Eschborn – Frankfurt 2022 Rennbericht

Wieder zum traditionellen Termin, Startzeit 8:45 Uhr fanden sich drei Fahrer des DGD Racing Teams im Startblock A ein. Ausgestattet mit den neuen Einteilern war die Motivation gerade bei Christian hoch. Der schlechte Straßenbelag machte seinem Rennen aber schon nach 10km den Garaus – Platten vorne. Der hektisch eingebaute Ersatzschlauch hielt auch nicht lange und weil es kein Materialfahrzeug (im Gegensatz zum Riderman der deutlich weniger Teilnehmer hat) gab, hieß es dann Platz nehmen im Besenwagen. Dieser fuhr am Ende des 40km Rennens und kam tatsächlich erst kurz nach Daniel und Moritz ins Ziel. Die beiden positionierten sich im Feld gut, Moritz musste einem Beinahe Crash seitlich ausweichen, der dann weiter hinten bei Daniel einen kurzen Stopp des Feldes verursachte – immer die gleiche Engstelle kurz vor Ober-Ursel. Am Feldberg war das Hauptfeld wieder vereint und bis zur ersten Kurve war das Tempo recht hoch, aber es gab noch keine Attacken vorne. Als Daniel schon fast abreißen musste, wurde das Tempo vorne etwas herausgenommen, um dann natürlich auf den letzten deutlichen steileren Kilometern wieder anzuziehen. Moritz konnte der Spitze bis ganz oben folgen und auch auf der Abfahrt konnten Positionen gutgemacht werden. Bis zum Fuße des Schlussanstiegs konnte Moritz die erste Gruppe gut halten, lediglich ein Ausreißer entsprang nach vorne. Dort waren die Beine nicht mehr die frischesten, es wird gemunkelt, dass die recht niedrigen Temperaturen eine Teilschuld trugen. Als am Mammolshainer ein Fahrer direkt vor ihm ausscherte, musste Moritz kurz ausklicken und jeglicher Rhythmus war gebrochen. Dennoch konnte eine überragende P36 (ohne den Nettozeit Quatsch P32) herausgefahren werden, und das bei dem vermutlich best besetzten Ausgabe des Radklassikers.

Wie so oft ergab sich nach der Feldbergabfahrt am ersten Gegenanstieg ein Stück Niemandsland – die Gruppe um André Götschel war oben am Feldberg schon weg und von hinten kam keiner. Daniel fuhr daher 12km solo, nicht mit Vollgas, aber natürlich zügig, ist ja schließlich ein Rennen. Am Rupertshainer Zauberberg kam dann eine große Gruppe um Alex (siehe Göttingen), wo sich Daniel dann auf dem Flachstück vor dem Schlussanstieg im Windschatten erholen konnte. Bei den kleinen Rampen fühlten sich die Beine aber schon schlecht an – vermutlich auch wegen etwas wenig Flüssigkeitszunahme. Die kleine Gruppe um André wurde wieder eingeholt, und Daniel positionierte sich recht weit vorne. Allerdings war der sprichwörtliche Ofen aus, beim Steilstück konnte der kleinste Gang geradeso gedrückt werden (nicht mal 300W) und das Gros der Gruppe zog von dannen. Auf den letzten 5km gab es dann einen 8 Personen Kreisel, bei dem dann auch mitgeführt wurde, sodass am Ende eine zweistellige Platzierung herauskam. Stravadaten Daniel, Moritz

