Giro delle Dolomiti – Stage 5

Wie 2019 ging es am letzten Tag auf die Seiseralm. Leider war das Wetter schlechter als prognostiziert, sodass ein grauer Tag das heute wieder komplette Starterfeld begrüßte. Der Tesla-Nachfolder von BYD fuhr auch im Flachen eher lahm nach Norden. Der winklige Feldweg mit kleinen Zwischenrampen war mal wieder eine neue Streckenvariante – genauso wie die Anfahrt zum Chrono durch Seis und über einen steilen Waldweg. Bei der Verpflegung konnten vergessene Gels noch ersetzt werden, sogar mit Mochito Geschmack. Moritz fuhr wieder mit der Spitzengruppe ins Zeitfahren rein. Dort setzen sich die üblichen 5 Fahrer ab, unter anderem wurde der extrem knappe (3s) Gesamtsieg von Micha in dieser Gruppe ausgefahren – Glückwunsch noch mal dazu. Janine musste erst auf der Abfahrt wegen der Kälte zittern, aber ihr Gesamtsieg war ungefährdet. Trotz der harten Belastung vom Vortag konnte Moritz mit einem jungen Dänen sich aufgehende Lücken in der Gruppe schließen und seinen 10. Gesamtplatz bestätigen. Daniel und Heiko machten noch ein wenig Gewicht vor dem Segment und fuhren wieder gemeinsam durch die Zeitnahme. Dieses Mal machte Daniel das Tempo, aufgrund der 8,5% Durchschnittssteigung musste Heiko auf den Windschatten verzichten, ohne aber wirklich zurückzufallen (<30s). Daniel verfehlte zwar seine Zeit von 2019 um ca. 30s (nicht genau zu ermitteln, da das Segment leicht abwich), war aber dennoch zufrieden mit der Performance (nur 1,5 Minuten hinter Moritz). Stefan und Matthias konnten ebenfalls solide Leistungen abrufen. Die Abfahrt war dann leider nass und wieder viel zu langsam – die polizeilichen Auflagen bieten anscheinend weniger Möglichkeiten als in den Vorjahren – was sehr schade ist und viele erstmaligen Teilnehmer von einer erneuten Teilnahme abhalten wird. Stravalink

Giro delle Dolomiti 2025 – Stage 3

Am dritten Tag ging es auf den Hausberg von Edi Rizzi, den Mendelpass. Bereits am Start um 8:30 war es ordentlich warm und schwül. Der Start des gezeiteten Segmentes begann kurz nach dem Abzweig nach Kaltern, war also nur knapp unter 10 km lang. Moritz fuhr wie üblich mit der Spitzengruppe in den Anstieg, hatte aber nach seinen Fabelwerten am Vortag keine guten Beine und musste seinen direkten Konkurrenten (ein wenig) ziehen lassen. Daniel und Heiko positionierten sich am Ende des Feldes, um in keinerlei Rennaction zu geraten. Natürlich wurde Stefans bessere Startposition mit einem Helferdienst (300 W) genutzt, der Körner sparte für zwei von drei Beteiligten. Stefan konnte sich jedoch wieder in seinen Rhythmus hineinfinden, und fuhr mit P60 seine bis dato beste Tagesplatzierung. Daniel übernahm in der zweiten Hälfte die Führungsarbeit von Heiko, der dann leider eine kleine Lücke (<30s) lassen musste. Zu Moritz schlechter Tagesform kam noch ein Zielstillstand statt Zielsprint hinzu – die Kette verhakte sich zwischen beiden Kettenblättern – die zuvor analysierte Montagerichtung des kleinen Kettenblattes war nämlich dafür nicht optimal. Matthias ging unten etwas zu forsch in den Anstieg und musste dann die Pace etwas nach unten korrigieren. Daniels Beine waren im Vergleich zum Vortag deutlich besser, und auch die gute Streckenkenntnis machte sich bezahlt.

