Trainingslager Südtirol 2016: Gummer und Nigerpass

Am Tag vor dem Ruhetag wurden die Strecken im Vergleich zum Vorjahr getauscht – das war schonmal eine sehr weise Entscheidung. Es ging dieses Mal etwas kürzer durch Bozen und parallel zur Brennerautobahn, der alten Brennerstraße, der Bahnlinie und der Etsch in Richtung Gummer. Der Pass ist recht unbekannt – zu unrecht denn die Serpentinen machen gerade den Anfang zu einem Fahrerlebnis, wenn die Form stimmt. Moritz fuhr den 10% Anstieg (viel flacher wird es selten) von vorne an. Daniel musste schon bald eine Lücke lassen und sein eigenes Tempo fahren. Dieses wurde nach ca. 5km kontinuierlich langsamer, die Beine waren leer, es wurde sogar 2 mal das Notritzel aufgelegt. Moritz konnte seine Vorjahreszeit fast matchen und musste schlussendlich 7 Minuten warten auf der Passhöhe – das war mal nix. Die Gastwirtschaft hatte dann noch Ruhetag (schlechte Recherche der Planer), irgendwie tauchte aber dennoch ein Apfelstrudel auf . Aufgrund der überaus hohen Beliebtheit wurde auch das „Dolomiten Panorama mit Gegenstand unter hängendem Kabel“ neu aufgelegt:imageGestärkt ging es dann weiter zum Karersee, wo der Verkehr im Vergleich zum Samstag (2015) sehr moderat war. Daniel fand am zweiten Anstieg überraschenderweise ein paar Körner und konnte einen zügigen Rhythmus fahren. Die zweite Rast am Nigerpass war dann unkonventiell, es wurden hausgemachte Schlutzer bestellt.
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Die Abfahrt war sehr verkehrsam und es konnte der spektakuläre Bozner Radweg abgeradelt werden. Dieses Mal wurde nur eine kurze Sackgasse (Radweg hörte im Nirwana auf) gefahren – sonst gab es wieder den Bozen-Lana Expressradweg wo nochmal alles mobilisiert wurde und der Lokalzug überholt werden konnte. Eckdaten der Tour: 128km 2115Hm 25,6/26,6er Schnitt. Für Technikfachleute: Moritz Garmin 810 hat nur bis zum Nigerpass oben aufgezeichnet – in Bozen ging das Gerät sporadisch aus 😉

Der Bergfloh fuhr ebenfalls wieder zum vierten Mal am Stück Rad, heute trocken ins Ultental wo er sogar den hervorragenden Apfelstrudel würdigen konnte, ganz neue Strategie des Teamsponsors.

Trainingslager Südtirol 2016: Möltenrunde

Weil das DGD Racing Team schon seit fast einem Jahrzehnt regelmäßig in Lana sein Sommertrainingslager abhält gibt es jedes Jahr immer neue Strecken – dieses Jahr wurde die Jensienrunde grundlegend revidiert. Zum Aufwärmen ging es 4km den Gampenpass hoch, dank moderaten 6-7% war das ein sehr gut zum Reinkommen. Das Wetter hatte auch wieder auf lupenreines Sommerwetter umgestellt – mit moderaten 29 Grad war es jedoch nicht zu warm. Die Abfahrt nach Nals wurde mit nahezu 100% geschlossener Bremse gefahren – Durchschnittsgefälle 14%. Dann ging es durch Tal nach Terlan hoch nach Mölten. Ein Anstieg der vom DGD Racing Team überhaupt noch nicht gefahren wurde. Dementsprechend waren Moritz und Daniel von den anfänglichen 10% Steigung etwas überrascht. Auf den knapp 8km sollte es auch kaum flacher, dafür teilweise mit 12% steiler werden. Da man bei solchen Steigungen nicht wirklich gemütlich fahren kann wurde das auch nicht getan. Moritz fand einen guten Rhythmus, Daniel musste kurz vom Ende eine kleine Lücke aufgehen lassen, auch mangels Streckenkenntnis denn wenn nicht klar ist wie lange der 190er Puls noch auf dem Garmin steht muss man reagieren. Beide fuhren mit einer Steigleistung von 1200Hm/h eine sehr gute Pace für den Anfang des Trainingslagers. Was nicht geändert wurde war der Stopp beim besten Apfelstrudel Südtirols in St. Ulrich.
imageDie nachfolgenden 15km waren wieder welliger und anstrengender  als in der Erinnerung, dafür wurde die Abfahrt nach Meran ohne Verkehr, mit Licht in allen Tunnels und teilweise neuem F1 Belag sehr zügig absolviert. Daten der Tour: 72km 1900Hm 24,5er Schnitt

Der Bergfloh fuhr direkt zum Anstieg nach Mölten der ohne Probleme aber auch am Limit bezwungen wurde. Ganz klassisch wurde eine Nullstoppstrategie gewählt und St. Ulrich links liegen gelassen. Auf der Abfahrt ging dank neuer Maschine mit Scheibenbremsen auch alles glatt sodass vorm F1 Rennen sogar der Pool drin war.

