Tour d’Energie Göttingen 2022

Nach ein paar Jahren Rennabstinenz schlug Stefan vor, mal wieder das Rennen in Göttingen zu fahren. Die Wetterprognose war erst etwas mau, aber schlug dann in sonnig und mild um. Das gebuchte Hotel (Parkhotel Ropeter) bot zudem einen kostenfreien Late-Checkout an, sodass nach dem Rennen noch geduscht werden konnte. Daniel startete in Block A, und war dank der neuen Team-Einteiler (mit etwas knappen Beinabdeckung im Vergleich zu den üblichen Hosen) optimistisch. Stefan startete in Block E und wollte es bis zum letzten Anstieg, dem Hohen Hagen, ruhig angehen um dort möglichst viele Leute zu überholen. Wie so häufig gab es vor dem ersten Berg 2 kleinere Stürze nach Kreiseln, sodass sich früh ein Feld von gut 50 Fahrern absetzen konnte. Da nicht viele Fahrer wirklich motiviert waren, wollte sich Daniel nicht overcommitten und die Lücke blieb bestehen. Zusammen mit Alexander Nikolopoulos (die Maschine), wurde in der zweiten Gruppe vorne gefahren. Das neue Aero-Equipment überzeugte bei der Abfahrt zur Weser, Daniel konnte sich leicht absetzen von der Gruppe. Unten fing die Windschlacht an, keiner wollte so wirklich vorne fahren, daher lief die Gruppe auch nur bedingt. Als dann der 1. und 2. Fahrer (Alex) vorm Hauptanstieg am Bramwald geradeaus fuhren statt rechts, gab Daniel das Tempo vor. Es konnten sich zwei Fahrer absetzen, die aber oben wieder eingesammelt wurden. Stefan machte am selbigen Anstieg ein wenig Kaffeeklatsch und machte sich über Fahrer mit Nordpolbekleidung lustig. Auf dem Feldweg zum Hohen Hagen war der einzig etwas lockere Moment in Daniels Rennen, schöner Rückenwind ohne Attacken war angesagt. Alex und ein weiterer Fahrer der von weiter vorne kam (Sturz) konnten sich kurz absetzen, aber wurden auf der Abfahrt wieder eingesammelt. Die Gruppe wurde final aber dezimiert, die beste Frau im Feld kam deutlich später ins Ziel. Die letzten gut 20 Rennkilometer waren die erwartet härtesten, mit erst nur 3 Fahrern und starken Gegen/Seitenwind mussten zum Teil fürs Halten von Alex‘ Hinterrad alle Körner aufgewandt werden. Als fast gar nichts mehr drin war, kamen von hinten noch knapp 10 Fahrer von hinten, die aber keine Ambitionen hatten sich selbst dem Wind auszusetzen. So kam Daniel im vorderen Teil der zweiten Gruppe auf Platz 72 ins Ziel – Sprint konnten andere für sich entscheiden – die Beine waren nicht die besten. Ein 171er Durchschnittspuls zeigte die Anstrengung, der 37,5er Schnitt war niedriger als in den vorherigen Teilnahmen – Bedingungen waren eben hart. Strava-Daten

Stefan konnte sein Vorhaben am Hohen Hagen umsetzen und fuhr die 382. beste Zeit von 1400 an dem Anstieg, konnte mehr als 30 Fahrer überholen. Am Ende konnte er noch zwei Gruppen zusammenführen und war im Ziel ebenfalls sehr zufrieden mit seiner Leistung. Bilder vom Sportografen folgen in Bälde. Ein Dank gilt an „die Maschine„, ohne dessen harte Führungsarbeit das Rennen ganz anders verlaufen wäre.

Trainingslager Mallorca 2022 – Grande Finale

Am letzten Tag mit wieder perfektem Wetter gab es eine neue Strecke. Florian ließ es gut sein und beendete den Radsportteil bereits am Vorabend. Rekordverdächtig früh 9:24 Uhr ging es los in Richtung Kloster Lluc (angepeilt war natürlich 9:00) und Christian durfte eine gemütliche Pace vorfahren, sodass er als 3. an der Tankstelle ankam. Erstmals wurde dann der Puig Major vom Kiosk aus befahren, die 5% Steigung auf 5km waren zwar nicht gleichmäßig angeordnet, dennoch kamen alle fünf Fahrer frisch am Tunnel an.


Es folgte die Abfahrt bis nach Port de Soller, auf absolut perfektem Asphalt und fast ohne störenden Kfz Verkehr konnten die   Fahrer die beste Abfahrt Mallorcas genießen. Die Serpentinen waren sehr großzügig, sodass immer viel Schwung mitgenommen werden konnte. Nach dem Mittagessen am Zipfel der Bucht von Port de Soller, ging es zum zweiten Anstieg, ebenfalls als Erstbefahrung in diese Richtung, dem Coll de Soller. Nach 2km stark befahrener Straße zum Tunnel, gab es schattige recht zahme Serpentinen mit vielen Radfahrern fast ohne Autos. Sebastian beschloss den vor ihm fahrenden Christian kurz vorm Gipfel einzuholen aber der Zielsprint ging an Christian. Nach der eher groben Abfahrt mit sehr vielen Kehren fuhren Sebastian und Christian den direkten Weg zurück zum Hotel (-10km) welcher dank des Rückenwindes nicht zu viele Körner kostete. Das verbleibende Trio fuhr Erik Zabels Lieblingsanstieg zum Orient. Daniel wollte direkt klare Verhältnisse schaffen, musste aber dem sehr hohen Tempo Tribut zollen und verlor 16 Sekunden auf Moritz, konnte aber Heiko 50s hinter sich lassen.

