Zeller Runde mit Überraschung

Dank klar zweistelligen Temperaturen (10,1°) ging es kurz/kurz aufs Rad. Dieses Mal wurde das Manko der etwas kalten Finger mit langen Handschuhen behoben, was zweifelsfrei ein lustiges Bild abgibt aber alle dick eingepackten Wanderer schauen so oder so etwas irritiert. Los geht es nach Beerfurth hoch nach Vierstöck, dann in Richtung Spreng und runter nach Zell. Dort fahren wir auf den Heuberg. Bei der Abfahrt war ursprünglich ein recht flacher Waldweg geplant, spontan ging es jedoch einen recht „verlassenen“ Weg der recht steil in Richtung Michelstadt führte. Über die Bundesstraße fahren wir zum Michelstädter Bahnhof, von dort nach Steinbach. Ab jetzt folgen wir dem roten S, dem Schmetterlingsweg. Auf dem Rückweg wollte ich unbedingt mal sehen, wie sich der Weg fährt, der in Mapsource fälschlicherweise als Forstweg+Schmetterlingsweg ausgezeichnet ist. Der korrekte Weg biegt an einem der schönen grünen Wegweiser rechts ab, wir fahren (fälschlicherweise wie sich herausstellen sollte) geradeaus. Anfangs war mir die Strecke bekannt, dann sollte es jedoch ca. 600m schnurgerade einen Forstweg entlang gehen. Dieser wurde aber nach meiner Schätzung 2000 Jahre nicht mehr als solcher benutzt, sodass man fast komplett tragen/schieben musste, den Weg erkannte man nur zum Teil. Da man ja mit hochmodernen Navigationsequipment unterwegs ist, sollte das aber kein Problem sein, man improvisiert einfach ein bisschen. Freudig war ich auch bald wieder auf dem geplanten Track. Allerdings kam mir die Abfahrt ein wenig zu bekannt vor -> ungewollt im Kreis gefahren. Etwas entmutigt fuhr ich einen deutlich besser ausgebauten Forstweg zurück Richtung Beerfurth, der S-Weg macht noch ein paar mehr Schlenker. Nach drei Rollen-Trainingssessions kann man wieder sagen: richtiges Radfahren macht ca. 8 Millionen mal mehr Spaß (gibt ja keine Einheiten, daher können solch hohe Faktoren durchaus vorkommen).

Den Track fährt man jeweils nach links (in Beerfurth/Vierstöck), auf der Rücktour vermeidet man den Schlenker 🙂 (1160Hm, 19er Schnitt, 44km)

Höhenmeter Tour Schmetterling

Heute wurde mal zur Abwechslung eine Tour ohne vorherige Planung gefahren. Es geht los Richtung Eberbach über eine Wiese mehr oder minder direkt nach Laudenau. Alternativ kann man auch über den Rodenstein durch den Wald fahren. Ab der Freiheit folgen wir dem roten S in Richtung Neunkirchen. Das war der einzige Plan an diesem Tag, mal zu schauen wo der 120km lange Schmetterlings-Wanderweg hinführt. Die Beschilderung ist im übrigen wirklich gut, wenn man immer aufmerksam schaut verfährt man sich nicht. Lediglich in Lützelbach sorgte eine unerwartete T-Kreuzung für eine kleine Zusatzrunde. Dann ging es weiter Richtung Brandau und Beedenkirchen über die Kuralpe hoch zum Felsberg. Auf dem Weg zum Felsberg gibt es ein paar richtig steile Stücke, wo der erste Gang zum guten Freund wird. Ab jetzt halten wir uns an den Nibelungensteig, fahren aber (zumindest ich mit dem XC-Hardtail) einen kleinen Bogen um die direkte Abfahrt durchs Felsenmehr. Anschließend geht es über den Knodener Kopf hoch auf den Krehberg, dann einen schönen Trail hinunter nach Schlierbach. Beim Sportplatz verlassen wir den Nibelungensteig, denn dieser führt über eine Treppe nach Lindenfels, stattdessen fahren wir eine sehr steile Straße hinauf. Kurz vorm Ortsausgang von Lindenfels biegen wir rechts ab, zurück auf den Nibelungensteig, den wir erst 500m nach dem Gumpener Kreuz wieder linkseitig verlassen und über den Kloßbuckel zurück nach Reichelsheim fahren. Die Eckdaten: 55km, 2126Hm, 16er Schnitt.