 

Rennbericht Jedermann DM Nidda

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    Relativ spontan entschlossen sich Daniel und Sebastian ins nahe gelegene Nidda bei der 1. Deutschen Jedermann DM zu fahren. Dort gibt es einen 23km langen Rundkurs mit nur 140Hm der 4 mal umrundet wurde. Trotz schlechter Wetterprognosen und einer Startverschiebung um 1 Std wegen Ölspur blieb es warm und trocken. Es waren recht weniger Starter (ca. 300) gemeldet, allerdings war die Strecke nicht sonderlich selektiv sodass sich ein großes Feld bildete – es gelang 3 Ausreißern in der Rennmitte sich abzusetzen bis zum Ziel hin. Das Rennen war zum Teil auf nur einseitig gesperrten Landstraßen unnötig gefährlich es gab einige gefährliche Szenen wegen der Pylonen und Fahrern die unbedingt auf der falschen Seite fahren wollten.An dem einzigen kleinen Anstieg konnte das Feld in den ersten 3 Runden nicht wirklich dezimiert werden, der enge Feldweg lies Überholmanöver auch kaum zu. In der letzten Runde konnte Sebastian dann auch mal Führungsarbeit verrichten, das Rennen zog an. Kurz vom Berg positionierte sich Daniel etwas weiter vorne im Feld und fuhr den Anstieg von vorne an – maximum attack. Kurz vorm „Gipfel“ war der Akku aber leer, sodass etwa 20 Fahrer vorbeikamen. Auf der Abfahrt musste Daniel dann sogar noch eine Lücke von 100m zufahren – was zum Glück gelang. Danach bildete sich dann eine neue Gruppe, Ziel erreicht. Sebastian war ebenfalls hervorragend in der ersten Gruppe positioniert und die beiden fuhren fast Zeitgleich über die Ziellinie, mit exakt 40er Schnitt. Ergebnisse gibt es jetzt 19. Sebastian und 22. Daniel. Link zu den Stravadaten.

Rund um Köln 2016: Sportograf Rennbilder

Es gibt mal wieder Bilder von Rennaction – dank des Sportografen sind diese wieder herausragend geworden. Der leicht angestrengte Gesichtsausdruck ist am Schlussanstieg, der Pavet-Rampe am Schlossberg 🙂

Rennbericht Rund um Köln mit Mehrfachpremiere

Daniel und Sebastian Bechtel (langjähriger Supporter und seit 2 Wochen auch Trikotinhaber) fuhren zum ersten Mal den Klassiker Rund um Köln. Die Wetterprognose war auf Regen aus, morgens hing auch Niesel in der Luft. Bereits 45 Minuten vor dem Start bezogen die beiden Piloten den Startblock A. Man konnte einfach einen Schnitt prognostizieren und dann gab es den ensprechenden Startblock. Daniel meldete einfach mal 40er Schnitt. Das Rennen ging flach durch die Innenstadt in Köln, aber nicht so winklig wie in Frankfurt und auch nicht so lang. Dennoch mussten beide Starter viel investieren um vorne im Feld zu bleiben. Nach der ersten Welle erwischte Sebastian auf seinem brandneuen Rad (davor nur 20km Rollin) ein Schlagloch und die Kette entschied sich, zwischen Ritzel und Rahmen hängen zu bleiben. Das kurze Absteigen bedeutete für Sebastian die aktuelle Gruppe zu verlieren. Danach befand er sich in einer etwas unharmonischen Gruppe mit vielen (sinnlosen) Attacken in der er aber gut mitgehen konnte.
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Daniel hatte gute Beine und am ersten Anstieg war die Spitze des Feldes nur 100m entfernt. Am zweiten Anstieg (waren immer nur so ca. 150Hm) gab es berghoch einen Sturz, sodass fast alle anhalten mussten. Das Feld blieb aber dennoch zusammen. Auch nach dem ersten Mal Schlossberg (Rampe mit Pavet) gab es noch ein Hauptfeld. Erst nach ca. 2 Rennstunden konnte sich eine 40-köpfige Spitzengruppe bestehend aus den großen GCC-Teams lösen. Bis zum letzten Anstieg musste man aber auch im 2. Feld viel investieren, denn wegen des hohen Tempos gab es oft Lücken die zugefahren werden mussten. Kurz vor dem finalen Stück Schlossberg – Pavet konnte sich Daniel auf Position 5 im Feld fahren, sodass bei den Anfeuerungen der Zuschauer ohne Stau die letzten Höhenmeter des Rennens gefahren wurde. Die letzten 30km waren dann einigermaßen entspannt, das Feld wurde dann mit Fahrern vom 60km-Rennen künstlich vergrößert. Erst kurz vorm Ziel gab es einen leichten Nieselregen – es war ein klassisches Trockenrennen. Eckdaten: (127km 1270Hm – Flachrennen also mit 40er Schnitt, Platz 59), Sebastian konnte trotz des Missgeschicks einen 38er Schnitt mit Platz 184 vorweisen – für beide war das ein sehr starkes Rennen, für Daniel war das ein erster Test mit den neuen orangenen Schuhen.