Die zweite Pause war dann schon kurz vorm Gampenpass, auf dessen Abfahrt man bedauerlicherweise mehr stand als fuhr – die Pace vom Führungsfahrzeug war eher für Bergauf ausgelegt. Dennoch kam man trocken und vor dem Zeitplan zurück zur Messe Bozen, um die Pasta einzunehmen. Stravalink mit Flyby, Ergebnisse

Giro 2025 – knackiges Tapering

Damit das Rad in möglichst gutem Zustand die gewohnten Südtiroler Berge hinaufpedaliert werden kann, wurde nach einer sehr guten Übernachtung in Berwang und nur 2,5h Autofahrt von ebendieser das Hotel Sigmundskron rechtzeitig zum Frühstück erreicht. Heiko kam gegen Mittag aus Slowenien an, sodass alle 5 Teilnehmer (Daniel, Moritz, Matthias, Stefan, Heiko) des DGD Racing Teams in Richtung Gampenpass aufbrechen konnten. Die Südtiroler Mittagssonne hatte ordentlich Power, auf dem Radweg wurde überraschend moderat eingerollt. Moritz Rad fiel dann, in bereits durch erneutes Anziehen der Kettenblattschrauben gelöst geglaubtes, Knarzen zurück. Die Fehlerdiagnose wurde auf den auf der Strecke liegenden Fahrradladen verschoben. Die Pace am Gampenpass war flott, Heiko konnte dem Tempo nicht folgen. Stefans Mission war klar, seine persönliche Bestzeit im Klödenstyle schlagen. Daniel wollte sich aufgrund nicht sehr umfangreichen Nahrungsaufnahme nur im Zone 2 Bereich bewegen, vermisste dabei nur einen Podcast. Matthias fühlte sich aufgrund der Hitze nicht so gut, sodass er den Pass mit einer 180 Grad Kehre abkürzte. Stefan konnte mit 1:13 h seine Bestzeit mit seiner Stundenbestleistung von 246 W klar unterbieten. Der geplante Strudelstopp auf dem Gampenpass wurde aufgrund Gewitterneigung auf den Mendelpass verlegt. Dort wurde der Radweg getestet, der zwar nach Ruffre führte (bekannt), aber auf sehr unrhythmischer und wenig empfehlenswerter Art.

Die Speerspitze sparte sich den Stopp und fuhr zum Radladen. Dort wurde viel und lange geschraubt, das Werkzeug zum Kurbelabziehen musste zudem noch von Moritz per Auto nachgeliefert werden. Leider führte das zu keiner Besserung, außerdem wurde beim Montieren eine Schraube gesprengt. Diese musste zwangsläufig beschafft werden, um wettkampftaugliches Material zu haben. Die Giro Organisation wurde ebenfalls kontaktiert und bot (zeitlich versetzt) sogar ein Leihrad an. Der Plan A war dann der am Sonntag geöffnete Decathlon – um Kettenblattschrauben zu ergattern. Der Werkstattmeister winkte mehrfach ab, es gäbe keine passende Kurbel, aber als das Problem anhand einer Beispiel-Kurbel erklärt wurde, gab es sogar kostenlos neue Schrauben. Bei deren Montage wurde festgestellt, dass das innere Kettenblatt seit Jahresanfang falsch herum montiert wurde – die Ursache allen Übels.
Die Tapering Runde war aufgrund der zeitlichen Restriktionen kürzer, führte aber dennoch zur Hotelterrasse am Kalterer See.

Strava Gampo, Kaltern

Epilog: es gab noch ein neueres Knackgeräusch, dieses Mal war ein Spacer zuviel in der besagten Kurbel, es hat sich jetzt ausgeknackt.