Der finale Espressostopp wurde dann abgehalten, um dann mit Hilfe des Rückenwindes zurückzuballern. Zahlreiche Navigationsungenauigkeiten gab es zu notieren, beide Gruppen fuhren unabhängig voneinander durch eine Gutseinfahrt statt auf dem Track zu bleiben. 147km/2200 Hm

Damit geht das Trainingslager zum Ende, mit Rekordkilometern 796 und 10500 Hm die dank gedämpftem Fahren in den nicht gezeiteten Passagen für alle Fahrer zugänglich waren. Christian und Heikos Mallorca Trainingslager Premiere liefen erfolgreich und die Bilder vom erneuten Schneefall im Headquarter bestätigten die Wahl des Domizils

Trainingslager Mallorca 2022: Dias del Classico

Pünktlich zum Küstenklassiker drehte der Wind auf Südwest und bescherte der ganzen Insel Sonne pur bei radsport-optimalen 22° Außentemperatur. Dennoch waren sowohl Windstopper als auch Beinlinge im Outfit einiger DGD Fahrer gesichtet. Die Experten wussten natürlich schon vorher: ein Fehler. Der Easytours-Transfer ans andere Ende der Insel stand pünktlich um 8h30 vorm Hotel. Allerdings beschloss der Fahrer, von der Möglichkeit der dynamischen Arbeitszeitverlängerung gebrauch zu machen und stellte sich vor Palma schon kilometerweit vor dem Abzweig nach Andratx in den Stau auf der rechten Spur. Abfahrt in Andratx daher 10h29. Dafür wurde Moritz‘ Spezialschlenker an der Kirche kassiert (Grüße gehen an der Stelle raus an den Bergfloh), denn der Bus fuhr direkt ins Zentrum und nicht an den Hafen.

Der erste Berg wurde so gemütlich wie nie gefahren und der leichte Rückenwind ließ im Gegensatz zu früheren Austragungen die Zeit bis zum Valldemossa Hochplateau wie im Flug vergehen. Im morgentlichen Communiqué wurden von dort an mehrere Varianten vorgestellt; angesichts des Traumwetters entschieden sich aber alle 6 Fahrer für die enge aber auch spaßige Abfahrt an den Hafen von Valldemossa, wo der Mandelkuchen getestet wurde. Selbsterklärend, dass danach die 400 Höhenmeter zum Ursprungspunkt der Détour wieder hochgekurbelt werden mussten. Erstaunlicherweise fanden alle 6 Fahrer den Anstieg deutlich angenehmer zu fahren als angenommen.

Am Marktplatz in Soller gab es diesmal wieder Nudeln in der Bar Nadal; hervorzuheben war vor allem die Pasta Mallorquin mit scharfer Wurst, Gemüse, Mandeln und Honig. Heiko orderte außerdem einen Kubikdezimeter Kartoffelsalat. Dessen Qualitätsurteil wird hier unterschlagen. 

In der Nachmittagshitze zum Puig Major gingen dann alle Fahrer auf den 10km bis zum Tunnel auf Zeitenjagd. Moritz unterbot mit 30:01 die teaminterne Bestzeit aus dem Jahr 2015. Daniel sicherte sich durch konsequente Umsatzung seines Ziels vom 265W Platz 2 vor Heiko, der in starken 34:43 oben ankam. Dahinter entbrannte ein spektakuläres Duell zwischen den Herren Bechtel und Klink, das letztgenannter in 39:19 für sich entschied, vor lauter Geschwindigkeitsüberschuss direkt im dunklen Tunnel verschwand und daher auf dem Gruppenbild fehlt.

Der Rest der Tour war erfreulich verkehrsarm. An der letzten Schippe Sand vor der finalen Abfahrt entstand aus Christians Vorhaben nicht runterschalten zu müssen ein Spontansprint, den der Teamchef für sich entscheiden konnte. Im Tal ließen sich diverse Teamfahrer von diversen unbekannten Drückern provozieren und die daraus resultierende Schnittsteigerung sorgte nicht bei allen für Begeisterung. Dafür wurde die Sauna rechtzeitig erreicht und zumindest 2 von 6 Fahrern sprachen danach vom „besten Küstenklassiker aller Zeiten“ 😊 Die Eckdaten waren wie immer: 138km/2800Hm.

 

 

 

Trainingslager Mallorca 2022 – RRRRR

Nachdem das Wetter zum Endspurt mit einem leichten Schauer ansetzte wurden ein paar Radschraubereien betrieben, sich gestärkt und dann ging es auf die am Vorabend geplante RennRad Ronny Ruhetags Runde. Gefahren wurde gedämpft, um die Beine für den donnerstäglichen Küstenklassiker frisch zu halten. Für etwas Anstrengung gab es gut 200 Hm auf den Puig de Magdalena, empfohlen vom Rennrad Ronny.

Durch die Gärten ging es in Richtung Pollenca, mit einem kurzen Intermezzo auf der großen Straße bis zur sehr schön gelegenen Bucht Calla San Vincenc. Dort gab es fünf Espressi und eine Schoki, statt Kuchen konnte der britische Kellner nur Chips anbieten. 

Dann ging es durch die Gärten mit Rückenwind und aufkommendem Sonnenschein zum Hotel in die heute sehr gut temperierte Sauna. Daten: 82km 700 Hm