Saisonpremiere nach Maß

Nach gefühlten unendlich langen Rollensessions und teuerem Spinning ist die Freiluftsaison endlich eröffnet. Doch nicht nur die Nerven wurden im Winter belastet, dank zahlreicher Neuteile auch die Geldbörse. Wenn jedoch das Thermometer wieder zweistellig ist, man kurz/kurz durch den herrlichen Odenwald fahren kann, dann sind alle Mühen schnell vergessen es macht einfach wieder richtig Spaß. Gleich die erste Tour ging über 90km an den Neckar, man will ja leicht einsteigen. Zusammen mit der Technikabteilung, also in halber Teamstärke wurde der Geheimtipp Erbach->Bullau->Gebhartshütte in eine Tour mit gutem Höhenmeterquotienten eingebaut. Aufgrund des wolkenfreien Himmels folgten an den beiden Folgetagen noch zwei weitere Touren von Teamchef, und zwar nach Eberbach-Gaimühle und nach Ober-Laudenbach. Nach einem wohlverdienten Ruhetag, hieß es einen ersten Referenzwert zu schaffen, um den hoffentlich noch kommenden Trainingserfolg festzuhalten, die regelmäßigen Leser ahnen es schon: der Melibokus war fällig. Bei jetzt immerhin schon 15 Grad Außentemperatur war ein erstes Zeitfahren angesagt, das zweimal kurz unterbrochen werden musste (Betonmischer+Auto und Baumfällarbeiten) und welches nach ca. 2 Minuten innerlich verflucht wurde (welcher Penner hatte diese Idee mit dem Zeitfahren eigentlich), lief es dennoch recht gut. Das neue Material scheint also schon etwas zu bringen, besonders optimistisch stimmte aber das „Gefühl“ in den Beinen im letzten Drittel des Berges was schon recht ordentlich war. Am Ende des Tages wurden die neuen Teile noch auf ihre Eisdielentauglichkeit getestet, auch diesen Test bestanden sie mit Bravour.

Saisonvorbereitung: Schrauben

Der Beginn der Onroad-Outdoor Saison rückt näher. Dafür ist natürlich eine Grundreinigung des Equipments nötig. Da neu bekanntlich sauberer ist, ist über den Winter das Teilereservoir für die 2011er Saison beachtlich angewachsen. Auf dem Bild sieht man alles was aus der Vorsaison übernommen wurde (der Sattel wurde ja auch erst am Saisonende getauscht 🙂 ). Nach dem Putzen kommt nun also das Schrauben, dank kompetenter Hilfe seitens der Technikabteilung aber eine Leichtigkeit.

Jan-Ullrich-Jahr

Da ist es schon das Jahr 2011, das Jahr in dem zumindest die Hälfte des Racing Teams ihr Alter mit „23“ angeben müssen. Klar ist, dass sich jeder 23jährige Radsportler in irgendeiner Weise mit anderen 23jährigen Radsportlern vergleichen lassen muss. Wie wäre es denn beispielsweise mit diesem hier? Anno 1997 konnte der den Anstieg nach Alpe d’Huez (14,5km / 1130Hm) in 38:22 fahren. Das entspricht einer Steigleistung von lächerlichen 1767 Hm pro Stunde oder (wenn man das Gewicht von 71kg berücksichtigt) einer durchschnittlichen Leistung von 484 Watt. Gewichtstechnisch sollten wir den guten Ulle ja hoffentlich alle unterbieten (oder wie schauts bei den Leuten mit 3fach-Adventskalender aus?). Und auch sonst spornen die alten Bilder mich grade an, ein paar „Milestones“ für 2011 rauszuhauen:

1. Drei Rolleneinheiten von ca. 90 Minuten (oder vergleichbares) pro Woche
2. Die magische FÜNF im Freilufttraining nach Mallorca
3. 10.000km Straße
4. 100.000 Jahreshöhenmeter
5. Siebzehntief
6. 44er Zeit auf der Nordschleife
7. 1:50h am Stilfser-Joch toppen
8. Spitzengruppe in Hockenheim erwischen
9. Top10 Platzierung bei der Frankenstein-Trophy (oder eine Zeit deutlich unter 10 min)
10. Irgendwie beim Maratona starten

Ziele sind übrigens nicht nach Priorität sortiert und schließen sich auch teilweise gegenseitig aus. Sei es drum. Nummer 1 wird zur Zeit strengstens eingehalten. Mal schauen, welche man im Laufe der Saison abhaken kann 🙂