Laufrad-Tech

Auf der Eurobike 2024 wurden am Newmen Stand (die übrigens keine Marke von Cube sind, sondern eigenständig) neue Carbonlaufräder mit Carbonspeichen vorgestellt. Gerade die mittlere Felgenhöhe (49/54mm v/h) war mit 24 mm Innenbreite technisch voll auf der Höhe und mit 1305g mehr als 100g leichter als der aktuelle Beast RR40. Um sinnvoll breite Reifen zu fahren, sollten die Felgen ebenfalls breit sein, sonst leiden Aerodynamik und bei niedrigem Druck die Fahrpräzision, wer mehr technische Details dazu lesen will, gibt es hier einen guten Beitrag. Preislich ist Newmen ebenfalls attraktiv, sodass der Messebesuch den Upgradewunsch initiierte.
Coach Michael empfahl LightBicycle als Laufradmarke, dessen vorherige Empfehlung Nextie (Laufradbauer lebt leider nicht mehr) verrichtet an Stefans runderneuertem Xenon Disc zuverlässig seinen Dienst. Aufgrund von Seitenwindanfälligkeit, Gewicht und Optik sollte für Daniels Comet die Felgenhöhe zwischen 40 und 50 mm liegen.
Da die Nabe nicht unwichtig beim Thema Zuverlässigkeit ist, durften dort keine unbekannten NoName Produkte oder anfällige Tuningmodelle (Tune, Extralite etc) verwendet werden.
Aufgrund diverser Problemberichte (bei Daniels Beast lief alles perfekt) sollte keine Hooklessfelge mehr erworben werden – es setzen auch nur noch wenige Hersteller auf die kostensparende Felgenvariante.
Schon bei der Vorstellung der Campagnolo BORA ULTRA WTO 45 Laufräder reifte der Wunsch eine komplett geschlossene Felge ohne Speichenlöcher zu besitzen – kein lästiges Felgenband mehr nötig.
Da ein Laufrad nach Crash (1. Mai…) mal nachzentriert werden muss, waren die China Direktversender wieder raus, aber es gibt ja noch Laufradbauer, die deren Produkte anbieten.

Beim Suchen nach Laufradbauer + Nextie Felgen wurde schnell Bocksteinbike aus Berlin gefunden. Mit dem Inhaber Xaver gab es dann ein paar Mails + Telefonate, denn die Wünsche und Ansprüche mussten sich noch gemeinsam präzisieren. Die Felgenwahl war dabei schnell erledigt, es sollte die nagelneue Nextie Wave 40mm Felge werden, mit 25mm Innenbreite. Aufgrund der beschriebenen Nabenrestriktionen kamen DT Swiss und Carbon-TI in Frage. Letztere fertigen in Nord-Italien, bieten viele schöne Eloxalfarben und sind bezüglich Gewicht/Endkundenpreis den DT-Swiss 240 (schwerer) und 180 (teurer) überlegen. Das resultierende Gewicht von 1100g in Kombination mit einem sehr guten Preis und Service aus Deutschland schlug dann auch sämtliche Vergleichswerte aus Daniels Recherche-Tabelle.

Natürlich wurde der Upgradewunsch auch Moritz präsentiert, der beschloss für Katie und sich auch nachzulegen, sodass sogar 3 Radsätze bestellt wurden. Katie wählte ebenfalls die 40mm Felge, Moritz nahm die 50 mm Version mit diversen goldenen Accessoires, um sein Cannondale Supersix Evo zu modernisieren.

Bereits zu Weihnachten konnten die Laufräder den Weihnachtsbaum dekorieren – optisch auf jeden Fall ein Highlight. Bis zu ersten Ausfahrt im März waren dann die neuen Reifen montiert, vorne 29mm und hinten 30mm Tubeless Continental mit unter 4 Bar zu fahren. Kurvenlage und Fahrkomfort, gepaart mit wirklich guter Seitenwindstabilität, waren bereits bei den ersten Fahrten zu beobachten. Welchen Einfluss Continentals Aero 111 dabei hatte, bleibt hierbei natürlich offen.

Tour d’Energie 2025 – Sportgraf