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Wer macht die Pace?

Endlich sind die in-Race Bilder vom Hockenheimringrennen da, gemacht vom Sportografen. Man sieht die totale Erschöpfung der Team Mitglieder, aber auch wer die Pace (Führungsarbeit) macht. Kleiner Tipp: kein Rennradfahrer… Hier ist die gesamte Gallerie: Link.

Erneute Testfahrt auf der Nordschleife

Unerwarteterweise bekamen Stefan, Daniel und Moritz am 16.07. die erneute Gelegenheit auf der Nordschleife zu testen. Der Termin vom 9.7. wurde vom Spitzenorganisator eine Woche nach hinten verlegt. Die äußeren Bedingungen waren optimal, bei 28 Grad wehte ein angenehmer und nicht zu starker Wind, und aufgrund der recht späten Startzeit von 19 Uhr brannte die Sonne nicht mehr. Dieses Mal war der Schlachtplan die identische Strategie wie beim letzten Test vor einem Monat. Daniel hatte seinen Pulsgurt vergessen, musste sich daher an Moritz halten um in der ersten Runde wie besprochen nicht zu überpacen. Allerdings war das Angangstempo deutlich forscher, auf der Abfahrt wurden 30 Sekunden im Vergleich zum letzten Mal herausgefahren. Stefan war das Tempo ein wenig zu schnell, was wohl auch an der sehr kurzen Aufwärmrunde lag, und musste auf der ersten Runde bedingt durch eine Verknappung der Luftzufuhr, astmabedingt, rausnehmen. Auf der GP-Strecke nahm er sich zudem die Zeit ein wenig zu essen. Ob dieser widrigen Umstände ist die Rundenzeit von insgesamt 55 Minuten wirklich sehr hoch einzuschätzen. Deutlich besser erwischten Daniel und Moritz die Geschwindigkeit. Am Berg der ersten Runde musste Daniel aufgrund des angeschlagenen Tempos fasst abreißen lassen, auf der Restrunde konnten sich beide durch abwechselndes Windschattenfahren etwas erholen. Die erreichte Rundenzeit war mit 46:05, (Durchgangszeit Nordschleife: 39:57) extrem und überraschend gut. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es mit nun leichten schmerzenden Beinen auf die zweite Runde. Trotz Skepsis und Erschöpfung konnte die erste Runde noch getoppt werden, Endzeit Nordschleife dieses Mal 39:47). Daten Daniel: erste Runde mit GP, zweite Runde. Daten Moritz komplett. Stefan konnte trotz Luftprobleme eine gute Runde fahren, und unterbot mit 42:55 die Zeit seiner zweiten Runde vom letzten Test.

Presseartikel: Auf dem Bike durch die ,,Grüne Hölle“

Im der heutigen Ausgabe des Starkenburger Echos (13.07.2010) erschien der zweite Zeitungsbericht mit Bild über das DGD Racing Team (schreibt man übrigens ohne Bindestriche). Leider gab es aus Sicht des Teams einige Mängel, die dem halbprofessionellen Redakteur unterlaufen sind. Vielleicht gibt es zumindest für die Onlineversion die Möglichkeit die Qualität etwas zu verbessern, auf totem Holz sind Hopfen und Malz bereits verloren.

Nur die Hälfte des Teams wohnt in Reichelsheim, Christian kommt aus Fürth/Odw. (dem Einzugsgebiet des Blattes) und Moritz aus Wixhausen/Darmstadt. Das Rennen Rad am Ring wird größtenteils auf der Nordschleife des Nürburgsring ausgetragen, aber das ist eine mehr als verzeihliche Feinheit, die auch vom Veranstalter selbst nicht wirklich beachtet wird. Ob bei zwei von vier Teammitgliedern mit gleichen Nachnamen die Nennung beim selbigen besonders elegant ist, sei aber mal dahingestellt. Der Spruch beim Trikotschließen nach der Ankunft am Bergpass „für den Sponsor“ stammt von Daniel und Moritz, aber das ist auch so eine schöne Anekdote. Daniel ist bis dato noch nie in die Uni nach Darmstadt mit dem Fahrrad gefahren und studiert entgegen der schon zweiten anders lautenden Spressemeldung immernoch Mathematik. Stefan befand sich letztes Jahr nur eine Woche, und nicht wie gemeldet ein Jahr, in Schweden, und zwar zu Besuch bei seinem Bruder Daniel. Die Mittsommernacht ist nicht wie impliziert beschrieben im Winter und tritt in Südschweden auch nicht sonderlich prägnant auf, wird zudem noch anders geschrieben – wenn’s läuft dann läuft’s. Die Idee des Selbstbaulichts entstand außerdem ganz am Anfang des Projektes. Stefan, dem Konstrukteur der Lichter, war von vorneherein klar, dass handelsübliche Halogenlichter nicht für die Nachtfahrt auf der Nordschleife taugen. Zudem wurde der Sponsor keineswegs aufmerksam auf das Team – trotz des halbprofessionellen Auftritts auf dem offiziellen Teamblog – sondern wurde von Daniel zwecks neuer LEDs (keine Lampen) kontaktiert. Den größten Fauxpas geht der professionelle Journalist im letzten Absatz. Zitat: „Grüne Hölle ist ein Synomym für die Nordschleife, weil die Kurve sehr gefährlich ist“. Gut dass die Nordschleife nicht nur eine, sondern offiziell 73 Kurven hat, sonst wäre das ganze nur halb so unterhaltsam.