Tour d’Energie Göttingen 2022

Nach ein paar Jahren Rennabstinenz schlug Stefan vor, mal wieder das Rennen in Göttingen zu fahren. Die Wetterprognose war erst etwas mau, aber schlug dann in sonnig und mild um. Das gebuchte Hotel (Parkhotel Ropeter) bot zudem einen kostenfreien Late-Checkout an, sodass nach dem Rennen noch geduscht werden konnte. Daniel startete in Block A, und war dank der neuen Team-Einteiler (mit etwas knappen Beinabdeckung im Vergleich zu den üblichen Hosen) optimistisch. Stefan startete in Block E und wollte es bis zum letzten Anstieg, dem Hohen Hagen, ruhig angehen um dort möglichst viele Leute zu überholen. Wie so häufig gab es vor dem ersten Berg 2 kleinere Stürze nach Kreiseln, sodass sich früh ein Feld von gut 50 Fahrern absetzen konnte. Da nicht viele Fahrer wirklich motiviert waren, wollte sich Daniel nicht overcommitten und die Lücke blieb bestehen. Zusammen mit Alexander Nikolopoulos (die Maschine), wurde in der zweiten Gruppe vorne gefahren. Das neue Aero-Equipment überzeugte bei der Abfahrt zur Weser, Daniel konnte sich leicht absetzen von der Gruppe. Unten fing die Windschlacht an, keiner wollte so wirklich vorne fahren, daher lief die Gruppe auch nur bedingt. Als dann der 1. und 2. Fahrer (Alex) vorm Hauptanstieg am Bramwald geradeaus fuhren statt rechts, gab Daniel das Tempo vor. Es konnten sich zwei Fahrer absetzen, die aber oben wieder eingesammelt wurden. Stefan machte am selbigen Anstieg ein wenig Kaffeeklatsch und machte sich über Fahrer mit Nordpolbekleidung lustig. Auf dem Feldweg zum Hohen Hagen war der einzig etwas lockere Moment in Daniels Rennen, schöner Rückenwind ohne Attacken war angesagt. Alex und ein weiterer Fahrer der von weiter vorne kam (Sturz) konnten sich kurz absetzen, aber wurden auf der Abfahrt wieder eingesammelt. Die Gruppe wurde final aber dezimiert, die beste Frau im Feld kam deutlich später ins Ziel. Die letzten gut 20 Rennkilometer waren die erwartet härtesten, mit erst nur 3 Fahrern und starken Gegen/Seitenwind mussten zum Teil fürs Halten von Alex‘ Hinterrad alle Körner aufgewandt werden. Als fast gar nichts mehr drin war, kamen von hinten noch knapp 10 Fahrer von hinten, die aber keine Ambitionen hatten sich selbst dem Wind auszusetzen. So kam Daniel im vorderen Teil der zweiten Gruppe auf Platz 72 ins Ziel – Sprint konnten andere für sich entscheiden – die Beine waren nicht die besten. Ein 171er Durchschnittspuls zeigte die Anstrengung, der 37,5er Schnitt war niedriger als in den vorherigen Teilnahmen – Bedingungen waren eben hart. Strava-Daten

Stefan konnte sein Vorhaben am Hohen Hagen umsetzen und fuhr die 382. beste Zeit von 1400 an dem Anstieg, konnte mehr als 30 Fahrer überholen. Am Ende konnte er noch zwei Gruppen zusammenführen und war im Ziel ebenfalls sehr zufrieden mit seiner Leistung. Bilder vom Sportografen folgen in Bälde. Ein Dank gilt an „die Maschine„, ohne dessen harte Führungsarbeit das Rennen ganz anders verlaufen wäre.

Trainingslager Mallorca 2022 – Grande Finale

Am letzten Tag mit wieder perfektem Wetter gab es eine neue Strecke. Florian ließ es gut sein und beendete den Radsportteil bereits am Vorabend. Rekordverdächtig früh 9:24 Uhr ging es los in Richtung Kloster Lluc (angepeilt war natürlich 9:00) und Christian durfte eine gemütliche Pace vorfahren, sodass er als 3. an der Tankstelle ankam. Erstmals wurde dann der Puig Major vom Kiosk aus befahren, die 5% Steigung auf 5km waren zwar nicht gleichmäßig angeordnet, dennoch kamen alle fünf Fahrer frisch am Tunnel an.


Es folgte die Abfahrt bis nach Port de Soller, auf absolut perfektem Asphalt und fast ohne störenden Kfz Verkehr konnten die   Fahrer die beste Abfahrt Mallorcas genießen. Die Serpentinen waren sehr großzügig, sodass immer viel Schwung mitgenommen werden konnte. Nach dem Mittagessen am Zipfel der Bucht von Port de Soller, ging es zum zweiten Anstieg, ebenfalls als Erstbefahrung in diese Richtung, dem Coll de Soller. Nach 2km stark befahrener Straße zum Tunnel, gab es schattige recht zahme Serpentinen mit vielen Radfahrern fast ohne Autos. Sebastian beschloss den vor ihm fahrenden Christian kurz vorm Gipfel einzuholen aber der Zielsprint ging an Christian. Nach der eher groben Abfahrt mit sehr vielen Kehren fuhren Sebastian und Christian den direkten Weg zurück zum Hotel (-10km) welcher dank des Rückenwindes nicht zu viele Körner kostete. Das verbleibende Trio fuhr Erik Zabels Lieblingsanstieg zum Orient. Daniel wollte direkt klare Verhältnisse schaffen, musste aber dem sehr hohen Tempo Tribut zollen und verlor 16 Sekunden auf Moritz, konnte aber Heiko 50s hinter sich lassen.

Der finale Espressostopp wurde dann abgehalten, um dann mit Hilfe des Rückenwindes zurückzuballern. Zahlreiche Navigationsungenauigkeiten gab es zu notieren, beide Gruppen fuhren unabhängig voneinander durch eine Gutseinfahrt statt auf dem Track zu bleiben. 147km/2200 Hm

Damit geht das Trainingslager zum Ende, mit Rekordkilometern 796 und 10500 Hm die dank gedämpftem Fahren in den nicht gezeiteten Passagen für alle Fahrer zugänglich waren. Christian und Heikos Mallorca Trainingslager Premiere liefen erfolgreich und die Bilder vom erneuten Schneefall im Headquarter bestätigten die Wahl des Domizils