Rennbericht: Tour d’Energie 2014 in Göttingen

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Die Wetterprognose für Göttingen war gemischt, Regen oder kein Regen war die Frage. Beides ist eingetroffen, die Startaufstellung und der Rennstart war zum Glück trocken, dann gab es 30 richtig nasse Kilometer an der Weser entlang und in Richtung Ziel strahlte sogar die Sonne.

Moritz und Daniel starteten aus Block A, wurden im anfänglichen Gedrängel aber leicht nach hinten gespült. Am ersten Anstieg mussten beide kurzzeitig richtig kämpfen um ganz vorne dran zu bleiben, was aber gelang. Auf der nassen Abfahrt verhielten sich eigentlich alle vernünftig – es war nicht wirklich gefährlich. Am Flachstück an der Weser teilte sich das Feld erneut, pünktlich zum langen Anstieg in den Bramwald konnte die 2. Gruppe mit beiden Racing Team Fahrern aber wieder aufschließen. An besagtem Anstieg fuhr das Feld recht gemächlich in den Berg rein, was Daniel dazu nutzte mal eben ein paar Führungsmeter zu ergattern. Moritz kam auch mit und von „da wollen welche weg“-Rufen war eine DGD Doppelführung hergestellt. Die etablierten Teams kamen aber dann natürlich auf und sorgten dafür, dass sich das Feld drastisch verkleinerte. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden im Flachstück nicht viele Fahrer von hinten in die Gruppe gespült, so dass zu diesem Zeitpunkt schon eine sehr starke Platzierung feststand.

Kurz vom Hohen Hagen bekam Daniel von einem Mitfahrer die Info, dass er gerade sein Garmin verloren habe. „Ist halt so“ war die Antwort und es wurden mal wieder ein paar Plätze gewonnen. Am Bergsprint, unten, gab es den zweiten Angriff seitens Daniel was ihn wieder kurzzeitig an die Spitze des Feldes führte. Moritz fuhr den Berg eher konstant hoch und kam mit der ersten Gruppe oben drüber. Die Spitzengruppe konnte dann bis ins Ziel gehalten werden. Der Lohn: Top Platzierung mit Platz 15 (und Platz 3 im eher sinnlosen Nettozeit-Klassement :D). Daniels Attacke war etwas zu übermotiviert und oben war er dann zwischen der 1. und der 2. Gruppe. In den letzten gut 20 flachen Kilometern konnte sich Moritz ans Gruppenende hängen (bei der ersten Gruppe leichter gesagt als getan) und Daniel fand noch Körner für andauernde Führungsarbeit. Die erste Gruppe war gegen Ende sogar in Sichtweite, aber Fahrer u.a. vom Team Strassacker störten die Führungsarbeit leider. Wegen der zu viert gefahrenen Führungswechsel ging dann am Rennende gar nichts mehr und Daniel kam ebenfalls als Gruppen-Letzter ins Ziel. Über Platz 30 und <1 Minute Rückstand zum Führenden kann man sich aber richtig freuen! Schnitt der beiden: 40,8km/h

Stefan startete aus Block E und kämpfte sich gut vor, bis ihn nach der ersten Abfahrt auf Kilometer 33 ein Plattfuß hinten ereilte. Dank der freundlichen Helfer ging der Schlauchwechsel recht problemlos von statten, es gab sogar eine gut Standpumpe. Nach gut 10 Minuten ging es dann weiter, es wurden die gleichen Fahrer nochmals überholt. 10 Kilometer vorm Ziel ereilte Stefan dann der 2. Plattfuß, wieder hinten. Hilfreiche Kommentare wie „haste keinen Schlauch dabei“ brachten ihn nicht weiter, erst das nach 5 Minuten anfahrende Servicemobil konnte helfen und der nette Helfer wechselte sogar den Schlauch. Das Rennen war somit platzierungstechnisch überschaubar, aber mit einem sehr guten Schnitt (36,4 km/h) war das Rennen für Stefan auch ein top Trainingsrennen. Ohne seine beiden Pannen wäre Stefan mit einer Nettozeit von 2:45h auf Platz 350 gelandet 🙂

Ergebnisse (Link)

Als Happy End konnte Daniels Garmin (unbeschadet) wieder von den Top Organisatoren abgeholt werden. Moritz büßte beim Rennen seine (verspotteten) Ärmlinge und eine Trinkflasche ein, aber insgesamt passt das Rennen in die Kategorie: „Das kannste keinem erzählen.“

4 Kommentare

  1. Das liegt daran, dass die Herren Egert und Günzel jun. nicht Autofahren mussten (waren noch das Garmin abholen) und demzufolge schon mit dem zweiten Pils abgelichtet wurden.

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