und knapp 2000Hm wurde das Quartier in C’an Picafort erreicht. Ein gelungener Einstand ins Trainingslager 2012. Hier gehts zur Bildergalerie

Trainingslager Mallorca: Ankunft

Kaum ein Jahr später geht es wieder ins Trainingslager auf Mallorca, dieses mal mit 3/4 des DGD Racing Teams. Stefan konnte sich nachträglich noch anmelden, was zur Folge hatte, dass er in einem anderen Flieger gen Süden geflogen ist. Da die Abflugzeiten jedoch nur 50 Minuten auseinander lagen (5:15 vs. 6:05) war das kein Problem. Ebenfalls kein Problem war der Umstand, dass das Kontingent an Radkoffern bei der Airline bereits ausgebucht war. So kam Stefan in den erstmaligen Genuss, selbst ein (O-Ton) „Rennradficker“ zu sein, indem er sich vor Ort ein Rennrad lieh. Für 95€ pro Woche gab es eine Müsing-Alu-Renner mit Ultegra Gruppe, also schon was gutes. Nachdem das Team Daniels Rad (30 Min) und Moritz‘ Rad (>1 Std.) fahrfertig zusammengebaut hatte, ging es zum Einrollen. Dieses Mal jedoch nur rund 24km lang, denn das Formel 1 Rennen wartete. Der Start wurde leider um 15 Minuten verpasst, sodass die Wiederholung auf BBC in Angriff genommen wurde. Fast stehend K.O. vor Müdigkeit dank der fast schlaflosen Nacht ging es ans reichhaltige Buffet des Hotels C’an Picafort Palace. Dort wurde Daniel mit „na, alles ok“ angesprochen, die Berliner Jungs, Gerald und Stefan mit denen die Abende im Vorjahr schon sehr kurzweilig waren, waren ohne etwas zu sagen, zum gleichen Zeitraum gekommen, das war mal eine gelungene Überraschung.

MTB Rundstrecke Nördliche Bergstraße

Nach einem missglückten Versuch, der zwecks etwas zu optimistischer Kleidungswahl abgebrochen werden musste, war es Zeit für die erste, wirklich harte, Outdoortour 2012. Ziel war die nagelneue Mountainbikestrecke des Geoparks an der nördlichen Bergstraße. Deren offizieller Startpunkt Alsbach liegt von Reichelsheim aus ungünstig, daher wird die Kuralpe als Start gewählt. Bis dorthin wird im Schongang über die Neunkircher Höhe gefahren. Es geht los auf den Felsberg, recht gemächlich im Vergleich zum parallel verlaufenden Alemannenwegs, der teilweise unfahrbar steil ist. Bevor man jedoch den Gipfel erreicht, biegt man scharf rechts ab, auf einen relativ steilen Singletrail in Richtung Melibokus. Den höchsten Berg der Bergstraße fährt man auf bekannter Strecke (Nibelungenpfad) komplett hoch. Hier bietet sich meist eine gute Aussicht. Die Abfahrt ist besonders im oberen Teil der spaßigste Abschnitt der ganzen Runde, ein schöner, flüssig zu fahrender Trail führt uns hinab. Dann folgt eine recht lange, schnelle Passage die kaum Höhe verliert. Sehr schön ist der kurze Abschnitt des Weinlagenweges, auch hier kann man bei guter Witterung einen guten Ausblick haben – dafür sollte man allerdings anhalten denn es geht dort schon gut bergab. Der nächste Anstieg ist recht human und führt zum Alsbacher Schloss. Danach folgt der mental härteste Anstieg. Es geht recht konstant steil auf einem Waldweg den Darsberg hoch, ohne technische Schwierigkeiten aber auch ohne Verschnaufpausen. Dann geht es ab in Richtung Seeheim-Jugenheim, wo man ein kurzes Stück des sog. „Eiskanals“ befährt. Nach dem Verlassen der Straße folgt der härteste Abschnitt der Tour. Es geht ca. 20-30m auf einem winkligen, sehr steilen Trail berghoch. Zur Zeit ist dort u.a. viel Laub zu finden, man geht also absolut ans Limit um den kurzen Abschnitt zu absolvieren. Die Abfahrt führt vorbei an Schloss Heiligenberg und am Schulungszentrum der Lufthansa. Jetzt folgt der letzte Anstieg der wieder in Richtung Odenwald führt, durch Steigerts geht es wieder in Richtung Kuralpe.