(Klick aufs Bild für große Version)

Hitzeschlacht: Racing Team deklassiert 200 Rennradler

Am 10. Juli wurde es ernst, das erste Rennen stand für Stefan, Daniel und Moritz auf dem Programm. Extra für den schnellen Asphalt wurden Conti SportContact aufgezogen, denn Bergwertungen gibt es auf der Strecke keine. Trotz der extremen Hitze, gemessene 38 Grad im Schatten, war die Stimmung vor dem Start sehr positiv. Unsere Underdog-Rolle machte schon Spaß, diverse abfällige Blicke der Rennradler waren schon zu beobachten.


Rechtzeitig konnten wir unsere Startnummern holen, entspannt noch das F1-Qualy verfolgen. Kurz vor dem Rennen nahmen wir noch Sebastian und Kristina in Empfang, Freunde von Daniel die als Fans, Betreuer und Fotographen fungierten und dem Team sehr weiterhalfen. In der Einführungsrunde versuchte das Team ein paar Plätze gut zu machen, dennoch war aufgrund der Erstteilnahme eines GCC-Events nur der hintere Startblock drin. Daher wurde in der ersten von zehn Runden (gefahren wurde die GP-Strecke plus Extraschleife, je 6km siehe hier: Streckenplan) hauptsächlich auf Angriff gefahren um eine möglichst schnelle Gruppe zu finden. Leider waren die allermeisten Rennradfahrer nicht in der Lage in einer Gruppe zu fahren. Schon in der zweiten Runde war die Pace zu langsam, keiner wollte die Führungsarbeit machen. Oft war das DGD Racing Team in Führung der Gruppe, wohlgemerkt mit Trekkingrad und Mountainbikes. Leider machte besonders Daniel und Stefan die Hitze extremst zu schaffen, das heißt die anfänglichen schnellen Rundenzeiten konnten nicht aufrecht erhalten. Ohne zwei Flaschen dieses extrem wirksamen Drinks (Link) hätten beide das Rennen nicht einmal beenden können. Auch im Teilnehmerfeld las man bei mehr als einem Drittel DNF. Letzlich konnte das Team größtenteils zusammenbleiben, zeitweise Ausreisversuche von Moritz waren leider nicht von Erfolg gekrönt, da wie so oft kein anderer sich an der Führungsarbeit beteiligt hatte. In der Schlussrunde war das Ziel, vor der ungeliebten Gruppe ins Ziel zu kommen, welches dank erstaunlich hohen Kraftreserven aller Teammitglieder auch gelang. Daniel zog den Schlussspurt an, es wurde ein knappes Fotofinish zwischen den Brüdern, mit Moritz ganz knapp dahinter. Zeit des Gewinners 1:31.20, Platz 51, 53,54 vom DGD Racing Team war mit 1:38.20 erreicht, und übertraf damit bei einem Starterfeld von 260 Leuten klar die Erwartungen. Als kleinen Wermutstropfen wurde festgestellt, dass die ersten 40 Leute in einem großen Hauptfeld einfuhren, d.h. deutlich kraftsparender fahren konnten. Nach dem Zieleinlauf musste doch noch die Organisation des Events scharf kritisiert werden. Es gab keine Schilder ins Fahrerlager, auch Wasser o.ä. wurde nicht gereicht. Gerade bei solchen grenzwertigen äußeren Bedingungen ein ziemliches Manko. Zu guter Letzt die Fotos und die Telemetrie, man beachte Daniels extrem hohen Puls über das ganze Rennen. (Daniels Daten, Moritz‘ Daten), Ergebnisliste.

Zieleinlauf:

Zur Belohnung für die fantastische Leistung gab es dann noch die beste Pizza Südhessen, in der Stadtschänke Weinheim, hier mal die Pizza Chef:

Team Fotoshooting

Heute war es soweit, das erste richtige Foto vom DGD Racing Team. Bei schöner Abendsonne und der herrlichen Natur in Reichelsheim gab es perfekte äußere Bedingungen. Ein herzliches Dankeschön geht an den kurzfristig (wirklich kurzfristig, ca. eine Stunde vorher) engagierten Tim Reinhardt, der die Fotos geschossen hat.