Trainingslager Südtirol 2017 – Redebus und Manghen

Aufgrund nicht unbedingt stabiler Wetterlage am Nachmittag wurde der Start der Königsetappe auf kurz nach 9 Uhr vorverlegt. Nach den mäßigen Erfahrung von 2015 wurde wieder die mathematisch negative Richtung der Tour gewählt. Der erste Pass, der Redebus wurde über eine Seitenstraße die meist im Wald verläuft befahren. Entgegen der Ankündigung von Moritz, der Pass sei ein Rollerberg, wartete diese Variante mit Steilstücken von 14% auf, bot dafür auch 2 kleinere Abfahrten um ein paar Zusatzhöhenmeter zu generieren. In der Passbeschreibung, auf die sich Moritz berief, steht das Wort Rollerberg, allerdings negiert.

Nach dem obligatorischen Passfoto ging es in Richtung Molina auf einer Abfahrt die entweder deutlich über 10% oder sehr nahe 0 Prozent abstieg. Der Wind war auch nicht auf der Seite des DGD Racing Team Trios, sodass der in Molina eingenommene Strudel die Akkus wieder auffüllen musste. Dann ging es auf den Manghen, dem Dach des Trainingslager (2047m ü.N.N.). Der Pass lässt sich recht gemütlich an, wird aber auf den letzten 8 von 16 Kilometern bockhart mit Steigungen jenseits der 10 Prozent ohne Erholungspassagen. Sebastian entschied bereits am Anfang des Berges, dass sein eigenes Tempo angesagt war. Daniel und Moritz fuhren bis ca. 5km vor dem Gipfel exakt das gleiche Tempo, immer ordentlich auf Zug. Daniel wollte dann den Rhythmus selbst bestimmen und durch eine kleine Tempoverschärfung auf dem letzten Kilometer konnte eine Minilücke von 40 Sekunden entstehen. Entgegen seiner Ankündigung, heute zweistelligen Minutenrückstand aufzusammeln, kam Sebastian genau 7 Minuten später oben an. Er konnte sich mit zwei Duellen mit andereren Rennradlern bei Laune halten.

Zwei von drei Fahrern nahmen einen weiteren Apfelstrudel zu sich, dann konnte es auf die Abfahrt gehen. Das erste Stück war sehr eng und es entstand eine Lücke, da Daniel ungünstigen Gegenverkehr und dann Autos in Fahrtrichtung gegen sich hatte. Das Ende bot dann nochmal einen kleinen Gegenhang, dessen Größe (190Hm) im Odenwald auch als Berg durchgehen würde. Rückwind gab es nur auf dem letzten Kilometer. Eckdaten der Tour: 26er Schnitt, 3000Hm auf 125km.

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