Für diejenigen die, auch die Heimfahrt interessiert: Ab Brandau kann man den „M“-Weg nach Neunkirchen fahren, man fährt dann rechterhand zur Landstraße durch den Wald bis man auf den Alemannenweg trifft. Jetzt kann man einfach in Richtung Ruine Rodenstein heimrollen.

Link zur offiziellen Seite der Rundstrecke, Die Gesamttour ab Reichelsheim umfasst 68km und 2100 Höhenmeter

Teambilanz 2011

Nach einem absolvierten Jahr 2011 ist es Zeit, kurz inne zu halten und zu bilanzieren. Angefangen wurde das Jahr 2011 mit ein paar gesteckten Zielen von Moritz. Davon konnten überraschend viele erreicht werden, die 100.000 Höhenmeter wurden geknackt, die 44er Zeit auf der Nordschleife kam, trotz längerer Strecke, und beim Frankenstein/Melibokuszeitfahren standen neue Bestzeiten auf den Ranglisten. Dort wo es drauf ankam, wurden auch die Zeiten in Südtirol deutlich verbessert. Lediglich der Start beim Maratona lag nicht in der Macht des DGD Racing Teams – Stichwort Lospech.

Der Start in die Freiluftsaison im März lief mittelmäßig gut, zumindest im Teammittel. Moritz hatte mit einer Regenbogenhautentzündung zu kämpfen und demolierte seinen nagelneuen Laufradsatz auf den ersten Metern. Auch 2011 war ein Jahr mit viel Schraubarbeit. Zu Jahresbeginn kamen viele neue Teile an Daniels Bike, doch auch übers Jahr hinweg kamen das ein oder andere Neuteil hinzu.

Der April war für Moritz und Daniel überragend, die Idee es den Profis gleichzutun und ins Trainingslager auf Mallorca zu fahren, war goldrichtig. Optimale äußere Bedingungen, tolle Landschaft, super Hotel und Essen und das mit den eigenen Rädern und dazu noch bezahlbar, besser geht es nicht.

Im Mai gab es die ersten Gradmessungen für das DGD Racing Team. Moritz konnte die 18 Minuten am Melibokus unterbieten und die beiden konnten zusammen mit Stefan das Jedermann Rennen in Eschborn, mit Feldbergüberfahrt bestreiten. Hintenraus machte sich das Trainingslager bezahlt, Stefan musste der anstrengenden und sehr schnellen Fahrt (35 bzw. 31 km/h im Schnitt) etwas Tribut zollen.

Eine Woche später fuhren Daniel und Moritz nach Göttingen und dort die Tour d’Energie zu bestreiten – ein Tipp eines Medizin-Professors auf der Sommerakademie in Olang der sich wirklich auszahlte. Die Rennatmosphäre war grandios und das Streckenprofil schön bergig. Das Rennen wurde gut eingeteilt, Daniel verlor kurz vor dem Ziel zwar fast seine Gruppe, aber eben nur fast. Ein weiteres Highlight im Frühsommer war die 170km Verbandsfahrt mit dem RSG-Citybike. Sehr gute Organisations gepaart mit gutem Tempo, tollem Wetter und einer schönen Runde durch den Odenwald mit abschließendem Grillen.

Für alle Nicht-Radfahrer unter den zahlreichen Supportern des DGD Racing Teams, wurde der offizielle Fanshop eröffnet, hier gibt es „normale“ Fankleidung zu erwerben. Der Juni war gekennzeichnet durch Trainingsfahrten, mal lang, mal kurz aber fast immer bergig, denn die Bergpace ist nun mal zentral.

Nachdem Jonas dem DGD Racing Team beigetreten ist – wohlgemerkt ohne vor 2011 wirklich Radfahren als Sport zu betreiben – mussten natürlich neue Trikots her. Das Design des 2010er Modells konnte nochmals verbessert werden, wer Spaß dran hat, kann sich ja hier mal die Versionsgeschichte ansehen. Damit das neu aufgestellte Team auch optisch bekannt gemacht werden kann, gab es ein weiteres Team Fotoshooting, dieses Mal mit Karl-Heinz Bayer und mit professionellem Ergebnis.