Nonrod – Klein-Bieberau Tour

Bei herrlichstem Spätsommerwetter war eine kleine Tour schon fast obligatorsich. Dieses Mal wurde eine Strecke von 2008 aufs GPS geladen und gefahren. Einige Passagen waren aber zu langweilig bzw. zu straßenlastig und wurden spontan während der Fahrt umgeplant. Los geht es von Reichelsheim auf die Nonroder Höhe, dann über den Panoramaweg nach Niedernhausen, und dann im Wald hoch nach Lützelbach. Von dort geht es einen schönen Waldweg runter nach Klein-Bieberau. Nach einer kurzen Straßenpassage biegen wir dann rechts ab und folgen ab jetzt dem roten S (Schmetterlingsweg), der uns bis aufs Schloss Lichtenberg führt. Hier müssen wir einen kleinen Umweg fahren, denn der Wanderweg geht eine steile Treppe hinab. Weiter gehts, immer dem S nach einen kleinen trailartigen Weg wieder den Berg hinauf Richtung Fränkisch-Crumbach. Der Weg ist recht gutmütig, den ein oder anderen Adrenalinstoß bekommt man jedoch schon, wenn einem das Vorderrad unerwartet querkommt, Obacht ist gefragt :). Kurz vor Fränkisch-Crumbach biegen wir rechts ab, wir folgen sehr spontan und optimistisch einem rechteckigen babyblau-gelbem Schild. Damit finden wir eine sehr nette und sportliche Alternative zur Standardstrecke an der Gersprenz entlang. Eckdaten: 37km, 1030Hm, 19er Schnitt.

Leichte Fürth Runde & 7mm

Zuerst zu der ominösen Angabe der 7mm. Bei der letzten Tour zweifelte ich etwas an meinen Bedienungsskills des Zollstocks, denn beim Fahren kam es mir so vor, als ob der neue Sattel zu weit hinten montiert war. Die Situation war etwas komplizierter: der Abstand Sattelspitze->Lenker hat gepasst, aber der neue SLR ist 7mm länger als das alte Gestühl. Dieser Umstand wurde erst heute berücksichtigt und siehe da: ein ganz neues Fahrgefühl, Fahrradbiometrie ist eben mehr als Hokuspokus.

Zur Strecke: zuerst fahren wir komplett im Wald nach Fürth-Krumbach. Von Fürth geht es hoch durch Erlenbach und in Richtung Heppenheim. Wir fahren dann über die Guldenklinger Höhe in Richtung Kreiswald, dann nach Lörzenbach, Fahrenbach und zurück über Steinbach. (45km, 1000Hm, 23er Schnitt 🙂 )

Komplettumbau Part 3

Heute war Moritz Rennmaschine dran. Neue Schalt- und Bremszüge, neue Kurbel mit Innenlager, neue Kette sowie Politur des Rahmens standen auf dem Tagesplan. Zuerst musste der Teamchef den halben Odenwald nach XTR-Schaltzügen abgrasen, da die Einkaufsliste diesbezüglich etwas zu kurz war. Danach musste noch ein Radladen aufgesucht werden, um das Innenlager herauszubekommen. Die dortige Situation trägt den Titel „Sand im Getriebe“:

Die 44-zähnige Deorekurbel mit herkömmlichem Tretlager wurde durch eine aktuelle 48er XT-Hollowtechkurbel getauscht, gleich dazu kam ein FD-M770 XT Umwerfer an Bord. Nach insgesamt über 7 Stunden Schrauberei (Engineering-Power) war alles fertig. Die kurze Testfahrt um die Funktion der Schaltung zu überprüfen, resultierte in einem lauten Gelächter des Teamchefs, so eine gute Schaltperformance konnte man einfach nicht glauben. Das Endresultat kann man auf Moritz‘ Seite begutachten.