Das nicht alles nur eitel Sonnenschein ist, bekam das DGD Racing Team beim Circuit Cycling auf dem Hockenheimring mit. Zwar konnte das Hauptfeld dieses Mal nicht enteilen (zumindest nicht ganz am Anfang), aber so richtig Fahrspaß ist nicht aufgekommen, zu gefährlich war die Angelegenheit. Um den letzten Feinschliff für Rad am Ring zu bekommen, fuhr das DGD Racing Team Ende Juli für zwei Wochen ins Trainingslager nach Südtirol. Die erste Station war Lana, von wo aus man unter anderen das Timmelsjoch und das Stilfser Joch erreichen konnte. Hier sollte eigentlich nur ein Testvideo für Rad am Ring gedreht werden, dieses wurde aber deutlich spektakulärer und ist in Fachkreisen nur noch als „das Video“ bekannt. In der zweiten Woche wurde das Quartier gewechselt, und der Vater des Racing Teams gegen Jonas ausgetauscht, was nicht ganz so glatt lief. Letztlich konnte das gesamte Team eine gute Form aufweisen, Jonas überraschte den Rest des Quartetts mit starkem Durchhaltevermögen, selbst bei der Königsetappe der zweiten Woche – der weltberühmten Sellaronda. Wer das Trainingslager nicht nur in Worten sondern in Bildern nachverfolgen möchte, dem sei die abschließende Diashow empfohlen.

Eine Woche später war es dann soweit, Rad am Ring 2011 ging endlich los. Mit wiederholt gutem Wetter, genügend Erfahrungen aus dem Vorjahr und reichlich Trainingskilometern sah man sich gut vorbereitet. Es gab trotz des leichten Regens am Ende keinerlei Zwischenfälle, alles lief wie am Schnürchen und so konnte das DGD Racing Team die bereits gute Platzierung des Vorjahres unterbieten, von 55 auf 35 bei einer Gesamtteilnehmerzahl von über 600, davon >90% mit Rennrädern am Start, ist eine klare Sprache. Aufgrund der guten technischen Ausstattung des Teams (eigenes WLAN in der Parzelle), gab es eine Liveberichterstattung, die mit rund 50 Kommentaren von den Fans gut aufgenommen wurde. Um etwas von der Rennatmosphäre zu erhaschen, sind die Actionfotos vom Sportografen genau das richtige.

Im September stiegen Daniel und Stefan dann auf Geländebereifung um, und erkundeten nach und nach so ziemlich alle Mountainbike tauglichen Wege im Odenwald. Neu dazugekommen sind dieses Jahr die offiziellen Mountainbikestrecken, von denen sich Daniel (mit Ausnahme von Mömlingen) ein Bild machen konnte. Leider gibt es im „Geburtstort“ des DGD Racing Teams, Reichelsheim im Odenwald, noch keine solche Strecke, wohl aber einen neu eröffneten Panoramaweg, den man auch zu Rad bestens umfahren kann. Der letzte „Wettkampf“ war das Zeitfahren auf den Frankenstein, bei dem Moritz wie immer 101% gab, Daniel hingegen mangels Zeit und Lust die Bereifung zu wechseln nicht auf Platzierung fuhr sondern dem ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich gab (wieviel machen Stollenreifen wirklich aus?).

Der Herbst spielte bis Ende November hervorragend mit, es konnte also eine ausgedehnte Outdoorsaison werden, erst im Dezember musste auf Spinning/Rollentraining umgestiegen werden. Da dies im Vorjahr eine ziemlich unmotivierende Geschichte war, meldetete Moritz das DGD Racing Team kurzerhand beim Winterpokal des rennrad-news.de Forums an – mit gravierenden Auswirkungen auf die Trainingsmoral, auch im direkten Umfeld des Teams.

Was bleibt sind Rekorde in allen Belangen, dort 2011 ist noch nicht aller Tage Abend, denn ein neues Jahr steht unmittelbar vor der Tür, und angefangen beim Material gibt es sicherlich noch einige Verbesserungen.

Für die Statistikfans noch ein paar Eckdaten vom Teamchef (7776km, 132179 Höhenmeter, 420 Stunden) und von Moritz (8432km, 102578 Höhenmeter).